Seite 6: Fazit

Ja, mit der ASUS ROG XG Station 2 kann man aus dem ASUS Transformer 3 Pro T303UA einen leistungsfähigen Gaming-Rechner zaubern. Je nach Grafikkarte können theoretisch alle aktuellen Spieletitel problemlos darauf gespielt werden. Während die integrierte Intel HD Graphics 520 des Intel Core i7-6500U in Spielen wie The Witcher 3, Tomb Raider oder Grand Theft Auto 5 nur unspielbare FPS-Werte erreicht, sind mit einer per Thunderbolt 3 angeschlossenen GeForce GTX 1060 oder GeForce GTX 1050 Ti ruckelfreie Bildraten möglich und das sogar in Full HD und mit allen Grafik-Details.

Eine allzu schnelle und teure Grafikkarte sollte man dem Convertible allerdings nicht zur Seite stellen. Auch wenn der 3D-Beschleuniger intern nur per PCI-Express 3.0 und vier Lanes angebunden wird, stößt man schnell an die Grenzen der Thunderbolt-3-Verbindung. Wer die Box dann noch per Gigabit-Ethernet ins Netzwerk hängt, zusätzliche Festplatten und Geräte über USB 3.1 anschließt, sprengt schnell die Brutto-Bandbreite von Thunderbolt 3. ASUS hat deswegen vorgesorgt und setzt auf eine zusätzliche USB-3.1-Verbindung. Die Bandbreite ist bei unserem Versuchsaufbau aber nur bedingt das Problem. Vielmehr sorgt der Prozessor dafür, dass man einen teuren High-End-Beschleuniger nicht verwenden sollte. Er ist schlichtweg zu langsam, die Leistung zu inkonsistent. Das mag in der Praxis dem Durchschnittsspieler kaum auffallen, dem Hardcore-Gamer aber schon.

Für die Flexibilität, ein Gerät für alle erdenklichen Lebenslagen und Einsatzzwecke zu haben, bezahlt man allerdings einen hohen Preis. Alleine für das ASUS Transformer 3 Pro T303UA werden rund 1.600 Euro ausgerufen, für die ASUS ROG XG Station 2 werden weitere 400 Euro ohne Grafikkarte fällig. Je nach Pixelbeschleuniger kommen weitere 150 bis 600 Euro hinzu. Für einen Aufbau mit GeForce GTX 1050 Ti, welche wir am sinnvollsten erachten, bezahlt man damit fast 2.200 Euro. 

Nach den Weihnachtsfeiertagen und der CES 2017 zu Beginn des nächsten Jahres werden wir der ASUS ROG XG Station 2 einen weiteren Test spendieren. Wir werden den externen Grafikbeschleuniger nicht nur an ein deutlich schnelleres Notebook anschließen, sondern vor allem auch mehrere Grafikkarten von AMD und NVIDIA ausprobieren. Dem Bandbreiten-Problem wollen wir ebenfalls näher auf den Grund gehen und die Verbindung einmal ohne und einmal mit zusätzlicher USB-Verbindung zu Thunderbolt 3 testen. Ist das System schneller, wenn man den Monitor direkt an die Grafikkarte anschließt? Das und vieles mehr zu einem späteren Zeitpunkt!