Seite 4: Vorläufiges Fazit

Egal welche Version der NVIDIA GeForce GTX 980 im Notebook steckt: Der Grafikchip ist eine echte Meisterleistung, der aber auch die Hersteller im Hinblick auf die Kühlung vor eine Herausforderung stellt. Die 185 bis 200 W müssen von den Heatpipes und Lüftern erst einmal aus dem Gehäuse befördert werden. Wohl ein Grund, weshalb sich ASUS bei seinem erst seit kurzem in Deutschland erhältlichen ROG GX700 für eine externe Wasserkühlung entschieden hat. Mit beiden Versionen kann problemlos gespielt werden. Full HD ist für die NVIDIA GeForce GTX 980 selbst bei aktuellen Grafikkrachern kein Problem und je nach Spieletitel kann sogar in 4K gespielt werden, denn Spiele wie BioShock: Infinite laufen bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten mit fast 200 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm. Bei Grand Theft Auto 5 reicht es immerhin noch für fast 90 FPS, womit der Titel trotz höherer Bildqualität und größerer Weitsicht fast dreimal so schnell als auf der Konsole läuft. The Witcher 3 lässt sich in dieser Auflösung ebenfalls mit allen Details mühelos bei knapp 70 Bildern pro Sekunde spielen. Der Abstand zur GeForce GTX 980M ist deutlich.

Unterschiede zwischen der GeForce GTX 980 mit 200 W TDP und der auf 185 W begrenzten Version sind aber minimal und meist nur im niedrigen einstelligen Prozent-Bereich. Auch wenn diese in synthetischen Benchmarks etwas größer ausfallen, in Spielen liegen die beiden Versionen nahezu gleich auf. Beide Testkarten erreichen unter Last einen Takt von bis zu 1.227 MHz und konnten diesen auch über einen längeren Zeitraum halten. Wer sich also für ein teures Notebook mit NVIDIA GeForce GTX 980 entscheidet, muss nicht zwingend darauf achten, ob er zu 200- oder 185-W-TDP-Variante greift.

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Die NVIDIA GeForce GTX 980 für Notebooks

Preislich aber reißt die vermeintlich schnellere GeForce GTX 980 ein größeres Loch in den Geldbeutel. Konfiguriert man das Schenker Technologies XMG U726 beim Display auf die Leistungsdaten des kleineren Schenker Technologies XMG U716 herunter, so landet man bei knapp 3.300 Euro und bezahlt damit für die etwas größere Anschluss-Vielfalt, das leicht dickere Gehäuse und die damit verbundene bessere Kühlung sowie für die 200-W-Version einen Aufpreis von knapp 100 Euro – in unseren Augen kann dieser getrost eingespart werden. Unsere anfängliche Sorge, es würden sich deutlich größere Leistungsunterschied zwischen den beiden Grafikkarten ergeben, bleiben unbegründet.

Wir werden dem kleineren Schenker Technologies XMG U716 in den kommenden Tagen aber noch näher auf den Zahn fühlen.