Seite 11: Fazit

Das Alienware M17x R4 stellt ohne Frage eine klassische Evolution dar. An Bewährtem, wie dem Gehäuse, hält Alienware fest, macht es aber gerade durch die Radeon HD 7970M zum Vorzeige-Gamer.

Zum Gehäuse des Alienware M17x müssen eigentlich nicht viele Worte verloren werden. Entweder man liebt das aggressiv martialische Design oder man kann mit dem Erscheinungsbild des 17-Zöllers nicht viel anfangen. Uns zumindest gefällt die eigenständige Formensprache genau so wie der herrliche samtige Kunststoff der Handballenauflage und das ausufernde Beleuchtungsmanagement. Das Alienware M17x ist in seiner Gesamtkonzeption herrlich unvernünftig und das wird durch all diese Eigenschaften zur Schau gestellt.

Anschlusstechnisch bietet das M17x alles was das Herz begehrt, einzig eine Positionierung von manchen Buchsen auf der Rückseite wäre angenehm. Auch in der aktuellen Auflage kann uns das M17x aufgrund seines Gehäuses wieder einmal vollends überzeugen.

Die von Alienware verbauten Eingabegeräte können gefallen, gerade das Top-Case könnte aber gerne noch etwas steifer sein, was sich positiv auf den Druckpunkt der Tastatur auswirken würde. Die Beleuchtung erweist sich aber in dunklen Umgebungen als hilfreich. Das Pad legt eine schnörkellose Vorstellung an den Tag, wird von Gamern aber vermutlich ohnehin nur selten genutzt werden.

Die Kombination aus Intel Core i7-3610QM und der brandneuen Radeon HD 7970M kann im Alltag auf der ganzen Linie überzeugen. AMDs neue Top-GPU erweist sich als Glücksgriff und verweist die GTX 675M mehr als deutlich auf die Plätze. Egal wie anspruchsvoll die Engine ist, aktuell können so alle wichtigen Titel ruckelfrei dargestellt werden. Enttäuscht sind wir hingegen von der verbauten mSATA-SSD, die als Boot-Device fungiert. Konnte Samsungs 830er-Serie bislang stets mit absoluten Top-Raten überzeugen, fällt sie in der 64-GB-Version deutlich ab. Sehr schön ist es, dass Alienware die Komponenten im Griff hat, denn Throtteling-Probleme gibt es nicht.

Das Display bietet gute Messwerte und ein ordentliches Bild, ist unseres Erachtens aber etwas zu stark verspiegelt. Wer sich ein M17x konfiguriert, sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass das FullHD-Display genutzt wird, denn Alienware lässt seinen 17-Zöller in der Standardausführung mit einem 1600 x 900-Panel anrollen.

Die Kühlung des M17x kann prinzipiell überzeugen, denn, wie bereits erwähnt, kommt es zu keinen Throtteling-Problemen. Dafür agiert der 17-Zöller unter Last aber auch entsprechend lautstark. Zugute halten muss man dem M17x aber, dass die Lüftersteuerung die Drehzahl des Ventilators direkt nach Beendigung des Last-Prozesses wieder sehr gut im Griff hat und unser Testkandidat im Idle ohnehin kaum wahrnehmbar ist.

Die Akkulaufzeit ist bei einem Gerät wie dem M17x zwar nur ein Nebenschauplatz, dank eines 90 Wh Akkus kann der 17-Zöller aber doch mit einem moderaten Durchhaltevermögen aufwarten. Da stellt sich nur die Frage, wer ein rund 5 kg schweres Gerät allen Ernstes wirklich häufiger rein mobil nutzen möchte.

Alles in allem ist das Alienware M17x auch in der Ivy-Bridge-Neuauflage, die den Zusatz R4 trägt ein Gaming-Notebook, wie es im Buche steht – aktuell sogar das schnellste Gerät, das wir bislang testen konnten. Das M17x ist schnell, sieht cool aus und ist herrlich unvernünftig – wie ein guter Sportwagen eben auch – und genau diesen Reiz übt das M17x R4 wieder einmal aus.

Positive Aspekte des Alienware M17x R4:

  • Sehr schickes und hochwertiges Gehäuse
  • Umfangreiche Beleuchtungsmöglichkeiten
  • Sehr hohe Gaming-Leistung
  • Gute Lüftersteuerung

Negative Aspekte des Alienware M17x R4:

  • SSD könnte etwas schneller sein
  • Leicht flexendes Top Case