Seite 2: Software - Allgemein

Auf der nun folgenden Seite schauen wir uns die Software etwas genauer an. Netgear verwendet auf dem XR500 Nighthawk DumaOS von Netduma. Die Entwicklung dazu startete 2011 und damit ist die Software noch recht jung im Vergleich zu anderen Entwicklungen wie WD-WRT oder OpenWRT. Dass die Software eine wichtige Rolle spielen kann, zeigt der Vergleich des ASUS ROG Rapture GT AC5300 (Test) mit hunderten Optionen im Betriebssystem, aber wenig Übersicht und dem Keenetic Giga (Test), dessen Bedienoberfläche einen deutlich moderneren und benutzerfreundlichen Eindruck macht.

2014 wurde mit dem Netduma R1 Gaming Router der erste Gaming-Router vorgestellt, der auf DumaOS setzte. 2018 wurde die Partnerschaft zwischen Netgear und DumoOS angekündigt und nun in Form des XR500 Nighthawk umgesetzt.

Bereits der Blick auf das Dashboard zeigt, dass beim DumaOS vor allem die Übersicht erhalten bleiben soll. Anstatt vieler Drop-Down-Menüs und Auswahlfenstern aus Windows-3.11-Zeiten zeigt sich DumaOS in einer modernen Optik, natürlich etwas in Richtung Gaming eingefärbt.

Auf der ersten Seite sind bereits die wichtigsten Funktionen des Routers abgebildet und der Nutzer erkennt schnell, welche Geräte gerade Daten übertragen, welches WLAN aktiv ist und welche Apps auf dem Router laufen.

Bevor man auf das Dashboard kommt, muss die Einrichtung durchgeführt werden. Beim ersten Abruf der IP des Routers wird in mehreren Schritten der Assistent zur Einrichtung abgearbeitet. Die meisten Einstellungen werden dabei automatisch gemacht, in wichtigen Punkten kann der Nutzer aber eingreifen und eigene Einstellungen vornehmen. Diese können nach Beendigung des Assistenten aber auch noch einmal manuell gemacht werden.

Aus dem Dashboard heraus können die verschiedenen Einstellungen ausgewählt werden. Auf Quality of Service und den Geo-Filter gehen wir auf einer gesonderten Seite noch etwas genauer ein, da dies das Herausstellungsmerkmal des Netgear XR500 Nighthawk sein soll.

Ansonsten bietet das DumaOS alle üblichen Einstellungen für das DNS, die LAN- und WLAN-Konfiguration, das Gastnetzwerk sowie VPN-Dienste, IPv6 sowie VLAN und IPTV. Noch einmal positiv herausstellen wollen wir die gute Übersicht in der Software. Das Rot in Rot muss nicht jedem gefallen, zumindest aber sind alle Einstellungen schnell und einfach aufzufinden.

An dieser Stelle eine Anmerkung zum verwendeten Dual-Core-Prozessor: Dieser scheint laut Statistik ausreichend schnell für die Software zu sein, die Benutzeroberfläche wirkt aber etwas träge. Die einzelnen Seiten werden nicht sofort dargestellt, was bei einem lokalen Webinterface sicherlich zu erwarten wäre.