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Zwei ASUS ROG Rapture GT AC5300 im Mesh-Test

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asus-rog-rapture-gt-ac5300Mit immer breiteren Sende- und Empfangskanälen sowie einer Quadraturamplitudenmodulation erreichen WLAN-Netzwerke inzwischen Datenraten von 2.167 MBit/s, per 802.11ad sind bereits bis zu 5.280 Mbit/s spezifiziert. Zudem verwenden mehr und mehr Anbieter dedizierte Kanäle für Anwendungen, die auf möglichst geringe Latenzen ausgelegt sind. Dies gilt auch für den ASUS ROG Rapture GT AC5300, der sich explizit an Spieler richtet. Hier kommt ein dediziertes 5-GHz-Netzwerk zum Einsatz, in das sich Spiele-Rechner und Konsolen einklinken sollen. Außerdem ermöglich der ROG Rapture GT AC5300 den Aufbau eines Mesh-Netzwerkes und eben dies haben wir uns genauer angeschaut.

Vor einiger Zeit haben wir uns eine Übersicht der aktuellen WLAN-Standards verschafft und diese beschrieben. Mit dem Netgear Nighthawk X10 haben wir uns auch schon einen WLAN-Router angeschaut, der WLAN nach 802.11ad beherrscht. Datenraten im Bereich von mehreren Gigabit pro Sekunde sind in drahtlosen Netzwerken nicht mehr selten, werden aber nur unter idealen Bedingungen erreicht. Wer eine nahezu hundertprozentig stabile Verbindung benötigt, sollte noch immer auf die klassische Verkabelung per Ethernetkabel setzen. Allerdings gibt es Fälle, in denen dies nicht möglich ist. Eben diese will ASUS mit dem ROG Rapture GT AC5300 abdecken.

Zunächst einmal wollen wir uns die technischen Daten des ASUS ROG Rapture GT AC5300 anschauen.

Die technischen Daten des ASUS ROG Rapture GT AC5300 in der Übersicht
Modell ASUS ROG Rapture GT AC5300
Straßenpreis 379 Euro
Homepage www.asus.de
Technische Daten
Internet - PPPOE
- PPTP
- L2TP
- Unterstützt IPv6 für Internet, Heimnetz und Telefonie
LAN 4x Gigabit-Ethernet
Telefonie -
WLAN - WLAN AC mit bis zu 1.733 MBit/s (5 GHz)
- WLAN AC mit bis zu 1.733 MBit/s (5 GHz)
- WLAN N mit bis zu 800 MBit/s (2,4 GHz)
- 1024QAM (2,4 GHz): 1.000 MBit/s
- 1024QAM (5 GHz): 2.167 MBit/s
Anschlüsse 8x Gigabit-Ethernet (10/100/1000 Base-T)
1x Gigabit WAN für den Anschluss an Kabel-/DSL-/Glasfasermodem oder Netzwerk
2x USB 3.0 für Speicher und Drucker
Abmessungen 245 x 245 x 65 mm (ohne Antennen)
Lieferumfang ASUS ROG Rapture GT AC5300
Netzteil
LAN-Kabel
Installationsanleitung

Der ASUS ROG Rapture GT AC5300 ist mit 245 x 245 mm quadratisch aufgebaut. Die vom Militär abgeschaute Optik (aufgrund der fehlenden rechten Winkel für das Radar nahezu unsichtbar), ist bei ASUS und vielen anderen Hersteller mit einem Gaming-Label inzwischen obligatorisch. Für ein möglichst gutes WLAN-Signal müssen acht Außenantennen angeschraubt werden.

Auf einer der vier Seiten befinden sich zahlreiche LEDs, die Auskunft über den aktuellen Betrieb des ASUS ROG Rapture GT AC5300 geben. So wird angezeigt, ob der Router eingeschaltet ist, welches WLAN-Netz aktiv ist, ob eine Verbindung zum Internet besteht, einer der Ethernet-Ports belegt ist oder aber gerade eine Verbindung per WPS hergestellt wird.

Auf der Rückseite sind alle Anschlüsse zu finden. Dazu gehören zwei USB-3.0-Anschlüsse für die Anbindung externer Speicher oder eines Druckers. Per Software lässt sich auf dem per USB angeschlossenen Speicher auch ein eigener Cloudspeicher betreiben. Der ASUS ROG Rapture GT AC5300 verfügt über vier Ethernet-Anschlüsse – vorhanden sind aber acht physische Ports. Per Link-Aggregation können zwei Ethernet-Verbindungen zusammengeschaltet werden. Damit lässt sich die jeweils zur Verfügung stehende Bandbreite theoretisch verdoppeln.

Update:

Wir haben in Rücksprache mit ASUS die Ethernet-Konfiguration noch einmal korrigiert. Es stehen acht Gigabit-Ethernet-Anschlüsse zur Verfügung. LAN 1 und LAN 2 sind direkt mit dem SoC verbunden und sollen daher besonders kurze Latenzen aufweisen. Diese beiden Anschlüsse können auch für die Link Aggregation genutzt werden. Ebenfalls möglich ist dies mit LAN 5 und LAN 6. LAN 3, 4, 7 und 8 sind per einfachem Switch verbunden.

Der blau markierte RJ45-Anschluss dient als Uplink. Hier wird das DSL- oder Kabelmodem angeschlossen. Es ist aber auch möglich den ASUS ROG Rapture GT AC5300 an ein bereits bestehendes Netzwerk anzubinden. Auch dazu wird dieser Anschluss verwendet. Weiter links sind der Netzteilanschluss und der Ein/Ausschalter zu finden.

Auf einer weiteren Seite des Routers sind einige Taster zu finden. Diese ermöglichen das schnell ein- und ausschalten der WLAN-Netzwerke sowie der LEDs. Auch das Aushandeln des Passwortes für das WLAN per WPS kann hier gestartet werden.

Die Software

Das Hardware-Angebot des ASUS ROG Rapture GT AC5300 ist also recht beeindruckend. Zwei 5-GHz-Netze, theoretisch hohe Bandbreiten, etc. pp. Doch wie ist es um die Software bestellt? Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Netzwerk-Hardware, denn nur über die Software können die zahlreichen Funktionen auch gesteuert werden.

Die Gaming-Optik findet sich auch in der Softwareoberfläche des ASUS ROG Rapture GT AC5300 wieder. In einer ersten Übersicht werden grundsätzliche Informationen über das Netzwerk dargestellt. Weil dies für Spieler von größerer Bedeutung ist, misst die Software auch ständig den Ping zu einer bestimmten Adresse bzw. IP und führt auch die Abweichungen zueinander auf.

Da die Gameserver nicht immer im nächsten Standort zu finden sind, misst die Software den Ping zu unterschiedlichen Standorten. Es können auch bestimmte Routen festgelegt werden, sodass beispielsweise der Battle.net-Client keinen Kontakt mehr zu besonders langsamen Servern aufnehmen kann.

Darüber hinaus können in der Software viele Analysen durchgeführt werden. So kann das Spektrum der 2,4- und 5-GHz-Netze überwacht werden, was vor allem in dichtbesiedelten Umgebungen Sinn machen kann. Eine manuelle Kanalauswahl kann die Geschwindigkeit des WLANs verbessern. Natürlich können auch alle netzinternen Einstellungen zu DHCP- und DNS-Servern gemacht werden. Wer den ASUS ROG Rapture GT AC5300 direkt hinter dem Internet-Modem betreibt, kann viele der Einstellungen in der automatisch Auswahl belassen. Ist dies nicht der Fall, stehen zahlreiche manuelle Optionen bereit.

Das zweite 5-GHz-WLAN ist für zwei Zwecke vorgesehen:

  • 1. Alle Geräte, die für das Ausführen von Spielen vorgesehen sind (PCs, Konsolen, Handhelds, etc.), sind in diesem isolierten Netzwerk untergebracht. Dies soll die Latenzen reduzieren und Bandbreiten offenhalten.
  • 2. Das zweite 5-GHz-Netz kann zum Aufbau eines Mesh-Netzwerks verwendet werden.

Beide Anwendungsfälle werden wir im Rahmen dieses Tests versuchen etwas zu beleuchten. Wer sich über Mesh-Netzwerke informieren möchte, dem liegen wir unseren Artikel zu einem Vergleich mehrere Mesh-Systeme nahe. Bestandteil war damals auch das Lyra-System von ASUS.

Für den Aufbau eines Mesh-Systems mit dem ASUS ROG Rapture GT AC5300 wird in der Software eine Suche gestartet, welche dann als Ergebnis kompatible Geräte aufführt. Letztendlich haben wir die Tests mit zwei ROG Rapture GT AC5300 gemacht. Obiges Bild zeigt das Ergebnis der Suche für unterschiedliche Router aus dem Hause ASUS.

Für die Messungen der WLAN-Geschwindigkeiten haben wir die PCI-Express-Karte ASUS PCE-AC88 verwendet. Diese erreicht Datenraten von 2.100 MBit/s im 5-GHz-Band und 1.000 MBit/s im 2,4-GHz-Band.

2,4-GHz-Band - 1 IP-Stream

Nebenraum (5 m)

MBit/s
Mehr ist besser

5-GHz-Band - 1 IP-Stream

Nebenraum (5 m)

MBit/s
Mehr ist besser

5-GHz-Band - 7 IP-Streams

Nebenraum (5 m)

MBit/s
Mehr ist besser

5-GHz-Band - 1 IP-Stream

über drei Etagen

MBit/s
Mehr ist besser

5-GHz-Band - 7 IP-Streams

über drei Etagen

MBit/s
Mehr ist besser

Backhaul-Verbindung - Ethernet zu Ethernet

Freiluft: 15 m

MBit/s
Mehr ist besser

Die Ergebnisse des ASUS ROG Rapture GT AC5300 sind recht unterschiedlich zu bewerten. Offenbar aber hat der Router seine Stärken, wenn es darum geht viele Datenübertragungen gleichzeitig durchzuführen. Für die beiden 5-GHz-Netzwerke sind die Werte identisch. Wir haben auf einem der Netzwerke den Datentransfer mit sieben IP-Streams ausgeführt und auf dem zweiten die Latenzen gemessen, konnten aber auch hier keine großen Unterschiede feststellen. Damit wird es auch schwer die Verwendung eines zweiten 5-GHz-Netzwerkes zu rechtfertigen. Je nach Anwendungsfall ist es aber vorstellbar, dass es durchaus Unterschiede gibt.

Fazit

Ohne Frage ist der ASUS ROG Rapture GT AC5300 auf Augenhöhe mit den schnellsten WLAN-Routern am Markt. Ob man diese Bandbreiten nun in der Praxis auch wird ausnutzen können, sei einmal dahingestellt. Teilweise reichen wir an das Ethernet mit Gigabit-Geschwindigkeit heran. Für jegliches Streaming ist die gebotene Leistung also mehr als ausreichend und selbst größere Dateitransfers sind meist schnell erledigt.

Die Theorie unterscheidet sich aber häufig von der Praxis. Ein WLAN ist nicht nur so schnell wie die gewählte Hardware, sondern auch nur so schnell wie die Umgebungsbedingungen dies zulassen. Die Anzahl der WLAN-Netzwerke in der Umgebung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Positionierung des Routers und der Endgeräte. Aber auch die Beschaffenheit der Wände und Decken spielt eine Rolle für die Geschwindigkeit des WLANs. 

Neben der WLAN-Ausstattung bietet der ASUS ROG Rapture GT AC5300 auch die weiteren Annehmlichkeiten wie zwei USB-Anschlüsse oder die Möglichkeit das WLAN und die LEDs auf Knopfdruck ein- und auszuschalten. Daneben können acht Endgeräte per Ethernetkabel angeschlossen werden. Die Link-Akkregation ist ein nettes Gimmick, ist mit insgesamt vier Anschlüssen aber beinahe etwas übertrieben. Der Einsatz eines 10-Gigabit-Ethernet wäre hier sinnvoller, denn langsam aber sicher kommt mehr und mehr Netzwerkhardware in den Preisbereich, der auch für Endkunden interessant ist.

Etwas zwiegespalten sind wir bei der Weboberfläche. Diese bietet zunächst einmal alle erdenklich Optionen, ist für den Laien aber sicherlich nur schwer zu überschauen. Glücklicherweise gibt es einen Assistenten, der die wichtigen Optionen selbst auswählt und den Nutzer in einigen weiteren Punkten Schritt für Schritt durch die Einrichtung führt.

Die Gaming-spezifischen Einstellungen sollen den ASUS ROG Rapture GT AC5300 aus der Masse der Router herausstechen lassen. Einen messbaren Effekt konnten wir aber nicht darstellen. Das blockieren auf Basis einiger Server-IP funktioniert zwar, die Latenzen schwanken aber nicht immer in dem Maße, in dem dies zu vermuten wäre. Das DSL vieler Anschlüsse in Deutschland ist hier meist hinderlicher und sorgt schon für einen Großteil der Verzögerungen und darauf hat der Spieler zunächst einmal keinerlei Einfluss.

Recht gut gefallen hat uns die Möglichkeit den ASUS ROG Rapture GT AC5300 per Mesh mit anderen Geräten zu verbinden. Nicht immer ist eine Ethernet-Verkabelung vorhanden und Powerline-Verbindungen sind ebenso wie das WLAN von vielen Umgebungsvariablen abhängig. Per Klick und kurzer Konfiguration sind kompatible Router und Mesh-Hardware von ASUS miteinander verbunden. Die Backhaul-Verbindung ist die schnellste, die wir bisher messen konnten.

Mit 379 Euro ist der ASUS ROG Rapture GT AC5300 aber alles andere als günstig. Zu diesem Preis hätten wir gerne ein 10-GbE gesehen. Einige NAS-Geräte verfügen über eben einen solchen Anschluss und ließen sich damit an den Router anbinden.

Positive Aspekte des ASUS ROG Rapture GT AC5300:

  • hohe WLAN-Bandbreiten
  • Mesh-Funktionalität
  • zweites 5-GHz-Netz
  • 8x Gigabit-Ethernet
  • 2x Link Aggregation
  • Hardwaretaster für WLAN und LEDs

Negative Aspekte des ASUS ROG Rapture GT AC5300:

  • relativ hoher Preis
  • Weboberfläche könnte übersichtlicher gestaltet sein

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 07.08.2012
Raum Stuttgart
Kapitänleutnant
Beiträge: 1892
Um das Geld gibts doch schon enterprise wlan hardware.
Was das ding fuer ne gurke bitte... 2836282mbit per quantenastrobeamquadriplemultimimo und dann haengt an
Der moehre nen lausiger gigabitport als uplink vorne dran?
#2
customavatars/avatar139851_1.gif
Registriert seit: 02.09.2010
Bayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3931
Kann man bei dem nächsten Modell bitte etwas mehr Plastik um die Antennen kleben?
#3
customavatars/avatar97341_1.gif
Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 13491
Gaming Router :wall:
#4
customavatars/avatar195781_1.gif
Registriert seit: 27.08.2013

Matrose
Beiträge: 17
"Die vom Militär abgeschaute Optik (aufgrund der fehlenden rechten Winkel für das Radar nahezu unsichtbar)"

Kann ich dann beim Hacken die Maske weglassen, da mich eh keiner findet?
#5
Registriert seit: 13.02.2012

Matrose
Beiträge: 13
Mich würde Interessieren welches ( Netgear Orbi ) hier gemeint ist ( beim Verkäufer meines Vertrauens sind 12 Netgear Orbi gelistet),im test auf dem namen klicken bringt nichts weil ich auf der start Seite von hardwareluxx lande.
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