Seite 1: Fünf Mesh-Systeme von ASUS, AVM, Devolo, Google und Netgear im Test

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Nachladende YouTube-Videos, schlechte Streaming-Qualitäten und einige andere Auswirkungen machen dem Smartphone- und Tablet-Nutzer eine schlechte WLAN-Abdeckung schnell deutlich - eine gute Abdeckung in den eigenen vier Wänden ist daher heute für viele Anwender eine elementare Voraussetzung - die Umsetzung ist aber nicht immer ganz einfach. Mesh-Systeme sollen Abdeckung und Geschwindigkeit verbessern. Wir haben uns fünf solcher Systeme etwas genauer angeschaut.

Das Prinzip eines Mesh-Netzwerkes ist weder neu, noch sonderlich kompliziert. Zwei oder mehr Endgeräte werden zu einem vermaschten Netz zusammengesetzt. Die Mesh-WLAN-Netzwerke für den Endkunden sollen sich selbständig aufbauen und konfigurieren. Mesh-Netze kommen auch in kabelgebundenen Netzwerkstrukturen zum Einsatz. Wir haben uns die Theorie hinter solchen Mesh-Systemen bereits angeschaut.

Folgende fünf Systeme wollen wir uns nun anschauen und die Leistung miteinander vergleichen:

Gegenüberstellung der verschiedenen Systeme
Mesh-System dedizierte Backhaul-Verdindung Antennenkonfiguration Ethernet-Anschlüsse
ASUS Lyra Ja (WLAN: 867 MBit/s) 2x2 1x 1.000 MBit/s
AVM Mesh Nein (optional über PowerLine) 4x4 2x 1.000 MBit/s
Devolo Gigagate Ja (WLAN: 1.733 MBit/s) 4x4 4x 1.000 MBit/s
Google WiFi Nein (optional über Ethernet) 2x2 2x 1.000 MBit/s
Netgear Orbi Ja (WLAN: 1.733 oder 867 MBit/s) 4x4 oder 2x2 3x oder 4x 1.000 MBit/s

Es gibt also Unterschiede in vielen Bereichen. Die Antennenkonfiguration wirkt sich sowohl auf das WLAN für die Clients, als auch die eventuell vorhandene Backhaul-Verbindung aus. So manches Mesh-Systeme ermöglicht eine solche Verbindung auch per Ethernet, ein anderes verwendet eine Powerline-Verbindung. Wie groß die Unterschiede in der Praxis sind, schauen wir uns noch genauer an. Auch die Ausstattung der einzelnen Endpunkte ist unterschiedlich ausgelegt und kann so zur Entscheidung für das eine oder andere System beitragen. Nun aber wollen wir uns die einzelnen Systeme etwas genauer anschauen.

Allen Systemen gemein ist ein Lieferumfang, der es erlaubt, sofort loszulegen. Dazu gehören auch einige Ethernet-Kabel, damit das Mesh-System direkt mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden kann. Schnellanleitungen liegen ebenfalls bei.