Seite 4: Antec Earthwatts Platinum 550W - Allgemeines und Technik

Antec Earthwatts Platinum 550W

Die Earthwatts-Reihe hat Antec nun schon längere Zeit im Programm. Die aktuellen Platinum-Modelle sind hingegen erst seit dem Frühjahr 2013 auf dem Markt. Wie auch bei den früheren Earthwatts-Netzteike möchte Antec einen umweltfreundlichen Eindruck erwecken, aber nicht mehr so konsequent wie früher. Die neuen Platinum-Versionen verzichten z.B. nicht mehr eine Lackierung mit potenziell umweltschädlicher Farbe, sondern sollen sich eher über die hohe Effizienz definieren. Antec verspricht eine um bis zu 25% reduzierte Stromrechnung und führt auch eine Beispielrechnung auf, aber um diese Werte zu erreichen, muss man schon ein Netzteil aus der Ära vor 80PLUS im 24/7-Betrieb zum Vergleich heranholen. Immerhin versucht Antec auch die Anschaffungskosten für das Earthwatts Platinum zu reduzieren, indem es auf preissteigernde Extras wie modulares Kabelmanagement verzichtet. Somit bieten die Earthwatts Platinum auch eine der preisgünstigsten Möglichkeiten, sich ein Netzteil mit 80PLUS Platinum zu kaufen. Mit seinem Preis von ca. 90 Euro ist tatsächlich auch mit Abstand das günstigste 80PLUS-Platinum-Netzteil im Leistungsbereich von 500 bis 600 Watt.

an00s 
Der Karton des Antec Earthwatts Platinum 550W.

Die Verpackung des Antec ist ebenfalls etwas sparsamer als gewohnt ausgeführt. Das Netzteil ist im Karton nur in einem Plastikbeutel verpackt und zusammen mit den Anschlusskabeln und dem Zubehör verstaut.

an01s 
Knapper Lieferumfang beim Antec.

Bei unserem Sample lag nur das Netzkabel bei, aber bei Retailmodellen sollen auch Befestigungsmaterial und ein Handbuch mit dabei sein.

 

an04s 
Das Earthwatts Platinum 550W bietet in Sachen Optik keine Überraschungen.

Das getestete Modell mit 550W ist das mittlere Modell dieser Reihe, in der noch zwei weitere Versionen mit 450 und 650 Watt erhältlich sind. Mit einer Gehäuselänge von 140 Millimetern ist das Earthwatts Platinum 550W sehr kompakt, was u.a. die Verwendung eines 120-mm-Lüfters erfordert.

an06s 
Auf modulares Kabelmanagement muss man beim Earthwatts Platinum 550W verzichten.

Der Fokus liegt seitens Antec klar auf der Eiffizienz des Earthwatts Platinum 550W. Mit 80PLUS Platinum ist es diesbezüglich auch sehr gut aufgestellt, zumal es in diesem Leistungsbereich nur wenig direkte Konkurrenz gibt, die noch dazu durchgängig zu höheren Preisen verkauft wird.

an07s 
Die Außenseite bietet nichts Erwähnenswertes.

Eine Besonderheit am Earthwatts Platinum 550W ist, dass sein Betriebsbereich mit bis zu 50 °C angegeben ist. Auf 12 Volt bieten seine vier 12V-Schienen, die einzeln jeweils mit 30 Ampere spezifiziert sind, kombiniert bis zu 516 Watt. Die Nebenspannungen können zusammen bis zu 105 Watt leisten, sind damit etwas weniger leistungsfähig als der Klassendurchschnitt aufgestellt.

an08s 
Die Leistungswerte des Earthwatts Platinum 550W in der Übersicht.

Antec vertraut beim Earthwatts Platinum 550W auf ein Design von FSP, dessen Active-Clamp-Topologie auch in FSPs eigener Aurum-Modellreihe zum Einsatz kommt. Diese Topologie ist eher für den mittleren Leistungsbereich geeignet, also genau auf Antec Earthwatts Platinum zugeschnitten. Seit der Einführung der Aurum ist schon etwas Zeit ins Land gegangen, sodass ein Upgrade auf 80PLUS-Platinum-Effizienz nicht unerwartet kommt. Bei den verwendeten Kondensatoren ist das Bild gemischt: Auf Sekundärseite setzt Antec die "guten" 105°C-Elkos von Nippon Chemicon ein, wohingegen primärseitig ein einzelner 85°C-Kondensator von CapXon mit der vergleichsweise spärlichen Kapazität von 270 Microfarad verbaut wurde.

an13s 
Die Technik des Earthwatts Platinum 550W.

Laut Antec sind alle wichtigen Schutzschaltungen mit an Bord: OCP, OPP, UVP, OVP und SCP. Bei geringer Grundlast auf den Nebenspannungen und kombinierten 50 Ampere auf 12 Volt schaltet sich das Earthwatts Platinum 550W ab, ebenso wie bei knapp über 40 Ampere auf einer 12V-Schiene. Auf den Nebenspannungen hingegen konnten die 40 Ampere Last unserer Chroma hingegen keine Abschaltung herbeiführen, weswegen wir hier das Vorhandensein von OCP (evtl. aufgrund höherer Abschaltschwellen) nicht bestätigen können.