Seite 8: Fazit

Unverändert zählen die Mainboards von NZXT eher zu den Exoten. Das US-amerikanische Unternehmen hat sich auch für Intels LGA1700-Prozessoren mit der Expertise von ASRock bedient, nicht nur hardwaretechnisch, sondern auch bei der Software in Form des UEFIs. Neben dem N5 Z690 wird NZXT auch das N7 Z690 an den Start bringen, das wir gegen die anderen LGA1700-Mainboards haben antreten lassen. In allen Belangen fielen die Benchmarks und die Messung der Leistungsaufnahme durchschnittlich gut aus. Für den Test haben wir uns für die schwarze Version entschieden, wobei NZXT alternativ auch eine weiße Variante anbieten wird. Die Farbwahl bezieht sich dabei natürlich auf das Full-Cover, das erneut aus qualitativ hochwertigem Metall besteht. Lediglich das I/O-Cover wurde aus Kunststoff hergestellt.

Doch kommen wir nun zu den inneren Werten. NZXT/ASRock verwenden ein 12+1+1-Phasendesign, das den LGA1700 antreibt und während unserer Overclocking-Session trotz der genutzten 50-A-Wandler gute Arbeit verrichtet hat und auch keine allzu hohe Abwärme aufwies. NZXT hat sich gegen den neuen DDR5-Standard entschieden und so kann der Anwender bis zu 128 GB DDR4-Speicher unterbringen. Der metallverstärkte PEG-Steckplatz ist mit PCIe 5.0 x16 angebunden, hinzu kommen noch ein paar weitere Erweiterungsslots, angebunden über den Z690-Chipsatz. Abseits von den vier SATA-6GBit/s-Ports bieten auch drei M.2-M-Key-Schnittstellen mit PCIe-4.0-x4-Anbindung ihre Dienste an.

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Natürlich gehören auch einige USB-Anschlüsse zum Repertoire, darunter gleich zwei USB-3.2-Gen2x2-Anschlüsse für Datenraten bis 20 GBit/s. Die Netzwerkverbindung wird wahlweise per WLAN über das AX210-Modul von Intel oder kabelgebunden über den 2,5-GBit/s aufgebaut. Um den Sound kümmert sich hingegen Realteks ALC1220 mit ein paar Audio-Kondensatoren. Fünf 3,5-mm-Klinke-Buchsen und auch einmal TOSLink zählen zu den Audio-Anschlussmöglichkeiten. Nicht unerwähnt lassen möchten wir den Onboard-Komfort. NZXT/ASRock haben nicht nur einen Power- und Reset-Button, sondern auch einen Flash-BIOS- und Clear-CMOS-Taster hinterlassen. Ebenfalls vertreten sind die vier Status-LEDs. Einen Punkt abziehen müssen wir dem NZXT N7 Z690 allerdings aufgrund der Tatsache, dass lediglich das oberste M.2-Modul gekühlt werden kann, das finden wir ziemlich schade.

Trotz des Exoten-Status kann das NZXT N7 Z690 mit dem Full-Metal-Cover in schwarz gefallen und hat sich bis auf die M.2-Kühlung keine Fehler erlaubt. Wichtige Informationen zum Preis und zur Verfügbarkeit nannte uns NZXT bisher nicht. Diese Infos werden wir nachreichen, sobald sie uns genannt wurden.

Positive Eigenschaften des NZXT N7 Z690:

  • gute Leistungsfähigkeit mit einer guten CPU-Spannungsversorgung (12+1+1) mit 50A-VCore-MOSFETs
  • ausreichende Ausstattung, u.a. vier SATA-Schnittstellen, fünf USB-3.2-Gen1-Buchsen sowie zweimal USB 3.2 Gen2x2
  • PCI-Express-5.0-Unterstützung an einem PEG-Slot
  • drei M.2-M-Key-Schnittstellen
  • 2,5-GBit/s-LAN
  • Wi-Fi-6E sowie Bluetooth 5.2
  • sehr gute Gesamtperformance und sehr gute Stabilität

Negative Eigenschaften des NZXT N7 Z690:

  • nur ein M.2-Kühler
  • BCLK liegt etwas unterhalb von 100 MHz