Seite 3: Features und Layout (2)

Auch die acht DDR4-DIMM-Slots brauchen Controller-Chips.

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Zwei weitere PWM-Controller werden für die acht DDR4-DIMM-Slots eingesetzt.

Jede 4-DIMM-Slot-Gruppe wird von jeweils einem ASP1250 betreut. Sie zeigen sich für jeweils zwei Phasen verantwortlich.

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Eine gute Auswahl an Erweiterungssteckplätzen wird geboten.

Allen voran sind natürlich die drei PCI-Express-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis zu nennen, mit denen der Anwender auch ein Multi-GPU-Setup mit bis zu drei AMD- oder NVIDIA-Grafikkarten einrichten kann. Während mit den Prozessoren Core i7-5930K und Core i7-5960X sowohl ein 3-Way-SLI- als auch ein 3-Way-CrossFireX-Verbund möglich ist, können mit dem kleinsten Core i7-5820K durch "nur" 28 PCIe-3.0-Lanes im Höchstfall zwei NVIDIA- oder drei AMD-Grafikkarten auf das Sabertooth X99 geschnallt werden. Positiv anzumerken ist der freie Platz direkt unterhalb des obersten, mechanischen PCIe-3.0-x16-Slots. Bei einer Dual-Slot-Grafikkarte können dennoch alle weiteren Steckplätze genutzt werden. An nächster Stelle folgt der mechanische PCIe-2.0-x4-Anschluss, der jedoch mit höchstens zwei PCIe-2.0-Lanes versorgt wird. Last but not least ist noch der PCIe-2.0-x1-Slot zu nennen. Die Lane-Verteilung mit den drei Haswell-E-Prozessoren ist in den beiden nachfolgenden Tabellen einsehbar.

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5820K (28 Lanes)
 PCIe-Slot 1PCIe-Slot 3PCIe-Slot 5
Single-GPU-Betrieb x16 - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 x8 -
Drei AMD-Grafikkarten im 3-Way-CrossFireX-Verbund x16 x8 x4

 

PCIe-Slots und deren Lane-Anbindung mit dem Core i7-5930K und Core i7-5960X (40 Lanes)
 PCIe-Slot 1PCIe-Slot 3PCIe-Slot 5
Single-GPU-Betrieb x16 - -
Zwei Grafikkarten im 2-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 x16 -
Drei Grafikkarten im 3-Way-SLI/CrossFireX-Verbund x16 x16 x8

Auch wenn es eher selten vorkommt, dass drei Grafikkarten verbaut werden, in diesen Fällen wäre der vorhandene M.2-Slot unbrauchbar, da keine PCIe-3.0-Lanes mehr übrig bleiben.

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Gleich zwei SATA-Express-Schnittstellen sind an Ort und Stelle.

ASUS verbaut beim Sabertooth X99 keine zusätzlichen SATA(e)-Controller, sondern belässt es bei den zehn nativen SATA-6GBit/s-Ports vom X99-Chipsatz. Vier Stück davon wurden jedoch für zwei SATA-Express-Schnittstellen eingesetzt. Damit lassen sich demnach genügend Laufwerke anschließen. Auf dem Bild ist auch der M.2-Steckplatz zu sehen, der sich bereit erklärt, kompatible Module mit einer Länge von 4,2 cm, 6 cm, 8 cm und 11 cm aufzunehmen. Das Positive an der Sache: Der M.2-Slot ist selbst mit montiertem Thermal Armor erreichbar. An dieser Stelle hat ASUS eine entnehmbare Klappe eingesetzt, die sich auf einfache Art und Weise entfernen lässt. Der Slot an sich wird mit vier PCIe-3.0-Lanes von der Haswell-E-CPU angesprochen und erreicht somit theoretisch 32 GBit/s (3,94 GB/s) an Datendurchsatz.

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Das I/O-Panel beim ASUS Sabertooth X99.
  • 4x USB 2.0
  • TUF Detective Port (USB 2.0)
  • USB BIOS Flashback Button
  • 2x USB 3.1 (ASMedia ASM1142)
  • Gigabit-LAN (Realtek RTL8111GR), 2x USB 3.0 (ASMedia ASM1074)
  • Gigabit-LAN (Intel I218-V), 2x USB 3.0 (ASMedia ASM1074)
  • und die analogen Audiobuchsen sowie ein optischer Digitalausgang (TOSLink)

An Anschlussmöglichkeiten mangelt es beim Sabertooth X99 nicht. Insgesamt bieten sich elf USB-Anschlüsse an, wovon fünf Stück mit der USB-2.0-, vier Stück mit USB-3.0- und zwei Stück sogar mit der USB-3.1-Spezifikation arbeiten. Eine der USB-2.0-Buchsen ist für das TUF-Detective-Feature dienlich, das wir noch zu einem späteren Zeitpunkt durchleuchten. Hinzu kommen noch zwei Gigabit-LAN-Ports, fünf analoge Audio-Jacks, ein TOSLink-Anschluss und der USB-BIOS-Flashback-Button.

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Der Realtek ALC1150 kümmert sich um den Sound.

Mit seinen acht Kanälen können selbst umfangreiche Sound-Systeme über den Realtek ALC1150 angeschlossen werden. Der Front-DAC wird mit beachtlichen 115 dB angegeben. Für eine nochmals bessere Klangqualität wurden sieben Audio-Kondensatoren mit verbaut. Wie bei mittlerweile fast allen Mainboards wird der gesamte Audiobereich auch beim Sabertooth X99 getrennt vom Rest des PCBs untergebracht, was in einer besseren Audioübertragung resultieren und störenden Interferenzen vorbeugen soll.