Seite 5: BIOS

An der grundlegenden BIOS-Struktur hat MSI gegenüber den Sockel 1155-Modellen nun bei den Haswell-Platinen nichts verändert. Natürlich wurde das UEFI-BIOS farblich an das Z87 MPower MAX angepasst, sprich Gelb und Schwarz. Auf der Platine sind zwei eigenständige BIOS-Chips verlötet worden, auf denen beide bereits die BIOS-Version 1.2B1, also eine neuere Beta-Version, vorinstalliert war. Zum Zeitpunkt des Tests wurde auf der MSI-Webseite die finale Version 1.1 zum Download angeboten, also hatten wir bereits die aktuellste Version aufgespielt.

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Die Startseite vom UEFI-BIOS.

Oberhalb der sechs Menüpunkte erhält man links davon einen Überblick über die CPU- und Mainboard-Temperatur. Der OC Genie-Button ist nicht nur optisch hinzugefügt worden, sondern lässt sich auch mit der Maus klicken, womit das Feature aktiviert wird. Weiter rechts dürfen natürlich die Uhrzeit und Datum nicht fehlen. Rechts daneben lässt sich einsehen, welches Haswell-Modell sich aktuell im Sockel befindet. Zusätzlich wird die Arbeitsspeicher-Kapazität inkl. Taktung angezeigt. Damit die Boot-Priorität möglichst schnell geändert werden kann, wurde das Feature direkt unterhalb dort gelassen.

Eine Änderung gab es allerdings bei den sechs Menüpunkten, die MSI beim Z87 MPower MAX nun anders gewählt hat. Bei den Settings oben links bleibt alles beim alten, wie auch beim OC-Menüpunkt direkt darunter. Da ein ECO-Modus bei einem Overclocking-Brett nur bedingt Sinn ergibt, bietet MSI diesen beim Z87 MPower MAX gar nicht erst an und hat stattdessen das M-Flash-Utility untergebracht, womit sich das BIOS ganz bequem flashen lässt. Umso passender ist der rechte obere Menüpunkt "OC Profile". Es lassen sich dort sechs OC-Profile hinterlegen. Sie können auch auf einem USB-Stick gespeichert werden.

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Ein neuer Hardware-Monitor wurde ins UEFI implementiert.

Es hat uns überrascht, als dieser neue Hardware-Monitor auf unserem Display auftauchte. Man hätte denken können, als wären wir gerade in MSIs Control Center unterwegs. Bei diesem Bild handelt es sich auch nicht um eine Fotomontage, sondern es stammt direkt aus dem UEFI-BIOS. Auf der letzten Seite haben wir zum Ende die fünf Lüfter-Header erwähnt. Auf dem Bild lässt sich klar erkennen, dass sich auch alle Anschlüsse mittels der integrierten Lüftersteuerung managen lassen. Weiter oben sieht man jeweils eine Grafik, auf der sich die Lüfterkurve zu der festgelegten maximalen Temperatur einsehen lässt. Die minimale und die maximale Lüftergeschwindigkeit in Prozent-Angaben kann unabhängig voneinander eingestellt werden. Ganz unten hat der Übertakter die wichtigsten Grundspannungen stets im Auge.

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Mit dabei ist ein Board Explorer.

Ähnlich wie Gigabyte bei den Sockel 1155-Platinen den 3D-Modus eingeführt hat, hat sich MSI nun für den Board Explorer entschieden, womit man das neu erworbene High-End-Mainboard im Überblick betrachten kann und zudem sehen kann, welche Komponenten sich an den Anschlüssen befinden. Ein nettes, zusätzliches Feature.

Die 1.2B1-Version machte grundlegend eine gute Figur, jedoch haben wir einen Fehler bei der SATA-6G-Performance feststellt, der sich jederzeit reproduzieren ließ. Zu Testzwecken haben wir auf einem der beiden BIOS-Chips die finale Version 1.1 geflasht, womit das SATA-6G-Ergebnis wieder wie gewohnt zufriedenstellend ausgefallen ist. Abgesehen davon waren wir aber zufrieden. Wahlweise lässt es sich angenehm per Maus und/oder Tastatur durch die Menüs navigieren. Es arbeitete stabil und zuverlässig, bis auf den bereits genannten Fehler. Aus diesem Grund empfehlen wir allen Käufern zumindest die finale Version 1.1 zu installieren, sofern sie nicht bereits nach dem Kauf vorliegt.

Alle BIOS-Screenshots können in der unten hinterlegten Bildergalerie eingesehen werden: