Seite 6: Testsystem und Performance

Für diesen Test und auch bei den noch folgenden Tests der in den Tabellen benannten Boards nutzen wir die identische Hardware, welche stets auf einem Benchtable zusammengesetzt wird. Eingesetzt werden zwei verschiedene Testsysteme bei zwei Redakteuren, weshalb sich die Ergebnisse leicht unterscheiden (z.B. bezüglich der Overclocking-Resultate). Wir zeigen in den Benchmark-Vergleichen also nur jeweils die Resultate der mit demselben System getesteten Komponenten.

Hardware:

  • das Test-Mainboard
  • Intel Core i7-3770K, luftgekühlt mit einem bequiet! Dark Rock Pro C1
  • 2x 4 GB Teamgroup DDR3-1600 mit CL9-9-9-24 bei 1,5V
  • OCZ Vertex3 SATA6 mit 240 GB
  • Seagate Barracuda ST31000524AS SATA6, 1 TB mit 7200 U/min.
  • Optiarc DVD-RW AD-7200S
  • Powercolor ATI 7850
  • Seasonic 560W Netzteil
  • Monitor mit 1920x1080 Auflösung (nicht beim Stromverbrauch mit eingemessen)

Für Bandbreiten/Transferratentests kommen weitere Komponenten zum Einsatz.

Software:

  • Windows 7 Home Premium 64-Bit
  • AMD Catalyst 13.1
  • Intel INF-Utility 9.3.0.1020

Bei weiteren Treibern verwenden wir jeweils die aktuelle Version.

Seit der Einführung der Nehalem-Prozessoren und der Integration des Speichercontrollers in die CPU haben wir festgestellt, dass sich die getesteten Mainboards kaum mehr in der Performance unterscheiden. Dies ist auch kein Wunder, denn den Herstellern bleibt fast kein Raum mehr fürs Tweaken: Früher war es möglich, durch besondere Chipsatztimings noch den einen oder anderen Prozentpunkt an Performance aus dem Mainboard zu holen, heute fehlt diese Optimierungsmöglichkeit. Ist ein Mainboard also in der Lage, die Speichertimings einzustellen, so werden alle Mainboards - wie auch bei unseren Tests mit konstant 1600 MHz und 9-9-9-24 1t - dieselbe Performance erreichen.

Auch wenn wir deshalb die Performancetests im Vergleich zu früheren Mainboardreviews deutlich eingeschränkt haben, sind sie dennoch interessant, denn mit den Leistungsvergleichen findet man schnell heraus, ob der Hersteller beispielsweise den Turbo-Modus ordentlich implementiert hat oder im Hintergrund automatische Overclocking-Funktionen laufen. Beim ASUS P8Z77-I Deluxe/WD ist allerdings alles so, wie es zu erwarten wäre: Die Turbo-Modi laufen korrekt und auch keine versteckte Übertaktung ist aktiv.

Wir testen seit einiger Zeit nur noch vier Benchmarks und beschränken uns hier auf 3DMark 2011, SuperPi 8M, Sisoft Sandra 2011 Memory Benchmark und Cinebench 11.5 CPU:

3DMark 2011
Leistung in Futuremark-Punkten

Die 5954 Punkte werden durch die aktuellen Treiber von AMD in der Version 13.1 erzielt, der nochmals rund 5 Prozent Mehrleistung aus der Test-Grafikkarte AMD 7850 rausholt. Bei den vorherigen Tests haben wir noch mit dem vorherigen Catalyst 12.4 gebencht. Es ist daher eher als einzelner Wert zu verstehen und kann nicht miteinander verglichen werden.

SuperPI 8M
Dauer in Sekunden, weniger ist besser

Das Testboard lässt sich beim Super Pi am längsten Zeit und liegt in dem Quartett ganz hinten.

SiSoft Sandra Speicherbandbreite
Speicherbandbreite in GB/s, mehr ist besser

Im Speicherdurchsatz belegt das ASUS P8Z77-I Deluxe/WD nur ganz knapp geschlagen den zweiten Platz.

Cinebench 11.5 CPU
Cinebench-Index, mehr ist besser

Im Cinebench liegt auch unser Testkandidat an dritter Stelle. Dahinter liegt nur noch das MSI Z77A-GD65. Es ergeben sich dennoch innerhalb der Performancetests eigentlich keine Unterschiede zwischen den Mainboards, was sich auch in der Praxis so gut wie nicht bemerkbar machen sollte.