Seite 2: Features und Layout (1)

Intel setzt den Sockel LGA 1155 für die Mainstream-Plattform ein. Entsprechend umfangreich ist das Angebot an LGA 1155-Mainboards. Darunter ist auch eine große Zahl an Micro-ATX-Mainboards. Bei den besser ausgestatteten Modellen wird meist der Z77-Chipsatz eingesetzt, der Funktionen wie Intels Smart Response Technologie und Lucid Virtu bietet.

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Das Micro-ATX-Mainboard verfügt über eine relativ leistungsstarke Stromversorgung mit neun Phasen.

Seitlich und oberhalb vom Sockel findet man die 9-Phasen-Stromversorgung für den Prozessor, acht kümmern sich dabei um die Kerne, eine Phase um den ehemaligen Uncore-Bereich. Um den Sockel gibt es genügend Platz für die Montage von aufwendigeren CPU-Kühlern. Allerdings ist der Abstand zwischen dem obersten PCIe x16-Slot und dem Sockel aufgrund des Formfaktors relativ gering, sodass größere CPU-Kühler unter Umständen mit der Grafikkarte kollidieren könnten. Ein PWM-Anschluss für den Lüfter des CPU-Kühlers befindet sich in Sockelnähe.

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Auf den ersten Blick gibt es zwar drei PCIe x16-Slots, davon stellt aber nur einer die volle Bandbreite bereit.

Das Gigabyte G1.Sniper M3 hat drei PCIe-Slots mit voller Länge. Der obere PCIe-Slot bietet 16 Lanes (PCIe 3.0). Der nächste PCIe x16-Slot ist nur als PCIe 2.0 x4 über den Z77-Chipsatz angebunden, der unterste Slot bietet hingegen wieder PCIe 3.0-Bandbreite. Bei Nutzung eines Multi-GPU-Setups können maximal zwei Grafikkarten im obersten und im untersten Slot verbaut werden, sie sind dann je über acht Lanes angebunden. Zusätzlich zu den PCIe x16-Slots gibt es noch einen PCIe 2.0 x1-Slot, der sich z.B. für eine Sound- oder W-LAN-Karte anbietet. Auf PCI-Steckplätze verzichtet Gigabyte.

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Es gibt sechs SATA-Ports auf dem Mainboard, davon befindet sich der eSATA 3G-Port auf dem I/O-Panel.

Ein Micro-ATX-Mainboard wird wohl kaum für ein System mit dem Schwerpunkt auf Storage genutzt werden, sechs SATA-Ports sollten also ausreichen. Die beiden abgewinkelten weißen Anschlüsse unterstützen SATA 6 Gb/s und sollten bevorzugt genutzt werden, die anderen vier Anschlüsse (davon einer als eSATA-Anschluss ausgeführt) sind als SATA 3 Gb/s-Ports spezifiziert. SATA 6 Gb/s-Laufwerke können natürlich auch an den SATA 3 Gb/s-Ports angeschlossen werden, werden unter Umständen dadurch aber ausgebremst. Zusatzchips von Marvell oder ähnlichen Anbietern sind nicht auf dem Board zu finden.