Seite 4: Fazit

Schon das NZXT H1 hat deutlich gemacht, welchen Reiz ein maßgeschneidertes Paket aus SFF-Gehäuse, AiO-Kühlung und Netzteil haben kann. Es erleichtert die Systemzusammenstellung und den Zusammenbau eines Kompaktsystems deutlich und sorgt auch gleich noch für passende Kabel- und Schlauchlängen. Damit wird ein SFF-System auch den Nutzern schmackhaft gemacht, die solche Herausforderungen sonst scheuen. Diese Vorteile kann jetzt auch das MasterBox NR200P MAX bieten. 

Mit dem MasterBox NR200P nutzt man als Basis ein Gehäuse, das zwar weniger futuristisch als das vertikal orientierte H1 wirkt, sich aber bereits solo sehr bewährt hat. Die MAX-Variante setzt sich optisch etwas durch eine neue graue (und hochwertig wirkende) Lackierung von den diversen Farbvarianten des NR200P ab. Auch funktional gab es einige Anpassungen. Auffällig ist vor allem, dass es keine horizontalen Erweiterungskartenslots mehr gibt. Die Grafikkarte wird deshalb konsequent vertikal montiert. Solange das perforierte Stahlseitenteil montiert ist, kann sie auf kurzem Weg Luft von außen ansaugen. Mit dem mitgelieferten Glasseitenteil kommt sie hingegen optisch besonders gut zur Geltung. Durch diese Festlegung wird das Gehäuse aber unflexibler. Der 92-mm-Lüfterplatz an der Rückwand fällt genauso weg wie die seitlichen Lüfterplätze. Die Bodenlüfterplätze sind bei montierter Grafikkarte nur für Slim-Lüfter geeignet. Und auch ein Towerkühler kann nicht mehr mit einer Grafikkarte kombiniert werden. Mit Blick auf die vormontierte 280-mm-AiO-Kühlung wird aber kaum ein Nutzer diese Option vermissen. Dass der 280-mm-Radiatorenplatz im Deckel überhaupt nutzbar wird, hängt auch wiederum mit den Anpassungen am Gehäuse zusammen. 

Trotz der begrenzten Platzverhältnisse, der geschlossenen Front und der reduzierten Zahl an Lüfterplätzen wird das Testsystem gut gekühlt. Die AiO-Kühlung sorgt nicht nur für eine überschaubare CPU-Temperatur, sondern trägt mit ihren beiden 140-mm-Lüftern auch entscheidend zur Gehäusekühlung bei. Und das umso mehr, weil zusätzliche Gehäuselüfter nicht montiert sind. Die Radiatorenlüfter können weit heruntergeregelt und recht leise betrieben werden. In leiser Umgebung bleiben sie aber genauso wie die Pumpe zumindest noch minimal hörbar.  

 Cooler Master hat mit dem MasterBox NR200P MAX insgesamt ein sehr stimmiges Paket aus Mini-ITX-Gehäuse, SFX-Netzteil und 280-mm-AiO-Kühlung zusammengestellt. Der Aufbau eines eigenen SFF-Systems wird damit fast zum Kinderspiel. Dank der großzügigen Auslegung von AiO-Kühlung und Netzteil eignet sich das NR200P MAX auch besonders gut für den Aufbau eines leistungsstarken Mini-PCs und verdient sich letztlich unseren Excellent-Hardware-Award.

Positive Aspekte des Cooler Master MasterBox NR200P MAX:

  • erleichtert Zusammenstellung und Aufbau eines Mini-ITX-Systems deutlich
  • dezentes Design, ab Werk zwei Seitenteiloptionen
  • Seitenteile und Front werkzeuglos abnehmbar, Boden und Deckel lassen sich relativ einfach ausbauen, Innenraum bei Montage bestens zugänglich
  • Platz für eine lange Triple-Slot-Grafikkarte, PCIe-4.0-Riserkabel inklusive
  • 280-mm-AiO-Kühlung kühlt die CPU wirkungsvoll und trägt auch insgesamt zur Innenraumkühlung bei
  • leistungsstarkes und überzeugendes 850-W-Netzteil mit beachtlichen Reserven für stromhungrige Hardware
  • Lüfter können weit heruntergeregelt und relativ leise betrieben werden
  • vier Laufwerke möglich, auch bis zu zwei 3,5-Zoll-HDDs
  • Pumpenplatz an der Front
  • Staubgitter in Boden und Deckel und an den Stahlseitenteilen

Negative Aspekte des Cooler Master MasterBox NR200P MAX:

  • in einigen Bereichen weniger flexibel als das NR200P (weniger Lüfterplätze, nur vertikale Grafikkartenmontage, mit Grafikkarte kein Towerkühler möglich)
  • kein USB Typ-C 

Preise und Verfügbarkeit
Cooler Master MasterBox NR200P MAX
Nicht verfügbar 369,90 Euro Ab 369,90 EUR