Seite 1: Antec Torque im Test: Der Aggressive Leader unter den Open-Air-Gehäusen

antec torque logoGerade unter den Gaming-Gehäusen ist aggressives Design Standard. Aber angriffslustiger als Antecs Torque wirkt trotzdem keines. Im Test klären wir, ob sich das Open-Air-Gehäuse auch in der Praxis an die Spitze setzen kann. 

Eigentlich hat Antec in letzter Zeit vor allem dezente, vernünftige und alltagstaugliche Modelle wie das P7 Silent auf den Markt gebracht. Das neue Open-Air-Model Torque fällt nun aber völlig aus der Rolle. Es ist das genaue Gegenteil von dezent, es ist nur bedingt alltagstauglich und es versucht erst gar nicht, irgendwie vernünftig zu wirken. 

Und trotzdem ist das Torque ein bemerkenswertes Gehäuse. Das fängt schon beim Materialeinsatz an. Denn gefertigt wird es aus vielen dickwandigen und aufwändig gestalteten Aluminiumpaneelen. Was auf den ersten Blick wie ein ziemliches Durcheinander wirkt, hat bei genauerem Hinsehen durchaus Struktur. Einzelne Paneele haben klare Funktionen wie Front, Deckel oder Lüfterhalterung. Dass das Torque ungemein aggressiv wirkt, liegt aber nicht nur an der Gestaltung der Paneele. Dass Torque neigt sich auch noch angriffslustig nach vorn und zeigt in der Unterkonstruktion die Signal- und Warnfarbe Rot. 

Weil das Torque ein luftiges Open-Air-Gehäuse ist, kann die Luft weitestgehend ungehindert zirkulieren. Trotzdem lassen sich unterstützend auch noch bis zu sechs 120-mm-Lüfter oder zwei 360-mm-Radiatoren einsetzen. Im Inneren des Gehäuses ist genug Platz für ein E-ATX-System (Mainboardgröße bis 12 x 11 Zoll bzw. 30,5 x 28 cm), die längsten High-End-Grafikkarten und die höchsten Towerkühler. 

Ein aggressiv gestaltetes Open-Air-Gehäuse ist ohnehin ein sehr spezielles Case. Gegen hohe Verkaufszahlen spricht aber auch die Preisgestaltung. Denn mit 379,90 Euro ist das Torque ein hochpreisiges Modell. Die ganz unterschiedlich, aber immer aufwendig gearbeiteten Aluminiumbauteile fordern offenbar ihren Tribut. 

Im ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf das Gehäuse:

Der Lieferumfang fällt sehr überschaubar aus. Neben der Anleitung und dem Montagematerial (darunter großen Abstandshaltern für die Glasseitenteile) wird nur noch ein Innensechskant-Schlüssel mitgeliefert. Der passt nicht nur zum Gehäusenamen (Torque ist das englische Wort für Drehmoment), sondern wird tatsächlich auch benötigt. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: Antec Torque
Material: Aluminium, gehärtetes Glas
Maße: 285 x 644 x 621 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (bis 12 x 11 Zoll bzw. 30,5 x 28 cm), ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 1x 3,5/2,5 Zoll (intern), 1x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120 mm (Front, optional), 3x 120 mm (Deckel, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360 mm, Deckel: 360 mm
Gewicht: etwa 9,35 kg
Preis: 379,90 Euro