Seite 4: Innerer Aufbau (1)

be quiet! Dark Base Pro 900

Das Stahlseitenteil wird wie der Deckel und die Fronttür mit einem neu entwickelten Dämmmaterial beklebt. Wenn das Stahlseitenteil als Seitenteil für die Mainboardkammer genutzt wird (wie es bei der Standard-Variante der Fall ist), können nach dem Lösen einer Kunststoffabdeckung zwei 120-mm-Lüfter am Seitenteil installiert werden. Das Seitenteil selbst wird mit zwei gefangenen Rändelschrauben gesichert.

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Der Innenraum zeigt bei unserer Farbvariante weitere orangefarbene Akzente. Vor allem aber präsentiert er sich schon optisch sehr funktional. Separate Behausungen für jedes 3,5-Zoll-Laufwerk, eine Montageblende für das Netzteil und ein kompakt gestalteter Mainboardtray deuten dezent auf die Wandelbarkeit des Innenraumes hin. Optische Spielereien wie z.B. eine Netzteilabdeckung oder eine Blende vor dem Laufwerksschacht gibt es hingegen nicht. Damit sieht der Innenraum insgesamt vielleicht nicht gerade schön, aber eben allemal funktional aus. 

be quiet! Dark Base Pro 900

Der Großteil der Laufwerke wird beim Dark Base Pro 900 im Laufwerksschacht untergebracht. be quiet! verbaut nicht zwei oder drei Laufwerkskäfige - nein, jedes 3,5-Zoll-Laufwerk bekommt seinen eigenen Käfig. Zusätzlich zu den sieben 3,5-Zoll-Laufwerkskäfigen kommt noch der 5,25-Zoll-Laufwerkskäfig. Sämtliche Laufwerkskäfige können ausgebaut werden. Dadurch kann der Nutzer so individuell wie in wohl keinem anderen Gehäuse bestimmen, welche Teile des Laufwerksschachts er für Laufwerke nutzt und welche Teile anderweitig genutzt werden. Auf eine werkzeuglose Montage der Laufwerke hat be quiet! konsequent verzichtet. Laufwerke werden unabhängig vom Format immer klassisch verschraubt. Das sorgt für sichere Befestigung, ist aber zeitaufwändig - zumal die 3,5-Zoll-Laufwerkskäfige für jedes zu installierende Laufwerk einzeln ausgebaut werden müssen. Die zur Front gerichteten Schrauben können sonst schlicht nicht verschraubt werden.

Wer 2,5-Zoll-Laufwerke nutzt, muss für zwei Laufwerke nur einen Käfig ausbauen, denn je Käfig können zwei SSDs oder kleinformatige HDDs installiert werden. Damit lassen sich in den 3,5-Zoll-Laufwerken alternativ bis zu 14 2,5-Zoll-Laufwerke installieren. Anders als 3,5-Zoll-Festplatten werden 2,5-Zoll-Festplatten allerdings nicht enkoppelt. Die 3,5-Zoll-Laufwerkskäfige können in zwei unterschiedlichen Tiefen installiert werden. Von der Front weggerückt lassen sie Platz für einen schlanken Frontradiator (Bauhöhe maximal 3,5 cm). An die Front herangerückt ermöglichen sie hingegen die Nutzung eines E-ATX-Mainboards.   

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Wie angesprochen wird das Netzteil nicht direkt mit der Rückwand verschraubt. Stattdessen findet es an einer flexiblen Blende Platz. Der Stromversorger ruht auf Gummistreifen und wird durch eine Moosgummimaske auch von der Blende entkoppelt. Zur etwas aufwendigen Netzteilinstallation kommen wir gleich noch. Denkbar unkompliziert ist hingegen die Montage der Erweiterungskarten, die einfach mit Rändelschrauben an ihrem Platz gehalten werden. 

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Mit den SilentWings 3 kommt auch eine neue, entkoppelte Lüftermontage. Im Vergleich zu den Vorgängern sollen die neuen Lüfter so auch auf Radiatoren gut zu installieren sein. Apropos Radiatoren - davon lassen sich im Gehäuse einige unterbringen. Hinter der Front findet bei Verzicht auf den ODD-Käfig maximal ein 360- oder 420-mm-Radiator Platz. An der Rückwand kann ein 120- oder 140-mm-Single-Radiator und am Boden maximal ein 240- oder 280-mm-Dual-Radiator installiert werden. Im Deckel ist schließlich Platz für maximal einen 360- oder 420-mm-Radiator. Wieviel Platz für Radiator und Lüfter in der Höhe bleibt, hängt vor allem von der Position des Mainboardtrays ab. Der Tray kann auf der rechten Gehäuseseite in drei verschiedenen Höhen installiert werden. In den drei Stufen bleiben entweder knappe 40, gute 62 oder bemerkenswerte 84 mm Abstand zwischen Deckel und Mainboard. Je mehr Platz zwischen Mainboard und Deckel bleibt, umso weniger Erweiterungskartenslots können genutzt werden. In den drei Stufen sinkt die Zahl der Erweiterungskartenslots von acht über sieben auf sechs.

Wird das Mainboard auf der linken Gehäuseseite kopfüber installiert, fallen die drei Abstände je nach Montagehöhe etwas anders aus. Sie liegen dann bei 55, 77 oder 99 mm. Weil das Mainboard Kopf steht, kann es bei dieser Anordnung in den unteren Stufen aber Kompatibilitätsprobleme zwischen Kühler und Netzteil geben. Das Dark Base 900 optimal an die jeweilige Hardware anzupassen, ist also schon fast eine Wissenschaft für sich.