Seite 1: Corsair Lapdog im Test - Sofa-Gaming leichtgemacht

Corsair LapdogPC-Spielen auf dem Sofa? Das scheitert oft an den Eingabegeräten. Maus und Tastatur sind zu sehr auf die Nutzung an einem Tisch ausgelegt. Das Problem lösen sollen Lapboards - Maus-Tastatur-Kombinationen, die auf dem Schoß genutzt werden können. Mit Corsairs Lapdog testen wir eine besonders ambitionierte Lösung. 

In letzter Zeit haben eine ganze Reihe von Herstellern Gaming-Lapboards auf den Markt gebracht. Von Roccat gibt es beispielsweise das Sova, von Razer das Turret. Schon diese beiden Modelle zeigen, wie unterschiedlich man an das Thema Lapboard herangehen kann. Razer spricht mit dem Turret gezielt Casual-Spieler an, die ihre Lieblingsspiele entspannt mit einer drahtlosen Maus-Tastatur-Kombi vom Sofa aus steuern möchten. Die Rubberdome-Tastatur und die schlichte 3.500-DPI-Maus sind aber keine Enthusiasten-Eingabegeräte. Roccat zielt mit dem Sova schon eher auf Enthusiasten - neben einer Rubberdome-Variante gibt es auch eine Variante mit mechanischer Tastatur. Die Maus ist nicht inklusive, sondern wird vom Käufer selbst ausgesucht. 

Noch einen Schritt weiter geht Corsair beim Lapdog. Dieses Lapboard soll kompromisslos auf die Ansprüche von ambitionierten Spielern abgestimmt worden sein. Bei einem Preis von rund 130 Euro erhält man nur das nackte Lapboard ohne Eingabegeräte. Dafür hat der Spieler die Wahl zwischen den verschiedenen mechanischen K65- und K70-Tastaturen von Corsair und kann zudem die Maus seiner Wahl auf einem großzügigen Mauspad nutzen. Für den Test kombinieren wir Corsairs Lapdog mit der K70 RGB RAPIDFIRE und der M65 PRO RGB. Zusammen würde diese Kombination rund 390 Euro kosten. Die günstigste unterstützte Tastatur ist die unbeleuchtete K65 für rund 80 Euro - selbst ein Paket aus dieser Tastatur, dem Lapdog und einer einfachen Maus kostet entsprechend über 200 Euro. Den Enthusiasten-Anspruch unterstreicht Corsair durch Aluminiumelemente, einen integrierten USB 3.0-Verteiler und eine Schnellladefunktion für Mobilgeräte. Wir werden im Test aber noch sehen, dass dieser kompromisslose Ansatz nicht nur Vorteile hat.  

Technische Details - Corsair Lapdog:

  • Tastatur: Corsair K70 oder K65
  • Mauspad: 11 x 11 Zoll (27,9 x 27,9 cm)
  • Anschlüsse intern: 2x USB 3.0
  • Anschlüsse extern: 12 Volt-Stromanschluss, 3x USB 3.0 (einmal Anbindung PC, zweimal für externe Geräte, darunter ein Schnellladeanschluss mit bis zu 1,5 A)
  • Kabel: 16 ft (487,7 cm), gummiummantelt
  • Highlights: Lapdog für mechanische Corsair-Tastaturen und Maus eigener Wahl
  • Abmessungen: 81 x 33,8 x 15,4 cm
  • Gewicht: 3,86 kg mit K70 RGB RAPIDFIRE und M65 PRO RGB
  • Preis: rund 130 Euro (nur Lapdog ohne Maus/Tastatur)

Corsairs Lapdog im Detail

Corsair Lapdog

Der Lieferumfang ist zweckmäßig. Als Zubehör liegen nicht nur Anleitung und Hinweise zum Umweltschutz bei, sondern auch ein 12-Volt-Adapter, ein kombiniertes USB/-Stromkabel und zwei Kabelbinder. Das Netzteil ist nur dann nötig, wenn die zusätzlichen externen Anschlüsse am USB 3.0-Verteiler des Lapdogs genutzt werden sollen. Für die Speisung von Maus und Tastatur reicht hingegen das USB-Kabel. 

Corsair Lapdog

Mit dem Lapdog kann man im Auslieferungszustand denkbar wenig anfangen, schließlich fehlen noch die Eingabegeräte. Wo die Tastatur verbaut wird, klafft nur eine große Lücke. Daneben ist das großflächige Mauspad zu sehen. 

Corsair Lapdog

Die Unterkonstruktion des Lapdogs besteht aus Kunststoff. Das erleichtert die Verarbeitung und reduziert Gewicht und Fertigungskosten. Von oben sieht man rings um die Tastatur aber trotzdem wertiges Material. Corsair setzt wie bei den eigenen Premiumtastaturen gebürstetes Aluminium ein und sorgt so für ein hochwertiges Erscheinungsbild. Dazu passt, dass sich das Corsairlogo dezent einfügt. 

Corsair Lapdog

Die einzelnen Partien werden von Innensechskantschrauben zusammengehalten. Das gilt auch für das Kunststoffmauspad. Corsair hat sich für eine raue Texturierung entschieden. Das sollte zwar positiv für das Abtastverhalten der Maus sein, die Mausbewegungen fühlen sich aber ebenfalls vergleichsweise rau an und sind lauter als auf einem Stoffpad. Zwischen der Aussparung für die Tastatur und das Mauspad sitzt eine Aluminiumplatte, die entnommen werden kann. Sie wird benötigt, wenn das Lapboard mit Corsairs Tenkeyless-Tastatur K65 kombiniert wird. Kommt hingegen die K70 mit Num-Pad zum Einsatz, wird diese Aluminiumplatte ausgebaut.   

Corsair Lapdog

Schon weil im Lapdog mechanische Tastaturen verbaut werden, muss dieses Lapboard eher wuchtig ausfallen. Seitlich nutzt Corsair Glossyelemente zur Verzierung. Sie ziehen allerdings Staub und Fingerabdrücke an und wollen entsprechend gepflegt werden. 

Corsair Lapdog

Die beiliegende Kabelpeitsche wird rückseitig angeschlossen. Auf der rechten Seite stellt das Lapdog zwei USB 3.0-Ports bereit, über die der Nutzer frei verfügen kann. Hier kann z.B. einfach ein USB-Headset angeschlossen werden. Einer der Anschlüsse ist für das Schnellladen von Mobilgeräten ausgelegt und liefert bis zu 1,5 A.

Corsair Lapdog

Damit man nicht das nackte Kunststoffbrett auf den Beinen spürt, gehört ein magnetisch haftendes Polster zum Lieferumfang. Es wurde so geformt, dass es sich den Konturen des Schoßes anpasst. 

Corsair Lapdog

In einem Fach des Polsters hat Corsair einen Innensechskantschlüssel versteckt. Dieses Werkzeug wird benötigt, um Kabelführung, Mauspad und Tenkeyless-Platte zu demontieren.  

Corsair Lapdog

Das Polster wird offenbar mit der Kunststoffabdeckung verklebt. Zumindest bei unserem Testsample sind seitlich Kleberückstände zu sehen, die nicht gut zum Premiumanspruch passen.