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G.Skill RipJaws S5 DDR5-5200 32GB im Kurztest

Passt auch zu großen Kühlern

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Mit dem Launch von Intels Alder-Lake-S-Plattform ist auch der neue DDR5-Speicher ein großes Thema. Da wird es langsam Zeit, dass wir uns das erste Speicherkit näher anschauen. Von G.Skill haben wir ein 32-GB-Kit erhalten, das aus zwei Modulen besteht und bis DDR5-5200 freigegeben ist. Wir sind gespannt, wieviel Speichertakt wir noch herauskitzeln können.

G.Skill selbst hat sich mit immer schnelleren DDR5-Speicherkits selbst übertroffen. Fing es einst mit den Trident-Z5-Modulen mit DDR5-6400 an, legte der RAM-Profi schnell nach und kündigte das erste DDR5-6600-Kit an. Nach nur acht Tagen folgte dann das DDR5-6800-Kit, bis schließlich noch aktuell das DDR5-7000-Kit als das (bisher) Höchste der Gefühle folgte, auch wenn die Verfügbarkeit zum Testzeitpunkt denkbar schlecht ausfällt.

Nun, von solchen Taktraten wird das G.Skill RipJaws S5 mit den spezifizierten DDR5-5200 nur träumen können. Nichtsdestotrotz kann auch diese Taktfrequenz je nach Anwendung einen entscheidenden Unterschied gegenüber den "alten" DDR4-Speicher ausmachen. Doch darum soll es sich in diesem Kurztest nicht drehen. Wir möchten wissen, was das Speicherkit mit den von Intel nativ festgelegten 4.800 MHz zu leisten bereit ist. Ferner testen wir dieselben Testszenarien inklusive XMP mit 5.200 MHz und schließlich noch mit manueller Übertaktung.

G.Skills RipJaws-S5-Module in weißer Montur eignen sich hervorragend für weiße Builds und fügen sich perfekt ein. Alternativ gibt es dieses Speicherkit auch in der Farbe Schwarz. Der Hersteller setzt in beiden Fällen auf keine erhöhten Heatspreader, denn die Höhe beträgt gerade einmal 33 mm, sodass selbst beim Einsatz von breitflächigen CPU-Luftkühlern keine Inkompatibilitäten zu erwarten sind. RGB-LEDs sind keine verbaut, doch das wird die entsprechende Zielgruppe eher freuen.

SPD-Programmierung und technische Eigenschaften

Leider ist das beliebte Tool Thaiphoon Burner (noch) nicht kompatibel mit dem neuen DDR5-Speicher, weshalb wir uns mit CPU-Z in der Version 1.98.0 zufriedengeben müssen. Das XMP 3.0 ist mit effektiv 5.200 MHz und den dazugehörigen Latenzen CL40-40-40-76 korrekt hinterlegt. Da gerade einmal 5.200 MHz für DDR5-Verhältnisse ziemlich niedrig sind, reicht reicht hierbei die Standard-Spannung von 1,1 V aus. CPU-Z verrät auch gleich, von welchem Hersteller die Chips selbst stammen - und zwar aus dem Hause Micron.

Hersteller und Bezeichnung G.Skill RipJaws S5 Kit 32GB, DDR5-5200, CL40-40-40-76
F5-5200U4040A16GX2-RS5W
Modulhöhe33 mm
Rank
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FormfaktorDIMM
ModulartUnbuffered DIMM (UDIMM)
Straßenpreisab 334 Euro
HomepageG.Skill
EPP / XMPXMP 3.0
Garantierte Timings40-40-40-76
ChipsMicron
EigenschaftenXMP, Heatspreader
GarantiezeitLimited Lifetime
Kapazität32 GB (2 x 16 GB)

Benchmarks

Für den Kurztest setzen wir auf den beliebten AIDA64-Cache- und Memory-Benchmark und im speziellen auf die Lese-, Schreib- und Kopiergeschwindigkeit sowie auf die Latenz. Hinzu kommt ein Spiel-Benchmark in Form von Anno 1800 mit einem eigenen Saved Game mit einigen Stunden Spielzeit und vielen Einwohnern einer Metropole. Das Ganze haben wir in der 720p-Auflösung bei mittleren Details ausgeführt.

Mit diesen Komponenten haben wir das Speicherkit getestet:

CPU
Intel Core i9-12900K
Kühler
ASUS ROG Ryujin II 360mm AIO
MainboardMSI MEG Z690 UNIFY
Grafikkarte
ASUS ROG Strix GeForce RTX 2060 OC
SSD
OCZ ARC 100 SSD 240 GB
Netzteil
Seasonic Prime Platinum 1.200 W Netzteil

Aida64 Extreme - Speicher Lesedurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

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Aida64 Extreme - Speicher Schreibdurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

Aida64 Extreme - Speicher Kopierdurchsatz

MB/s
Mehr ist besser

Aida64 Extreme - Speicher Verzögerung

ns
Weniger ist besser

Anno 1800 (Saved Game)

1.280 x 720 - Mittel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Durch die zwei 32-Bit-Sub-Speicherkanäle ergibt sich zusammen mit dem Dual-Channel-Interface des Mainboards im gesamten ein Quad-Channel-Interface, das sich bei den Datenraten widerspiegelt. Bereits bei den von Intel vorgesehenen 4.800 MHz wurden um die 70.000 MB/s erreicht. Wird die Taktfrequenz um 400 MHz auf 5.200 MHz erhöht, steigert sich die Bandbreite bereits beim Lesen auf über 80.000 MB/s, währenddessen beim Schreiben und Kopieren etwa 74.000 MB/s drin waren.

Übertakten konnten wir das G.Skill RipJaws S5 bis auf effektiv 5.600 MHz. Dies reichte bereits aus, um den Lesedurchsatz auf fast 90.000 MB/s zu bewegen. Der Lese- und Kopierdurchsatz setzte sich hingegen bei um die 80.000 MB/s fest. Insgesamt interessant ist auch der Blick auf die Latenzen. In Verbindung mit 4.800 MHz betrug diese sehr hohe 83,8 Nanosekunden. Bereits zusätzliche 400 MHz reichten aus, um diese Latenz um zehn Nanosekunden zu reduzieren. Weniger als 70 Nanosekunden waren mit DDR5-5600 drin, was für den DDR5-Speicher schon recht ordentlich ist.

Spiele, die im CPU-Limit agieren, eignen sich hervorragend für den Arbeitsspeicher-Test. Aus diesem Grund haben wir uns für Anno 1800 entschieden. Logischerweise war DDR5-4800 mit durchschnittlich 112 FPS am langsamsten. Weitere neun Frames per Second waren drin, als wir 400 MHz draufgelegt hatten und weitere vier Bilder pro Sekunden kamen in Verbindung mit DDR5-5600 hinzu.

Fazit

Dank Intels neuer LGA1700-Plattform ist der DDR5-Speicher in aller Munde und aufgrund der hohen Nachfrage derzeit nur schwer zu bekommen und selbst wenn, dann zu sehr hohen Preisen. Unser allererstes DDR5-Speicherkit im Test ist G.Skills RipJaws S5 DDR5-5200, das aus zwei 16-GB-UDIMMs besteht und in unserem Fall mit weißen Heatspreadern ausgestattet wurde. Wem die helle Farbe nicht gefällt, der kann sich bei entsprechender Verfügbarkeit die schwarze Version schnappen.

CPU-Z teilte uns als derzeit einzige kompatible Software mit, dass sich unter den Heatspreadern Speicherships aus dem Hause Micron befinden, die sich von uns auf dem MSI MEG Z690 UNIFY bis auf effektiv 5.600 MHz übertakten ließen. In den Benchmarks zeigte sich daher sehr schnell, dass eine höhere Taktfrequenz gerade beim Speicherdurchsatz enorme Vorteile haben kann. Aber auch Spiele, die sich des Öfteren im CPU-Limit befinden, profitieren von höhertaktendem Arbeitsspeicher. In unserem zeigte sich dieses Bild bei Anno 1800, das gerade im späteren Spielverlauf immer mehr ins CPU-Limit rutscht.

Es lohnt sich daher durchaus, DDR5-Speicher weiter zu übertakten. Bereits die ersten DIMMs dieser neuen Generation zeigen sich teilweise recht übertaktungsbereit, was nicht selbstverständlich ist. Und dieses Potential sollte man daher ruhig mitnehmen. 

Die sehr schlechte Verfügbarkeit ist ein aktuell allgemeingültiges Problem, die noch einige Zeit andauern dürfte. Doch rein technisch hat sich das G.Skill-RipJaws-DDR5-5200-Speicherkit von der positiven Seite gezeigt und kann durchaus in die engere Wahl genommen werden, wenn man überhaupt die Chance bekommt, dieses Kit zu erwerben. Bei geizhals.de ist das Kit derzeit ab 334 Euro gelistet.

Positive Eigenschaften der G.Skill RipJaws S5:

  • solide Leistung für eine neue Speicher-Generation
  • niedriger Heatspreader für hohe Kühler-Kompatibilität
  • gute Verarbeitung

Negative Eigenschaften der G.Skill RipJaws S5:

  • hoher Preis
  • schlechte Verfügbarkeit

Preise und Verfügbarkeit
G.Skill RipJaws S5 DDR5-5200 32 GB
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G.Skill RipJaws S5 DDR5-5200 32 GB

Quellen und weitere Links

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