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Test: ASUS Eee Pad Transformer Prime - die nächste Evolutionsstufe - Fazit

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Seite 11: Fazit

Das ASUS Eee Pad Transformer Prime ist nicht irgendein Tablet mit 08/15-Ausstattung. Ganz im Gegenteil - als erstes Tegra 3-Tablet ist es in einer Pionierrolle. Der leistungsstarke Quad-Core-Prozessor und die aufgebohrte GPU des SoC sorgen für eine beeindruckende Leistung, die das Tablet z.B. auch als Spieleplattform interessant machen. Doch NVIDIAs neustes SoC ist nur ein Punkt, der für das wandelbare Tablet spricht.

Schon beim Auspacken wird klar, dass ASUS das Transformer Prime von der Konkurrenz absetzen möchte. Das gebürstete Aluminiumgehäuse ist zwar nicht besonders handschmeichelnd, sieht aber unglaublich gut aus und lässt das Tablet edel und hochwertig wirken. Auch in puncto Schlankheit übertrumpft ASUS mit nur 8,3 mm die Konkurrenz. Die Anschlussausstattung ist mit USB (Teil des integrierten USB/Datenkabels) und Micro-HDMI sowie der Headset-Buchse solide, zusätzlich gibt es einen Micro-SD-Kartenleser zur Speichererweiterung. Das Dock stellt dann sogar noch einen vollwertigen USB 2.0-Port und einen regulären SD-Kartenslot bereit. Das Dock selbst ist wie schon beim ursprünglichen Eee Pad Transformer eine nützliche Erweiterung. Die Tastatur bietet zwar nicht ganz den Komfort einer vollwertigen Notebooktastatur, erleichtert und beschleunigt gegenüber der Bildschirmtastatur die Texteingabe aber doch sehr. Auch das Touchpad kann überzeugen. Tablet und Dock sind gut aufeinander abgestimmt und bilden zusammen eine Einheit, die kaum von einem (sehr schicken) Netbook unterschieden werden kann.

Weitere Ausstattunsmerkmale überzeugen ebenso. Das Super IPS+-Panel spiegelt zwar, bietet aber eine sehr hohe maximale Helligkeit und einen weiten Blickwinkel. Selbst die Kamera besticht mit für Tablets untypischer Bildqualität.

Eine wesentliche Neuerung neben dem Tegra 3-Prozessor ist natürlich Android 4.0. Mit Ice Cream Sanwich hat Google sein Mobil-Betriebssystem konsequent weiter optimiert. Gerade in Kombination mit Tegra 3 reagiert das OS sehr schnell, zahlreiche Detailverbesserungen erleichtern das Arbeiten mit dem OS. Nicht nur Android, sondern auch das Transformer Prime wird mit Ice Cream Sandwich noch besser.

Neben Lob gibt es aber doch auch Kritikpunkte. In Bezug auf die Ausstattung können wir z.B. nicht verstehen, warum keine 3G-Unterstützung geboten wird. Mittlerweile gibt es doch recht erschwingliche Datentarife, die Abhängigkeit von WLAN und Tethering eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Etwas bedauerlich ist auch, dass die Hardware zwar Full HD-Videos ruckelfrei wiedergeben kann, das Display aber noch auf die typische 1280 x 800er-Auflösung beschränkt ist. Ein Full HD-Display wäre dann aber wohl auch zu viel Fortschritt auf einmal gewesen, ASUS hat sich das für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben. Mit unserem ersten Testsample hatten wir außerdem zwei Probleme - das Display kämpfte mit auffällig durchscheinendem Backlight im Randbereich und das Tastaturdock wurde nur teilweise erkannt. Bei dem schnell zur Verfügung gestellten Ersatzsample gab es diese Probleme allerdings nicht. Wir gehen deshalb davon aus, dass wir mit unserem ersten Sample einfach Pech hatten.

Insgesamt ist es bei soviel Innovation und insgesamt gelungener Umsetzung nur noch eine Pro Forma-Angelegenheit, dem Eee Pad Transformer Prime unseren Excellent-Hardware-Award zu verleihen. Aktuell kann das TF201 als überzeugendstes Tablet überhaupt gelten. Sicherlich werden andere Hersteller aber bald mit konkurrenzfähigen Produkten nachziehen - z.B. wird Apples iPad 3 der Gerüchteküche zufolge noch im Frühjahr auf den Markt kommen. Auch 2012 wird das Tablet-Segment sich schnell weiterentwickeln - ASUS markiert mit dem Transformer Prime auf jeden Fall einen gelungenen Auftakt.

Positive Aspekte des ASUS Eee Pad Transformer Prime:

  • schlankes und elegantes 10,1-Zoll-Tablet mit Aluminium-Gehäuse
  • aufs Tablet abgestimmte Tastatur-Dock
  • hohe Leistung dank Tegra 3
  • Super IPS+-Panel mit hoher Helligkeit, ziemlich blickwinkelunabhängig
  • lange Laufzeit, vor allem mit Dock
  • Speicher dank Micro SD- und SD-Kartenslot (im Dock) erweiterbar
  • überzeugende Kamera
  • Android 4.0 verfügbar

Negative Aspekte des ASUS Eee Pad Transformer Prime:

  • kein 3G
  • bauartbedingte Abstriche bei der Tastatur
  • weniger handschmeichelnd als mancher Konkurrent