[Sammelthread] NostalgieDeLuxx Bastelthread

Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Dann gratuliere ich. Hast du gut gesucht und gefunden (y) Gibt es noch mehr davon ?
 

Somit gilt dies jetzt auch für die kleine Kyro I , gell?
Ich würde sagen ja. :fresse:

Stehen da auf der 4000 auch die kleinen 16v 22uF Tröten rum?
 
siehe Bild im link?
 
Eigentlich ist das ein Thema zum Bastelthread.

Ich führe das mal hier weiter, da ich hauptsächlich auf die allgemeinen Aspekte eingehen werde, unabhängig von Sockel A.

Bei den Vergleichsmessungen mit meinen anderen boards habe ich Werte in höheren KOhm bis MOhm Bereichen gemessen.

Bisher wurde es ja häufig nur bei Boards gemacht, die eh auffällig waren oder wo die Stromversorgung bereits tot war um den Verursacher zu finden. Ggf. sollte man das einfach, wenn man eh schon einen Recap macht, das einfach mal kurz mit durchklingeln. Kostet kaum Zeit, schnell gemacht und kann einen groben Indikator geben, ob da vielleicht bald was schief gehen könnte. Egal ob Board, GPU, Netzteil, die Auffälligkeiten, wie wir ja auch an den Messergebnissen meiner vier Ultra-B gesehen haben, sind schon sehr aufdrängend in dem Zustand, sogar so weit, dass man fast schon eine Rangliste erstellen könnte, wer dem Tod am nächsten ist :d

Nach einem Diskurs mit @P4schissel, @WMDK und @Mor'du haben wir passenden Ersatz gefunden (IPD135N03L). Gewechselt habe ich direkt alle drei Mosfets.

Kleine Info noch an dieser Stelle:
Der Ersatz ist bewusst etwas größer dimensioniert. Ich habe zwar die FETs am Oszi alle durchgeschaut und prinzipiell ist da so weit alles in Ordnung, keine Overshoots in Grenzbereiche der Specs, somit sind die originalen 20N03L kein Rotstiftprodukt, aber da die Specs der 35N03L von der Charakteristik her genau so gut rein passen und alle wichtigen Werte erfüllt sind, schadet es auch nicht, hier noch ein bisschen Spielraum zu haben und vielleicht ist es am Ende ja auch etwas zuträglich für die Lebenszeit, denn die sind bei den DFIs ja schon auffällig gestresst, um es mal vorsichtig zu sagen :d

Nach reCAP kommt reFET! Testet mal bitte eure Ultra B boards lieber durch bevor ihr mit vermutlich halb defekten Mosfets das board quält! Ich behaupte das Problem wird öffter vertreten sein.

Exakt das! :bigok: Das hatte ich ja hier damals auch schon ein paar mal angeregt in einigen Fällen, wo solche Schwachstellen bekannt sind oder man z.B. beim P4C800-E durch die zusätzliche Bestückung an freien Stellen – Achtung, unterschiedliche Bestückungen! – gerade beim Einsatz von z.B. Prescots mit reichlich OC die Last besser verteilen, die Temperaturen senken und das Schaltverhalten verbessern kann. Die Konstellation beim UltraB scheint darüber hinaus eh eine gewisse Anfälligkeit zu besitzen, wenn man sich die Menge an degenerierten oder defekten Boards mit Ursache in der RAM Versorgung anschaut.

Es wurden 3 Stück IPD20N03L
gegen 3 Stück IPD135N03L
getauscht. Den Kerko habe ich noch original belassen. Hier fehlen uns noch Messungen.

Genau, da werde ich nochmal einige Tests, wie schon besprochen, durchführen. Material dafür ist im Zulauf, bzw. tlw. schon vorhanden. Sobald ich die Zeit finde, werde ich für den Kerko-Mod von DFI mal ein paar Vergleiche anstellen, insbesondere auch mit Fokus auf das resultierende Signal zum Cap und nach dem Cap, denn ggf. lässt sich da aus einer Kombi mit exakt abgestimmten Komponenten noch was rausholen ;)

Würdest du da eine Mod-Anleitung in unseren Recap-Mod-Datenbank-Thread werfen?

Halte ich auch nicht unbedingt für eine gute Idee. Wer es kann, hat hier alle Infos um es zu machen, ansonsten ist das Risiko eines Schadens durch unsachgemäße Ausführung höher als alles andere, vor allem wenn wir die Nähe zu den Slots bedenken und der Farbton erhalten bleiben soll :fresse:

Á la "die Mosfets verbaut, die werden gebraucht, Quelle da, Photo von den zu tauschenden Mosfets".

Ist nicht viel anders als bei Kondensatoren. Quelle ist auch Mouser oder Digikey, da bekommst du alles was du brauchst, was die Ersatzauswahl angeht, ist es wie bei Caps auch, anschauen, Specs / Charakteristik checken, gleichwertigen oder besseren Ersatz suchen.

Ich möchte behaupten, deinen Schilderungen folgend, sollten alle Besitzer der Baureihe diese Modifikation nicht erst bei Auftreten von Symptomen umsetzen.

Wie gesagt, das Thema ansich ist nicht neu. Die betroffenen Boards bei der UltraB Serie sind in auffällig hoher Zahl betroffen, auf der anderen Seite sind die UltraB Platinen aber auch häufig von Übertaktern ans Limit getrieben worden und haben für BH5 & Co. auch oft hohe Spannungen gesehen. Das geht natürlich auch nicht spurlos daran vorbei, muss man wissen :fresse:

p.s.: könnte es eine Ursache für die augenscheinlich schleichende Degenerierung der Mosfets geben? Sind da ggfls. vorgeschaltete Bauteile minderer oder unzureichender Qualität/Spezifikationen?

Hatte ich doch hier im Thread schon mehrfach drüber geschrieben :confused:
Der Beitrag von @digitalbath war jetzt primär bezogen auf die UltraB Besitzer mit entsprechendem Beispiel. Die grundsätzliche Problematik, dass Mosfets im Laufe der Zeit degenerieren können, haben wir hier ja schon mehrfach behandelt, sei es für Mainboards, für Netzteile... you name it.

Die häufigsten Ursachen für Mosfet Defekte sind ja bekannt. Temperaturprobleme + steigender RDS(on) -> Selbstverstärkung -> Elektromigration -> Gefahr für Bonddrähte / Gate Oxid. Gate Oxid Degeneration durch durch hohe GS Spannung, schnelle Flanken und grenzwertiges Layout z.B. mit viel Ringing oder Overhoots, irgendwann hast du dann erste Tunnelungen in der Schicht bis es irgendwann zum Durchbruch kommt. Dann gibt's da noch das Thema der Spannungslawine (Avalanche Breakdown), wenn die induktive Last aus der Spule beim Abschalten nicht richtig abgeführt wird, spiked die halt zurück, auch dadurch wird das Material verschlissen (Risse / Kristiallgitterinstabilitäten), alternde oder degenerierten Kondensatoren leisten auch ihren Beitrag. Im Extremfall können sogar die Treiber ein Mosfet killen, wenn wir unzureichendes Gate Drive haben bspw., dann kannst du z.B. plötzlich im linearen Bereich landen. Ist aber deutlich seltener als die o.g. Gründe für die Alterung.

Kurzum, je bescheidener die Bedingungen und je höher die Last, umso stärker degenerieren die Mosfets. Das muss nicht immer im Defekt enden, sondern kann auch einfach erstmal zu unsauberem / instabilem Schaltverhalten führen.
 
@WMDK
Danke für die Erläuterungen! Mir ging es tatsächlich darum, ein vorgeschaltetes Bauelement als Verursacher der Degeneration auszuschließen. Wäre ja ärgerlich, da "aufzuräumen" und nach ein paar Jahren wieder da zu hocken.

So weiß ja jeder, der in das Thema kommt, dass es szenarioabhängig ist, wie weit die Degeneration fortgeschritten ist. Dass dann die Parameter der bisherigen Nutzung über "Leben und Tod" entscheiden, war ja zu erwarten.
 
Mir ging es tatsächlich darum, ein vorgeschaltetes Bauelement als Verursacher der Degeneration auszuschließen.

Das hatte @digitalbath doch im Beitrag beschreiben, wie das Setup funktioniert, das nächste nicht eh im Recap inbegriffene „vorgelagerte“ Bauteil heißt Netzteil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hatte @digitalbath doch im Beitrag beschreiben, wie das Setup funktioniert, das nächste nicht eh im Recap inbegriffene „vorgelagerte“ Bauteil heißt Netzteil.
Digitalbath ist doch tatsächlich "nur" auf die Symptome & Ursachen im Bereich der Mosfets eingegangen und hat die Lösung des Problems exakt aufgezeigt.

Mir ging es nur darum zu erfahren, ob auf den Platinen vorgelagerte Bauteile einen Einfluss auf die Mosfets und die Degenerierung haben können.

Ich gehe mal davon aus, dass die vorgelagerte Spule zwischen Mosfets & Netzteil keiner Degenerierung unterliegen kann, oder? Ist ja nur ein Kern mit Leiterdraht & Spulenkörper...

Ansonsten bleibt tatsächlich nur das Netzteil. Da wir hier im Bastelthread sind: welchen Einfluss haben denn alte Netzteile mit schwächelnden Spannungen auf die Mosfets? Werden die Mosfets stärker beansprucht, wenn die zugeführte Spannung geringer ist oder unter Last etwas abfällt?
 
Mir ging es nur darum zu erfahren, ob auf den Platinen vorgelagerte Bauteile einen Einfluss auf die Mosfets und die Degenerierung haben können.

Theoretisch, natürlich. Wenn du z.B. vorgelagert defekte Caps stehen hast und es kommt dann noch eine unsaubere Versorgungsspannung rein, schlägt natürlich der erhöhte Rippleanteil durch auf die Fets. Grundsätzlich ist eine unsaubere Eingangsspannung hier nicht mehr oder weniger ein Problem wie für alle anderen Komponenten auch.

Nur in diesem Falle wird ja eine bereits gefilterte Spannung zugeführt, denn wie er ja schrieb, wir sehen hier die High-Side der RAM Versorgung und die hängt nunmal für gewöhnlich mehr oder minder direkt am NT entweder an 3,3V oder an 5V, mal vllt. noch mit einem Kondensator dazwischen aber das war es dann auch schon.

Ich gehe mal davon aus, dass die vorgelagerte Spule zwischen Mosfets & Netzteil keiner Degenerierung unterliegen kann, oder? Ist ja nur ein Kern mit Leiterdraht & Spulenkörper...

Welche vorgelagerte Spule? Stehe ich auf dem Schlauch? Beziehst du dich jetzt aufs Ultra B oder allgemein?

Da musst du ja erstmal unterscheiden wo die Spule steht, eine primärseitige Spule, z.B. 12V CPU Versorgung hat primär eine andere Funktion als bspw. die Spulen auf der Sekundärseite. Primärseitig ist das schon sehr selten, häufig hast du da eher mechanische Schäden. Sekundärseitig habe ich schon ein paar defekte Spulen gehabt, allerdings waren diese nicht ursächlich für den Defekt ansich, sondern eine Anschlussfolge aus dem vorgelagerten Defekt, also Sättigung -> Abbrand der Isolation -> Windungsschluss -> :teufel: Einen gebrochenen Ferritring hatte ich mal, also auch mechanisch, ansonsten nada.

Da wir hier im Bastelthread sind: welchen Einfluss haben denn alte Netzteile mit schwächelnden Spannungen auf die Mosfets? Werden die Mosfets stärker beansprucht, wenn die zugeführte Spannung geringer ist oder unter Last etwas abfällt?

Erstmal, schwächelnde Spannungen sind bei alten Netzteilen deutlich seltener das Problem als zu hohe Spannung(sspitzen), z.B. durch defekte / degenerierte Caps und / oder Optos. Zum anderen, ein Netzteil, welches unter Last so stark einbricht, dass die ATX Specs gesprengt werden, sollte gar nicht mehr erst verwendet, sondern revidiert oder entsorgt werden.

Davon ab gelten ansonsten natürlich die üblichen Leistungsformeln. Geringere Spannung, höherer Strom, längere Arbeitszyklen / längere Zeit im Linearbereich, erhöhte Verluste, erhöhte Wärmeentwicklung, erhöhter RDSon.... ich wiederhole mich :d

Natürlich wird dann theoretisch irgendwann der Punkt erreicht, wo dann das ID Limit gesprengt wird, aber da reden wir i.d.R. bereits von Spannungsbereichen, wo längst die UVP greifen sollte. Eigentlich sollten diese Zustände also nicht auftreten, bzw. andere Betriebspunkte vorher so weit ins Abseits rücken, dass die Bude eh schon nicht mehr läuft.
 
Hab ich so auch noch nicht gesehen: SMD-Kondensatoren unter BGA-Chips.

WP_20260115_17_47_54_Pro.jpg
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh