[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Und ich kann nur immer wieder sagen: klar vergleicht man mit größeren Unternehmen und nicht mit dem Elektriker nebenan mit 10 Mitarbeitern. Und nochmal: ja, man verdient sehr gut im öD, gerade in den unteren Gehaltsgruppen. Gerade aber Führungspositionen sind öfter im Vergleich zu großen (und ggf. gewerkschaftlich organisierten) Unternehmen "schlechter" gestellt. Dort aber eben mit dem Bonus der Sicherheit ✌🏼🙂
Und klar in solchen Firmen geht man mit Abfindung. Aber auch die ist halt nicht immer die Lösung für einen Jobverlust und nie wieder einen solch gut bezahlten Job zu finden.
 
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Nicht größeren Unternehmen. Das größte Unternehmen (welches auch in Deutschland aktiv ist) der Welt zahlt nicht besser als der ÖD... Außer in größeren Gewerkschaften wie der IGM und der IGBCE stehst du im ÖD nicht schlechter da. Man tauscht also NICHT einfach Sicherheit gegen Gehalt ein, wenn man ÖD mit der freien Wirtschaft vergleicht. Die freie Wirtschaft ist nicht IGBCE und IGM...
Es war nie die Rede von Mini Handwerksbetrieben....

Du kannst dich ja gern nach da oben orientieren, völlig legitim. Aber für eine pauschale Aussage wie eben "man tauscht im ÖD Gehalt gegen Sicherheit im Vergleich zur freien Wirtschaft" kann man nicht das oberste Ende als Vergleich nehmen. Da sind die Parameter Durchschnitt und/oder Median. Sonst ist es keine pauschale Aussage mehr sondern muss entsprechend eingegrenzt werden.
 
Ok du kannst auch das untere Ende vergleichen.
Ich möchte nie wieder in der Akkord-Montage an einer Kette ziehen müssen, dass ich auf Toilette gehen darf. Da öffne ich lieber in einer Poststelle im öD den ganzen Tag Briefe.
Gehalt hin oder her.
 
Das ist echt irgendwie krass… wo zum geier schrieb ich denn, dass man mit ganz unten vergleichen soll? Ich hab doch ganz klipp und klar geschrieben, was ich als Referenz sehe und warum…
Zumal die Arbeitsbedingungen überhaupt nicht Thema waren.
 
Hier ist ja wieder ziemliches schwarz-weiß.

Definitiv gibt es starken Verbesserungsbedarf in Sachen Verbeamtung. Im Bereich Lehrkräfte sehe ich nicht mehr, weshalb dort verbeamtet werden muss.
Selbiges für zahlreiche Jobs in der Verwaltung. Nur hier sind bereits sehr viele nur noch Tarifbeschäftigte des öffentlichen Dienstes, keine Beamten mehr.

Aber ich frage mich ob diejenigen, welche hier direkt auf den Beamten herumhacken bspw. mit einem Polizisten oder Beamten in der JVA tauschen wollen. Bei Demos mitlaufen, mit Linken, Rechten, Hooligans, besoffenen Fußballfans, Hamas-Typen sich zu streiten, anrotzen zu lassen, sich als H*rensohn bezeichnen zu lassen. Sowas geht an keinem spurlos vorbei. Hier wird in der Diskussion gerne vergessen, dass die bereits genannten "Bleistiftspitzer" mit diesen gleichgesetzt werden. Ohne geregelte Pause unterwegs, bei Hitze, Kälte, Regen, ohne bequemen Pausenraum, ohne Teeküche, ohne verfügbare Toiletten zwei Türen weiter.

Aber gleich kommt der erste um die Ecke und sagt "Man weiß vor der Berufswahl auf was man sich einlässt". Als Beamter wird man aber auch durchaus in Bereiche versetzt, die man sich nie erahnt hätte...
 
Hier ist ja wieder ziemliches schwarz-weiß.



Aber gleich kommt der erste um die Ecke und sagt "Man weiß vor der Berufswahl auf was man sich einlässt". Als Beamter wird man aber auch durchaus in Bereiche versetzt, die man sich nie erahnt hätte...

Was hat Verbeamtung mit Arbeitsbedingungen zu tun? Der Tiefbauer oder die Nachtschwester in der Notaufnahme lebt auch gefährlich. Wir müssen uns auch anpöbeln lassen. Die zusätzliche Gefahr berechtigt vielleicht eine höhere Vergütung aber nicht unbedingt eine Verbeamtung.
 
Zwischen Polizist / Feuerwehrmann und Tiefbauer / Nachtschwester ist ein gravierender Unterschied.
Klar wird auch im Krankenhaus gepöbelt, aber du kommst nicht in Minuten in Situationen, wo dir jemand bewaffnetes gegenübersteht oder du Gefahr läufst, dass Gefahrstoffe dich kontaminieren oder es beim Brand löschen einen Flashover gibt.

Für Berufsgruppen wie Polizist, Feuerwehrmann, Berufssoldat gibt es daher auch kaum Möglichkeiten sich gegen Berufsunfähigkeit / Unfälle zu versichern oder nur zu extrem hohen Summen.
 
Gehaltsverhandlungen waren positiv. Bin jetzt von 4300 auf 4800 aufgestiegen :cool:

Ohne Verhandeln direkt von meinem Chef vorgeschlagen

edit:
jetzt habe ich endlich die häfte vom Durchschnitt hier :fresse:

-> den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen :d
 
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Nicht größeren Unternehmen. Das größte Unternehmen (welches auch in Deutschland aktiv ist) der Welt zahlt nicht besser als der ÖD... Außer in größeren Gewerkschaften wie der IGM und der IGBCE stehst du im ÖD nicht schlechter da. Man tauscht also NICHT einfach Sicherheit gegen Gehalt ein, wenn man ÖD mit der freien Wirtschaft vergleicht. Die freie Wirtschaft ist nicht IGBCE und IGM...
Es war nie die Rede von Mini Handwerksbetrieben....

Du kannst dich ja gern nach da oben orientieren, völlig legitim. Aber für eine pauschale Aussage wie eben "man tauscht im ÖD Gehalt gegen Sicherheit im Vergleich zur freien Wirtschaft" kann man nicht das oberste Ende als Vergleich nehmen. Da sind die Parameter Durchschnitt und/oder Median. Sonst ist es keine pauschale Aussage mehr sondern muss entsprechend eingegrenzt werden.
Okay, dann kenne ich halt scheinbar nur Gewerkschaftsunternehmen und in deinem Umfeld sind alle im öD scheinbar EG11++.

Also alles gut 🤷🏼‍♂️✌🏼
 
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Hälfte vom Durchschnitt? Vielleicht vor 10 Jahren :fresse2:

Glückwunsch :) wenn der Chef aber so ankam, hätte mit Verhandlung vielleicht mehr drin sein können ;)
 
Hälfte vom Durchschnitt? Vielleicht vor 10 Jahren :fresse2:

Glückwunsch :) wenn der Chef aber so ankam, hätte mit Verhandlung vielleicht mehr drin sein können ;)
ich hätte die 5 noch voll machen können, aber wollte auch nicht gierig werden.
 
Zwischen Polizist / Feuerwehrmann und Tiefbauer / Nachtschwester ist ein gravierender Unterschied.
Klar wird auch im Krankenhaus gepöbelt, aber du kommst nicht in Minuten in Situationen, wo dir jemand bewaffnetes gegenübersteht oder du Gefahr läufst, dass Gefahrstoffe dich kontaminieren oder es beim Brand löschen einen Flashover gibt.

Für Berufsgruppen wie Polizist, Feuerwehrmann, Berufssoldat gibt es daher auch kaum Möglichkeiten sich gegen Berufsunfähigkeit / Unfälle zu versichern oder nur zu extrem hohen Summen.

Dann kennst du Deutschlands Notaufnahmen nicht. Das war auch nur ein Beispiel für anspruchsvolle Berufe. Und wie gesagt hat die Gefahrenbeurteilung eines Jobs mMn nichts mit Verbeamtung zu tun.
 
Gehaltsverhandlungen waren positiv. Bin jetzt von 4300 auf 4800 aufgestiegen :cool:

Ohne Verhandeln direkt von meinem Chef vorgeschlagen

edit:
jetzt habe ich endlich die häfte vom Durchschnitt hier :fresse:

-> den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen :d

500€ ist doch schon eine sehr ordentliche Steigerung, das bekommt nicht jeder einfach so würde ich mal behaupten.
 
Wird hier wieder mit "wer hat's am schlimmsten" geflext?

Ich habe höchsten Respekt vor den Jungs und Mädels in der Hundertschaft und generell im Polizeidienst (es sei denn sie stehen mit nem Blitzer an der Straße :d ) und bin absolut dafür sie zu verbeamten.

Aber es gibt eben unendlich viele Sesselfurzer Stellen wo das nicht notwendig ist. Hier könnte man radikal beschneiden. Die bessere Hälfte arbeitet wie gesagt in der Notaufnahme eines Krankenhauses, und auch wenn es nicht jeden Tag so dramatisch wie im Fernsehen ist, tauchen da manchmal Gestalten auf, die möchte man nicht in seiner Nähe haben. Und das Aggressionspotenzial gegenüber dem Klinikpersonal ist leider ziemlich häufig sehr hoch. Und die haben keinen Sicherheitsdienst.

Also am Ende gibt es diese Jobs einfach und wir können froh sein dass es Leute gibt die das machen wollen. Aber bitte nicht "der Polizist hat's schlimmer als xyz" als Grund für Vergütungssysteme heranziehen.
 
Bevor jetzt wieder irgend ein Hate startet. Auch aus diesem Artikel:

Damit zieht Brandenburg als eines der ersten Bundesländer Konsequenzen aus dem aufsehenerregenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts im vergangenen Jahr. Das stufte die Beamtenbesoldung in Berlin von 2008 bis 2020 als zu niedrig und damit als verfassungswidrig ein. Das hat Folgen für alle Länder – auch in Brandenburg wurden Beamte, wie jetzt eingeräumt wird, nicht angemessen und damit verfassungskonform bezahlt.

Warum das Gericht das so entschieden hat, keine Ahnung. Müsste man im Urteil lesen. Die waren ganz sicher nicht unterbezahlt.
 
Bevor jetzt wieder irgend ein Hate startet. Auch aus diesem Artikel:



Warum das Gericht das so entschieden hat, keine Ahnung. Müsste man im Urteil lesen. Die waren ganz sicher nicht unterbezahlt.
NRW hat anstatt der 2,8% auf 3,32% wegen dem Urteil aufgestockt. Macht rund 81€ netto aus bei A9.
Verbeamtung von Lehrern muß meiner Meinung nicht sein.
A9 Stufe 11 brutto: 4691,94€ , nach Abzug von allem ( Absenkungsfaktor, Versorgungsausgleich, Steuer ) bleibt netto 3257,96€.
Und haut jetzt ruhig auf mich drauf :shot:
 
Dann kennst du Deutschlands Notaufnahmen nicht.
Scheinbar nicht mal im Ansatz oder aus der Zeit, wo man die Verletzung mit einem Pflaster mit Biene Maja drauf geflickt bekommen hat.
Heute haben Ärzte und Pflegepersonal in dem Bereich Weiterbildung im Bereich Selbstverteidigung.
Und nein, nicht verbal, sondern tatsächlich körperlich.

Und ich sag mal so, Hebel und Kniffe wendet man nicht an, wenn man angepöbelt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Scheinbar nicht mal im Ansatz oder aus der Zeit, wo man die Verletzung mit einem Pflaster mit Biene Maja drauf geflickt bekommen hat.
Heute haben Ärzte und Pflegepersonal in dem Bereich Weiterbildung im Bereich Selbstverteidigung.
Und nein, nicht verbal, sondern tatsächlich körperlich.

Und ich sag mal so, Hebel und Kniffe wendet man nicht an, wenn man angepöbelt wird.
Die Gewalt ob verbal oder körperlich gegenüber Polizei und Rettungskräfte ( zähle auch das KH Personal dazu ) hat in den letzten 10 -15 Jahren massiv zugenommen. Ist schon traurig wenn im Krankenhaus ein Sicherheitsdienst eingesetzt wird. In den USA normal. Man sagte bei uns immer das was in den USA jetzt passiert kommt zum Teil bei uns 10 Jahre später an. Und es war auch so.
 
Nein natürlich nicht, ich denke ich hab das Beste draus gemacht und bin auch nicht unzufrieden.

Aber wenn ich sehe wie entspannt die Arbeit von meinem Vater war und wie gut der Zahltag und vor allem jetzt seine Pension dann denk ich mir doch schon manchmal so ein Verwaltungsstudium wäre doch keine so schlechte Sache gewesen.
 
Blos was studieren, damit man es ruhig hat ist doch dann auch keine Erfüllung oder? Also man muss sich da ja auch drei Jahre durchquälen mit Gesetzen und dem Schreibstil.

Klar, im Endeffekt nur eine Bescheinigung, damit man im gehobenen Dienst sitzen kann. Aber dann kommen halt noch 40+ Jahre "spannende" Tätigkeiten. Da musst du dich halt umschauen ob du irgendwo in einer Behörde eine Stelle findest, die zumindest ein paar % Spaß macht. Sonst wird man doch noch unzufriedener?
Oder du findest eine Stelle, in der du komplett im Homeoffice versinkst und den ganzen Tag zocken kannst. So hat das doch vor ein paar Seiten jemand von seinem Kumpel erzählt.
 
Es gibt Abstandsgebote
Gilt für alle außer die die hier den Bums bezahlen, da gilt das Abzugsgebot.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Blos was studieren, damit man es ruhig hat ist doch dann auch keine Erfüllung oder?
Ja furchtbar. Ist sicher auch ein Grund warum so viele Beamten ständig krank sind. Null Bock auf den Job und man sitzt halt seine Zeit ab weil man weiß anderswo ist es mutmaßlich anstrengender. Bin froh, dass ich kein Beamter bin.
 
Blos was studieren, damit man es ruhig hat ist doch dann auch keine Erfüllung oder? Also man muss sich da ja auch drei Jahre durchquälen mit Gesetzen und dem Schreibstil.
....
Ich unterstelle, dass die wenigsten (verbeamteten) MA im öD haben sich aus Überzeugung für diese Karriere entschieden.
Ich unterstelle dass die Sicherheit und die Pension ausschlaggebend waren.

Das Problem was ich sehe: wenn sich viele Berufseinsteiger in unsicheren (wie derzeit) Zeiten für den öD entscheiden, fehlen die MA in der Wirtschaft um Wachstum zu generieren. Verwaltung generiert bekanntlich kein Wachstum.
Ich denke die Schere zwischen der gesetzlichen RV und der Pension ist mittlerweile so sehr gespreitzt, dass man kaum einem Berufseinsteiger die freie Wirtschaft (derzeit) irgendwie schmackhaft machen kann.

Wie man das Problem löst ? Keine Ahnung :fresse: gibt zuviele Lobbygruppen die ihre eigenen Vorteile sichern möchten.
 
Gilt für alle außer die die hier den Bums bezahlen, da gilt das Abzugsgebot.
Warum informiert man sich nichtmal im geringsten Ansatz bevor man sowas raushaut?
Die Höhe des Mindestlohns ist de facto auch von der Grundsicherung abhängig.
Verwaltung generiert bekanntlich kein Wachstum.
Eine gute Verwaltung ist wichtig für Wachstum, merke ich grade selbst beim State Department das seit DOGE deutlich langsamer arbeitet.
 
Warum informiert man sich nichtmal im geringsten Ansatz bevor man sowas raushaut?
Woher weißt du, dass ich nicht informiert bin? Mir ist schon klar wie die Systeme funktionieren.
Freue mich schon auf die Pressekonferenz heute mit den ganzen großartigen Änderungen die unser Land dann jetzt aber wirklich voranbringen :fresse:
 
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