[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Gestern bei lohntsichdas ein Kraftwerker mit 23 Jahren bei 5.500€. Wahnsinn.



Irgendwie passen oft die Verhältnisse nicht mehr. Begründet mit hoher Verantwortung. Da komme ich dann wieder mit meinem Argument, dass jeder Busfahrer mehr Verantwortung hat, da er unmittelbar für um die 100 Leute direkt die Verantwortung für deren Leben übernimmt. Oder die Giftmischerin in der Apotheke, die wirklich richtig Fachwissen haben muss um den Job machen zu können.

Eine lange Ausbildung scheint da auch nicht nötig zu sein. Ich gönne denen im Einzelnen das Geld, aber ich finde die Kraftwerker hier im Vergleich doch sehr überbezahlt.

Man müsste die Jahresverdienste mal nach Verbeamtet, Tarif und ohne Tarif aufsplitten. Die Schere zwischen Arm und Reich geht gefühlt gerade stark auseinander und man muss sich jede Mühe geben auf der richtigen Seite der Schere zu bleiben.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Er verdient deswegen viel, weil die Gewerkschaft das erkämpft hat (und weil er viele Schichtzulagen hat, alleine das macht doch schon knapp 1.000€ Netto aus). Dass man bei den Energieversorgern nicht gerade die schlechtesten Tarife hat ist ja kein Geheimnis.
 
und da wundern sich alle, dass die Firmen pleite gehen, aber die Lebenshaltungskosten so hoch sind....

Ohne jetzt irgendwie missgünstig sein zu wollen, die ganzen gewerkschaften haben sich die letzten 15 Jahre so ein krasses Luftschloss aufgebaut, was uns jetzt massivst auf die Füße fällt
auf so nen Kommentar hab ich jetzt gewartet ;)

Naja, ich könnte jetzt sooo nen Text dazu schreiben, aber die Diskussion ist immer das gleiche. Lassen wir große Unternehmen in den guten Zeiten einfach Milliarden an Gewinn machen, warum sollte der Arbeiter davon profitieren, er kann doch seine Lebenszeit weiterhin für n Appel und n Ei verkaufen, was sollte er sich erdreisten am Erfolg des Unternehmes (das ja nur Erfolg durch den Verkauf der Arbeitszeit der Menschen) teilzuhaben :)

Ja... das gilt nicht für jede Firma, nicht für jede Branche und auch nicht zu jeder Zeit. Aber die kleinen MItarbeiter steuern die Firmen, die irgendwann mal Millionen oder Milliarden Gewinn gemacht haben nicht in die anderen Richtung.
 
auf so nen Kommentar hab ich jetzt gewartet ;)

Naja, ich könnte jetzt sooo nen Text dazu schreiben, aber die Diskussion ist immer das gleiche. Lassen wir große Unternehmen in den guten Zeiten einfach Milliarden an Gewinn machen, warum sollte der Arbeiter davon profitieren, er kann doch seine Lebenszeit weiterhin für n Appel und n Ei verkaufen, was sollte er sich erdreisten am Erfolg des Unternehmes (das ja nur Erfolg durch den Verkauf der Arbeitszeit der Menschen) teilzuhaben :)

Ja... das gilt nicht für jede Firma, nicht für jede Branche und auch nicht zu jeder Zeit. Aber die kleinen MItarbeiter steuern die Firmen, die irgendwann mal Millionen oder Milliarden Gewinn gemacht haben nicht in die anderen Richtung.
aha und warum sagt IGM dann nicht "okay, jetzt haben unsere Mitglieder die letzten 15 Jahre Satt verdient, der Wirtschaft geht es nicht gut, wir verzichten jetzt alle auf 30%" - nein, stattdessen wird immer weiter gefordert.
Wie schon erwähnt, der nicht gewerkschafter wurde nicht nur abgehängt, sondern leidet am meisten unter dieser scheisse - siehe Mietpreise, bestes Beispiel
 
okay, jetzt haben unsere Mitglieder die letzten 15 Jahre Satt verdient, der Wirtschaft geht es nicht gut, wir verzichten jetzt alle auf 30%"
Weil jeder nur an der Upside beteiligt sein will, das geht Angestellten sowie Arbeitgebern genauso :d
 
aha und warum sagt IGM dann nicht "okay, jetzt haben unsere Mitglieder die letzten 15 Jahre Satt verdient, der Wirtschaft geht es nicht gut, wir verzichten jetzt alle auf 30%" - nein, stattdessen wird immer weiter gefordert.
Ich ( IGMetall Mitglied seit 16 Jahren) finde es auch schon ein paar Jahre lächerlich, das immer 5-10% mehr gefordert werden.

Sollen die sich lieber für mehr Home Office einsetzen, da hab ich mehr von :fresse:
 
Genau so.

Trotzdem ist der kleine Arbeiter nicht weniger raffgierig als der CEO. Er hat einfach nur weniger Gelegenheit dazu.

Dieses "die da oben" ist immer wieder von neuem totaler Unsinn.
 
Ich denke es ist absolut die falsche Richtung wenn sich die Werktätigen jetzt auch noch gegenseitig in die Pfanne hauen.

Da muss man echt mal klarkommen. Das Problem sind nicht die Leute die in der Gewerkschaft sind und die Vorzüge genießen sondern die Unternehmer die den Arbeitern in Betrieben die nicht organisiert sind, gleiche Vergütung/Urlaub/etc. verweigern.

Sich jetzt hinzustellen und zu sagen: Die IGMler sind Schuld das alles teurer wird schießt einfach gegen die Falschen. Punktuell mag das Auswirkungen haben, keine Frage, siehe Immobilienpreise in WOB und Umgebung, aber das kann man sicher nicht verallgemeinern.

Wie das Gehaltsgefüge in Firmen ohne Tarif aussehen würde, gäbe es nicht den Druck des Wettkampfs um Arbeitskräfte mit den großen tarifgebundenen Unternehmen will ich mir ehrlich gesagt nicht ausmalen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst so wie sich auch immer alles CEOs und co hinstellen und sofort auf ihr Gehalt Verzichten wenn es der Firma nicht gut geht?
anderes thema...natürlich sollten gerade die mit bestem Beispiel vorran gehen

Edit:
@drunkenmaster
Das ist das Thema...wenn ich mal google, was ein Projektleiter so verdienen sollte....junge, da bin ich meilenweit von entfernt. Wo ich aber lebe, sieht man ja da links.
 
Das ist das Thema...wenn ich mal google, was ein Projektleiter so verdienen sollte....junge, da bin ich meilenweit von entfernt. Wo ich aber lebe, sieht man ja da links.
Wenn du die Skills hast die so ein Projektleiter braucht um 80k+ zu verdienen dann einfach umbewerben da gibt es eigentlich immer offene Stellen.
 
aha und warum sagt IGM dann nicht "okay, jetzt haben unsere Mitglieder die letzten 15 Jahre Satt verdient, der Wirtschaft geht es nicht gut, wir verzichten jetzt alle auf 30%"
Selbst der IGM Lohn hat sich entkoppelt zu steigenden Produktivität entwickelt. Die Löhne steigen seit 1979 erheblich langsamer als die Produktivität, die Produktivität ist inzwischen mehr als doppelt so stark gestiegen wie im selben Zeitraum die Löhne. Mit anderen Worten, das Geld aus der Arbeit landet immer mehr bei den Firmen und deren Inhabern. Mit ein Grund, warum in nahezu allen westlichen Ländern die Schere zwischen Arm und Reich immer schneller und stärker auseinander geht. Mit anderen Worten, ein ziemliches Unding und bei der weiteren Entwicklung wird das zu schweren sozioökonomischen Effekten führen. Dabei ist es ziemlich unstrittig, das es aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht wichtig ist, dass Löhne (idealerweise) sich im gleichen Maße entwickeln wie die Produktivität.

Deine Forderung ist daher schon doppelt fragwürdig. Zum einen, du bist selber ja Angestellter, schneidest du dir ins eigene FLeisch. Und das, zum anderen, auch noch in einer Situation, wo du bereits seit Jahrzehnten derjenige bist, der benachteiligt wurde.

PS: ICh würde es begrüßen, wenn Gewerkschaften wieder mehr das Wohl aller Arbeiter im Sinne hätten, es weniger Zersplitterung gäbe, statt ausschließlich immer nur auf den stetig kleiner werden Teil der eigenen Mitglieder zu schauen. Aber das sie "für" die Mitarbeiter Verzicht in schlechten Zeiten erwirken, wo diese seit Jahrzehnten schlechter gestellt wurden, das wäre massiv abstrus und das Todesurteil einer jeden Gewerkschaft
 
Zuletzt bearbeitet:
Edit:
@drunkenmaster
Das ist das Thema...wenn ich mal google, was ein Projektleiter so verdienen sollte....junge, da bin ich meilenweit von entfernt. Wo ich aber lebe, sieht man ja da links.

Sorry aber das ist halt wieder mal ein Du-Problem, kein generelles. Bewirb dich doch bei den tarifgebundenen Unternehmen, was hindert dich daran?
 
Mir ist gerade kurz die Kinnlade runtergefallen.
Gibt es das wirklich? :d :d :d

Oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Sitzt man da noch selbst oder übernimmt komplett die KI?
@fryya Das ist mir noch nicht untergekommen, sind besagte Kollegen dann im "Home Office" und ganz beschäftigt? :ROFLMAO:
Soweit kommt es auf jeden Fall noch, dass ich ein Meeting mit nem Chatbot joine :fresse:
Meint er echt Agentic AI? Ich hatte das einfach als "Vertreter" aufgefasst. Gibt es bei uns in "unwichtigen" Meetings leider oft. Und wenn man da ne Entscheidung braucht, muss der Vertreter natürlich erstmal nachfragen. Hält unheimlich auf. In den wichtigen Meetings wo man sich schön vor dem Vorstand präsentieren kann, sind natürlich alle da und geben ihren Senf dazu.

Wenn er wirklich KI meinte dann :eek::-[:stupid:. Sowas gibt es bei uns nicht und wird es auch nicht geben (in naher Zukunft :fresse: )
Der Vertreter ist kein Mensch, wenn das unklar war. Was der entsprechende Mensch in der Zeit macht, weiß ich natürlich nicht. ;-)

Ich bin ja erst 3 Tage zurück und habe das auch noch nicht selbst erlebt. Bei uns (wir koordinieren größere Forschungsprojekt im Bereich KI im Auto/Autonomes Fahren etc zwischen 10 und 100 Partnern aus alles Bereichen) ist das wohl ein Thema, dass sich nicht länger ignorieren lässt. Wir wollen jetzt selbst erstmal eine Leitlinie entwickeln und mit einem Standpunkt in entsprechende Meetings mit den Partnern gehen. Bei manchen Häusern scheint sowas inzwischen Standard zu sein und andere gehen direkt aus dem Meeting.

Daher wollte ich mal hören, was die tech-affinen Luxxer dazu sagen.
 
Gestern bei lohntsichdas ein Kraftwerker mit 23 Jahren bei 5.500€. Wahnsinn.
5500 brutto inkl. Zulagen? Das wird oft nämlich nicht erwähnt. Brutto bin ich ohne Zulagen bei 3600 (wenn ich im Januar Anspruch auf den TV meiner Gewerkschaft habe, ist es einiges mehr durch die Umgruppierung in die Ausbildergruppe, welche es für uns Tf im aktuellen TV der zweiten Gewerkschaft nicht gibt). Aber selbst mit Zulagen, bin ich stand jetzt deutlich unter den 5,5k :fresse:
Aber man sollte ernsthaft mal darüber nachdenken, was bei einem selbst falsch läuft, wenn Arbeitnehmer, welche sich organisieren und damit mehr verdienen, als raffgierig zu bezeichnen. Gerade den Gewerkschaften haben wir vieles zu verdanken (Urlaubsanspruch, Arbeitszeitregelungen, Arbeitssicherheit, gute Gehälter usw.). Es müssten viel mehr AN in Gewerkschaften organisiert sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@fryya täuschen die Agenten nur Anwesenheit vor oder transkribieren die auch? Letzteres kann ja durchaus (mal) sinnvoll sein, wenn sich Meetings bei Personen überschneiden.
Wenn das so gehäuft passiert, gar Leute einfach wieder gehen, sollte sich dann nicht auch die Frage stellen, ob diese Meetings mit diesen Teilnehmern so überhaupt sinnvoll sind in Häufigkeit/Umfang/Länge? Denn scheint ja trotzdem zu funktionieren. Und wenn nicht sollte das für diejenigen, die es betrifft, Konsequenzen haben.
 
aha und warum sagt IGM dann nicht "okay, jetzt haben unsere Mitglieder die letzten 15 Jahre Satt verdient, der Wirtschaft geht es nicht gut, wir verzichten jetzt alle auf 30%"
Deshalb vermutlich:
IMG_7434.jpeg

🤷‍♂️
 
@fryya täuschen die Agenten nur Anwesenheit vor oder transkribieren die auch? Letzteres kann ja durchaus (mal) sinnvoll sein, wenn sich Meetings bei Personen überschneiden.
Vlt. lebe ich da in ner Bubble aber transkribieren kann doch inzwischen jedes Online Meeting Tool, da muss man doch keinen Agenten schicken. Wir nutzen Google Meet, da drückst du am Anfang vom Meeting nen Button und dann wird das Protokoll erstellt mit Summary, Next Steps usw.. Bekommt dann automatisch jeder aus der Einladung vom Call.
Wenn das die Definition ist die @fryya meint, ja dann schicke ich auch manchmal meinen Agenten hin :d. Wenn ich drei Meetings gleichzeitig habe weil die Kollegen es (trotz vorhandender Features die das sehr einfach machen) nicht schaffen zu schauen ob man verfügbar ist, muss ich mich halt für eins entscheiden.
 
Bubble kann ich nicht beurteilen, aber zumindest wohl im richtigen Bundesland.
Ich hab dieses transkribieren einmal zum Test versucht. Das Ergebnis war sehr erheiternd, aber halt 0 brauchbar :fresse:
 
Nö das ist doch genau der gleiche Punkt. Siehe Audi, buuuuhuuuuu uns gehts so schlecht, machen aber immer noch Milliardengewinn. Und so siehts ja bei quasi allen großen Firmen aus, alle am rumheulen aber machen weiterhin absurde Gewinne. Das ein Vorstand, CEO o.ä. da aber dann auf Geld verzichtet? Auf gar keinen Fall, das muss der AN machen.
 
Schichten ist echt übel. Sollen die ruhig mehr verdienen^^
Ja, sind sie.
Man kann sich ja mal anschauen, was die Auswirkungen von Schichtarbeit sind, insbesondere, wenn man das über Jahrzehnte macht.
Auch gibt es Schichtarbeit und Schichtarbeit. Der Rythmuswechsel ist zwar immer der "gleiche".
Aber jemand, der im Sicherheitsdienst Nachtschicht in der Telefonzentrale macht (also auch die 112/110, nur so zur Einordnung) hat ne andere Belastung als der Bandarbeiter, der auch noch, entgegen seines Schlafrhythmus, körperlich leistungsfähig sein muss.

Jeder, der hier nen 9-5 Job hat, sollte sich an der Stelle extrem klein machen und leise sein.
@DonChulio
Und Gewerkschaften nehmen auch mal Einschnitte hin.
Bei VW wurde ja auch irgendwie "negativ" verhandelt. Glaube "-" gabs nicht, aber schon Einschnitte, die eben nicht nur vorwärts immer sind.
Und das mit dem -30% ist halt auch Wunschdenken.
Es gibt auch bei der IGM nicht nur Großverdiener.
Nimmt man mal 2,7k Brutto, sind -30% eben 2k Brutto.
Und jetzt frage dich mal, wie du mit 2k Brutto klarkommst.
Mit in die Überlegung rein muss, dass es in Ballungsräumen der Firmen, also sowas wie Wolfsburg, Stuttgart, Leipzig und sowas, auch die Preise für Grund&Boden völlig im Arsch sind.
Wolfsburg liegt ja mitten im Niemandsland und dennoch sind das Preise, die man am Standrand von Berlin hat.
Und -30% sind auch nen Thema, was MAs in die Privatinsolvenz treibt.
Du hast ein Haus gebaut. Zwar nicht auf Kante genäht, aber schon so, dass eben die Absolutwert der Zinsen begrenzt wird.
Wenn jetzt plötzlich 30% im Gehalt fehlen, kannst du dir entweder deinen Kredit abschminken oder aber du sitzt im Haus und fütterst die nächsten 20 Jahre Nudeln mit Tomatensauce und Urlaub (kein Luxusurlaub) gibt es dann nur noch zum 18. Geburtstrag der Kinder.
Was das in der Truppe gibt, muss man hier wohl nicht beschreiben.

Und dann sind wir wieder bei der Situation, dass man sich selbst mit nem IGM-Gehalt (und damit sind nicht die niedrigsten Stufen gemeint) kaum noch nen Eigenheim leisten kann.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass das nicht immer sein muss, das ist aber ne andere Frage.
Fakt ist und das hat @Mustis schon festgestellt, dass die Produktivitätssteigerung sich nicht im Gehalt niederschlägt, egal bei wem.

@DonChulio
Du bist ja irgendwie Konstrukteur oder sowas?!
Nehmen wir mal an, du hast 1950 ein Zahnrad designt. Alles schön mit Stiften, Schablonen und Rechenschieber.
Für dieses Zahnrad hat die Firma 100EUR bekommen und du davon "nur" 50EUR. (Preise alle inflationsbereinigt)
Durch Taschenrechner wurdest du schneller. Sprich die Firma bekommt immer noch 100EUR, du aber nur noch 40EUR.
Du bekommst das gleiche Geld, weil du aber schneller bist, schaffst du mehr in selber Zeit, also sinkt dein "Stückpreis".
Jetzt kommt CAD. Und du bekommst nur noch 30EUR.
Als nächstes kommt KI mit dazu. Die macht das nicht komplett selber, sie nimmt dir aber, wie vorher eben auch, weitere Aufgaben ab. Du wirst also noch schneller.
Du bekommst dann nur noch 20EUR für das Zahnrad.
Die Firma aber verkauft das Zahnrad noch immer für 100EUR.
Während also früher die Arbeitskosten 50% waren, sind es jetzt nur noch 20%. Wo sind die 30% geblieben?
Klar, ein gewisser Teil ist in irgendwelchen Bürokratieöfen verbrannt worden.
Ein nicht unwesentlicher Teil aber verschwindet in den Taschen von anderen.

Sprich, du hast immer mehr Stress (das ist btw. die neue Volkskrankheit in Industrienationen), bekommst aber effektiv weniger Geld.
Es geht dir also effektiv schlechter, bekommst aber nicht mehr dafür.
Dennoch ist die Gesamtwirtschaftslage so, dass mehr Geld im System ist. Und mehr Geld im System heißt, dass die Preise höher sind. Und genau das ist der Grund dafür, dass du dir nichts mehr leisten kannst.
Es geht also nicht darum, dass der Nachbar mehr verdient, sondern, dass es in Relation, "was du erwirtschaftest" - Gehalt, nicht mehr passt.
Da gibt es dann auch so tolle Statistiken, wo man das wunderbar ablesen kann.
Sprich also, die Kosten steigen, nur kommt es bei den Menschen nicht an.
Das ist auch der Grund für die ganzen Löcher, die wir haben. Also Rentenlöcher, Krankenkassenlöcher, Haushaltslöcher usw. usf.
Denn das Geld, was die Leute nicht bekommen, geht also auch nicht in die Bereiche, wo das andere (weniger) Geld hingeht.
Sprich also, das Geld, was in den Kassen fehlt, ist da, aber nur an einer Stelle, die für die Löcher nicht relevant ist.
Weiterhin ist es so, dass ne Wirtschaft nicht von mehr Geld lebt, sondern von Geld, was im System rotiert.
Da aber immer weniger Geld im System frei rotiert (das ist der Konsum in einer Konsumgesellschaft), stagniert die Wirtschaft.
Sprich also, die ungerechte Beteiligung an der Produktivitätssteigerung würgt also über weniger frei rotierendes Geld die Wirtschaft ab.

Soweit so gut.
Die Gewerkschaften sind das einzige Mittel, damit diese Spreizung nicht so weit aufgeht. (und dennoch ist sie passiert)
Die Gewerkschaften sorgen also nicht direkt dafür, dass die Preise steigen, sie sorgen nur dafür, dass man als Beschäftigter noch halbwegs am Gewinn beteiligt wird.
Gewerkschaftler bekommen also effektiv weniger, nichtGewerkschaftler bekommen effektiv noch weniger.
Bevor man also gegen andere Beschäftigte (Gewerkschaftler) "wettert", sollte man gegen das Wettern, was das eigentliche Übel ist.
Am Ende ist deine Reaktion genau das, was das aktuelle System von dir verlangt.
Das gleiche ist es mit Wettern gegen die Mindestlöhner, gegen Migranten, gegen was auch immer.
Es geht darum, dass die Unterschicht (also die Arbeiter und damit sind wir alle hier gemeint, egal ob 30k oder 150k Jahresbrutto) sich gegenseitig "zerfleischt", statt sich auf das eigentliche Problem zu konzentrieren.
Das ist keine Verschwörungstheorie oder links/grünes Gequatsche, sondern das konkrete Vorgehen des Kapitals im Bereich der (sehr breiten) politischen Einflussnahme.
Der Bund der Steuerzahler ist nicht der Steuerzahler im Durchschnitt (also du und ich), sondern eine Firmenlobby. Und der geht es nicht darum, dass unser Geld hier schlecht eingesetzt ist, sondern dass deren Geld schlecht eingesetzt ist.
-> den kümmert es nen feuchten, dass bei dir im Dorf die Straße kaputt ist, und damit dein Auto stärker verschleißt, den interessiert, dass nicht sein LKW verschleißt
Und davon gibt es noch so einiges mehr. Die haben alle immer so "Robin Hood" Namen, effektiv ist es aber immer ein "Zusammenschluss der Kapitalgesellschaften XYZ".
Der Gegenpol dazu sind die Gewerkschaften, die eben "Zusammenschluss der Arbeiterschaft" sind.
Sprich also, die Gewerkschaften vertreten auch dich, als nichtGewerkschaftler, in einer Welt "Gut gegen Böse".
Dass in Gewerkschaften auch Egos sind, die sich gerne auch mal selber überhöhen, ist was anderes.

Kann man sich mal durchlesen.

Und das ist das gleiche, was der Projektleiter hier erfährt.
Die interne PR sagt, pass auf, wie lehnen uns mal an die Gewerkschaftstabellen an.
Das machen die nicht, weil sie so großzügig sind, sondern damit die MAs sich eben nicht in Gewerkschaften begeben.
Denn die Konsequenz wäre, dass noch teuer würde als nur einen "guten" Lohn zu zahlen.
Die MAs freut es, sie haben das Gefühl (oder auch in echt) nen guten Lohn zu bekommen, die Firma hat Ruhe vor der Gewerkschaft, die noch viel mehr Faxen durchdrücken würde, wenn sich die MAs gegen einen "verschwören".
Es geht also um soviel wie nötig, nicht um so viel wie möglich. Und so ist das seit über 100 Jahren. (davor war es freilich viel viel schlimmer)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tundor weiß ich auch. Teams hat das ebenfalls. Aber Leute sind komisch, von daher ists nicht so abwegig, dass sie andere Bots nutzen, die vll auch dnan noch mehr können. KA, mir erschließt sich das so oder so nicht, denn transkribieren kann jeder in nem Call (bei Teams zumindest). Wären also, wie bei dir überschneidende Termine der Grund, dass so zu lösen, wäre es halt sinnvoller, das EINER (Meetingleiter) das aufnimmt und dann jedem zur Verfügung stellt, als jeder einzeln für sich. Und Agenten um lediglich anwesenheit vorzutäuschen. also na ja... Kann auch ohne Kamera einfach rumpimmeln darin, wenn den Agenten keiner bemerkt/stört, dann das auh nicht. In der Regel gehe ich aber auch in keinerlei Meeting, wo ich nur so "dabei" wäre.
 
Bubble kann ich nicht beurteilen, aber zumindest wohl im richtigen Bundesland.
Ok hätte ich vlt. erwähnen sollen, alle Meetings sind immer komplett auf Englisch bei uns, da funktioniert das prima. Da bin ich dann wohl wirklich in der Bubble :d

Wären also, wie bei dir überschneidende Termine der Grund, dass so zu lösen, wäre es halt sinnvoller, das EINER (Meetingleiter) das aufnimmt
Meinst du das Meeting aufnehmen? Also ich würde mir sicher keine Meetings anschauen, da finde ich die Summary vom automatischen Protokoll besser.
 
In teams kannst als leiter genauso ne transkribierung starten wie ne gesamte aufnahme. Also mit aufnehmen war in dem fall das starten des transkripts gemeint.
 
Der Vertreter ist kein Mensch, wenn das unklar war. Was der entsprechende Mensch in der Zeit macht, weiß ich natürlich nicht. ;-)

Ich bin ja erst 3 Tage zurück und habe das auch noch nicht selbst erlebt. Bei uns (wir koordinieren größere Forschungsprojekt im Bereich KI im Auto/Autonomes Fahren etc zwischen 10 und 100 Partnern aus alles Bereichen) ist das wohl ein Thema, dass sich nicht länger ignorieren lässt. Wir wollen jetzt selbst erstmal eine Leitlinie entwickeln und mit einem Standpunkt in entsprechende Meetings mit den Partnern gehen. Bei manchen Häusern scheint sowas inzwischen Standard zu sein und andere gehen direkt aus dem Meeting.

Daher wollte ich mal hören, was die tech-affinen Luxxer dazu sagen.
Wir sind kein Tech Konzern. Bin mal zu unserem KI ITler gegangen und hab ihm das erzählt, so kennt er das auch nicht meint er. Also wie gesagt, für mich unvorstellbar, und ich bin sehr KI affin.

Wenn es natürlich nur darum geht die KI das Protokoll schreiben zu lassen (gibt ja genug Meetings wo man eigentlich gar nicht hin müsste) dann ok. Aber dafür muss man ja nichts "schicken", das macht der Organisator des Meetings.
 
Aber dafür muss man ja nichts "schicken",
Kommt halt drauf an was da alles freigeschaltet ist. Wenn man viel mit externen Arbeitet ist das evtl. deaktiviert? Ich erinnere mich noch als das Feature ausgerollt wurde bei Google, da war es bei uns auch erstmal deaktiviert dann musst man erstmal irgendwelche Vereinbarungen mit dem Betriebsrat treffen usw ... Video Aufnahmen kann man gar nicht ad hoc machen von Meet, da muss ich quasi über bestimmten Link ein Meeting erstellen und direkt angeben, dass das Aufgenommen wird, steht dann fett schon im Invite drin.
Und in besagter Zeit, als das Meeting Protokoll nicht einfach so aktiviert werden konnte, haben bei uns auch manche Kollegen einfach irgendwelche Bots die sie gefunden haben in das Meeting eingeladen zum Protokollieren. Das gab dann natürlich auch direkt Ärger, weli die natürlich nicht auf compliance geprüft waren. Also auch wenn es technisch einfach möglich ist, gibt es viele Gründe warum irgend jemand vlt. komische Bot Lösungen nutzt um was zu protokollieren.
 
Macht Teams anders. Will da einer aufnehmen, wirste drauf hingewiesen und wenn du nicht zustimmst, wird deine Kamera und dein Mikro (glaube auch) deaktiviert. ^^

Und die meisten machen eh was so wollen und denken nicht an Compliance, vor allem im kleinen. Sonst müsste man beispielsweise im Bereich Datenschutz eher nicht jetzt überall erklären, dass man nicht alles in die KI ballern kann, wenn da personenbezogene Daten drauf stehen.... HAt sich ja nichts geändert außer das die KI ein weiteres Daten verarbeitendes Programm ist...
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh