[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Vorgestern Viermonats-Marke gemeistert und am Folgetag erster längerer, Onsite Kontakt mit Kunden und Partner.
Nach vier Monaten (SAP -> Google) hab ich ein Wechselbad der Gefühl über das komplette Spektrum meiner Gefühlswelt durch. Mittlerweile überwiegt aber meine Freude und der Sicherheit bei einem für mich, extrem passendem AG gelandet zu sein. Maßgeblich an der Wahrnehmung ist Kollegschaft: ich habe noch nie eine so dichte Konzentration, an extrem motivierten, smarten, engagierten Menschen getroffen. In meiner Vergangenheit hatte ich zeitweise das Gefühl, dass 15% HighPos den ganzen Laden tragen (bei Ex-AGs, aber auch Kunden und Partnern) und ein signifikanter Teil aus diversen Gründen das geforderte Minimum oder darunter liefert. Jetzt bin ich umgeben von Leuten, die für das, was sie tun authentisch brennen. Die einfach richtig Bock auf Ihren Job und die fachlichen Themen haben. Da fühlt sich bislang fast jede Extrameile wie eine gemeinsame Joggingrunde und eine neue Bestzeit an. Noch 2 Monate und ich bin auch durch die Probezeit
 
Damit wirst du in der Rangliste hier wohl ziemlich weit oben stehen oder sogar an der Spitze.

Gratulation. Da steckt auch ne Menge Leistung hinter. Meinen Respekt!
 
Was bedeutet denn L6?
 
Was bedeutet denn L6?
Scheint ne Amazon Gehaltseinstufung/Rolle zu sein.
Wobei da laut Reddit auch viel höhere Summen im technischen Bereich möglich zu sein scheinen.
 
Ja, man muss bei den US-Firmen immer vorsichtig sein, wenn man Gehälter in US mit DE vergleicht.
Wenn ich wieder zu nem Elektronikriesen wechseln würde und dann noch zu nem amerikanischen in den USA, dann wären Stellen wie meine auch bei 400-500k. Aber meine Lebenskosten wären auch x3-4. Meine Konsumerrechte wären x0,1, soziale Absicherung wäre x0,1, ziviel-bürgerliche Rahmendeingungen schätze ich ähnlich schlecht ein. Also ich sehe da immer alle Apsekte für mich und dann bin ich hier ganz zufrieden.
 
Um Lebenshaltungskosten in den USA gehts hier ja gerade gar nicht. Das ist doch ein deutsches Gehalt wenn ich das richtig sehe. Und da sind wir bei L6 schon echt richtig gut dabei. Muss mir immer kurz die Augen reiben wenn ich solche Zahlen sehe, das ist schon komplett Irre.
 
wenn man Gehälter in US mit DE vergleicht.
Die Levels.fyi angaben sind zwar in $ umgerechnet aber wenn man da den richtigen Standard auswählt (also z.B. DE) dann ist das schon ungefähr das, was du da in DE für bekommst. Zumindest für meine Firma passt es, da kenne ich ja die Gehälter.
 
So ein Gehalt kommt nicht aus dem nichts und ist garantiert nicht mit „unter dem Radar fliegen“ zu erreichen. Da muss man schon fachlich und Performance-mäßig abliefern. Glückwunsch!
Pass nur auf dass du dich nicht verheizt und zieh die Reißleine bevor der Moment kommt, dass du die Kohle nicht mehr „genießen“ kannst.
 
Erst einmal danke für die Anerkennung :)

Also die Hyperscaler zahlen wohl allesamt ähnlich und es ist definitiv ein völlig anderes Niveau als ich von deutschen Firmen oder dem Umfeld meiner Bekannten kenne.
D.h. Fix+Variable sind ein paar Etagen versetzt, den Rest machen Stocks.
Während ich bei all meinen AGs im Vorfeld immer wieder Diskussionen über die Vergütung in der Belegschaft an der Tagesordnung waren, ist das bei Google kein Thema.
Ich habe das Gefühl, die Leute fühlen sich sehr gut bezahlt und es sind keine monetären Faktoren, die weiter motivieren.

Wie erwähnt, wird im Gegenzug dafür viel verlangt - grob gesagt kann man sagen, dass Google im Hiring nach Menschen sucht, die einen (oft fehlenden Skill) mitbringen, die aber vor allem kognitiv/aus Sicht der Motivation in der Lage sind, von heut auf morgen etwas völlig anderes zu machen. Das funktioniert nur, wenn man sich permanent selbst enabled und fortbildet.
Die Firma bietet dafür zwar alles (es gibt unzählige Communities; Playground) aber wenn man nicht den eigenen Antrieb mitbringt, nach Feierabend aus Interesse und Neugier bspw. einen Kubernetes Cluster aufzusetzen. oder etwas mit BigQuery rumzuspielen, wird man langfristig wahrscheinlich nicht mehr hinterherkommen.
Unterstützt wird das ganze von einer, für mich sehr neuen und exotischen Kultur: gefühlt arbeitet man mit 100 StartUps innerhalb Organisationen zusammen, die immer eine Aufbruchsmentalität mitbringen - auf der Kehrseite ist dafür Skalierung eine Challenge.
Man muss neben der Leistung auch das eigene Marketing im Kopf haben - einfach nur gut arbeiten, wäre in Schulnoten eine 3. Will man herausstechen, muss man die eigenen Ergebnisse intern auch verkaufen, eine eigene Brand um sich schaffen...das fordert natürlich.

Zur Einordnung in meinem Fall: Ich habe Wirtschaftsinformatik dual studiert und war seitdem immer im SAP Beratungsgeschäft, später im Management des Service/Supportbereichs bei SAP (das ist allerdings auch mehr Consulting als Support). Ich denke, man nahm mich, weil ich 18 Jahre SAP Projekt/Kundenerfahrung mitbrachte, vom Hersteller kam, recht jung bin (36) in den 8 Interviews am Ende das Bild hinterlassen habe, anpassungsfähig zu sein: bpsw. wurden in einem technischen Interview bei mir Defizite festgestellt, weil ich im Vorfeld nie mit GCP gearbeitet habe. Deswegen gab es die Auflage möglichst schnell eine entsprechende Zertifizierung abzulegen (ich hatte mal darüber berichtet; war für mich weit schwerer als Abi/Studium) um zu belegen, dass die Lücke einfach gestopft wurde.
 
Finde auch, dass sich das ziemlich cool anhört aber gleichzeitig wüsste ich nicht wie ich das mit meinem Leben vereinbaren soll. Es gibt so viele Dinge ich gerne lernen würde aber nach Feierabend und Kinderbetreuung ist mein Hirn echt durch. Vlt. schätze ich das auch falsch ein aber @Vantim du hast ja glaube ich keine Kinder, wie ist das im Umfeld bei deinen Kollegen? Ist das Level noch leistbar wenn man sich auch noch um Kinder kümmern muss (also ich meine jetzt wirklich kümmern, nicht dass man Kinder hat und der Partner macht alles zuhause).
 
Klingt jetzt aber auch nicht nach was, was man als Familienvater mit arbeitender Frau schafft. Interessiere mich für viel, würde gern einiges probieren aber nach 13-15h Job und caretime ist schlicht kein zeitfenster unter der woche und am we will der haushalt gemacht sein und die zwerge betreut. Oder kriegt man dann so viel geld, dass man das alles extern vergeben kann? :fresse:

Edit: ah ja, 2 dumme, ein gedanke @Tundor. ^^
 
Naja, entweder haste dann die Hausfrau zuhause, die sich um Kinder, Haushalt und dich kümmert. Oder deine Frau/Partnerin arbeitet ebenfalls und es gibt die Nanny und Haushaltshilfe.
Respekt für diejenigen, die so ein tief ins Private einschneidendes Berufsleben durchziehen können ohne Burnout.
 
Oder kriegt man dann so viel geld, dass man das alles extern vergeben kann? :fresse:
Sicherlich gut machbar bei den Google-Gehältern. Befreundetes Arztpärchen hat z.B. ne Aupair, eine Haushaltshilfe für Kochen/Putzen als Halbtagsjob und nen Teilzeitgärtner. Beide mit eigener Praxis und angestellten Ärzten - also mehr als Fulltime-Jos. Wäre alles so gar nicht meins ...
 
Meins auch nicht. Wozu soviel geld, wenn ichs dann dafür ausgebe UND wenig Zeit für meine Kinder hab, die sich dann früher oder später auch ein stück weit entfremden. Daher auch der Smiley.

Sind halt diese alltäglichen Widersprüche überall, die in Teilen sogar noch gefördert werden, weil irgendeiner es immer mitmacht. Siehe auch wie einsteiger bei (investment)banken oder Prüfungs-/Beratungsunternehmen.

PS: warum findet eigentlich der selbsternannte Lowperformer des Forums das alles immer so witzig? Und weshalb sieht man eigentlich Reaktionen von ignorierten Usern? Maximale Inkonsequenz…
 
Sicherlich gut machbar bei den Google-Gehältern. Befreundetes Arztpärchen hat z.B. ne Aupair, eine Haushaltshilfe für Kochen/Putzen als Halbtagsjob und nen Teilzeitgärtner. Beide mit eigener Praxis und angestellten Ärzten - also mehr als Fulltime-Jos. Wäre alles so gar nicht meins ...
man kann nur selbst wissen was man will. Karriere (und im besten Fall Geld), oder eben mehr Fokus auf Familie (nein, die Familienarbeit abzugeben zählt da nicht imo)

Das ist eben eine Entscheidung die man irgendwann treffen muss. Ich habe mir vor vielen Jahren gesagt: jeden Tag Frühstück und Abendbrot mit den Kindern und der Familie. Wochenenden ohne Arbeit. Keine Überstunden. Macht was euch glücklich macht und passt in jedem Fall auf euch auf. Beide Seiten der Medaille haben extreme Schattenseiten :)
 
Ich bezeichne mich selber immer als freizeitorientierten Mitarbeiter, wäre also auch nichts für mich :d
 
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