[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Im Minus lebt es sich sorgenfreier :)
Dann gibt’s zu gewissen Zeitpunkten (muss die BV nochmal lese wann genau) Gehaltsabzug, ne lass mal :shot: Die ganze Regelung ist bei uns schon sehr eindeutig mit maximalen Fokus auf den AG und auch maximal Unbequem für den AN eingeführt worden. So wie ich den Konzern mittlerweile kenne das auch mit genau der Absicht dahinter. Gibt’s jetzt auch erst seit 1.1, bisher wurde das aufgeschoben und nur auf behördliche Anweisung an einem Standort via Excel realisiert.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
@underclocker2k4

Bei uns muss man sich keine Sorgen machen, dass die Bude zu macht.
Wir gehen seit Jahren steil, früher war aber der Fokus mehr auf dem Mensch, jetzt nur noch auf der Produktion.

Kleines Beispiel:
Wir haben letzten ja sagen wir mal 85k Geräte produziert mit X Personal, und einen Rekordgewinn erzielt.
Kosten für alles werden teurer, das ist ja bekannt.

Für dieses Jahr sind über 90k Geräte angesetzt, um den Rekordgewinn zu toppen, was aber mehr oder weniger nur geht, wenn keine neuen Kosten dazu kommen.
Also will man mit dem gleich Personal X, was 2025 den Rekord mit hängender Zunge erwirtschaftet hat, diesen in 2026 toppen, und verkauft das auf den Versammlungen auch noch als was tolles.
Dass das Personal aber 2025 schon an der Grenze war, übersieht man, oder will es übersehen.
Tja, und solange die Leute eben Stunden schieben wie blöd, wird sich das nie ändern.

Ich mache im Januar und Februar ca. 80 Stunden, eher sportlich, und ab März dann noch so gemütliche 20 Stunden pro Monat, bis dann im Juli/August Ende ist.
Dann kommt der Sommerurlaub, dann noch ein "paar Wochen" arbeiten, und dann schön alle Stunden und Resturlaub verballern.

Für mich ist das perfekt, ich wollte mir Stunden noch nie auszahlen lassen, sondern immer nur abfeiern.
Ich bin mit meinem Lohn aber auch zufrieden, das kann aber eben leider nicht jeder in der Firma behaupten.
 
Ja wenn ich über +16 std bin wird gekappt (wenn ich nicht zum Vorgesetzten Dackel und dem sage ich musste noch was fertig machen --> unterschreibe damit die in den nächsten Monat mitgenommen werden).
Oder bei mehr als -16 wird vom Gehalt abgezogen.
Beide Aggregatszustände sind die letzten ~15 Jahre nicht vorgekommen...
 
Nachtschicht ist dafür Top, 5 Tage a 10 Stunden, eine Zusatznachtschicht a 10 Stunden, und da in der Nacht die Pausen gezahlt werden, kommen da noch mal 5 x 0,5 Stunden dazu.
Sind 22.5 Stunden in einer Woche.
aus der Gewerkschaftsbubble: 1W Rufbereitschaft ohne Anruf sind 30+h
Im Minus lebt es sich sorgenfreier :)
aus der Sicht nachvollziehbar, bei manchen Leuten im Minus in meinem Umfeld (IT mit Legacypart) hab' ich aber manchmal den Eindruck, dass die irgendwie keine Arbeit finden, wenn man ihnen keine Arbeit gibt. Das finde ich dann sehr bizarr...

Ü-Stunden alles schön und gut, auch ich habe genug davon. Nur muss man eben schauen, wie man persönlich damit umgeht.
ich schiebe 30-40h vor mir her. Dazu dann noch aus der RB (Wahl zwischen Auszahlung oder Stunden) nochmal so viel. Wenn die Firma den Bach runter gehen sollte und niemand mich weiter bezahlen will, sind das 3-4 Wochen mit Urlaub, da bleibe ich dann halt beim ersten Gerücht daheim ;). I.d.R. verwende ich das aber auch, um einfach mal freizunehmen, wenn ich Lust habe (dann kann man den Urlaub gut am Stück verplanen).

Wir gehen seit Jahren steil, früher war aber der Fokus mehr auf dem Mensch, jetzt nur noch auf der Produktion.
Eure Eigentümer gehen noch steiler.
 
Ich mach da auch mal mit:
Ich schiebe seit Jahren mind 160std vor mich her.
Schaffe es nicht die abzufeiern.
 
Einfach mal lange Urlaub nehmen und chillen. Wo Problem?
Einzig wo Stunden gebunkert werden ist für Sabbatical Auszeit oder Altersteilzeit/frühere Rente.

Hab aktuell auch um die 400std und werde dieses Jahr mehr Urlaubstage über die Std nehmen, da bis zur Rente sowieso net in Firma bleibe.
 
Ich möchte auch. Ich habe seit 7. Januar 3h+

Hoffe die Firma macht noch eine Weile :-)

Mal im ernst, das Problem von Louisiana ist doch ein Haus gemachtes... Ob von der AG Seite oder AN Seite? Sucht es euch aus. Es gehören immer 2 dazu
 
So, bei mir gibt's quasi auch ein Update. Nach langem hin und her werde ich wohl ab Oktober ein Bachelor-Studium anfangen. Das Ganze neben der Arbeit. Angedacht sind 3,5 Jahre und ggf. Teilfreistellung.
Wird sicher hart, aber ich wäre doof diese Chance nicht zu nutzen (hätte ich damals die Chance genutzt, wäre ich bereits fertig 😑). Zumal bei uns durchaus paar interessante Stellen frei werden, die ich ohne Studium nicht bekommen kann.
 
Auch 🤣

Das andere Studium waren eher 4,5+ Jahre und auch eher mehr Themengebiete die mich nicht interessieren. Und zum damaligen Zeitpunkt gab's auch keine Stellen in Aussicht. Aber es ist halt wie immer: wie man es macht, man macht's verkehrt 😉
 
Müsste man dort dann nicht genau schauen, ob die ÜS angeordnet sind und sonst einfach keine machen?
Angeordnete Überstunden laufen wieder in ein extra Konto und werden auch anders abgerechnet. Ich schau jetzt seitdem auch das ich möglichst keine aufbaue, ist aber für uns jetzt zum massiven Nachteil geworden damit. Mal schnell was organisieren/besorgen gehen war letztes Jahr mit kurzer Info ans Team überhaupt kein Thema, jetzt quasi nur wenn du noch die Stunden dafür am Konto hast.
 
Ich habe nun ein Angebot bekommen, kann aber keine klare Entscheidung treffen. Bei uns im Unternehmen gab es die letzten Monate viel Chaos, Weggänge (u.a mit neuem Team- und Bereichsleiter) und generell viel Unzufriedenheit und schwer nachvollziehbare Entscheidungen. Entsprechend zeitweise hohe Arbeitslast und viel Verantwortung. Momentan legt es sich, aber das wird definitiv nicht dauerhaft so bleiben.

Der neue Job wäre inhaltlich interessant und auf jeden Fall eine Weiterentwicklung. Auf dem Papier klingen die Bedingungen erstmal besser, aber wenn man alles zusammennimmt ist der Unterschied nicht mehr so groß. Ich bin mir unsicher, ob das Risiko eines Wechsels das wert ist.

Aktuell: 36 Wochenstunden, sehr viel Flexibilität (kann im Prinzip arbeiten wie ich möchte), 80-90% HO, 40k Brutto + Bahnticket, jedoch kommen dazu noch ca. 8-10k (teilw. steuerfrei) für Bereitschaften in denen eigentlich nie etwas passiert, samt Freizeitausgleich (~100 Stunden im Jahr). Dafür zeitweise stressig und derzeit wenig Perspektive (könnte aber durch die neuen Führungskräfte auch wieder besser werden).
Neues Angebot: 40 Wochenstunden, mäßige Flexibilität (müsste wohl regelmäßig auch mal bis 16/17 Uhr arbeiten), 60% HO (entspricht ca. 4 Stunden Pendelzeit pro Woche), Gehalt knapp unter 60k, aber keine sonstigen Extras. Zwar 1 Tag mehr Urlaub aber weniger freie Tage durch den fehlenden Ausgleich. Natürlich mehr Perspektive und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Ich konnte anhand der Gespräche nicht gut einschätzen, wie gut die Infrastruktur läuft, da ständig Firmen aufgekauft werden. Mein ehemaliger Kollege der mich da gerne reinholen will fühlt sich sehr wohl, wir sind aber auch ein bisschen unterschiedlich was unsere Organisation und Co. angeht.

Ich habe sehr bald noch mein Jahresgespräch beim alten AG. Eigentlich wünsche ich mir nur etwas mehr Perspektive (und habe da auch Vorstellungen, die teils letztes Jahr geplant waren, aber durch die Weggänge und andere Prioritäten liegen blieben) sowie eine realistische finanzielle Honorierung für die gestiegene Verantwortung und die enorme Arbeitslast im letzten Jahr - das würde mir reichen. Gleichzeitig ist im Unternehmen im letzten Jahr so viel passiert, das ich mich frage, ob ich überhaupt wissen will, was da 2026 so kommen wird :/

Meine aktuelle Tendenz ist, zu bleiben, wenn ich alles umrechne auf einen effektiven Stundenlohn, ist der Unterschied nur noch marginal. Dazu kommt noch, das mir die Freizeit eigentlich mehr wert ist und ich auch nicht auf das Geld angewiesen bin. Meine monatlichen Lebenskosten liegen bei ca. 1200-1250€ und mein gemitteltes Nettoeinkommen lag 2025 bei 2620€ - dazu kommen noch 300€ Mietbeteiligung meiner Partnerin. Es bleiben also im Monat min. 1500-1600€ zum sparen und konsumieren.

Ich glaube, das niederzuschreiben, hat mir schon sehr geholfen bei der Entscheidungsfindung, aber vielleicht hat ja doch noch jemand eine Anregung oder gute Argumente :d
 
Klingt wirklich nicht nach dem großen Wurf. Deine Entscheidung klingt plausibel nicht wechsel zu wollen. Du weißt in der neuen Firma auch nicht was wirklich auf dich zukommt. Meistens locken die ja mit grünen Wiesen aber nach deiner Schilderung wird es eher anstrengender.

Ich würde beim jetzigen AG die Karten auf den Tisch legen und im anstehenden Gespräch das dir vorliegende Angebot ansprechen, aber du doch lieber nicht die FIrma wechseln würdest. Möglicherweise bewegt es den AG dazu das Portemonnaie etwas weiter zu öffnen.
 
Ich würde beim jetzigen AG die Karten auf den Tisch legen und im anstehenden Gespräch das dir vorliegende Angebot ansprechen, aber du doch lieber nicht die FIrma wechseln würdest. Möglicherweise bewegt es den AG dazu das Portemonaie etwas weiter zu öffnen.

Das ist auch grob meine derzeitige Idee. Ich hatte im letzten Jahr eine vom AG bezahlte Schulung, da ich an einem Projekt mitarbeiten sollte (das hat auch eine gewisse Relevanz für das Unternehmen, da es um eine EOL-Software geht, die abgelöst werden muss). Das hat sich dann durch das Chaos im letzten Jahr ziemlich erledigt. Wenn man mir ermöglicht, mich dieses Jahr auf dieses Projekt zu konzentrieren, was realistisch für den AG viele Vorteile haben sollte, würde mich das als Perspektive erstmal zufrieden stellen.
Mein aktueller Plan ist, erstmal mit meinen Wünschen in das Jahresgespräch zu gehen und das Angebot nur anzusprechen, wenn man sich gar nicht einigt. Falls das eintrifft, sollte ich denke ich auf jeden Fall dann auch bereit sein, die Konsequenzen zu ziehen.
 
Wie hoch ist das Risiko, dass der Arbeitgeber verschnupft reagiert wenn man ein Angebot vom Mitbewerber auf dem Tisch liegen hat um damit um Gehalt zu pokern? Wer grundsätzlich wechselwillig ist, ist gedanklich immer auf dem Sprung. Mir würde es als Vorgesetzter schwer fallen, dieser Person ab dem Zeitpunkt vollen Einsatz zuzusprechen. Wenn es dann um den Aufbau von Mitarbeitern für zukünftige Sprünge oder Führungsposten geht, stünden Wechselwillige dann eher unten auf der Liste.
 
Du wolltest doch auch schon wechseln -hast du deswegen weniger Einsatz jetzt? Ich vermute für dich selbst gilt diese Regel nicht, wieso denn für jemanden aus deinem Team?
So ein Denken ist für mich eine Disqualifikation für eine Führungskraft. Bisschen weniger ego und mehr Professionalität sollte man da schon an den Tag legen können. Die Denke mag menschlich sein, aber wie gesagt fehl am Platz bei einer Führungskraft.
 
Das Umschauen ist das eine, für mich ist das aber ein himmelweiter Unterschied einfach nur für sich zu schauen und selbst zu entscheiden was man möchte (eine Abwägung die im Grunde jeder bereits an dem Zeitpunkt vornimmt, sobald er auch nur nach Stellenanzeigen schaut), oder ob man ein Angebot offen kommuniziert und als Druckmittel beim AG einsetzt um mehr Geld zu bekommen.

Ich unterstelle jedem, dass er immer wieder mal nach Stellen schaut. Ich bin im ÖD - bei dem Thema bin ich unpersönlich. Wer gehen möchte, weil er woanders bessere Entwicklungschancen hat die ich ihm nicht bieten kann, den unterstütze ich. Wer mehr Geld haben möchte kann das beantragen, und ich unterstütze denjenigen bei der Aktualisierung seiner Tätigkeiten. Ob mehr Geld kommt, da habe ich aber auch als Führungskraft keinerlei Mitspracherecht. Das Entscheiden Personalstelle und Haushaltskommission. Mit einem Angebot mehr Geld raushandeln ist im ÖD auch faktisch unmöglich.
 
@Pommbaer80s
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich das auf meinen Post bezieht, da ich ja schrieb, das ich das Angebot nur ansprechen würde, wenn das Gespräch in gar keiner Hinsicht attraktiv verläuft und ich sowieso nichts zu verlieren habe (und da geht es ja auch primär um die Perspektive und Weiterentwicklung).
Wechselwillig ist bei uns mehr oder weniger das gesamte Team und die meisten kommunizieren das auch offen. Diejenigen die das nicht sind, glänzen seit Monaten damit, praktisch nichts mehr zu tun. Das ist der Teamleitung auch bekannt und wohl auch das Hauptthema, um welches diese sich in ihren ersten Monaten kümmert. Ich weiss auch aus den zahlreichen Gesprächen, das ihr bewusst ist, das 2 meiner Kollegen und ich einen Großteil der Arbeit leisten. Das Problem ist nur leider, das die Teamleitung nicht wirklich die Mittel an die Hand bekommt um das zu honorieren, denn sie würde das gerne tun (so wie ihr Vorgänger auch, das war einer der Gründe warum er irgendwann resigniert hat...)
 
Ist immer Kontextabhängig. So wie du es beschreibst ist es leider auch im öffentlichen Dienst häufig das Problem. Leistung und Bereitschaft werden nicht honoriert und die Führungsetagen haben eigentlich keinerlei Mittel oder Handhabe, um Leistungsträger zu belohnen und zu halten - genauso wenig die Möglichkeit Lowperformer rauszuwerfen.
Manchmal frage ich mich selbst, was die guten Performer (alles keine Verwaltungsleute sondern Projektingenieure, Naturwissenschaftler usw.) im ÖD hält. Vermutlich die Sicherheit, die geregelten Arbeitszeiten und vermutlich auch das kollegiale Umfeld.
Sicher ist: Nur wegen des Geldes arbeitet in den Abteilungen niemand. Selbst ich nicht.
 

:popcorn:
Würde bestimmt klappen, löst alle unsere Probleme. Unser Hauptproblem sind eh die faulen Arbeiter die hier den Laden noch am Laufen halten, die können ruhig mal mehr tun! So eine Wertschätzung hört man auf jeden Fall gerne, da strenge ich mich gleich nochmal extra an.
 
Wenn ich mich im Freundeskreis so umsehe, verdienen diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, meist soviel, dass sie es ich eben leisten können weniger zu arbeiten.
Das wäre ja dann der angesprochene Grund: Lifestyle.

Btw:
Wer erzählt immer vom Märchen, dass sich Leistung lohnen muss ?
Wenn 20% mehr Arbeit aber nicht 20% mehr Nettolohn bedeutet, dann lohnt sich m.E.n Leistung ja nicht.
 
Wenn ich mich im Freundeskreis so umsehe, verdienen diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, meist soviel, dass sie es ich eben leisten können weniger zu arbeiten.
Die sind faul, sollen gefälligst mehr buckeln und einzahlen! Bei mir im Umkreis sind die meisten in Teilzeit wegen der Kinderbetreuung, die meisten würden auch Vollzeit arbeiten wenn sie es schaffen würden. 2x Vollzeit ist halt schon hart, vorallem wenn nicht beide nen halbwegs flexiblen Job haben, ohne wäre das bei uns auch nicht möglich.
 
Gelten meine 35h eigentlich auch schon als Teilzeit?
 
Aus ner 40h perspektive mit Sicherheit (und aus der von Merz sowieso). Geil finde ich auch, dass man die Minijobregel doch auch diskutiert, weil man da ja keine Steuern zahlt. Man soll lieber im Hauptjob mehr arbeiten für weniger :d
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh