[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Für 1,5mio hast du vor 15 Jahren noch nen (ganzes) Townhouse am Spittelmarkt bekommen, heute reicht das nur für ne Wohnung am "Stadtrand."
 
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Jup die Schweizer Garten Townhäuser am Friedrichshain gingen damals so 2008 wohl auch für unter 400k weg. Heute stehen die für 2 Mio drin und man hätte gerne 7.000€ Miete / Monat :ROFLMAO:
Weiß ich weil da mein VP hingezogen ist der dort nen Super Deal hat und nur 3.800€ kalt bezahlt :fresse: Bei dem bin ich mir aber sicher, dass er sich das problemlos leisten kann.
 
ist das immer noch alles am thema?
 
Als zumindest dass ich mir das alles wegen meinem Gehalt vom Arbeitsplatz nicht leisten kann :shot:
 

Dieses Projekt wurde in meiner Nachbarschaft gerade gebaut, die Wohnungen mit ähnlichen Daten wie oben genannt fingen dort bei 1,4mio an. Was das Penthouse dort kostet weiß wahrscheinlich nur Gott und der Oligarch der sich das wahrscheinlich als Investment gekauft hat :fresse:

Zitat aus einem Googletreffer: Die Preise beginnen bei 11.425 Euro pro Quadratmeter.
Kommt ja hin, so ab 120m² Wohnungsgröße biste bei den 1,4 Mios.
 
Wo habe ich das? Es wurde gesagt, Tilgung sei teurer. Ich habe aufgezeigt, dass das keinesfalls so sein muss.
du hattest halt noch Glück, vor 4 Jahren waren die Zinsen halt "Spotgünstig" - finanzier das gleiche mal heute, da schnackelst du mit den Ohren.

Nur mal zum Vergleich:

Ich habe Anfang 2024 mein Elternhaus "gekauft" - hab dafür nen Kredit von ~170k€ aufgenommen. Den musste ich zu 3,x% Verzinsen. Der läuft aktuell mit 800€/Monat für 25 Jahre. (das sind um die 100.000€ Zinsen über die Laufzeit).

Hätte ich den selben Kreditvertrag 11 Monate vorher abgeschlossen (bei um die 1% Zinsen) hätte ich den selben Betrag in 15 Jahren abbezahlt (10 Jahre weniger!). Das wären grad mal um die 10-12k€ Zinsen gewesen.

Und das bei der "lächerlichen" Finanzierungssumme - jetzt rechne das mal hoch auf 500-800k€
 
finanzier das gleiche mal heute, da schnackelst du mit den Ohren.
"Heute" sind aber auch die Mieten wieder deutlich gestiegen. Zu viele Menschen vergleichen bei sowas ihre teils Jahrzehnte alte Bestandsmiete und dann nicht Neubau, sondern auch wieder Bestand. Klar ist das dann günstig. Vergleichen zum Neubau muss man aber Erstbezug im Neubau mit heutiger Miete. Und das wird weh tun.

In dem Haus wo in meiner Familie zuletzt Wohnungen gekauft wurden, wurde auch vermietet. Keiner der Mieter zahlt Kaltmiete, was bei unserer Wohnung die Tilgung ist, sondern mehr. Ohne Hausgeld, ja. Das ist in einem modernen Haus aber auch nicht mehr soviel. Soviel Glück ist das meines Erachtens nicht. Es wird nur (oft genug) falsch verglichen und das sich zum jeweiligen Standpunkt schön gerechnet. In der Praxis nimmt es sich oft nicht soviel. Was auch logisch ist: derjenige der baut, will bei der Miete nachher nicht drauf legen, eher noch Gewinn mitnehmen. Das zahlt der Mieter und in nicht wenigen STellen in DE ist der Wohnungsdruck hoch genug, dass das funktioniert.
Vor allem: Deine Miete steigt in den folgenden 10/20 Jahren sehr wahrscheinlich. Deine Tilgung bleibt gleich. Das ganze Thema verschiebt sich somit auch. Hinzu kommt, dass der Wert der Immobilie, in der richtigen Region, eher steigt als fällt. Das kommt noch on top. Auf die Fresse fallen kann man auf allen Möglichkeiten.

Ich seh das Risiko bei Kauf/Bau eher woanders: Gute Handwerker, Architekten, etc sind rar. Du Wahrscheinlichkeit, dass du Stress bekommst ist hoch und bedeutet zeitlichen und ggf. auch finanziellen Verlust. Jahrelange Streitereien sind so selten nicht, selbst bei Kauf. Ich kenne beides aus (dann teils) leidvoller Erfahrung). Das ist (für mich) der Hauptpunkt, warum mieten für nicht wenige letztlich attraktiver ist. Nicht die finanzielle Sicht. Auf lange Sicht war "Eigentum" aka Grundbesitz noch nie ne schlechte Idee.
 
Ich habe Anfang 2024 mein Elternhaus "gekauft" - hab dafür nen Kredit von ~170k€ aufgenommen. Den musste ich zu 3,x% Verzinsen. Der läuft aktuell mit 800€/Monat für 25 Jahre. (das sind um die 100.000€ Zinsen über die Laufzeit).

Und bei hohen Zinsen bist du gleich doppelt gestraft, weil rechne mal aus, was das Geld als Geldanlage für Zinsen eingebracht hätte. Diese Opportunitätskosten musst du ja noch zu deinen gezahlten Zinsen addieren.
Auf meinem sicheren Sparkonto sinds grad 2,5% p.a.
 
Bitte? Du musst 2,5% Zinsen, die die 170k eingebracht hätten, dazu addieren? Die hast du doch geliehen? Wenn würde das bedeuteten, dass du diese Zinsen gegen die Kreditzinsenrechnen müsstet, was den Kredit günstiger macht. Oder welches Geld meinst du? Er nennt kein weiteres Geld außer 170k, welche geliehen sind, der er also nicht hat ohne Kreditzinsen zu zahlen. Oder meinst du die 100.000 Zinsen, die du dann hättest statt zu zahlen anlegen können? Das beißt sich wieder damit, dass du dieses Geld dann auch erstmal hättest anlegen müssen.

Genau das mein ich mit schön rechnen. Da wird dann alles mögliche als "Opportunitätskosten" eingerechnet und so getan, als wäre das ansonsten alles komplett angespart worden, dann noch dahingehend, dass der Eindruck entsteht, die 100.000 Zinsen würden von Anfang an vorhanden sein und somit für die gesamte Zeit 2,5% Zinsen erwirtschaften können. Dass das in der Praxis keiner so macht, die errechneten Zinsen also niemals existieren werden, fällt stets unter den Tisch.

PS: Welches "Sparkonto" bringt bitte aktuell 2,5%? Gemeint ist wohl eher ein Tagesgeldkonto und das Angebot 3-6 Monate max oder? Und das sind 2 verschiedene Dinge. Der nächste Punkt. Wird so getan, als würden die aktuellen Spitzenzinsen, die zeitlich stark limitiert sind, dauerhaft über 10-20 Jahre gesichert existieren...
 
Bei 350k zu 3,7% mache ich mir das lieber gar nicht erst bewusst wieviel Zinsen ich zahle bis die Bude abbezahlt ist. Macht nur schlechte Laune und es gab ja eh keine Alternative.
Mehr EK war so schnell nicht zur Hand und war leider auch ungünstiger Zeitpunkt mit massiver Zinserhöhung (2 Wochen vorher hätten wir noch 0,4% weniger gehabt).
 
Vor allem: Deine Miete steigt in den folgenden 10/20 Jahren sehr wahrscheinlich. Deine Tilgung bleibt gleich. Das ganze Thema verschiebt sich somit auch. Hinzu kommt, dass der Wert der Immobilie, in der richtigen Region, eher steigt als fällt. Das kommt noch on top. Auf die Fresse fallen kann man auf allen Möglichkeiten.
Wenn du Pech hast, steigen deine Zinsen auch nach 10 Jahren (oder wieviel auch immer) Zinsfestschreibung.

Ist ja gerade das interessante was passiert, wenn in den nächsten 4-5 Jahren die ersten dumm aus der Wäsche schauen wenn aus ihren 0,99% plötzlich 2,9% werden... außer du warst schlau und hast ein bisschen höheren Zins in Kauf genommen und ne längere Zinsbindung gemacht.
 
Wenn du Pech hast, steigen deine Zinsen auch nach 10 Jahren (oder wieviel auch immer) Zinsfestschreibung.
Klar, wird aber sicher weniger sein als die Miete im selben Rahmen. Vor allem sind die Zinsen dann eben nur noch auf die Restsumme zu zahlen.

Das die ganzen Finanzierungen den Leuten um die Ohren fliegen wird jetzt seit 4-5 Jahren erzählt. Defacto passiert das nur in relativ wenigen Fällen. Die große Welle bleibt aus und wird auch nicht kommen. So absolut extrem auf Kante hat dann eben doch nicht die Masse finanziert. Oder die Gehälter sind gestiegen im selben Zeitraum, so dass es doch abgefangen wird. Bzw. unterschätzt man einfach, dass die Leute dann lieber nen Nebenjob anfangen und was dazu verdienen, bevor sie sowas wie ihr Eigentum aufgeben. Die Hemmschwelle dahingehend ist nämlich sehr hoch. Es gibt diverse Gründe, warum platzende Finanzierungen bei EIgentum bei weitem nicht so eintreten wie prognostiziert.
 
B2T! Der Immobilienthread ist ansonsten gleich nebenan.
 
Klar, wird aber sicher weniger sein als die Miete im selben Rahmen. Vor allem sind die Zinsen dann eben nur noch auf die Restsumme zu zahlen.

Das die ganzen Finanzierungen den Leuten um die Ohren fliegen wird jetzt seit 4-5 Jahren erzählt. Defacto passiert das nur in relativ wenigen Fällen. Die große Welle bleibt aus und wird auch nicht kommen. So absolut extrem auf Kante hat dann eben doch nicht die Masse finanziert. Oder die Gehälter sind gestiegen im selben Zeitraum, so dass es doch abgefangen wird. Bzw. unterschätzt man einfach, dass die Leute dann lieber nen Nebenjob anfangen und was dazu verdienen, bevor sie sowas wie ihr Eigentum aufgeben. Die Hemmschwelle dahingehend ist nämlich sehr hoch. Es gibt diverse Gründe, warum platzende Finanzierungen bei EIgentum bei weitem nicht so eintreten wie prognostiziert.
Ah das passiert schon, sind aber unter "Scheidungen" verdeckt. Viele Paare trennen sich in finanziellen Notsituationen.
Das eben jene alles auf eine Karte gesetzt haben und nur noch Leben um zu Arbeiten und ihr Eigenheim zu finanzieren. Die ersten 3 Jahre kann man das gut durchhalten, aber ganz ehrlich ich möchte auch Leben denn ungewollt kann es schnell vorbei sein.

Meine Frau und ich haben uns dagegen entschieden.... die Mietwohnung ohne Nebenkosten lag bei 1/3 vom Preis einer Kaufimmobilie. Wir leben hier auf dem Land und selbst dort wollte man für eine 3-4 Zimmer Eigentumswohnung ab 600.000€ ... das ist absolut absurd. Klar einige bezahlen das auch, aber viele auch im Freundes und Bekanntenkreis über Refinanzierung durch Erbschaft. Das heißt die können in der regel schon einen Anteil selbst bezahlen, dann klingen 400K Finanzierung dagegen noch absolut human.

Das Gehalt passt nicht mehr zur Lebenswirklichkeit, selbst als vermeidlicher Gutverdiener.
60.000 Brutto im Jahr kann keine Familie mit Eigentum ernähren.
Zumindest nicht ohne Ersparnis, aber woher sollen die kommen?

Interessant dabei ist das die Gehaltsentwicklung immer unter der Inflationsrate bleibt, während Umsatz der Unternehmen/Gewinne dezent über der Inflationskurve bleibt.

https://www.wsi.de/de/pressemitteilungen-15991-realloehne-brechen-europaweit-ein-50575.htm Zwar stand 2023 unter der ach so harten Corona Zeit für Unternehmen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah das passiert schon, sind aber unter "Scheidungen" verdeckt.
Nein. die Scheidungszahlen sinken seit 2010 kontinuierlich. Und sind auch nicht gestiegen seit die Zinsen gestiegen sind. Was, wenn deine Aussage richtig wäre, zwingend der Fall sein müsste. Mehr werde ich dazu nicht mehr sagen, ich bin es nur Leid, ständig Pseudofakten zu lesen.
 
Wie wärs denn mit einer Kreditumschuldung? Oo Warum zahlst du weiterhin 3,7%?

Das lohnt sich doch nie, glaube kaum das wir aktuell einen besseren Zins bekämen und dann müssten wir ja auch bei der alten Bank noch Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Unsinn.
 
Oder welches Geld meinst du?
Sein Eigenkapital, was nun im Haus gebunden ist, kann nicht mehr anderweitig arbeiten. Und je höher die Zinssätze sind, desto teurer sind diese entgangenen Zinsen für ihn.

Also muss er einmal mehr Zinsen für den teureren Kredit zahlen und einmal entgehen ihn mehr Zinsen von seinem nun gebundenen EK, wenn die Zinssätze allgemein hoch sind. Also quasi doppelter „Schaden“.

Und klar, wenn man es genau macht, dann hat man auch noch Zinsenzinseffekt.

Ich mein kein Tagesgeldkonto oder Lockangebote, sondern mein Kündigungsgeld mit 2,5%.
Wie schonmal gesagt wurde, nicht immer von dir selbst auf andere schließen 🤣
 
Zuletzt bearbeitet:
In seinem Beitrag stand kein Wort von EK...
Korrekt, aber im Normalfall finanziert man immer mit einer Mischung aus Eigen- und Fremdkapital, das habe ich einfach mal unterstellt. Und 170k klangen auch nicht genug für ein ganzes Haus. Glaub kaum eine Bank wird eine Vollfinanzierung geben.
 
doch, tatsächlich war das bei mir (bei dem "niedrigen" Betrag) eine Vollfinanzierung. Da es sich um mein Elternhaus (verkauf innerhalb der Familie handelte, war es natürlich entsprechend günstig)

Man vermutet übrigens lt. Google, das die Rate der Zwangsversteigerungen alleine von 2024 auf 2025 um 8% steigen, das nicht grad wenig.
 
So nun habe ich es schwarz auf weiß, da die Gehaltsabrechnung für Januar kam. 22€ weniger pro Monat, x 13,5 = 297€ weniger im Jahr. Klar kommen Mustis und Gang jetzt wieder mit "für Euch ist das doch nichts" aber es nervt mich gerade so unendlich. Vor allen Dingen weil ich weiß dass dieses Geld absolut keine Probleme löst, sondern einfach nur in ein schwarzes Loch fällt und weg ist. Es dürfte weiter fleißig erhöht werden von den Krankenkassen. Und die Inflation ist da ja noch nicht mit drin inkl. höherer Spritpreise.

Geht mir richtig auf den Sack! Ist mein erstes Mal seit ich arbeiten gehe, dass ich weniger als im Vorjahr habe. Gut, unsere Gehaltsrunde steht im März an und ich weiß noch nicht ob / wieviel Erhöhung es für mich gibt. Aber gerade so... Keeeeeeeeeks! Hätte auch in den anderen Thread gepasst.

Edit: Oh, das Kindergeld wurde um 4€ erhöht, das muss man natürlich fairer Weise erwähnen. Yaaaay! Nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche GkV haste denn? Schonmal verglichen ob ein Wechsel das ggf. auffängt?

PS: Ich weiß auch nicht was dein Gestänker wieder soll. Meine GKV hat auch erhöht, ich hatte ca. ähnlich viel weniger wie du hier und das hab ich binnen 10minuten Recherche un Wechsel korrigiert und komme nun auf das selbe wie letztes Jahr (vorbehaltlich ausstehender Gehaltsrunde). Ich lasse mir auch kein Geld aus der Tasche ziehen für diese Minderleistung der Krankenkassen in DE (GKV wie PKV). Das einzige, wo ich wirklich ne Krankenkasse außer alle Jubeljahre mal brauche wäre meine Sehhilfe. Aber man gilt ja erst ab -6 Dioptrin dahingehend als Unterstützungwürdig. Weil klar, mit 2-5 Dioptrin kann man natürlich prima durchs Leben gehen ohne Sehhilfe. Aber Hauptsache Homöopathie und anderer Schwurbelkram wird bezahlt.
 
KK ist ja auch nur ein Teil.
Laut Stiftung Warentest Gehaltsrechner steigt die Pflegeversicherung bei mir um 6€.
Abgabe für KK (BKK firmus) steigt durch Erhöung der BBG über 25€, obwohl der Zusatzbeitrag gleich bleibt.
Zieht man dafür zwar weniger Lohnsteuer ab, unterm Strich aber trotzdem 3€ weniger raus als im Vorjahr.

PS: neue Brille brauch ich und Kind auch bald :-|
 
Geht mir richtig auf den Sack! Ist mein erstes Mal seit ich arbeiten gehe, dass ich weniger als im Vorjahr habe.
Wie hast du es geschafft letztes Jahr nach der übertrieben krassen Rentenerhöhung nicht weniger zu haben? Letztes Jahr war bei mir deutlich schlimmer als dieses Jahr.

für Euch ist das doch nichts" aber es nervt mich gerade so unendlich.
Sobald man mehr als Median verdient, muss man das Maul halten und darf keine Sorgen haben ;).

ich binnen 10minuten Recherche un Wechsel korrigiert
Das bedeutet aber auch, dass du die letzten Jahre abgezockt wurdest weil wer seit Jahren bei der Firmus ist war schon immer günstig und kann dieses Jahr nicht wechseln.
 
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