[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

ich seh denn sinn halt nicht eine waschmaschine oder einen kleinderschrank in eine solche kalkulation mit einzubeziehen wenn man nicht weiß wann das ersetzen fällig wird.

Beispiel: Unternehmen kauft ein Gerät für 5000€. Das Gerät wird im T Konto nun im Soll (linkte Seite) als Anlage gebucht. Nun verliert das Gerät aber zunehmend an Wert. Man kann z.B. linear abschreiben. Abschreibungen sind Aufwand (so ähnlich als würde man Geld ausgeben oder verlieren obwohl man eigentlich gar nichts verliert, sie werden im Soll abgezogen).

D.h. pro Jahr sagen wir 1000€; das Gerät verliert damit jedes Jahr an Wert und ist nach 5 Jahren bei 0€ angekommem. Du hast das Gerät zwar noch und es funzt noch, aber es wird nicht mehr ans Anlage berechnet (außer eben mit 0€). Im gleichen Zug werden Rücklagen gebildet, beispielsweise analog 1000€ pro Jahr für den Neuerwerb. Ob die Maschine dann nach 5 Jahren wirlklich kaputt ist oder nicht ist latte, sie ist abgeschrieben und Rücklagen für Neukauf vorhanden.

Klingt vielleicht für dich komisch und privat macht das sicher fast keine Sau so, ist aber völlig normal in einem großen Unternehmen und letztendlich das was Mustis meint.
 
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2500€ Brutto und 5 Kinder? Dazu ein Eigenheim?

Mich würde mal interessieren wie viel er schwarz arbeitet
 
Waschmaschinen haben laut AfA-Tabelle 10 Jahre Nutzungsdauer und werden über 10 Jahre abgeschrieben.

An der Tabelle kann man sich ausrichten für die Kostenkalkulation.
 
Ich finde das durchaus legitim, wenn man einen umfassenden Überblick über die eigenen Ausgaben, Einnahmen und laufenden Kosten bzw. Fälligkeit zukünftiger Anschaffungen haben möchte.
Ist einfach eine Einstellungssache, ob man da locker ist und sagt: Wenn ichs brauche kauf ichs halt oder eben "gewappnet" sein möchte.
Gerade jetzt mit Immobilie und co. merke ich selber, wieviel man eigentlich auf dem Schirm haben muss - im Gegensatz zum Junggesellenleben vorher in der Mietswohnung.
Wenn dann noch möglicherweise Kinder hinzukommen und das Geld nicht mehr so locker sitzt, für mich völlig verständlich.
 
@Scrush Ist doch latte, die Idee bzw. das Prinzip was Mustis meinte ist gleich. Ich habe dir bewusst ein Beispiel gegeben wie es in einem Unternehmen gemacht wird damit es verständlicher wird. :d @TheFrozen, danke, sehe ich ähnlich.
 
ich würde behaupten, würden die privaten das mehr so machen wäre unsere gesellschaft nicht so überschuldet und es gäbe weniger Privatinsolvenzen…
 
sowas wird halt von rücklagen bezahlt wenn der fall eintritt^^
Das AfA Prinzip wurde hier ja schon erklärt https://de.wikipedia.org/wiki/Absetzung_für_Abnutzung

Klar kann man bei so relativ kleinen Anschaffungen wie ner Waschmaschine (für viele ist das aber gar nicht so klein) sagen, dass man das mal eben aus der Portokasse bezahlt, aber realistisch ist das halt nicht.
Ich denke man kann realistisch davon ausgehen, dass man alle 8-10 Jahre ne neue Waschmaschine / Geschirrspüler etc. braucht und dann kostet das effektiv eben z.B. nen 10er im Monat. Genauso mit nem Auto, nur weil man das Auto jetzt abbezahlt hat, kostet es deswegen ja nicht nix. Man hat nen ständigen Wertverlust den man abschreiben muss und wenn man davon ausgeht, dass man das Auto irgendwann mit nem gleichwertigen wieder erstetzen muss, muss man das berücksichtigen.
 
Bin da bei @KannsteKnicken . Es ist fragwürdig individuelle einmalige Ausgaben vorherzusagen und in eine monatliche Budgetplanung mit einzubeziehen. Waschmaschinen gehen nicht alle x Jahre kaputt. Und man kauft dann auch nicht alle x Jahre eine neue für Betrag y. Habe mir als Student auch schon mal eine gebrauchte AEG vom Fachhändler für einen Bruchteil des Preises gekauft, den eine neue gekostet hätte. Wäre also völliger Unsinn gewesen, den Neupreis anzustetzen.

Rücklagen sollten einfach eine gewisse Größe haben, um imminente Störungen des alltäglichen Ablaufs abfangen zu können. Ob das aber 500€ oder 2000€ sind, muss jeder selbst entscheiden. Ich kann Kühlschrank, Waschmaschine und Herd für Kleinstbeträge ersetzen, oder ich mach alles neu und gebe mehr aus. Genau mit dem Auto. Wer kann schon einen Motor- oder Getriebeschaden einfach so kompensieren, wenn die Garantie abgelaufen ist (also ich könnte es, aber es wäre trotzdem eine finanzielle Katastrophe und daher lege ich speziell dafür auch nichts zurück).

Lange Rede kurzer Sinn, jeder, egal mit welchem Einkommen sollte einen bestimmten Betrag im monat zurücklegen. Ob das 20€ sind oder x hundert. Und das kann auch jeder. Aber spezielle Ausfälle oder Anschaffungen permanent ins monatliche Budget zu nehmen halte ich für eher schwierig.
 
Wo fängst denn dann an und wo hörst auf bei solch einer Allumfassenden Budgetplanung?
WaMa
Trockner
Herd
Geschirrspüler
Auto
Kühlschrank
Microwolle
Kafffeevollautomat
der teure Dyson Föhn?

er hat ein Haus
Heizung / Wärmepumpe
Warmwasseraufbereiter
Enthärtungsanlage
Wasserhähne können auch defekt werden
Elektrisches Garagentor?

Da wirste doch nimmer fertig.

Da finde ich "Portokasse" deutlich zielführender. Betrag X (muss jeder für sich selber ausmachen) auf der hohen Kante und fertig.

Was bringt die ganze Budgetplanung wenn dann im gleichen Monat WaMa, Kühlschrank und das Auto verrecken (ja - konstruiert, aber soll schon vorgekommen sein).
Entweder hat er dann die nötige Kohle am Konto oder muss finanzieren. Egal ob mit oder ohne Budgetplan.

[edit]
Versteht mich bitte nicht falsch, ich stimme Mustis schon zu, dass zu viele Leute Ihre Finanzen nicht im griff haben. Ich versteh nur sein gewähltes System nicht für eine privat Person.
Ich denke aber anstelle eines (teils) fiktiven Budgetplans, hätten viele Menschen mehr, wenn sie einfach nur ein simples Haushaltbuch führen würden. Um zumindest grob zu wissen wo ihr Geld hingeht und evtl. auch posten entdecken zum sparen.
 
Der von mir abgesetzte Post war natürlich auch eher als Theorie zu sehen. Ich selber plane so auch nicht, aber liegt natürlich auch daran, dass ich immer genügend Rücklagen habe und das für so Kleinigkeiten nicht extra berücksichtigen muss. Wenn ich aber mal real schauen müsste was ich so im Monat ausgebe würde ich schon versuchen das Grob zu überschlagen und reinzurechnen.

Mit den ganzen Zuschlägen war er dann ja bei >5000€ netto und das Eigenheim hatte gerade mal 150k gekostet oder so
Jo da hat's mir fast die Schuhe ausgezogen. Ist echt brutal, da macht es wahrscheinlich auch keinen Sinn für ihn nen stressigeren Job zu nehmen wo er 1.000€ mehr verdient wenn ihm dafür die Kinderzulagen alle gekürzt werden. Aber: Er geht immerhin arbeiten, wahrscheinlich hätte er sich nach seinem Burn-Out auch komplett auf BU machen können und hätte dann immernoch gleich viel raus.
 
Hättest nach dem "ausgezogen" aufhören können. Muss nicht relativiert werden.
 
Hier können einige halt nicht pber den tellerrand schauen und zudem zwischen macht man und sollte man unterscheiden.
 
es ging im video aber halt um den arbeitnehmer und nicht um das hotel :)
Wäre aber doof, wenn man das privat nicht so macht.
Wenn man seine Steuer abgibt und den "natürlich nur beruflich genutzten PC/Tisch/whatever" absetzt, muss das auch abgeschrieben werden.
 
Wo fängst denn dann an und wo hörst auf bei solch einer Allumfassenden Budgetplanung?
WaMa
Trockner
Herd
Geschirrspüler
Auto
Kühlschrank
Microwolle
Kafffeevollautomat
der teure Dyson Föhn?

Allumfassend muss es nicht zwingend sein, aber grobe Werte für die 3-4 teuersten Dinge wären schon besser als Nichts.

er hat ein Haus
Heizung / Wärmepumpe
Warmwasseraufbereiter
Enthärtungsanlage
Wasserhähne können auch defekt werden
Elektrisches Garagentor?

Beim Haus würde ich sowas auf jeden Fall machen, wenn ich die neue Heizung nicht aus der Portokasse zahlen kann. Zerstört aber schnell die Illusion mietfreien Wohnens ;)

Was bringt die ganze Budgetplanung wenn dann im gleichen Monat WaMa, Kühlschrank und das Auto verrecken (ja - konstruiert, aber soll schon vorgekommen sein).
Entweder hat er dann die nötige Kohle am Konto oder muss finanzieren. Egal ob mit oder ohne Budgetplan.

In der konkreten Situation hast du völlig Recht.

[edit]
Versteht mich bitte nicht falsch, ich stimme Mustis schon zu, dass zu viele Leute Ihre Finanzen nicht im griff haben. Ich versteh nur sein gewähltes System nicht für eine privat Person.
Ich denke aber anstelle eines (teils) fiktiven Budgetplans, hätten viele Menschen mehr, wenn sie einfach nur ein simples Haushaltbuch führen würden. Um zumindest grob zu wissen wo ihr Geld hingeht und evtl. auch posten entdecken zum sparen.

Die von ihm vorgeschlagene Methode ist quasi ein Haushaltsbuch in erweiterter Form, da die genannten Punkte in einem gewöhnlichen Haushaltsbuch nicht auftauchen, aber einen relevanten Teil des Einkommens beanspruchen. Ich kenne Menschen, die würde eine kaputte WaMa finanziell stark fordern, aber gleichzeitig fast nichts sparen und alles für Konsum raushauen. Die brauchen sowas, um zu sehen, dass derlei Geräte eben auch monatliche Kosten verursachen, die man einplanen muss. Wie - das muss jeder für sich entscheiden. Es wurden ja schon Methoden genannt.
 
Zerstört aber schnell die Illusion mietfreien Wohnens ;)
Es ist mietfrei - aber nicht kostenfrei. ;)

Und dennoch ist es halt eine andere Liga. Ich schau mal meine Eltern an; die haben ihr Haus abbezahlt und obwohl die nicht mal 60% unseres Haushaltseinkommen haben, haben die nach Wohnkosten einfach mal einige viele Hunderter mehr Netto übrig.
 
Nach Rücklagen? Das wäre bemerkenswert. Wobei natürlich viele Faktoren da reinspielen, die ich jetzt auch nicht kenne.
Ich kenne hier nur den Klassiker: Zur Rente abbezahlt, freuen, dass man sich die Miete spart und dann irgendwann in den nächsten zehn-zwanzig Jahren nichts zurücklegen und von den Kosten einer neuen Heizung oder Dach überrascht werden.
 
ständigen Wertverlust den man abschreiben muss
Als Privatperson muss man gar nichts.
Das AfA Zeug ist alles nur eine theoretische Betrachtung um eben den Aufwand über die Zeit zu verteilen und damit ein gleichmäßigeres und realistischeres Abbild zu bekommen.

Als Privatperson kannst du dein Auto auch gedanklich sofort abschreiben oder was noch viel besser wäre als ne Abschreibung auf 6 Jahre: Du schaust dir einmal im Jahr bei Mobile die Marktpreise an und schreibst die Differenz zu deinem Buchwert ab.
Ist halt Arbeit, aber noch viel realitätsnäher wie 6 Jahre linear.

Was laut Steuergesetz gilt kann dir ja egal sein, sofern du es nur für deine eigene Kostenrechnung nutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Firmen richten sich bei ihren Abschreibungen nach dem Steuerrecht, das ist fürs private Budget natürlich eher irrelevant. Genau so wichtig wie für Firmen sollten für Private aber die planbaren Ausgaben sein und das geht nur so. Dazu muss man natürlich nicht jede Kaffeetasse einzeln erfassen, wie genau man das ganze ausrechnet und wie flexibel man dann mit den einzelnen Budgets agiert bleibt natürlich jedem selbst überlassen und hängt auch vom eigenen finanziellem Spielraum ab.
Aber wer seine unregelmäßigen Ausgaben nicht kennt, der weiß auch nicht welche Rücklagen er überhaupt benötigt und folglich auch nicht was er von seinem Geld für Lifestyle raushauen kann. Genau sowas führt dann auch oft zu Problemen wenn bei Finanzierungen unregelmäßige Ausgaben vergessen werden und bei deren Fälligkeit dann plötzlich nicht genug Geld dafür auf dem Sparkonto ist, und schon kommt die nächste Finanzierung...
Und der bekannte Notgroschen ist für außerplanmäßige ausgaben, darum heißt er ja auch Notgroschen und nicht Spargroschen.
 
Als Privatperson muss man gar nichts.
Natürlich nicht, hab doch auch geschrieben, dass das privat nur Theorie ist. Wenn man seine realen durchschnittlichen Kosten berechnen möchte muss das realistisch aber mit reinnehmen. Ich kann ja nicht so tun als wäre mein Auto, Waschmaschine, TV etc gratis. Alleine wie oft Leute hier im Forum ihre Hardware wechseln…
 
Kann man jetzt sicherlich ewig hin und her diskutieren aber unregelmäßige Ausgaben zu kennen ist ein Widerspruch in sich. Zumal diese sehr viel mehr als die regelmäßigen stark beeinflusst werden können (siehe Beispiel gebrauchte WM statt neu).

Es ist einfach wichtig etwas auf der hohen Kante zu haben. Das können schon 300€ sein, hat mir als Student immer gereicht. Aber jeder egal mit welchem Einkommen sollte das als oberstes Ziel haben.

Alles andere ist schwer vorhersagbar.
 
Als Privatperson muss man gar nichts.
Es wurde gefragt, woher man wissen soll, wie lange eine Waschmaschine hält. Bzw. woran man sich beim budgetieren orintieren soll, um rechnen zu können. Die AfA wäre eine Möglichkeit. Von müssen war nicht die rede. ebenso nicht, dass man es als Privatperson machen muss. Die Aussage war, es kann durchaus sinnvoll sein. Das konkrete Zitat bezog sich auch nicht auf ein rechtliches "Muss" sondern darauf, dass Dinge im Gebrauch Wert verlieren, auch ein private Waschmaschine. Und das muss man irgendwie einplanen. Sei es durch ein detialliertes Rücklagen Budget oder halt einfach pauschal etwas zurück legen (was, realistisch betrachtet, oft genug dazu führt, dass das Geld, weils da ist und nicht zugeordnet ist, irgendwann für andere Dinge verwendet wird)
 
Das ist mir klar, ich wollte damit sagen, dass der Fantasie eigtl. keine Grenzen gesetzt sind, wie man das macht.
Du kannst auch überlegen wie viele Stunden eine Waschmaschine durchschnittlich hält und dann anteilig nach Stunden abschreiben, die sie in dem Jahr an war.
Man kann da höchsten Aufwand betreiben, der einem am Ende, wenn sie doch früher kaputt geht, auch nichts bringt.
Man könnte auch die Waschmaschine mit Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung komplett abschreiben. Quasi so, als würde sie sofort kaputt gehen. Und die Rücklage halt auf dem Tagesgeld stehen lassen etc.
 
Für Menschen die an Excel Meisterschaften teilnehmen sicher ein interessantes Hobby, um benötigte Rücklagen zu prognostizieren aber ein wenig sehr weit drüber. Außerdem kommt es sowieso nur auf die kumulierten Werte an weil niemand die einzelnen Budgets tatsächlich getrennt führt, die WaMa steigt früher aus und der TV hält länger, schon passts am Ende wieder.
 
Meiner Meinung nach kommt es aber auch auf das Einkommen an. Ich rechne definitiv nicht eine Spülmaschine oder WaMa ins Budget. Mir tut das aber auch nicht weh, wenn plötzlich doch nen tausender oder zwei ausgeben müsste weil etwas kaputt geht alle Jubeljahre.
Wenn's hart auf hart kommt und zu sehr ans Polster gegangen wird passe ich den Sparplan aufn ETF für nächsten Monat an (niedriger oder aussetzen fürn Monat, um Polster wieder aufzustocken).
Jemand, der natürlich jeden Euro durchrechnen muss um ans Monatsende zu kommen wird hier anders vorgehen müssen, da solch eine Anschaffung definitiv belastend ist.

Technik wie bspw. Fernseher ging bisher nie kaputt in 20 Jahren (wo selbst kaufe bzw. nachm Auszug vom Elternhaus), sondern wurde was neues angeschafft weil Upgraden/aktualisieren wollte.
 
Die Frage ist immer wie viel das sein soll. Bei uns geht dieses Jahr alle Nase lang irgendwas für so viel Geld kaputt, dass man das eben nicht mehr aus Rücklagen einfach so bestreiten kann. Auf der anderen Seite schauen wir halt gleich dass wir bei den Sachen die kaputt gehen irgendwas Wertsteigernd machen, seines Terrassendach, Bad, Klimaanlage oder irgendwas mit den Fenstern.
 
:lol:

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