[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wie ist deine Kündigungsfrist lt. Arbeits bzw. Tarifvertrag? Ich nehme mal an, dass das keine kleine Klitsche ist, d.h. mit dieser Begründung können sie dich nicht ordentlich kündigen. Sie wollen jetzt, dass du nen billigen Aufhebungsvertrag unterschreibst, damit sind sie dann auf der sicheren Seite und du kannst sie nicht mehr belangen. Daher, nichts unterschreiben und alles über den Anwalt laufen lassen. Realistisch ist deine Zeit dort jetzt eh vorbei, offensichtlich wollen sie dich ja nicht mehr aber da würde ich auf jeden Fall noch versuchen das maximale rauszuholen. Bei nem Aufhebungsvertrag droht dir übrigens auch noch die ALG Sperre für die ersten Monate wenn es hart auf hart kommt, je nachdem wie die Situation vom Amt bewertet wird. Das muss also auch mit reinkalkuliert werden.
+1 würde ich so unterschreiben.

@FocusSTFan

Die Denke ist einfach, die knallen dir das Brett Kündigung hin nur um dir dann den Strohhalm zu reichen in der Hoffnung, dass du doof genug bist und anbeißt.

Wenn die dir die Unterlagen vorlegen, bedanke dich artig und teile ihnen mit dass du dich anwaltlich beraten lässt. Dann wird die Stimmung schlagartig kippen und es wird Druck aufgebaut. Hier einfach cool bleiben, du bist so oder so fertig in dem Laden, jetzt gilt es nur noch das Maximum für dich rauszuholen.

Wenn die Begründung nach 6 (!) Jahren "keine Entwicklung" lautet, dann hat eher deine Führungskraft versagt. Dein Ziel sollte sein noch ein paar Monatsgehälter als Abfindung zu kassieren, ein wohlwollendes Arbeitszeugnis (2+) und eine einvernehmliche Kündigung gemäß der gesetzlichen Kündigungsfristen.

Kopf hoch, Leben geht weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
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du bist so oder so fertig in dem Laden, jetzt gilt es nur noch das Maximum für dich rauszuholen.
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Dein Ziel sollte sein noch ein paar Monatsgehälter als Abfindung zu kassieren
Deshalb auf der letzten Seite dazugeschrieben... Definitiv anwaltliche Beratung holen und Notfalls vors Arbeitsgericht, mit einer Rechtschutz ist das trotz der Umstände "relativ angenehm".
ein wohlwollendes Arbeitszeugnis (2+)
Und wichtig: nicht nur was im Vertrag / Tätigkeitbeschreibung steht, sondern auch das, was die letzten 4 Jahre gemacht wurde (Teamleitung usw.) reinschreiben lassen und Notfalls per Anwalt einfordern.
Manche Firmen wollen ja nicht mehr reinschreiben als irgendwo im System steht, aber du hast die Aktivitäten ja durchgeführt. Jahrelang, also wohl auch nicht so schlecht...
 
Hier wird wieder Emotion reingebracht wo keine ist. Gerade in größeren Unternehmen ist das alles absolute Routine. Da sitzt kein HR'ler und ärgert sich wenn er ein gutes Arbeitszeugnis ausstellen muss. Selbst wenn er sich anwaltlich beraten lässt.

Mit der Rechtsschutz ist er da erstmal gut unterwegs (natürlich in Anbetracht der Umstände) und sollte den Anwalt machen lassen. Die eigene Kraft wird für die Jobsuche gebraucht.
 
@chrisw86
Kann ich gut nachvollziehen. Aber was das Thema Weiterbildung/Umschulung betrifft, solltest Du nicht den Kopf in den Sand stecken. Es gibt mittlerweile gute Förderungen.


Da ich bald 2 Stellen ausschreibe, informiere ich mich zur Zeit, um (motivierten) Quereinsteigern eine Chance geben zu können. Fertiges Personal ist in meinem Fachbereich mehr als selten.
 
@chrisw86
Kann ich gut nachvollziehen. Aber was das Thema Weiterbildung/Umschulung betrifft, solltest Du nicht den Kopf in den Sand stecken. Es gibt mittlerweile gute Förderungen.


Da ich bald 2 Stellen ausschreibe, informiere ich mich zur Zeit, um (motivierten) Quereinsteigern eine Chance geben zu können. Fertiges Personal ist in meinem Fachbereich mehr als selten.
Wo und was suchst du denn ? 😄
 
Im Prinzip suche ich Personen die sich mit Dokumentenmanagement, Prozessautomatisierung und KI auskennen. In dem Bereich suchen aber so viele, das der Markt völlig leer ist.
 
"KI auskennen" ist aber auch sehr allgemein. Bilder, Videos, Texte mit prompts erstellen? Daten verarbeiten, ...?
 
@Huntley danke für die Info. Die Anforderungen sind ziemlich vage formuliert – da lässt sich viel hineininterpretieren. Vielleicht sollte ich tatsächlich mal zum Amt gehen und mich dort beraten lassen. Das letzte Mal war ich vor etwa fünf Jahren dort, und damals hieß es nur: „Sie sind Koch, Sie können arbeiten.“ Danach habe ich es über den Rententräger versucht, aber die wollten mich lediglich in eine Kur schicken, damit ich „weitermachen“ kann, statt mir eine neue Ausbildung zu finanzieren.
 
Das, meine Freunde kann jedem blühen (Was @FocusSTFan passiert ist) Das predige ich hier schon lange. Die ganzen Märchen von wegen "ich bin so wichtig auf Arbeit" "ich bin nie krank" "mich kann man nicht ersetzten" (alles schon hier gelesen).

Jeder Arbeitgeber und Kollegen sind keine Freunde. Niemand wünscht euch etwas gutes. Jeder wird einfach nur ausgebeutet.

Meine Güte, diese Selbstzufriedenheit im Zuge eines anderen Leids, nur weil man sich und seine Jobfeindliche Einstellung bestätigt sieht... kein feiner Charakterzug mein Bester, echt nicht.
Slapaho in a nutshell:

1.png
2.png
 
Als ob das was bringen würde...
Deine Kommentare bringen noch weniger. Dümmlich Einzeiler bestehend aus nicht mal einer Handvoll Wörter.
Du bist ein richtiger Mehrwert hier für das Forum...
 
Meinem Schwager ist auch gekündigt worden.
Kreuzbandriss Anfang Oktober. Er ist Maler und Verputzer, seit 15 Jahren in der Firma. Eine Woche später war die Kündigung im Briefkasten. "aufgrund schlechter Auftragslage blabla" und weiter "sollte sich die wirtschaftliche Lage ändern würden wir sie sehr gerne wieder bei uns begrüßen".
Was dann die von mir mal gestartete Diskussion zum Thema "die abgerechneten Stundensätze für Handwerker sind so hoch, weil die Eigentümer die Mitarbeiter so unproduktiv an der Backe haben könnten" auch abschließend klärt. :fresse:
 
Betriebsrat haben wir leider nicht. Die Angebote die mir jetzt mein Vorgesetzter unterbreitet hat warn superschlecht.

- Möglichkeit Eins: Ich werde bis Februar weiter beschäftigt und dann wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst (es soll dann so aussehen, als hätte ich gekündigt). Es gibt bis auf das Gehalt keine Vergütung in Form einer Abfindung.

- Möglichkeit Zwei: Es wird mir zeitnah gekündigt (mit zwei Monaten Kündigungsfrist also nur ein Monat zum ersten Angebot unterschied) mit einer Abfindung.

Aber jetzt kommt der Knaller, jetzt wurde gesagt ich hätte auf meinem Level 3 eine unzureichende Leistung gezeigt und werde deshalb entlassen. Davon war in 10 monatlichen Entwicklungsgesprächen nicht einmal die Rede. Ich verstehe es echt nicht. Weder im 360 Feedback noch im Feedback mit den Vorgesetzten war jemals die Rede das schlechte Arbeit leiste.
 
Also Variante 1 lässt du auf jeden Fall bleiben. Das hätte massive Auswirkungen auf deinen möglicherweise nötigen Bezug von ALG1.

Und Variante 2 erscheint mir grade nicht wirklich rechtskonform mit den 2 Monaten. Das solltest du wirklich anwaltlich klären lassen.

Bezüglich der Leistung möchte ich nichts beurteilen. Das muss ein Anwalt tun. Sieh zu, dass du alle Schreiben bezüglich dieser Gespräche für dich vorliegen hast. Also nicht im System vom AG sondern bei dir zu Huase als Papier. Normal müsstest du solche Schreiben gegenzeichnen und eine Kopie erhalten.

Wie jetzt geschildert scheint mir eine Kündigungsschutzklage zum erreichen eines vernünftigen Vergleichs doch nicht mehr so als unnötiger Schritt. Wahnsinn was manche Firmen so abziehen....
 
Da hast aber einen tollen Arbeitgeber... Zu deiner eigenen Sicherheit würde ich nichts unterschreiben und jeden wisch der mir hingelegt wird würde ich von einem Anwalt prüfen lassen. Viel Erfolg
 
Wurde sicherlich bereits gesagt, aber
Alles sichern
Alle E-Mails
Notizen aller Gespräche mit Datum und Uhrzeit machen - Gedächtnisprotokoll

Und dann einen Termin beim Anwalt machen
 
Aber jetzt kommt der Knaller, jetzt wurde gesagt ich hätte auf meinem Level 3 eine unzureichende Leistung gezeigt und werde deshalb entlassen. Davon war in 10 monatlichen Entwicklungsgesprächen nicht einmal die Rede. Ich verstehe es echt nicht. Weder im 360 Feedback noch im Feedback mit den Vorgesetzten war jemals die Rede das schlechte Arbeit leiste.

Ähnlich war es bei mir und dieser Bumsagentur damals auch. Im Beurteilungsgespräch war alles sehr gut und drei Monate später war meine Leistung unzureichend - ein Vorwand. Haben sie mit anderen Leuten auch betrieben. Geh bitte zum Anwalt.
 
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass dieses Vorgehen auch nur im Ansatz eine Chance vor Gericht hat. Wir kennen hier nur Deine Seite, aber davon ausgehend wird kein Arbeitsrechtler Probleme haben, da vor Gericht eine Wiedereinstellung oder entsprechende Kompensation zu erwirken.

Sehr seltsam aber wir nehmen es mal so wie geschildert.
 
- Möglichkeit Eins: Ich werde bis Februar weiter beschäftigt und dann wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst (es soll dann so aussehen, als hätte ich gekündigt). Es gibt bis auf das Gehalt keine Vergütung in Form einer Abfindung.

- Möglichkeit Zwei: Es wird mir zeitnah gekündigt (mit zwei Monaten Kündigungsfrist also nur ein Monat zum ersten Angebot unterschied) mit einer Abfindung.
Irgendwie sind beide Angebote total seltsam. Warum solltest du selbst kündigen, wen juckt das ob es so aussieht dass du gekündigt hast oder nicht? Wahrscheinlich wollen die das verschleiern, damit es keiner mitkriegt. Das erste würde ich gar nicht in betracht ziehen.
Warst du denn jetzt schon beim Anwalt? Das zweite Angeobt (Kündigung mit Abfindung) ist auch merkwürdig, pass auf, dass sie dir da keinen Aufhebungsvertrag unterjubeln.
 
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass dieses Vorgehen auch nur im Ansatz eine Chance vor Gericht hat.

Ich kann jetzt nur von meinem Fall damals berichten, aber der GF wollte auch nicht vor Gericht - ich denke dem war klar, dass er gescheitert wäre. Also lief es in vielen Fällen auf eine Freistellung mit Abfindung raus. Von den knapp 30 Kündigungen ist mir kein Fall bekannt, der vor Gericht gelandet ist. Da haben immer die Anwälte verhandelt.

Leider gab es aber auch Leute, die dann einfach den Aufhebungsvertrag unterschrieben haben, ohne sich vorher beraten zu lassen bzw. zu wissen, was sie da unterschreiben. Das kam dann der eigenen Kündigung gleich - Anspruch auf ALG1 hat man dann erst einmal (ich glaube 3 Monate) nicht.
 
Kommt drauf an wie der Vertrag formuliert ist und aufs lokale Amt. Wenn dort drinsteht, dassdem Angeot zum Aufhebungsvertrag eine Kündigung aus betrieblichen Gründen gefolgt wäre, sind die normalerweise kulant.
 
Warum sollte man sich als Arbeitnehmer in diese Lage überhaupt versetzen? Ausnahme mit Aufhebungsvertrag wäre für mich nur ein so verdammt gutes Abfindungsangebot, welches man vor Gericht niemals erstreiten könnte. Bei @FocusSTFan sieht das nicht danach aus.

Ansonsten sehe ich da nur Negatives. Oder liege ich falsch? Man hätte als AN dann den Stress mit dem Amt & ALG, man will scheinbar ein schlechteres Abfindungsangebot generell machen, ... Ne dann lieber Offiziell.
 
welches man vor Gericht niemals erstreiten könnte.
Was macht es für einen Unterschied ob man das vor Gericht erstreitet oder mit dem Anwalt direkt vorher klärt? Wenn der Anwalt ne gute Abfindung klärt, würde ich natürlich nen Abfindungsvertrag unterschreiben statt mir noch den Käse vor Gericht anzutun, Gericht ist wenn man sich nicht einig wird. Zum Thema ALG Sperre hab ich ja oben schon was geschrieben, das ist nicht immer pauschal so, dass man ne Sperre bekommt. Wenn in dem Vertrag klart drin steht, dass der Abfindungsvertrag anstatt einer Kündigung aus betrieblichen Gründen erfolgt, dann wird auch oft auf die Sperre verzichtet. Das weiß dann aber auch der Anwalt.
 
Ja da natürlich auch noch, aber das muss schon sehr gut für einem sein.
 
Nein, das ist ein DSGVO Verstoß und Firmeninterna unerlaubt aus der Firma zu entwenden ist auch kein Kavaliersdelikt.

Er kann seine Mitarbeiter Akte sichern

Bullshit!
Aber wenn man es richtig offiziell machen möchte, einfach nach Art. 15 Auskunft verlangen mit Datenkopie. Da müssen alle Mails dabei sein, ggfs. sind die Absender und weitere Namen geschwärzt, der reine Inhalt aber nicht.
 
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