Wenn der Chef nicht die Kenntnisse hat um die Aussagen des Mitarbeiters zu bewerten ist er falsch auf dem Stuhl.
Meine Meinung.
Wie schon geschrieben, kommt das sehr auf die Hierarchie-Strukturen an.
In den Bereichen, wo ich unterwegs bin, können mir meine Chefs nicht mehr folgen.
Selbst mein direkter Vorgesetzter hat da so seine Probleme mit.
Und daher gibt es, in solchen Strukturen, auch andere Herangehensweisen, als in eher kleineren Strukturen.
Frag ma den Bahnchef, ob der bewerten kann, ob der Schalter im Führerstand einer Lok eher links oder rechts hin soll.
Der ist nämlich auch Leiter der Lokführer.
In sehr sehr großen Strukturen brauchst du als Leiter, von was auch immer, Mitarbeiter, die so fit sind, dass sie dir alles notwendig vermitteln, damit du, als Chef, die richtigen Entscheidung triffst.
Bei Weltkonzernen sind was-auch-immer-Leiter Organisatoren, die mit der Technik nichts mehr zu tun haben. Daher brauchen sie Substrukturen, die genau diese fachliche "Leitung/Führung" quasi übernehmen und sich diese Leiter auf das Organisatorische fokussieren können. Das machen die nämlich zu 90%. Technische Entscheidungen müssen so aufbereitet werden, dass eine Entscheidung auch ohne eigene Fachkenntnis getätigt werden kann.
Es ist daher ein Unterschied, ob du nen 100k Mitarbeiterunternehmen hast oder ob du deine 300Leute alle in einem Haus unterbekommst. Gerade in letzterem ist der Leiter gefühlt im selben Büro wie die Mitarbeiter. Das ist bei Konzernen ganz anders. Da weiß der Leiter nichtmal, in welchem Haus Person XYZ überhaupt sitzt, geschweige denn kann selbständig bewerten, ob jetzt Lösung A oder B das bessere ist.
IT-Leiter kann daher alles und nichts heißen.
Es kann also durchaus sein, dass ein IT-Leiter besser ein BWLer und Kommunikationsgenie ist und sich nen passenden Stab aus Beratern und Fachkräften hält, als dass er selber weiß, wie man "hello world" auf die Console zaubert.