[Sammelthread] AMD K7 - Sockel A (462)

It’s a lottery, you can get a really good processor that hits 2.7ghz with just over 1.9v, or an average one that needs 2.2v on air to reach 2.7ghz. It really depends on how mhz/volt/temp scale

1m air.jpeg

stepping air.jpeg

setup air.jpeg

2.6ghz 1.88v air.jpeg



There are processors that, with good temperatures (water 12-15ª), can already reach 2.7ghz at ~1.95v; with a bit more voltage, they’ll likely achieve even higher frequencie

1m water.jpeg


stepping water.jpeg


water.jpeg
w2.jpg



To wrap up, there are some slightly more extreme options :hmm:


chiller.jpg


.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Ich hätte noch ein Exemplar mit < 1,9 V @ 2,75 GHz. Leider kein Mobile. Der läuft bei mir so in einem Shuttle XPC SN45GV3. Eigentlich viel zu Schade... der sollte unbedingt mal ein DFI NF2 kennenlernen... :LOL:

IMG_9311.png


image_id_2518202.jpeg
 
@ItsFun
Ich würde sagen, dass die da schon genau richtig ist. Dank 11er Multi ist die CPU doch gewissermaßen prädestiniert für einen schönen Retro-Build. :bigok:
 
  • Danke
Reaktionen: Tzk
24/7-Setting im XPC hatte ich 240x11 / 2640 MHz bei um die 1.7V. Hab's nicht mehr ganz im Kopf, der XPC steht seit ca. einem Jahr ungenutzt im Schrank.

Das war übrigens ernst gemeint... wenn den jemand mal auf einem potenten Board, idealerweise mit Wasserkühlung, testen will, bin ich offen für Angebote.
 
Ich hätte noch ein Exemplar mit < 1,9 V @ 2,75 GHz. Leider kein Mobile. Der läuft bei mir so in einem Shuttle XPC SN45GV3. Eigentlich viel zu Schade... der sollte unbedingt mal ein DFI NF2 kennenlernen... :LOL:

Anhang anzeigen 1192727

Anhang anzeigen 1192728
That is a nice cpu. That is actually much better then my best one (3200+) is.
But then again, I did focus on unlocked ones for cold.

I should test my untested Athlon XP’s. I still have 11 pieces to test.

AMDDuron 1200DHD1200AMT1BAHLDA 0222MPMW
AMDSempron 2500SDA2500DUT3DBIXJB 0436GPMW
AMDAthlon XP 1800+AX1800DMT3CAGNGA 0201RPGW
AMDAthlon XP 2600+AXDA2600DKV3CAIXJB 0402XPMW
AMDAthlon XP 2700+AXDA2700DKV3DAIUHB 0245XPAW
AMDAthlon XP 2900+AXDA2900DKV4EAQYHA 0429XPFW
AMDAthlon XP 3000+AXDA3000DKV4EIQYHA 0425APAW
AMDAthlon XP-M 2500+AXMH2500FQQ4CIQYHA 0414RPBW
AMDAthlon XP-M 2600+AXMG2600FQQ4CIQYHA 0351MPMW
AMDAthlon XP-M 2600+AXMG2600FQQ4CIQYHA 0401MPMW
AMDAthlon XP-M 2800+AXMJ2800FHQ4CIQYHA 0431EPBW
 
Zuletzt bearbeitet:
It’s a lottery, you can get a really good processor that hits 2.7ghz with just over 1.9v,
My best cpu will run 2.7ghz below 1.85V as daily setting (prime95 and 3d stable) on air or water cooling. IIt’ll also run 2.5ghz at 1.65V and 2750 at 1.85V. that’s very good, but not a golden sample.

The ultimate golden sample is the cpu infrared ran his record with, that one is one of a kind. Here’s what he posted back then:
I've tested it on water only. 2900+ 1M with vcore < 2V. Valid 3000+.
That’s the reason this particular cpu could run almost 3600Mhz 1M at only 2.15V on LN2… we’ll probably not see such a cpu again.
 
Mobiles, die 2600-MHz+ mit vertretbarer Spannung rennen sind halt für Sockel A der heilige Gral. Dass so viele bewusst rumschwirren, glaube ich nicht (ich nenne jetzt mal keinen Preis). Der A64 war schon angekündigt und Enthusiasten wollten dann den. Was man hier noch erwerben kann, wird verschlissen oder aus Notebooks sein. The Same.

#Erwerbsregel 384 - kaufe nie ein Produkt, welches schon durch die Hände eines anderen Ferengis ging. Profit ist bei solchen Geschäften ausgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab jetzt nochmal meine eigenen Beiträge aus der Zeit des Recap/12V Mods gelesen.
Damals ja noch mit dem XP-M 2600+. Der lief auf dem Board ohne recap damals 2.7GHz 1.77V 32M.
Interessant hierbei: Nach dem Recap bin ich unter 1.8V nicht mehr ins Windows gekommen. Mit 12V Mod ebenfalls nicht.

Kann es sein, dass die Caps von den Werten nicht 100% mit den CPUs/Board harmonieren?
 
Ich glaube eher, dass das board oder der NF2 Chipsatz anders skalliert. Je nachdem welche Kondensatoren du gewählt hast, skalliert der Chipsatz unterschiedlich.
Hast du straffe Polys gewählt, so wird das board schlechter mit der Spannung skallieren, dafür wirst du den Takt bei kleinerer Spannung erreichen. Umgekehrt wenn du Elektrolyt Kondensatoren gewählt hast, skalliert der NF2 Chipsatz dann besser mit höherer Spannung aber du brauchst auch mehr um den Endtakt zu erreichen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einer CPU ähnlich verhällt. Bei einem Chipsatz hatte ich das mal ausprobiert, bei einer CPU noch nicht. Da wird ein Einsatz mit Elektrolyt Kondensatoren auch eher schwer zu realisieren sein.

Ich gehe grade eher einen anderen Weg. Ich löte zusätzliche Keramik Kondensatoren an mein ASUS dran. CPU, RAM, Chipsatz. Ich bin gespannt. :d
 
Kann es sein, dass die Caps von den Werten nicht 100% mit den CPUs/Board harmonieren?
Es kann durchaus Nebenwirkungen geben, keine Frage. Wenn man von 5V auf 12V geht, nimmt der Duty Cycle ab, das kann natürlich Nebenwirkungen haben. Die Polys können auch leicht andere Werte zu den originalen MBZ haben. Ich hatte noch nicht versucht was passiert wenn man extrem niederohmige Caps (ESR5) setzt - also ob das Board das verträgt oder welche Nebenwirkungen es gibt. Das gilt gleichermaßen vür Vcore, Vdimm und Vdd.

Mag sein, dass die Skalierung nach dem Mod zumindest anders ist als vorher. Ich wollte deshalb mal ein schlechteres Board komplett durchmessen. Also quasi den Werkszustand, dann 12V Rail Mod, Caps und z.B. mit der Schaltfrequenz rauf. Die Auswirkungen kann ich aktuell noch nicht abschätzen, das Ziel wäre Optimierung des Lastwechselverhaltens (transient response) und der Restwelligkeit.

EDIT:
Ein bisschen Wandler-Theorie:
Wenn man rein den Mod von 5V auf 12V betrachtet, sollte der Duty Cycle von 25% auf 15% sinken. Gleichzeitig muss damit der Peak-Strom durch die Spule (Inductor Ripple Current) steigen. Das wiederrum sollte eine leicht erhöhte Restwelligkeit am Ausgang zur Folge haben.

Tante AI schmeißt mir nach diversen Formeln eine Restwelligkeit von 19mV für das Asus Design und 22mV mit 12V Rail Mod und Kemet A750 16V 2200uF raus. Geht man nun mit der Schaltfrequenz von 120kHz (Asus default) auf 300kHz rauf, sinkt die Restwelligkeit auf 9mV und setzt man zusätzlich noch ESR5 Caps, dann stehen wir bei 3,5mV. Die Frage ist, ob die Theorie schlüssig ist und ob Asus Design mit dem originalen Feedback Loop und den Mosfets das verträgt...

Die Frage wäre hier also was passiert, wenn Du (Raiden) die Schaltfrequenz erhöhst. Das geht, indem man den passenden Pin vom Vcore Chip einfach in die Luft hängt. Dann liegen als Standardwert 300kHz an. Vielleicht ja ein guter Mod als Test, bevor das Board Epower bekommt. Ich würde das natürlich erst mit einer Schrott-CPU vor testen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um einen Doppelpost draus zu machen… :d

vielleicht kann @WMDK ja seine Gedanken zum Mod des P4 Boards teilen, wo er die Restwelligkeit auf 5mV gedrückt hatte. Ich meine dort sind nun ESR5 Caps drauf.
 
Die Frage wäre hier also was passiert, wenn Du (Raiden) die Schaltfrequenz erhöhst. Das geht, indem man den passenden Pin vom Vcore Chip einfach in die Luft hängt. Dann liegen als Standardwert 300kHz an. Vielleicht ja ein guter Mod als Test, bevor das Board Epower bekommt. Ich würde das natürlich erst mit einer Schrott-CPU vor testen.
Danke. Das wäre tatsächlich mal einen Versuch wert. Muss mir nachher mal das Datenblatt anschauen.

Neue Caps muss ich wegen diverser Recaps eh bestellen.
 
Der L6917B hat einen Pin über den die Frequenz eingestellt werden kann. Wenn man diesen Pin hoch oder runter zieht, dann hebt und senkt er die Schaltfrequenz ausgehend von 300kHz. Wenn man den Pin offen (floating) lässt müssten es exakt 300kHz sein. Aus dem Kopf Pin 17 meine ich. Asus zieht den Pin über ein Widerstandsnetzwerk, deshalb landet man irgendwo bei 100-120kHz. Im Boardview solltest du gut sehen können was verschaltet ist. Ich würde versuchen das Widerstandsnetzwerk vom L6917 zu trennen und ggf. was anlöten um selbst die Frequenz einstellen zukönnen. Formel für die Schaltfrequenz steht im Datenblatt.

Welche Nebeneffekte diese Änderung hat kann ich nicht abschätzen, insbesondere die Stabilität des Regelkreises (Stichwort Phase Margin) ist so ein Punkt den ich noc nicht zu 100% verstanden habe. regelungstechnik und das Bode Diagramm habe ich schon im Studium gehasst :d

Edit:
Wenn ich die Auswirkungen richtig verstanden habe, dann:
- Senken des ESR senkt Ripple
- senken der Induktivität der Spule verbessert Lastwechsel, aber Hebt Restwelligkeit
- heben der Induktivität senkt Restwelligkeit, aber verschlechtert Lastwechsel
- heben der Eingangsspannung erhöht Spitzenstrom in der Spule, aber senkt Duty Cycle
 
Zuletzt bearbeitet:
Der 300kHz mod funktioniert. Den hatte ich mal probiert. Die FETs werden dann aber auch deutlich heißer. Mit Kälte könnte das aber gut funktionieren. Eine dritte / vierte Phase fehlt hier...
 
Für die Liste.

Asus A7N8X-X Rev 2.00 42MM9K9355
400 0406 A1
MCP 0351 A4

WP_20260320_08_33_23_Pro.jpgWP_20260320_08_33_38_Pro.jpgWP_20260320_08_33_42_Pro.jpg

Abit AN7 V1.0 PBC V0.32 RD460414051027210
SPP 0402 A1 Ultra 400
MCP-T 0408 A4

WP_20260320_08_26_01_Pro.jpgWP_20260320_08_26_08_Pro.jpgWP_20260320_08_26_15_Pro.jpg

Epox EP8RDA+ Rev:1.1 030429 B03417
SPP 0309 A1
MCP-T 0307 A3

WP_20260320_08_34_27_Pro.jpgWP_20260320_08_37_06_Pro.jpgWP_20260320_08_37_10_Pro.jpg

Epox EP-8RDA3+ Rev:2.1 031030 B01519
SPP 0324 A1 Ultra 400
MCP 0322 A4

WP_20260320_08_37_57_Pro.jpgWP_20260320_08_41_05_Pro.jpgWP_20260320_08_41_09_Pro.jpg
 
Der 300kHz mod funktioniert. Den hatte ich mal probiert. Die FETs werden dann aber auch deutlich heißer. Mit Kälte könnte das aber gut funktionieren. Eine dritte / vierte Phase fehlt hier...
Da wird’s dann entweder passive Kühlkörper oder LN2 brauchen.
Mit dice/single stage wird das Board nur minimal Kühler. Hat mich selbst gewundert, liegt aber vermutlich an PGA bzw. der verhältnismäßig geringen Kontaktfläche zum Board selbst. Da ist mit dem ILM natürlich mehr Kontakt vorhanden.
 
vielleicht kann @WMDK ja seine Gedanken zum Mod des P4 Boards teilen, wo er die Restwelligkeit auf 5mV gedrückt hatte. Ich meine dort sind nun ESR5 Caps drauf.

Du meinst das Dual 604er? Ja da bin ich unter 5mV Ripple unterwegs, irgendwas mit 4,x im Schnitt.

In dem Fall hat das dafür gesorgt, dass eine der CPUs, die vorher bei 4 GHz dicht gemacht hat, nochmal gut 100 MHz weiter kam bei gleicher Spannung (ist ja eh default Vcore).

ABER :fresse: das muss nicht immer so sein. Ich habe das ja hier schon ein paar mal dargelegt, dass es in Abhängigkeit vom Zustand des Chips auch andere Auswirkungen geben kann und (vermeintlich) mehr Spannung benötigt wird.

Gerade bei degenerierten Chips tritt immer mal wieder der Effekt auf, dass nach einem Recap jemand sagt "Jetzt brauche ich 0,1V mehr als vorher". Und das ist dann häufig... naja nicht falsch, aber der Ursprungszustand ist falsch beurteilt. Wenn vorher schon schlechte Caps drauf waren und der Chip vielleicht 100, 200, 300mV Ripple gefüttert bekommen hat, hat das a) einerseits dazu geführt, dass das Material gealtert / verschlissen ist – mehr als üblich, Stichwort Elektromigration und b) ist die Spannung andererseits halt nicht z.B. sauber 1,6V gewesen, sondern eine stark schwankende Spannung, die zwischendrin vielleicht Peaks mit 1,7 / 1,8 / 1,9V gehabt hat und diese Peaks können, in Relation zur Frequenz bedeutende Länge aufweisen, je nach Zustand der Caps. Also bekommt der alte Chip mit den alten Caps quasi eine Art "Boost" und im Mittel zwar vielleicht 1,6V aber die Peaks sorgen dafür, dass der Chip manchmal stabiler erscheint, als er bei einer sauberen Spannung eigentlich wäre.

Am Ende zeigt sich das dann nach dem Recap in manchen Fällen verstärkt und die gealterten Pfade schlagen stärker durch, weil diese Degeneration nicht mehr durch ein erhöhtes Restrauschen zum Teil "überspielt" werden. Statt dessen hast du nun ein sauberes Signal und die 100, 200, 300mV Spikes sind plötzlich weg und der Chip muss mit der sauberen Spannung klar kommen.

In dem Fall sagt der User dann "ich muss 0,1V mehr geben für den gleichen Takt", was er am Ende aber vorher theoretisch auch hätte machen müssen, hätte die erhöhte Restwelligkeit nicht von Hause aus dafür gesorgt, dass der Chip in Teilen eh schon mehr Spannung bekommt und dieser Anteil ausgereicht hat, um den Chip noch zu stabilisieren. Kommt da einfach manchmal aufs Timing an, wann der "Boost" kommt und in welchem Arbeitsbereich der Chip gerade ist und ob der Peak dann hilft.

Da kommt dann manchmal beides zusammen, ein leicht degenerierter Chip und ein Spannungshorizont der halt nicht mehr so stark ausreißt und dann für den vorher bekannten Betriebspunkt nicht mehr ganz passt.

Von daher ist diese Beobachtung, mehr Spannung zu brauchen, in manchen Fällen halt nicht ursächlich im Kondensator als solches, sondern vielmehr darin, dass nun kleinere Schwachstellen / Degenerationen durch das nun sauberere Signal nicht mehr so einfach überspielt werden können. Der Chip zeigt dann, was er mit der Spannung wirklich noch kann.

Dazu kommt dann z.B. auch bei CPUs häufig zu beobachten noch der Umstand, dass die CPUs tlw. etwas kühler laufen, die Leckströme nicht mehr so hoch sind während der Spikes und sich dadurch die allgemeine Signalqualität in der CPU verbessert, was auch wiederum für ein anderes – meist halt besseres Taktverhalten sorgt. MUSS nicht sein, kann aber. Gerade die Netburst CPUs zeigen sich dafür nach meiner Erfahrung sehr empfänglich in einigen Fällen.

Kommt also immer etwas an, was man am Ende für Veränderungen bemerken kann, aber i.d.R. sind diese Dinge halt zum Großteil ein Umstand dessen, dass nun ein viel saubereres Signal anliegt und das kann halt, je nach Zustand / Art des Chips entweder besser sein oder (vermeintlich) schlechter, je nach Betrachtungswinkel ;)
 
Du meinst das Dual 604er? Ja da bin ich unter 5mV Ripple unterwegs, irgendwas mit 4,x im Schnitt.
Ja, genau. Aber weniger das was du bereits geschrieben hast, sondern mehr die technische Seite. Hast du dort einfach auf gut Glück Caps mit extra niedrigem ESR gesetzt oder dir die Regelung genauer angesehen? Die Nummer ist nicht ganz trivial, wenn man den ESR ins bodenlose senkt.

Was die nötige Vcore angeht, die ist mir persönlich recht schnuppe solange die Spannung so stabil wie möglich ist. Denn das kostet im Zweifelsfall Lebenszeit, weil die überschwinger die Hardware töten.
Die FETs werden dann aber auch deutlich heißer.
War zu erwarten… bessere Fets setzen? :d
 
War zu erwarten… bessere Fets setzen? :d
Das wäre eine Möglichkeit. Die einfachere vermutlich.
Ich bin über ein Zombie mod am nachdenken. :d Quasi bei einem toten board ein Stück (Platine mit FETs und evtl driver) raus schneiden und dann seitlich verkikal anbinden. Keine Ahnung ob das geht. Gigabyte style.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du dort einfach auf gut Glück Caps mit extra niedrigem ESR gesetzt oder dir die Regelung genauer angesehen?

Die Nummer ist nicht ganz trivial, wenn man den ESR ins bodenlose senkt.

Richtig, ins bodenlose senken kann halt auch problematisch werden, dann läuft die ganze Regelung Amok, fängt an unsauber zu schalten, fängt an sich aufzuschwingen oder die Zustände des ganzen Regelkreises werden so instabil, dass du z.B. auch die Spulen in die Sättigung treiben und abfackeln kannst :d

Was ich immer mache ist eine Bestandsaufnahme des Originals. Ich will immer sehen, wie sich die Schaltung im Werkszustand verhält und du erkennst halt recht schnell, wenn z.B. Caps gar werden oder MosFets nicht mehr sauber schalten und merkwürdige Flanken sichtbar werden etc.

Als nächstes gehe ich hin und schaue meist in den VRM Specsheets nach, welche Zielangaben der Hersteller gemacht hat und vergleiche das mit der Charakteristik des jeweiligen Caps. Sprich ist das Verhalten bei Frequenz X wie im Orignal oder haben wir einen verschobenen Punkt? Weil auch da kannst du schon grob ins Klo greifen und mit falschen Caps an der falschen Stelle läuft dir die ganze Schaltung aus der Dämpfung und fängt an sich wild zu verhalten. Ich sage nur Pana FR und Nichi UHW. Augenscheinlich in der gleichen Liga, könnten aber unterschiedlicher nicht sein.

Mit den Angaben schaut man dann halt weiter, welche Schaltfrequenzen liegen an, was liegt noch im Filterweg, z.B. im 604er VRM Designguide stehen ja auch die Kerkos genau mit aufgeschlüsselt inkl. derer Sollangaben usw. All das ergibt ja dann ein Gesamtbild aus zwei Kondensatortypen im gleichen Signalweg, die sich möglichst optimal ergänzen sollten.

Und dann kommt halt das Testen und evaluieren, denn wir haben es i.d.R. immer mit einer Design-Margin zu tun, wo der Hersteller in vielleicht 75% der Fälle einen Mittelweg beschritten hat um Kosten / Nutzen im Rahmen zu halten. Siehe bei meinem 604er Board. Obwohl ich den ESR nochmals quasi halbiert habe zum Original und sich der ESR deutlich auf die Restwelligkeit auswirkt, war der Effekt am Oszi nicht so stark wie ursprünglich erwartet. Sprich ASUS hat hier schon eine Konfiguration gesetzt, die 80% der Filterqualität mit nur 50% der Teile realisiert. Gemessen daran, was Polys damals noch gekostet haben, ein logischer Schritt, vor allem weil man innerhalb der Designspecs war.

Jetzt kann man aber natürlich mal schauen, was da noch so geht und das ist halt nur durch Testing vernünftig zu bestimmen, weil theoretisch Tante KI rechnen zu lassen ist das eine, wie sich die Schaltung am Ende wirklich verhält was völlig anderes und wenn dann noch Serienstreuung dazu kommt, kannst du nochmal ganz anders drauf schauen und grenzwertige Betriebszustände lieber nochmal etwas entschärfen um für die allgemeine Kompatibilität besser aufgestellt zu sein.

Ich habe das Board also dann erstmal mit gleicher Anzahl neuer Caps bestückt. Wieder gemessen und verglichen. Dann einseitig die Anzahl immer um +2 erhöht, immer wieder reingeschaut ins Signal. Bei 50% mehr Caps konntest du den Effekt noch recht gut verfolgen, alles danach hat kaum noch einen Einfluss gehabt, aber es wurde auch nicht schlechter.

Letzteres kann man häufig beobachten, wenn man zu straff irgendwo dran geht, dann erreicht du z.B. erst ein relativ sauberes Signal und wenn die Bestückung in die Richtung "zu straff" geht, siehst du meist zuerst Veränderungen in der ansteigenden Signalflanke, meist unregelmäßig, weil schon minimale Timingunterschiede reichen um einen Fehler mal zu kaschieren, mal darzustellen. Ist am Oszi immer sehr auffällig wenn du den Trigger im Signal umher bewegst und du bekommst ständig völlig neue Formationen angezeigt obwohl das Signal eigentlich stabil sein sollte, denn da liegt der Trigger dann manchmal auf einem "Anomaliepunkt". Gehst du dann noch weiter, verschlechtert sich das Signal weiter, es kommen wieder erste stärkere Spikes und Drops rein, bis dann irgendwann das Signal komplett anfängt zu flattern und die Schaltung komplett aus dem Ruder läuft.

Von daher... ich bin eigentlich kein Freund davon zu raten und zu hoffen, weil am Ende soll das ganze funktionieren und das Ergebnis soll so gut wie möglich sein, damit der Nutzer lange Spaß dran hat. Also gehe ich nicht hin und schmeiße auf gut Glück einfach irgendwelche Caps in den Raum, sondern schaue schon gerne rein ins Signal, rein in die Datenblätter, rein in die Engineering Dokus der Komponenten (soweit vorhanden oder freigegeben) und schaue mir genau an, was da passiert.

Das ist dann am Ende auch der Grund, warum ich gebetsmühlenartig immer wieder sage, dass nur weil bei Board A den Cap X empfehle, dass nicht auch bei Board B die beste Ersetzung sein muss. Dafür sind die Auslegungen und Abstimmungen der Platinen manchmal einfach zu grundverschieden. Deswegen ist in manchen Situationen z.B. ein Pana FR die beste Wahl und in anderen wiederum empfehle ich vielleicht einen UHV oder UHW. Manchmal wird es ein gemütlicher A750 um auf der sicheren Seite zu sein und manchmal wird ein ein Kaliber wie SEPC, RE5, PLF usw...

Und wenn ich halt nicht die Möglichkeit habe ein Board genau zu sezieren und damit Ewigkeiten zu testen, weil ich es einfach nicht da habe oder die "Behandlung" mal eilt, dann wird sich das halt angeschaut, was man da vor sich hat und auf die Erfahrung und Tests mit vergleichbaren Konfigurationen zurückgegriffen, oft mit einer gewissen Sicherheitsmargin, um den bestmöglichen Erfolg zu ermöglichen.

Ich meine, du kennst das ja, manche Boards schaust du dir an und weißt schon ohne anschließen, dass du da mit gewissen Sachen nicht reingehen brauchst. Da muss natürlich nicht immer nur auf den CPU Bereich gemünzt sein, Chipsatz, GPUs usw teilen das gleiche Leid. Noch interessanter wird es eh abseits davon, wenn wir von Ultra-Low-ESR weg gehen in Richtung Low-ESR und GP. Da handelt man sich relativ schnell Stress ein – je nach Board mit allerlei merkwürdigen Effekten. Boards die nicht mehr ausgehen oder immer an sein wollen, Boards die keine Installation mehr hinbekommen und Daten kaputt schreiben, Boards die ihre Addon Karten entweder gar nicht kennen wollen oder sie komplett sabotieren usw :d Da kannst du eh nicht einfach auf gut Glück was rein schmeißen, sondern musst dir das eh schon anschauen. Bringt nichts z.B. in einem simplen Logik-/Timingkreis den 3 Ohm Cap durch einen Poly zu ersetzen nur weil er gut aussieht. Leckt wie sau, das Timing passt nicht mehr, die ganze Logik dreht durch.

TL;DR; Genau wie im echten Leben – für mache ist Kochen "In die Pfanne werfen und hoffen", aber ein Skill ist das dann nicht :) Genau so halte ich es hier bei Recaps auch. Da blind rein zu gehen macht einfach keinen Sinn und ja, es kann gut gehen, es kann aber auch schief gehen. Ohne zu prüfen was man da macht und eine Datenlage zu sammeln was geht und was nicht geht, ist das nicht wirklich seriös. Es ist nicht umsonst lustig in manch anderen Foren einfach mal zu sehen, wie da pauschal immer die gleichen Caps gezogen werden. Pana FR all the way oder ZLJ oder was auch immer. Reinwerfen, wird schon passen. Paar Posts später läuft die Mühle dann aber doch nicht rund oder die FR sind nach 3 Stunden schon schwanger. Ja wie lustig das wohl die Chips fanden :d

Deswegen. Genau hinsehen. Prüfen. Verifizieren. The only way.
 
Im Großen und Ganzen sind das auch meine Gedanken. Dann lag ich gedanklich richtig, dass du Stück für Stück umgerüstet hast und immer wieder ne Messreihe erfolgt ist.

Es sollte auch klar sein, dass ein Design mit 2 Phasen niemals top werden wird und andere Baords deutliche Vorteile haben. Trotzdem überlege ich, ob man das A7N8X (ohne Zombie Mod) auf ein besseres Niveau gehoben bekommt. Sprich weniger ESR, bessere Fets, höhere Schaltfrequenz.

Ist vollkommen klar, das man sowas grob nach Datenblatt auslegen kann, aber trotzdem messen muss. Regelkreise stabil zu halten ist mehr als fies.

Die KI bemühe ich meist aus Faulheit, prüfe aber alles gegen… Man weis nie wann die Dinger halluzinieren.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh