[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich finde, dass Anschreiben weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben, vor allem bei einer Initiativbewerbung.
So kann man direkt und hoffentlich gut formuliert zum Ausdruck bringen, wer man ist und wonach man sucht.
Bei einer Bewerbung auf eine konkret ausgeschriebene Stelle halte ich ein Anschreiben dagegen nicht mehr unbedingt für notwendig. Es wird mittlerweile auch nur noch von wenigen Unternehmen ausdrücklich gefordert.
 
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Das Anschreiben ist das einzige Schreiben, aus dem man etwas herauslesen kann, das einen den Bewerber einfacher einschätzen lässt.

Man muss das mal aus der Sicht desjenigen überlegen, der jemanden sucht.
Nicht aus der Sicht desjenigen der keinen Bock halt viel zu schreiben, nur „um nen Job zu bekommen“.

Aber sagt dann auch viel aus, wenn kein Anschreiben dabei ist, oder nur was dahin geschriebenes. Ich sag’s mal so: Wenn der Bewerber schon bei der Bewerbung Desinteresse zeigt, dann macht es die Auswahl einfacher. 🤗

Es gibt ja keinen Mangel an Bewerbern, nur halt wenige gute Bewerber. 👀
 
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Finde ich nicht seltsam, Anschreiben sind einfach überholt und haben wenig bis keinen Nutzen in meinen Augen. Wenn unbedingt erforderlich weil "Das haben wir immer so gemacht" nutze ich auch eine AI zur Unterstützung/Erstellung. Bei der Personalauswahl gucke ich mir Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und auch noch Zertifikate an - Anschreiben steht ganz hinten.

Wichtiger finde ich aber, den Lebenslauf leicht auf die Stelle anzupassen und die passenden "Buzzwords" aus der Anzeige zu verwenden - ohne etwas Neues oder Unwahres einzufügen selbstverständlich.
Es ging ja um Zeugnisse und den Bewerbungsprozess an sich. Absoluter Standard und kein Grund für einen Keks. Aber gut, jeder wie er meint.

Selbst wenn das Anschreiben KI generiert ist wissen die zumindest man kriegt egal wie n Text zusammen. Ob früher Mama geholfen hat oder nicht war auch völlig irrelevant. All diese Sachen geben schon mal ein erstes Bild des Bewerbers, ob man nun will oder nicht. Die KI die sowas durchsieht filtert Deine Bewerbung halt einfach raus wenn was fehlt.
 
Aber es sollte halt im Zusammenhang sein, was dich als pot. Mitarbeiter beschreibt.
Ja, das ist okay, aber doch nicht für einen 603-Euro-Minijob oder Teilzeit für Hilfsarbeit.
Das beim Bauhaus ist auch für andere Bereiche gedacht, das ist mir bewusst. Frage mich nur generell, was die Unternehmen bei manchen Anforderungen, absolut schwammigen Aussagen und Angaben. Wieso nicht transparent angeben, was Sache ist? Mich persönlich schreckt vieles einfach so ab, dass ich keine Lust hätte, mich dort zu bewerben.

Aber ich verstehe eh die Frage nicht, weshalb ich mich für das Unternehmen entscheide.
Mag am Autismus liegen oder daran, dass ich zu blöd bin, aber ich möchte Geld verdienen. Die Firma zahlt okay, es ist nah bei der Wohnung. Was wollen die mehr?
Auch mit den Gehaltsvorstellungen. Ich weiß aus internen Quellen bei einigen Firmen bereits, dass das nicht bedacht wird. Die zahlen Mindestlohn oder mindestens tariflich, da kannst du mit jedem Gehalt antanzen, es wird nichts.

Oder viele Unternehmen, die einfach denselben Text original und unverändert seit 1972 dort stehen haben, nur eben jetzt im Internetz (das setzt sich eh nie durch, hihi).. und gesetzlich erzwungene Gleichstellungsklauseln.

Wenn jemand vor mir sitzt und ich merk, die Person weiß fast alles über meine Stelle und die Firma und kann mir ja fast ein konkretes inhaltliches Angebot machen - dann macht sich jemand auf diese Weise äußerst spannend.
Ich weiß nicht mal bei der Hilfsarbeit, was dort zu machen ist, da das nirgends steht oder ersichtlich ist. Nur Logistik und Service, das kann absolut alles sein.
Steht oftmals halt weder etwas Näheres zu den Ausschreibungen noch auf deren Webseiten und Firmenvita, an denen ich mich hätte orientieren können.

Bin gestern dahin gedackelt habe mal spontan zwei Mitarbeiter angesprochen und der eine macht das seit 12 Jahren, der andere seit 7. Beide haben dieselbe Stelle, aber machen etwas komplett anderes. o_O


Was mich noch mehr irritiert: Einige Unternehmen wollen nur den Lebenslauf der vergangenen 5 Jahre, andere inkl. Schulzeit. Andere nur ab dem letzten Job oder wenn es relevant für den neuen ist.
Dann bei Bewerbungen kurz und knapp oder mehr als ausführlich. Da wurde mir gesagt, dass das nach wie vor sehr durchwachsen sei auf dem Arbeitsmarkt und je nach AG das HR schwierig sein kann.

:LOL:

Das Anschreiben ist das einzige Schreiben, aus dem man etwas herauslesen kann, das einen den Bewerber einfacher einschätzen lässt.
Was will ein Aldi mit Mindestlohn für ne 25-Stunden-Teilzeittätigkeit als Reinigungskraft mit einem Anschreiben? Habe höflich den Filialleiter gefragt, der Job sei bereits weg, und es steht dort, weil die Aldizentrale das vorgibt, interessieren tut es niemanden, wird nicht einmal gelesen.
Zeugnis von vor 20 Jahren?
Vielleicht ist ja auch ein aktuelles Arbeitszeugnis gemeint.
Leider nicht, die wollten tatsächlich bei einer Firma alle Zeugnisse der schulischen Laufbahn. Grundschule, Mittelstufe, Ausbildung etc. analoge Datenkrake irgendwie. ^^
Das ist nun 4 Jahre her, aber es war wild. Der damals aus der Schulung meinte, dass die allein aus datenschutzrechtlichen Gründen nach DSGVO nicht erfragen, da es nicht relevant für den Bewerbungsprozess sei.
@KaerMorhen ich verstehe die Frage irgendwie nicht. Wie ohne ein Abschlusszeugnis willst du denn sonst deinen Berufsabschluss nachweisen? Ich doch klar, dass das dazu muss.

Und ansonsten gibt's doch mittlerweile genug Anleitungen/Hilfen zum Thema Lebenslauf/Bewerbungen im Netz
Aber doch nicht für eine Tätigkeit, die Grund- und Realschulzeugnisse und Ausbildung hat, mit dem Beruf und der Qualifikation nichts zu tun.
Ich würde dann schreiben: Mittlere Reife Realschule oder durch Fachausbildung zum XYZ nach 4 Jahren erfolgreich abgeschlossen.

In meiner Branche z.B. interessiert absolut niemand das Zeugnis, hier geht es um die Urkunde und praktische Fähigkeiten vor dem Menschen/ Patienten.
Med. Fachwissen, dessen Anwendung und soziale Kompetenz, handwerkliches Geschick, sowohl mechanisch bei der Herstellung als auch mit OP-Besteck.
Da wurde mir kürzlich gesagt, selbst wenn ich 10 Jahre raus wäre, ist es wertvoller als jemand aus der Ausbildung oder nach drei Jahren im Beruf.

Wichtig wäre für den AG, dass ich mich zeitnah weiterbilden möchte, den Wissensstand anpasse und Qualifikationen bzw. wichtige Zertifikate ein-/nachhole.


Das mit dem Bauhaus war nur alles als Beispiel. Der Gedanke mich rot zu bewerben, besteht jedoch.
Nach Abklärung mit der 6-monatigen Maßnahme, Absprache mit Amt und unter Einhaltung von Terminen, die nicht ausfallen dürfen, weiss ich Ende des Monats hoffentlich mehr.

Versteht das nicht als Meckern, ich bin nur maximal irritiert und verwirrt und vor allem hilflos (das ändert sich bald).

Weiteres Interessantes: Es betrifft nicht nur mich. In der ADHS/ ASS VT-Gruppe geht es nahezu allen so, egal ob studiert und mit drei Doktortiteln oder Abiturient auf zweitem Ausbildungsweg.
Alle sind gefühlt aufgeschmissen.
 
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Lass doch mal Deine Krankheit außen vor. Einfach den Anweisungen auf der Homepage folgen und das liefern was gewünscht ist. Wenn das schon zu viel ist dann brauchen die Dich da auch nicht. Es geht doch erstmal nur darum es ins Gespräch zu schaffen. Egal ob für einen Nebenjob oder den Karrieresprung, dieser Filter ist der heftigste. Gerade wo heute eigentlich nichts mehr von nem Mensch gelesen wird in der Erstauswahl (zumindest in größeren Schuppen).
 
Wenn dir die Art und Weise, wie die Daten angefordert werden, nicht gefällt, musst du dir einen Arbeitgeber suchen, der sie nach deinen Vorstellungen abfragt.
Vor einigen Jahren konntest du teilweise noch an die Tür klopfen und wurdest fast direkt eingestellt. Das hat sich inzwischen wieder geändert, und Arbeitgeber können Bewerber deutlich stärker vorsortieren.
Wenn es bereits zu viel verlangt ist, einige Zeugnisse aus den vergangenen Jahren hochzuladen, wird es vermutlich einfach nicht der passende Arbeitgeber für dich sein. So ist es leider.
Also entweder reichst du alles ein, was mit einem „*“ als Pflichtfeld gekennzeichnet ist, und vielleicht sogar etwas mehr, um direkt zu zeigen, dass du wirklich Interesse hast oder du lässt es.
 
Einige Unternehmen wollen nur den Lebenslauf der vergangenen 5 Jahre, andere inkl. Schulzeit. Andere nur ab dem letzten Job oder wenn es relevant für den neuen ist.
Dann bei Bewerbungen kurz und knapp oder mehr als ausführlich. Da wurde mir gesagt, dass das nach wie vor sehr durchwachsen sei auf dem Arbeitsmarkt und je nach AG das HR schwierig sein kann.
Ja mei, so isses halt, da musst halt liefern, was gefragt.

Aber ich verstehe eh die Frage nicht, weshalb ich mich für das Unternehmen entscheide.
Manche Firmen wollen halt irgendwie über ein bissl Interaktion mit dir herausfinden, ob du n normaler Mensch bist oder ein Schwerkrimineller, der täglich wahlweise die Firma bestiehlt, hinten im Lager Joints raucht, oder auch mal Feuer legt. Ist ja nicht so, dass es im Niedriglohnsektor sowas nicht massig gäbe.
 
Ist ja nicht so, dass es im Niedriglohnsektor sowas nicht massig gäbe.
Mist, bin aufgeflogen, der illegale Nackthaarkatzenzuchtring im Edekalager wird nichts. :whistle:✌️ Dabei stand im Führungszeugnis doch ich bin ein unbescholtener Bürger 👾
 
Haben wir hier in Österreich, kannst, sofern es nicht über eine Recruiting-Bude läuft, trotzdem vergessen. Da steht nur das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag (österreichisches equivalent des Tarifvertrags bei euch), und Überzahlung nach Erfahrung usw. Manche schreiben eine Range hin, die wirklich bezahlt wird, aber meistens ist das nicht der Fall. Und wenn ich dann 50-100% aufs Mindestgehalt draufschlagen muss, dass es relevant wird, bewerbe ich mich gar nicht erst.
Würde es eher mit dem Mindestlohn in DE vergleichen, denn ob/nach welchem Tarif ein Unternehmen in DE zahlt ist dem Unternehmen überlassen, der Mindestlohn hingegen muss immer gezahlt werden, wie in AT eben das spezifische Kollektivvertrag Mindestgehalt.

Habe auch schon mitbekommen, dass 75% über KV gezahlt wurde.
 
Lass doch mal Deine Krankheit außen vor. Einfach den Anweisungen auf der Homepage folgen und das liefern was gewünscht ist. Wenn das schon zu viel ist dann brauchen die Dich da auch nicht. Es geht doch erstmal nur darum es ins Gespräch zu schaffen. Egal ob für einen Nebenjob oder den Karrieresprung, dieser Filter ist der heftigste. Gerade wo heute eigentlich nichts mehr von nem Mensch gelesen wird in der Erstauswahl (zumindest in größeren Schuppen).
Das Problem ist halt, dass ich genau durch diese Faktoren der Erkrankung in der Situation stehe und mir denke, was ich machen muss. Wie geht es? Ich bin am Ende komplett blockiert.
Ich weiß, was ein Lebenslauf ist, ich weiß, wie die gegliedert sind, im Groben. Aktuell fehlt mir tatsächlich die Ordnung und der Papierkram ist noch in Umzugskisten, wird bald digitalisiert und archiviert (endlich nicht mehr wochenlang Dokumente suchen).

Das ist keine Entschuldigung, nur die Erkenntnis, weshalb einige Dinge im Leben eben so sind, wie sie sind. Es erklärt für mich vieles, was defizitär oder schwer war.
Darauf lässt sich aufbauen, gefühlt spricht aber die "normale Bevölkerung" eine andere Sprache als ich, auf vielen Ebenen.

Stellt euch vor, jeder normale Mensch geht zu einer weinenden Person und umarmt sie und tröstet sie.

Das Coole ist ja, es gibt Hilfe. Ich bin in der Lage, nun danach zu fragen. Es geht voran.

Ich erkenne teils die Trauer nicht, weiß nicht, was mit der Person los ist, bin jedoch zugleich absolut empathisch, verstehe dieses jedoch nicht, bin dadurch doppelt verwirrt. Gehe zu der Person, klopfe ihr auf die Schulter, und das war das Beste, wozu ich in der Lage war. Ja, es ist wie Sheldon Cooper und andere Filmrollen mit ASS.
Das macht es für andere sehr unverständlich und ich ecke an, weiß erneut nicht weshalb.

Jetzt sagt mir jemand, wie das geht … Woran erkenne ich das? Dann lerne ich das Muster, verstehe jedoch weiterhin nicht, weshalb dem so ist.

Selbst ein Schreiben für das Amt aufzusetzen, war nicht leicht. Ein med. Bericht für Patienten an Kliniken auch nicht, aber da gab es dann Muster und Regelmäßigkeit, die es später erleichtert haben.
KI ist ein Segen, sofern sie als Werkzeug und nicht als "Lösung für alles" genutzt wird. Für mich mega hilfreich.

Und nein, es ist eine Erkrankung, welche mich sehr einschränkt. Ein GdB bis 70 % wäre möglich. Du kannst ohne Arme schließlich auch nicht im Lager arbeiten und schwere Dinge heben. Einen auf dich angepassten Stapler bedienen jedoch schon, nur sind weder Firmen noch Stellen darauf ausgelegt oder bereit, darauf einzugehen. Gleichstellungsgesetz mal außen vor gelassen.
 
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Ganz ehrlich (und das meine ich nicht böse), aber du suchst gefühlt seitenweise erklärungen warum etwas nicht geht, anstatt gezielt zu suchen (ggf. Mit Hilfe) und einfach los zu machen. Ich meine (ich hoffe ich liege nicht falsch) dei Situation ist ja nicht erst seit gestern so

Hab zB auch kein Bock auf ein Studium um die Stelle die ich eigentlich schon mache (Vertretungsweise) dauerhaft zu bekommen. Ich könnte also ewig unsere Chefin fragen warum ich da unbedingt studieren muss und warum ich das nicht will/das Quatsch wäre, oder ich akzeptiere, dass das eben gewünscht ist und ziehe durch. Und bisher war selbst die Anmeldung zum Studium holprig (auch die wollten Abschlusszeugnisse von vor X Jahren) aber man muss halt selbst los machen ✌🏼
 
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Der Juli war wieder einer dieser guten IGMetall Monate mit TZug und den Kram, da wurden es 6700netto.

Wenn ich das jeden Monat hätte, könnt ich mir sogar ne 3 Zimmer Wohnung kaufen 😅
 
:)

Wenn du wüsstest, in vielen CABs ich saß, wo es stundenlang genau um solche Dinge ging...
Nicht darum, ob ein Prozess sicher und performant ist; nicht darum ob man etwas leaner gestalten kann...nein: unzählige Male diskutierte man lieber Buttons, deren Position oder die Farbe im GUI Header...
Wir nennen das dann „Heute geht es wieder um die blinkende Geburtstagstorte“.
Bester Vorschlag war ein kleines rotes Auto, was bei Inaktivität zum klicken animieren sollte.

Also ja, fühl ich.
 
Jobsuche hat jetzt auch endlich ein Ende. Montag hatte ich einen siebenstündigen Bewerbungsmarathon bei der neuen Firma vor Ort und diversen Gesprächen mit GF, Führungskreis, HR, meinem zukünftigen Team und gerade kam die Zusage. Werde mich neben der Führung zukünftig noch mehr um Organisationsentwicklung und Prozessoptimierung kümmern - genau was ich auch wieder wollte.


Leider muss ich dann auch die vielversprechende Jobchance absagen, die heute morgen von einem großen Headhunter kam (CV und Zeugnisse liegen übrigens vor):

Hallo Herr Wesker,

wir haben ein Stellenangebot, das Sie interessieren könnte:
  • Lagerhelfer (m/w/d)
  • Lagerhelfer (m/w/d)
  • Lagerhelfer (m/w/d)
Nutzen Sie diesen link für mehr Informationen. Sollten Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie mich.

Mit freundlichen Grüßen
[Name entfernt]
 
Gratulation. 7h klingt sehr schlimm
 

Hast du in deiner Quote mit der Nachricht vom Headhunter an dich deinen eigenen Nachnamen in der Anrede übersehen?

In welcher Branche arbeitest du?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hast du in deiner Quote mit der Nachricht vom Headhunter an dich deinen eigenen Nachnamen in der Anrede übersehen?

Wait a Minute…Wesker war der Typ aus RE 🤣
 
Such mal nach dem Namen. Denke nicht, dass das sein richtiger ist. Und falls doch wird er darüber kaum zu finden sein. 😂
 
@shinin Glückwunsch! War ja auch schon ne ganz schön lange Staffel bei dir. Super, dass du was gefunden hast was du auch machen magst.
 
Kudos aber auch dafür das du stabil geblieben bist und nicht irgendeinen Schrott angefangen hast wo du nach 3 Monaten schon wieder weg willst.
 
Danke für die Blumen! Ja, das letzte Jahr war wirklich nicht ohne. Das Renovieren der Messi-Wohnung, zwischendurch um meinen Vater kümmern in Verbindung mit Jobsuche war anstrengend. Aber jetzt kann ich noch ein paar Tage durchatmen.

Jobsuche ist aktuell sehr anstrengend. Klar, wirtschaftlich geht es vielen Firmen aktuell nicht so pralle und wir haben wieder einen Arbeitgebermarkt - aber auch wenn ich keine genaue Zahl dahinter schreiben kann, ist der Anteil von Fake-Stellenanzeigen im Moment echt hoch. Wie oft habe ich Stellen gesehen, die auch nach einem halben Jahr immer noch ausgeschrieben waren. Dazu dann leider auch oft noch unprofessionelles Verhalten, Ghosting habe ich bei einigen Firmen erlebt. Aber jetzt wird nach vorne geschaut. :geek:
 
Denke der neue Job wird sich lohnen für dich, rede es dir als "Invest" ein. 8-) Habe ja auch knapp 14 Jahre in einem Konzern verbracht, das gibt schon eine gewisse Stabilität - aber die Konzernfirma bei der ich zuletzt war und die mich ja übernehmen wollten, hat immer noch Einstellungsstopp. Jetzt ist es bei mir Mittelstand.
 
Mittelstand kann auch deutlich besser sein als Konzern, hängt halt wie immer von der Firma ab.
 
Konzern würde ich mit einem Tanker gleich setzen: Kann man viel (mit) bewegen, Kursänderung dauert aber. Kleinere Firmen können dann ein Schnellboot sein: Schneller Kurswechsel möglich, aber es wird weniger bewegt. Aber das hängt immer auch der Mannschaft ab. @Sash1983 wird seine Gründe haben und frische Luft tut immer gut finde ich. Hab auch zu lange im Konzern gesessen, weil es irgendwie auch (zu) bequem war.
 
Sind mehrere Gründe gewesen. Habe halt überlegt, seh ich mich bis zur Rente in der Firma, ohne Entwicklungsmöglichkeiten oder seh ich mich woanders, wo ich auch nochmal was lernen kann und eventuell noch nach oben fallen kann.
 
Dann will ich mich mal in die Reihe der der positiven Meldungen einreihen. Mir wurde ja letztes Jahr am 11.11. (und das in Köln) gekündigt. Schnell merkte man, dass man gar keine guten Gründe dafür hatte (ich hatte 4 Jahre auf Senior Level ein Team mit 8 FTEs und 2 Studis geführt obwohl alle anderen Teamleiter [nicht nur IT sondern komplett in der Firma] auf Manager Level waren inkl. entsprechender Entlohnung). Grund war dann, dass man keine strategische Entwicklung des Teams sehen würde, dabei gab es weder von der IT Leitung noch dem direkten Vorgesetzen entsprechende Zielvorgaben.

Dann ging es gut 4-5 Monate lang weiter mit:

- Es gibt ja keine Zukunft mehr hier bei dir willst du nicht kündigen?
- Du kannst dich total aus dem Tagesgeschäft zurück ziehen um dich woanders zu bewerben
- Androhung von mehr Monitoring und Reduzierung oder komplettem Wegfall der Homeoffice Möglichkeit
- Sehr mageres Abfindungsangebot
- Weitere Runden wo mir aufgezeigt wurde dass keine Zukunft mehr für mich exisitert inkl. dem Hinweis dass ich keinen Jahresboni und Gehaltserhöhung mehr bekomme
- besseres Abfindungsangebot
- Detailklärung des Angebots
- Annahme des Angebots

Was den Bewerbungsprozess angeht, so kann ich nur sagen, dass ich bei meinem Lebenslauf erwartet hätte, dass ich zu mindestens bei mehr als 50% der Stellen für einen ersten Screening Call mit HR eingeladen werde. Vor allem weil ich nicht willkührlich hunderte von Bewerbungen raus geballert habe, sondern sehr selektiv auf Stellen wo ich wusste dass ich ein sehr guter Match bin. Bie 2-3 Stellen war es dann wirklich, dass ich auf der Ziellinie gegen einen anderen Kandidaten das Rennen verloren habe.

Ab September geht es dann nach zwei Monaten Freistellungen und einem Monat Arbeitslosigkeit (die goldene Zeit im IT Markt ist vorbei) dann endlich weiter. Vom 2500 Mitarbeiter Konzern zu einem 5300 Mitarbeiter Konzern. Ich kann generell über Konzerne nichts schlechtes sagen. Im alten Konzern wäre ich wahrscheinlich bis zur Rente geblieben, aber wenn dich jemand aus der IT Leitung auf dem Kicker hat weil du einmal für das eingestanden bist was dir zusteht, dann verschwinden alle Zukunftsmöglichkeiten in dem Konzern von heute auf morgen. Das kann im Mittelstand genau so sein und ohne die Prozesse und möglicherwiese einem Betriebsrat und dem Budget für Abfindungen ist dann das Ende vielleicht sogar noch schlechter.

Ich fand den ganzen Bewerbungsprozess höchst professionell bei meinem neuen Arbeitgeber, was mit ein Grund für die Entscheidung war.
 
Was den Bewerbungsprozess angeht, so kann ich nur sagen, dass ich bei meinem Lebenslauf erwartet hätte, dass ich zu mindestens bei mehr als 50% der Stellen für einen ersten Screening Call mit HR eingeladen werde. Vor allem weil ich nicht willkührlich hunderte von Bewerbungen raus geballert habe, sondern sehr selektiv auf Stellen wo ich wusste dass ich ein sehr guter Match bin. Bie 2-3 Stellen war es dann wirklich, dass ich auf der Ziellinie gegen einen anderen Kandidaten das Rennen verloren habe.

Würde ich so unterschreiben, ging mir sehr ähnlich. Bei deiner letzten Aussage / deinem letzten Satz weiß ich es aber nicht genau. Ich habe ja auch so einige (Standard-)Absagen bekommen, in denen es hieß ein anderer Kandidat wäre noch einen "Minitick" besser gewesen. Um dann nach Monaten zu sehen, dass die Stelle immer noch unbesetzt ist - vielleicht auch schon wieder zu besetzen ist.
 
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