[Sammelthread] Mountainbikes

Ich rede nicht von Profisportlern sonder im Amateur oder Hobby Bereich. Oder würde hier jemand ohne Helm auf den Trail gehen?
 
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Allein schon aus Vorbildgründen fahre ich selbst im Dorf nur mit Helm. Macht mir aber auch nix, hab keine Frisur die zerstört werden kann.

Habe btw. in 18 Jahren MTB fahren 3 Fullface Helme entsorgen müssen weil kaputt.
 
Immerhin gibts hier doch noch einige mit Sinn und Verstand. Danke dafür!
 
Ich denke im Grunde wird das jeder vor sich selbst bzw seiner Familie verantworten müssen ob er mit oder ohne Helm fährt.
 
Macht mir aber auch nix, hab keine Frisur die zerstört werden kann.
Ich glaub das ist der Hauptgrund für viele, die ohne herumfahren.
(Wobei ich auch schon einige Kahlköpfige gesehen habe)

Hauptsache die Frisur sitzt, wenn der Kopf mit 50 km/h auf Metall knallt...
 
Ich rede nicht von Profisportlern sonder im Amateur oder Hobby Bereich. Oder würde hier jemand ohne Helm auf den Trail gehen?

Das ist keine Frage der kurz gedachten Argumentation, sondern der Gewohnheit.
Der überwiegende Teil der Radfahrer und Scooterfahrer fährt im Alltag ohne Helm, also ist das quasi der gesellschaftliche Standard.

Es würde auch Sinn machen beim Joggen nen Helm zu tragen oder beim Radfahren einen Rückenprotektor oder beim Surfen ne Schwimmweste etc.
Es ist aber einfach unüblich.

Im Sport ist es aber der gesellschaftliche Standard nen Helm zu tragen, was ja auch wg Reglement von den Profis vorgelebt wird und deshalb als Musthave gesehen wird. Außerdem sind die Geschwindigkeiten und das Risiko größer. Wer mit dem Rad zum Bäcker fährt hat eigtl nur die Autos als wirklich großes Risiko.
 
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Ja, Pflicht ist Käse, da würde nur unnötig schikaniert und Geld gemacht werden.

Ohne Helm fahren ist einfach ne gewisse Fahrlässigkeit an sich selbst, man nimmt in Kauf, dass mögliche Verletzungen höchstwahrscheinlich schwerer ausfallen als notwendig.
Das schadet aber nur einem selbst (und dem Gesundheitssystem, aber okay, so sozial kann und sollte ein Sozialsystem ja noch sein).
Wichtig wäre bloß, dass das bei möglichen Haftungs- und Verschuldungsfragen berücksichtigt wird.


Ich finds schon okay, wenn jemand mal was ohne Helm fährt, gibt schon Situationen, in denen das okay ist. Muss jeder selbst wissen, so weit sollten wir als Gesellschaft mit der Selbstbestimmung sein.
Ich reite ja auch mal hier und da ohne Helm, im Prinzip auch keine schlaue Idee, aber je nach Situation ist das Risiko halt klein genug, dass ichs für mich selbst bringen kann.

Hm... Mich überzeugt dieses Argument der reinen Selbstgefährdung nicht. Wenn man das nur für sich macht, im Freizeitbereich, im Bikepark oder du beim Reiten, gehe ich da halbwegs mit.

Im öffentlichen Straßenverkehr sind aber im Regelfall andere Menschen beteiligt. Was ist, wenn es zu einem Unfall mit Schwerstverletzungen oder dem Tod kommt? Der Unfallgegner wird evtl. seines Lebens nicht mehr froh, weil er einen Familienvater/Mutter getötet hat. Vielleicht kann man dem Gedanken begegnen, wenn man weiß, dass der Fahrradfahrer alleine schuld war. Aber was, wenn nicht? Wenn man auch (mit) schuld war an dem Unfall? Macht man sich dann völlig frei davon?

Kenne jemanden der einen Unfall mit einem Motorradfahrer hatte. Er fährt normal auf der Landstraße, der Motorradfahrer kommt ein einer Kurve von seiner Seite ab und rammt ihn frontal. Er war komplett schuldlos. Der Motorradfahrer stirbt vor Ort in seinen Armen. Das steckst du nicht so einfach weg. Bei einem Fahrrad kann dir das auch passieren - und ein Helm würde so ein Erlebnis vielleicht verhindern.

Deshalb finde ich das Argument der reinen Selbstgefährdung irgendwie falsch. Man kann diskutieren, ob eine Helmpflicht sinnvoll ist indem man Freiheit und Selbstbestimmung gegen den Schutz der Allgemeinheit (psychisch/Sozialsysteme) abwägt. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach offen. Die"reine Selbstgefährdung" übersieht aber die Gegenposition.

Im Vergleich zu früher hat sich die Anzahl und Geschwindigkeit der Fahrräder deutlich erhöht, die Anzahl der tödlichen Fahrradunfälle steigt auch, während die der Verkehrstoten allgemein sinkt, weshalb man schon darüber nachdenken kann, inwieweit sich die Gefährdungslage verändert hat - und das, obwohl es immer mehr und bessere Fahrradwege/-schutzstreifen gibt.
 
Wer mit dem Rad zum Bäcker fährt hat eigtl nur die Autos als wirklich großes Risiko.
Die mögen zwar das größte Risiko darstellen, aber generell gesehen gibts da doch noch etliches mehr was einem ohne Helm den tag und mitunter das restliche Leben versauen kann. Bordsteinkanten, Verkehrsschilder, betonpfeiler, mauern etc.. wenn man da mit dem kopf gegenknallt ohne Helm kann das schon bei unter 30 sachen echt unschön werden.

btw Paris hat jetzt sogar glaube ich eine Pflicht für Scooterfahrer eingeführt.
 
Du kannst auch als Fußgänger umfallen, ohnmächtig werden, mit dem Kopf gegen den Bordstein knallen etc. Solche Sachen passieren auch hin und wieder vor allem älteren Leuten.
Ein Bekannter ist sogar im Bad ausgerutscht und hat sich an der Kloschüssel das Genick gebrochen. Sollen jetzt daheim alle Leute verpflichtend Helm und HANS tragen?

Die Wahrscheinlichkeit ist halt geringer das sowas passiert, als auf dem Fahrrad von nem Auto abgeräumt zu werden.
Alles eine Sache der persönlichen Risikoeinschätzung und gesellschaftlichen Normen und vor allem der Akzeptanz in der aktuellen Bevölkerung, also nicht so schwarz-weiß, wie hier von einigen dargestellt wird.

Da der "Trend" immer mehr Richtung Helm geht und bald evtl. die "kritische Masse der Akzeptanz" erreicht ist, kann man durchaus drüber nachdenken dazu zu verpflichten. Wovon ich aber nichts halte sind irgendwelche Ausschlüsse oder Regresse der Versicherungen. Dafür sind Versicherungen da. Entweder ist es ohne Helm erlaubt oder eben nicht. Wenn man einmal anfängt darüber zu diskutieren, könnte man jedes riskante Verhalten (zb auch MTB an sich) von der Versicherung ausschließen etc.
 
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Im öffentlichen Straßenverkehr sind aber im Regelfall andere Menschen beteiligt. Was ist, wenn es zu einem Unfall mit Schwerstverletzungen oder dem Tod kommt? Der Unfallgegner wird evtl. seines Lebens nicht mehr froh, weil er einen Familienvater/Mutter getötet hat. Vielleicht kann man dem Gedanken begegnen, wenn man weiß, dass der Fahrradfahrer alleine schuld war. Aber was, wenn nicht? Wenn man auch (mit) schuld war an dem Unfall? Macht man sich dann völlig frei davon?
Haja, manchmal läufts eben blöd im Leben.
Es wird sich eh bald (zwangsläufig) aufhören mit der Übersnowflakeisierung der Gesellschaft, auf die eine oder andere Weise.

Wie gesagt, das ist das Hauptproblem. In unserer gelebten Justiz und Gesellschaft ist der schwerer Verletzte immer der Unschuldige, und genau da liegt das Problem.
Man muss einfach wieder lernen, dass das eigene Handeln (und auch das der anderen) Konsequenzen hat. Diese Vollkasko-Godmod-Mentalität ist einfach scheiße und endet in der totalen Entmündigung, wie weit will man es denn treiben?

Mir ist schon klar, dass der von dir genannte Fall besonders schwerwiegend ist (und auch bewusst so gewählt ist) - aber so ist das Leben mal. Es kann auch mal richtig scheiße laufen.

Eine sinnvolle Balance aus Eigenverantwortung und Rücksichtsnahme wäre einfach angebracht, nach vielen Jahrzenten Kindergartenleben ist das halt schwer zu sehen, für die meisten.
Hat auch damit zu tun, dass fast niemand mehr einer Arbeit mit Verletzungsrisiko nachgeht (das machen zu 90% "Menschen die zwar schon eine Zeit hier leben, aber nicht von hier abstammen").

Als Sesselfurzer isses einfach unvorstellbar, dass das eigene Handeln (und auch das der anderen) weitreichende Konsequenzen haben kann.
Der Kranfahrer, der Schweißer, der Maurer, die wissen das alle - von denen fährt nur keiner mit dem Rad.
Der überwiegende Teil der Radfahrer und Scooterfahrer fährt im Alltag ohne Helm, also ist das quasi der gesellschaftliche Standard.
Ich sehe schon viele Leute mit Helm, ich würde auf >75% schätzen, wobei ich das nicht aufmerksam beobachtet habe. Gefühl ist Helm aber Standard.
Ich hab mit dem MTB eigetnlich immer Helm getragen (momentan komm ich nicht zum Fahren, würde auch heute Helm tragen).


Wirklich ein Problem ist die "Pakistanisierung" mit diesen 25kmh Rollern (also keine Kinderroller sondern diese richtigen Mopeds im Stil einer Kymco Agility etc...) dieser Foodora/Wolt/Talahon-Mundschenk Leute.
DAS ist ein Wahnsinn, was da unterwegs ist und auch WIE.
Hätten "wir" das vor 10-20 Jahren gemacht, wäre Feuer am Dach gewesen. Jetzt ist das geduldet und normal.
Keine Ahnung wie das in deutschen Städten so ist... aber hier isses richtig krass.
Wer mit dem Rad zum Bäcker fährt hat eigtl nur die Autos als wirklich großes Risiko.
Straßenbahnschine.
Nasses Laub in der Kurve.
Feuchter Staub.
Handy-Nutzung.
Boobies angaffen.

Gibt ausreichend Möglichkeiten sich ohne Fremdeinwirkung zu exekutieren, Darwin zu Ehren.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nachtrag:

Am Ende isses mit einer Helmpflicht halt so, dass irgendwo in der Fußgängerzone ein Ordnungsamt-Kasper (oder Anzeigenhauptmeister) ausm Busch springt und dir 80€ Strafe umhängen will, weil du ohne Helm 15 Meter weit zum nächsten Geschäft gerollt bist.

Das isses halt. Man sollte sich eifnach überlegen, ob man wirklich will, dass einem der (nicht mehr immer so wohlwollene) Staat (der gierig jeden Euro braucht) bei jedem Furz an dein Eiern haben soll.
Ich tät mir das äußerst gut überlegen, ob ich mir sowas wünschen würde.


Eine gesunde Gesellschaft funktioniert aus Konsens (damit Verbunden auch gegenseitige Rücksicht usw.), nicht aus einem übergriffigen Staat, der jedes noch so kleine Detail des Lebens regelt.
 
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Am Ende isses mit einer Helmpflicht halt so, dass irgendwo in der Fußgängerzone ein Ordnungsamt-Kasper (oder Anzeigenhauptmeister) ausm Busch springt und dir 80€ Strafe umhängen will, weil du ohne Helm 15 Meter weit zum nächsten Geschäft gerollt bist.

Jo, das würde mich natürlich auch nerven.

Es ist, wie du schreibst: "Eine sinnvolle Balance aus Eigenverantwortung und Rücksichtsnahme wäre einfach angebracht". Da bin ich voll bei dir.

Ich habe auch keine Lust auf einen übergriffigen Staat, der in allen Bereichen Vorschriften macht. Gerne natürlich da, wo es sinnvoll ist - ansonsten aber bitte nicht. Deshalb ist es auch wichtig die Diskussion zu führen und dabei die Argumente entsprechend zu würdigen.
 
Jein.
Kommt drauf an, wovon wir sprechen. Diese "pakistanisierten" Motorroller/Scooter (nicht die "Tretroller"), sofort. Gern auch mit Führerschein.
Das Zeug ist eine Plage und gehört verbannt, ich kann das auch gut begründen:
- Für die Straße zu langsam, Verkehrshindernis. Gehört als "vollwertiges Fahrzeug" entsprechend behandelt, wie ein 50ccm Roller auch, TÜV, Versicherung, Führerschein (weil die Verkehrsregeln bekannt sein müssen).
- Für den Bürgersteig zu groß, zu breit, zu schwer.
=> Kein möglicher Verwendungszweck außer am Werksgelände.

Beim Fahrrad darfs doch ohnehin nur bis 25 km/h gehen, das fahr ich als untrainierter.


Zudem... richtig gefährlich und riskant ist in der Regel eher der Hipster mit seinem Fixie (gibts den Trend noch?) in der Stadt unterwegs.
Der König des Bürgersteiges, der König der Straße und mit der totalen Absolution des sich gesellschaftspolitisch maximal integer zu fühlens.
 
Ich meine damit nicht die Elektro-Tretroller.

Ich meine diese:
1786629753909.png
Irgendwie haben sie es geschafft den Kram als Elektrofahrrad durchgehen zu lassen oder dulden das zumindest irgendwie.
 
Wenn das Gefährt schneller als 6km/h fährt, ist es bereits einem 50ccm Roller gleichgestellt und muss dafür deine Forderungen eh erfüllen. Das Befahren des Gehwegs ist verboten.
 
Spannend.
Hier nicht. Oder es wird nicht geahndet, ich glaub aber, dass das momentan irgend eine kreativ genutzte Lücke ist.

Auf jeden Fall ist das die totale Pest.
Je nach Uhrzeit und Standort wimmelt es in Wien nur so von Talahon (oder Talahons?) auf solchen Dingern, ohne Spaß jetzt. Kreuz und Quer, überall.
 
Noch nie gesehen so einen Stuhl. Hier fährt alles über 10j (manchmal auch darunter) mit diesen xiaomi E-Rollern, die sind echt eine Plage.
 
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