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Stabilität statt neuer Funktionen: Die AMD Radeon Software 21.4.1

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radeonsoftware2019Wie in jedem Frühjahr stellt AMD auch 2021 eine neue Treiber-Generation vor. Die stetige Weiterentwicklung des Treibers ist ein Anzeichen dafür, dass es gar keine große Veröffentlichung mehr gibt, sondern es stattdessen in regelmäßigen Schritten und zusammen mit Hardware-Veröffentlichungen immer wieder neue Funktionen gibt. Dennoch nimmt AMD den jährlichen Rhythmus zum Anlass, über einige Neuheiten zu sprechen, die wir hier beschreiben wollen.

Der heutige Tag stellt mit der Radeon Software 21.4.1 den Startschuss der nächsten Treiber-Generation dar, den jeder Radeon-Besitzer ab sofort installieren kann.

Den Link werden wir nachreichen, sobald AMD den Treiber auch offiziell freigegeben hat.

Aber zunächst noch ein kleiner Rückblick, mit dem AMD unterstreichen will, inwieweit man die Unterstützung und Optimierung der Spiele vornimmt. So sei eine Radeon RX 5700 XT in Wolfenstein: Youngblood im Vergleich zum Day-0-Treiber über die folgenden Treiber-Versionen um 23 % schneller geworden. Insgesamt hat es im vergangenen Jahr 30 Day-0-Treiber gegeben, die immer wieder auf die neusten Spiele optimiert worden sind.

Zwei neue Funktionen des 21.4.1 betreffen die Stabilität des Treibers, bzw. sollen dabei helfen, diese zu verbessern. Das Bug Report Tool startet automatisch, wenn ein Fehler aufgetreten ist. Informationen werden weitestgehend automatisch gesammelt, einige kann und sollte der Nutzer aber auch manuell hinzufügen. Diese Daten werden dann direkt an AMD übertragen.

Der Crash Defender soll dabei helfen, dass es bei Fehlern nicht zwangsläufig zu einem kompletten Systemabsturz kommt. Der Crash Defender soll Probleme erkennen, bevor diese zu einem vollständigen Crash führen. 

Insgesamt richtet AMD diese Treiber-Generation auf eine höhere Stabilität aus und implementiert zudem Prozesse, die dabei helfen sollen, Fehler schneller zu erkennen und letztendlich zu beheben. Im Grunde geht es darum, die Qualität der Software zu verbessern, bevor sie beim Besitzer der Grafikkarte landet, denn dieser sollte sich nicht als Beta-Tester fühlen.

Ein gemeinsamer Trend in der Treiberentwicklung bei AMD und NVIDIA ist die Reduzierung des Input-Lags – also der Zeit, die zwischen der Eingabe (beispielsweise über die Maus) bis zur Ausgabe auf dem Display verstreicht. NVIDIA führte dazu mit Reflex eine Technik ein, die es Spielern sogar selbst ermöglicht, diese Latenz zu messen und besser zu verstehen. Bei AMD heißt die Technik zur Reduzierung des Input Lags Radeon Anti-Lag. Neu ist diese in dieser Version allerdings nicht.

Recht wenige neue Funktionen

Kommen wir zur ersten echten Neuheit der Radeon Software 24.4.1:

Schon bei der Installation des Treibers geht es los: Neben den bisherigen optionalen Funktionen bietet der neue Treiber die Möglichkeit, den Funktionsumfang der integrierten Software zu bestimmen. So gibt es einen minimalen Funktionsumfang, der nur die wichtigsten Optionen enthält und einen vollen Funktionsumfang. Es ist außerdem möglich, nur den Treiber als solches zu installieren. Es muss aber immer das komplette Treiberpaket heruntergladen werden. AMD will hier keinerlei Verwirrung durch das Angebot mehrere Download-Optionen aufkommen lassen.

Aufgrund der Pandemie und der Tatsache, dass viele Spieler sich im Homeoffice befinden, ist die Nutzerbasis für AMD Link deutlich gestiegen. Eine Million neue Nutzer verzeichnete man in 2020 – eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Für AMD Link 4.0 gibt es einige Optimierung in der Übertragungsqualität und den Latenzen. Bisher war das Streaming auf mobile Endgeräte und TV-Geräte möglich. Die große Neuerung in diesem Jahr betrifft den Client für AMD Link für Windows. Es ist nun also möglich, von einem Gaming-PC auf einen zweiten zu streamen, der ebenfalls Windows als Betriebssystem verwendet und nicht zwangsläufig ein mobiles Gerät ist.

Weitere kleinere Neuerungen betreffen Einstellungen für Farbenblinde, sodass diese individuelle Profile festlegen können, aber auch ein erweiterter Funktionsumfang für das Streaming. Dabei sind viele automatische Funktionen, die bei der Qualität der Übertragung helfen sollen – abhängig von der zur Verfügung gestellten Internetbandbreite. Außerdem wird die aktuelle Hardware zusammen mit dem neuen Treiber in die Lage versetzt, AV1-Videoinhalte mit DRM wiedergeben zu können.

Eine der wichtigsten Optionen im Radeon-Treiber sind die Leistungsdaten. Diese werden von allen Funktionen am häufigsten aufgerufen. Entsprechend gibt es hier einige Verbesserungen. So werden bei installiertem Ryzen-Prozessor auch dessen Informationen in der Radeon Software angezeigt und es muss gleichzeitig nicht der Ryzen Master laufen. AMD hat zudem an der Benutzeroberfläche gearbeitet und beim Overlay gibt es einige neue Anzeigeoptionen.

Den Link werden wir nachreichen, sobald AMD den Treiber auch offiziell freigegeben hat.

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