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Rekord vor dem Börsengang: Spotify meldet 70 Millionen Abonnenten

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Während man die Gerüchte rund um den vermuteten Börsengang mit stoischer Ruhe unkommentiert lässt, zeigt Spotify sich bei den Nutzerzahlen weit offener. Via Twitter verkündete das Unternehmen, dass man die Marke von 70 Millionen Abonnenten überschritten habe. Damit festigen den Schweden ihre Position als größter Musik-Streaming-Anbieter - mit vermutlich großem Vorsprung.

So vermeldete Apple im September, dass Apple Music mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer verzeichne. Andere Mitbewerber wie Tidal oder Amazon nennen keine Zahlen oder haben bereits seit längerer Zeit keine aktuellen Werte verraten; Deezer nannte zuletzt vor einem Jahr sechs Millionen Abonnenten.

Trotz der positiven Entwicklung hinsichtlich Abo-Entwicklung dürfte Spotify wirtschaftlich weiter zu kämpfen haben. Denn eine steigende Nutzerzahl war in der Vergangenheit fast immer auch mit steigenden Verlusten verbunden. Im vergangenen Juni wiesen die Schweden ein Minus in Höhe von mehr als 550 Millionen Euro aus, 140 % mehr als im Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte hingegen um rund 50 % auf rund 2,9 Milliarden Euro.

Milliarden-Klage gefährdet Börsengang

Allerdings droht eine Strafe in Milliarden-Höhe. Erst vor wenigen Tagen reichte der US-Musikverlag Wixen Music Publishing eine Klage gegen Spotify ein. Der Vorwurf: Der Streaming-Dienst hätte Titel des Verlags genutzt, dafür jedoch keine Lizenzgebühren gezahlt. Deshalb sollen die Schweden pro Titel 150.000 US-Dollar zahlen - insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar.

In der Vergangenheit beschwerten sich Verlage und Künstler mehrfach, dass Spotify zu wenig überweisen würde. Höhepunkt war der Boykott seitens Taylor Swift, die kurzerhand all ihre Titel entfernen ließ - sich dabei aber nicht nur Spotify beschränkte.

Sollte Wixen mit seiner Klage Erfolg haben, dürfte dies durchaus Auswirkungen auf den vermutlich geplanten Börsengang haben. Laut Axiossoll Spotify einen entsprechenden Antrag bereits bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht haben. Der soll als Starttermin das erste Quartal 2018 sowie ein für Tech-Unternehmen ungewöhnliches Detail enthalten. Anstatt den Umweg über die üblichen Wall-Street-Banken mitsamt hoher Gebühren zu gehen, soll Spotify eine direkte Listung planen. Offen ist, mit welcher Ausgabekurs vorgesehen ist und wie viele Anteile die Schweden verkaufen wollen. Derzeit soll das Unternehmen etwa 20 Milliarden US-Dollar wert sein.

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