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Spotify verbietet Adblocker-Nutzung in den AGB

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spotifyDank eines Sondereffekts konnte der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify im letzten Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben und verdiente auch im vergangenen Geschäftsquartal überraschend operativ Geld, was vor allem auf gesunkene Kosten, aber auch auf eine stetig wachsende Nutzerschaft zurückzuführen ist. So zählte der Dienst bis Dezember über 200 Millionen Nutzer, von denen 96 Millionen sich für das kostenpflichtige Premium-Abo entschieden hatten. Der Großteil der Nutzer nutzt die Plattform jedoch werbefinanziert und damit völlig kostenlos.

Beim Gratis-Paket von Spotify können Nutzer ihre Musik nicht offline speichern, um sie auch unterwegs ohne Internetverbindung hören zu können, müssen Abstriche bei der Streaming-Qualität hinnehmen und können nicht jeden Titel sofort überspringen. Viel wichtiger ist jedoch, dass zwischen den Songs immer wieder kurze Werbeunterbrechungen zur Finanzierung zwischengeschaltet werden. Bei Spotify Premium, für das man monatlich 9,99 Euro bezahlt, gibt es diese Einschränkungen nicht. Doch mit ein paar Tricks und vor allem einem anderen Player können zumindest die Werbeunterbrechungen auch beim Gratis-Abo abgestellt werden. 

Dass dies dem Dienst ein Dorn im Auge ist und den Schweden damit Umsatz verloren geht, ist keine Überraschung. In der Vergangenheit hatte Spotify entsprechende Nutzer per E-Mail angeschrieben und das Account temporär stillgelegt. Wie der US-Technikblog The Verge jetzt berichtet, hat Spotify seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen überarbeitet und die Nutzung solcher Programme und Tools offiziell verboten. Ab dem 1. März sollen Nutzer, die die Werbung von Spotify umgehen, nicht mehr vorgewarnt und ihre Accounts sofort dauerhaft gesperrt werden. Rund zwei Millionen Free-User könnte das ab dem nächsten Monat betreffen. 

Spotify soll schon länger entsprechende Maßnahmen ergriffen haben, um manipulierte Apps und andere Tools zur Ausblendung der Werbung erkennen zu können. Ob dabei auch die Technik von Synamedia zum Einsatz kommt, die sogar das Teilen von Premium-Abos untereinander aufspüren soll, bleibt offen. Dagegen geht Spotify in letzter Zeit nämlich ebenfalls verstärkt vor und schaut genauer hin. In den deutschen AGB ist der neue Passus noch nicht aufgenommen worden.

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 17.06.2005

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1459
Wie wäre es, wenn die den Dienst einfach komplett einstellen?
#4
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Registriert seit: 13.09.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 795
so kann man sich auch ins Knie schießen
#5
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Registriert seit: 17.05.2003
Augsburg
Admiral
Beiträge: 11931
Zitat Zero-11;26793451
so kann man sich auch ins Knie schießen


Wieso sollten sie? Spotify macht an einem freien Benutzer ohne Werbung kein Geld. Er kostet aber Geld. Infrastrukturkosten + jedes abgespielte Lied kostet. Da ist es doch nur fair, dass User, die die Werbung blocken ausgesperrt werden.
#6
Registriert seit: 26.04.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 945
Zitat Zero-11;26793451
so kann man sich auch ins Knie schießen


Nicht wirklich. Zahlende Kunden dürfte das am Arsch vorbeigehen (oder genau gesagt, sogar freuen, den bisher subventionieren die, die nicht zahlenden schon mit). Spotify ist groß genug und die einzige wirkliche Alternative ist Amazon (da zahlst du so oder so, die Frage ist nur wie viel).
Die, die sich jetzt am meisten aufregen, sind genau die, auf die Spotify nun wirklich verzichten kann. Mal ehrlich, warum sollte sich Spotify (und seine profitablen Kunden), im geringsten für eine Minderheit, die nur kosten verursacht und dann auch noch lautstark am flennen ist, interessieren?

Es gibt genug alternativen, du kannst immer noch youtube benutzen, oder dir die Musik im Laden kaufen.
#7
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Registriert seit: 13.09.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 795
und da kamen auch schon die corporate shills
#8
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Registriert seit: 24.03.2009
Stuttgart
Hauptgefreiter
Beiträge: 244
Eben, ich versteh den Shitstorm nicht. Die 10€ im Monat für eine abartig riesige Musikbibliothel ohne Werbung kann man schon mal löhnen. Der die Kohle nicht zahlen will, soll die verdammte Werbung genießen.

Ich bin froh, dass Spotify schwarze Zahlen schreibt. Immerhin ein richtig großer Dienst, der nicht zu einem der Multimilliardenkonzerne gehört. Amazon, Google, Apple und MS nutzen die Leute schon in anderen Bereichen. Da will ich denen nicht die volle Kontrolle und noch mehr Kohle in den Rachen stopfen.

Und Musiker? Trotz vieler Kritik an Spotify. Ich finde viele interessante Newcomer gerade durch Spotify und gehe dann auf Konzerte und kaufe dann Merch. Ohne den Dienst, würden sie nach wie vor in ihrem Kaff im JuHa spielen und keiner wüsste, dass es die gibt.
#9
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Registriert seit: 23.04.2007
MSP
Flottillenadmiral
Beiträge: 4187
kann mir mal einer erklären wer oder was Spotify ist?
#10
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Registriert seit: 21.05.2013
in the middle of berlin
Korvettenkapitän
Beiträge: 2097
...bist du zu faul zum googlen?
#11
Registriert seit: 27.12.2006
NRW
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1397
Ich habe denen fast 2 Jahre Geld in den Rachen geworfen bevor ich auf free + adblock umgestiegen bin. Ich rippe die Lieder die interessant sind und werde auch weiter so verfahren.
Auf dem iPhone hatte ich mal Spotify Plus, aber das wurde irgendwann eingestellt. Schade. So kann ich es unterwegs vergessen. Aber da reicht mir auch das kostenlose Amazon Music.
#12
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Registriert seit: 22.09.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 227
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