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Als Nachfolger der "Siena"-Modelle alias Epyc 8004 hat AMD soeben die nächste Generation "Sorano" auf Basis der Zen-5-Architektur vorgestellt, die als Epyc-8005-Serie den Markt erreichen sollen. Genau wie "Siena" sollen auch die "Sorano"-Prozessoren einen ganz speziellen Markt abdecken: den der Telekommunikationsanbieter mit vRAN-Anwendungen.
Das Leistung/Watt/US-Dollar-Verhältnis spielt in diesem Segment eine entscheidende Rolle. Entsprechend will AMD die Epyc-8005-Serie weiterentwickelt und verbessert haben.
Technische Spezifikationen nennt AMD nicht, spricht aber von bis zu 84 Kernen und einer TDP von 225 W. In den kommenden Monaten wird AMD die ersten Netzwerkausrüster mit den neuen Prozessoren, genauer gesagt den dazugehörigen Plattformen, ausstatten.
vRAN, das virtualisierte Radio Access Network, stellt eine softwarebasierte Umsetzung des Funkzugangsnetzes für Mobilfunknetze dar, die Hardware von den Netzwerkfunktionen entkoppelt und diese auf Standardservern oder in der Cloud ausführt. Statt proprietärer, spezialisierter Einheiten wie der Baseband Unit werden zentrale Komponenten – vorwiegend die verteilte (DU) und zentrale Einheit (CU) – virtualisiert, während die Radio Unit (RU) physisch an den Antennen bleibt und über offene Schnittstellen wie im Open-RAN-Konzept kommuniziert. Dies ermöglicht Telekommunikationsanbietern Flexibilität, Kosteneinsparungen durch den Einsatz von Commodity-Hardware sowie dynamische Skalierung für 5G-Anwendungen.
Prozessoren spielen hier inzwischen eine Schlüsselrolle, da sie die rechenintensiven Baseband-Funktionen wie Signalverarbeitung, Beamforming oder massive MIMO übernehmen können. x86-Prozessoren von AMD und Intel sind mit integrierten Beschleunigern ausgestattet, die für vRAN-Workloads optimiert sind.