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SiSoftware analysiert erste Leistungsdaten zum Raptor Lake Core i9-13900

Veröffentlicht am: von

intel-2020Eine inzwischen wieder verschwundene Leistungsanalyse von SiSoftware gibt einen ersten interessanten Einblick in das, was Raptor Lake in der zweiten Jahreshälfte zu bieten haben könnte. Basis der Analyse sind die eigenen synthetischen Benchmarks von SiSoftware. Verwendet wurde ein Core i9-13900, also noch nicht das Spitzenmodell der K-Serie und es handelte sich auch nur um ein Engineering Sample.

Letztgenannter Punkt erklärt auch, warum der Core i9-13900 mit einem Takt von 3,7 GHz für die Performance-Kerne und 2,76 GHz für die Efficiency-Kerne gearbeitet hat, während der für den Vergleich herangezogene Core i9-12900 auf 5,1 bzw. 3,8 GHz kommt. In den Grafiken ebenfalls zu finden ist der Core i9-11900K und ein Ryzen 9 5900X.

Der Core i9-13900 bietet acht Performance- und 16 Efficiency-Kerne. Von den sparsameren Kernen also doppelt so viele wie ein Core i9-12900. Entsprechend sind Multi-Threaded-Anwendungen auf den Core i9-13900 zugeschnitten, was er in den ALU- und Fließkomma-Tests eindrucksvoll unter Beweis stellt. Wohlgemerkt muss man den niedrigeren Takt im Hinterkopf behalten.

SiSoft-Analyse Core i9-13900ES
SiSoft-Analyse Core i9-13900ES

In einigen anderen Benchmarks sieht es dann nicht mehr ganz so gut aus. Gründe dafür sind einmal mehr der Takt, aber auch die Tatsache, dass Raptor Lake kein AVX-512 unterstützen wird – genau wie die Alder-Lake-Prozessoren, die ab einem bestimmten Zeitraum dieser Funktion beraubt wurden.

SiSoftware beschreibt die Änderungen in den Performance-Kernen als kleine Verbesserung. Größere Caches und ein höherer Takt dürften das sein, was wir dann letztendlich sehen werden. Die Verdopplung der Efficiency-Kerne hilft bei der Multi-Threaded-Leistung natürlich und dies zeigt sich auch recht deutlich.

Anstatt ein Cluster aus acht zusätzlichen E-Kernen hätte Intel zwei zusätzliche P-Kerne verbauen können. Dies hätte zwar Auswirkungen auf die Cache-Struktur, einige Nutzer hätten jedoch sicherlich lieber zehn anstatt nur acht P-Kerne gesehen. Intel hat sich offensichtlich dagegen entschieden – auch weil zwei zusätzliche P-Kerne das Power-Budget noch einmal erhöht hätten. Acht schnelle Kerne mit hohem Takt sind womöglich besser geeignet als zehn nicht mehr ganz so schnelle Kerne, weil deren Takt in Multi-Threaded-Anwendungen nicht so hoch angelegt werden kann.

SiSoft sieht das Raptor-Lake-Update für Besitzer eines Alder-Lake-Prozessors als "anständig, aber nicht unbedingt erforderlich." Da Meteor Lake als Nachfolger einen neuen Sockel voraussetze, sei Raptor Lake auch keine gute Einstiegsplattform, da das Upgrade-Potential nicht vorhanden sei. Natürlich aber bietet auch Raptor Lake mit DDR5 und PCIe 5.0 einige interessante neue Technologien, die für Nutzer interessant sein können, die noch nicht auf Alder Lake gewechselt haben.

Raptor Lake wird gegen AMDs Ryzen-Prozessoren mit Zen-4-Architektur antreten müssen. Mit AM5 wechselt auch AMD auf DDR5 und unterstützt PCI-Express 5.0.

Volle Analyse von SiSoftware

Da SiSoft die Analyse offline genommen hat, hier eine Kopie:

""AlderLake" ADL was meant to be designed for efficiency - this was the very point of the hybrid "big.LITTLE" architecture - that despite the huge changes required for software support - at least in the Windows x86 world - it would be worth it. While the performance was good (despite the loss of AVX512 vs. RKL/TGL/ICL) the (turbo) power required reached new levels which brought power efficiency down.

"RaptorLake" RPL brings slightly updated big Cores and 2x more Little Atom cores in order to improve power efficiency - that also improves raw performance due to higher/longer turbo headroom due to lower power and lower thermals. For laptop/tablet platforms this will help tremendously - but for desktops and (low-end) workstations/servers - more compute power would have been preferred.

Windows 11 (22H2) is now more mature and a lot of software (like Sandra) had time to update and optimise - thus in effect RPL will perform better due to updated software ecosystem. Firmware, BIOS, etc. are also updated and likely helping overall performance.

  • In legacy ALU/FPU tests, RPL shows a large 33-50% improvement over ADL even at lower clocks which is tremendous.
  • In heavy vectorised/SIMD tests, RPL sees only 5-8% improvement over ADL (at lower clocks) which is encouraging but perhaps not a surprise as the extra Atom cores are not going to provide much uplift. We are waiting for additional benchmark results to have a better understanding.
  • The huge L2 combined caches (16+16 = 32MB) and the increased L3 (36MB unified) finally overtake/match AMD's Zen3 - but now with Zen2-3D V-Cache and forthcoming Zen4 (1MB L2 per core vs. 512kB) it may still not be enough.

For workloads not using SIMD code but require many threads and thus "real" cores, RPL will perform much better than ADL -e.g. virtualisation of low-compute workloads; there are now 32 total threads (like AMD's top 5950X) and 24 real cores (vs. 16 on AMD). High-compute workloads can be temporarily migrated on the big cores - but generally these can be "parked" thus saving power.

If your vectorised/SIMD workloads were left wanting on ADL, RPL won't perform a lot better and this should not be a surprise; RPL is not a 2x (dual) AVX512 SIMD units workstation CPU (e.g. "Sapphire Rapids") - but can still beat old AVX512-enabled "RocketLake" RKL in many SIMD workloads. AMD's Zen4 with AVX512 will likely severely beat it.

It's interesting that with space for 2 extra clusters, Intel has decided on 8 extra Atom cores and not 2 extra big Cores (10C + 8c / 28T). Or perhaps just 12 big AVX512-supporting Cores (12C / 24T like AMD 5900X) to battle Zen4..

If you already upgraded to Socket 1700 for the new technologies (DDR5, PCle 5.0, Thunderbolt/USB 4.0, etc.) and want more, then RPL is a decent upgrade but not essential. As the next Intel core arch "MeteorLake" MTL will use a different socket, RPL does not have a great upgrading potential. If you have been waiting - then best wait some more to see what the competition, AMD, brings with Zen4 (Ryzen 7000?) and longer-term AM5 socket. Best wait and see..."

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