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MSI spricht über Overclocking-Potenzial der Comet-Lake-Prozessoren

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intel-cml-sIm Rahmen eines Livestreams hat MSI seine Mainboard-Modelle für den Sockel LGA1200 bzw. die neuen Comet-Lake-S-Prozessoren vorgestellt. Die wichtigsten technischen Daten der MSI-Boards haben wir mit der Vorstellung der Plattform schon genauer betrachtet. Im Livestream sprach MSI aber auch über das Overclocking-Potenzial und präsentierte dabei interessante Zahlen.

Die von MSI erhobenen Zahlen basieren offenbar auf internen Tests, die man mit den Prozessoren gemacht hat, die Intel zur Verfügung gestellt hat. Die Mainboardhersteller bekommen von den CPU-Herstellern mehrere Prozessoren und unterschiedliche Modelle gestellt, damit diese eine Validierung der eigenen Platinen vornehmen können. Die Anzahl der zur Verfügung gestellten Prozessoren scheint dabei auszureichen, um eine Statistik zum Overclocking-Potenzial zu erstellen.

Etwas Hintergrund, bevor wir zu den Zahlen kommen: Intel fertigt die Prozessoren und testet diese. Für Comet Lake-S gefertigt werden zwei unterschiedliche Dies – einen größeren mit zehn Kernen, der auch für die Achtkern-Modelle verwendet wird und einen Die für Sechs Kerne und weniger. Aufgrund der Tests wird festgelegt, welche Modelle einen bestimmten Takt erreichen können. Aber Intel legt auch ein gewisses Overclocking-Potenzial fest. Die besten Chips werden schlussendlich die K-Modelle.

MSI hat in seinen internen Tests drei Klassen für das Overclocking-Potenzial festgelegt:

  • Level A: Overclocking-Potenzial höher als erwartet
  • Level B: Overclocking-Potenzial im erwarteten Bereich
  • Level C: Overclocking-Potenzial geringer als erwartet

Für den Core i5-10600K(F) sehen die Zahlen so aus, dass das höhere Potenzial nur bei 2 % der Zahlen zu erwarten ist, während 31 % der Prozessoren ein weniger hohes Overclocking-Potenzial haben. 52 % liegen im erwarteten Bereich. Schaut man sich den Core i7-10700K(F) an, liegen die Zahlen in einem ähnlichen Bereich.

Interessant wird es beim Core i9-10900K(F). Hier scheinen die verschiedenen Level recht ausgeglichen zu sein. 27 % der Prozessoren haben entweder ein höheres oder niedrigeres Overclocking-Potenzial. 35 % liegen im erwarteten Bereich. Der Core i9-10900K(F) hat also den geringsten Anteil an Prozessoren deren Overclocking-Potenzial geringer als erwartet ist, allerdings bewegen wir uns hier im Bereich von 32 zu 27 % – der Vorteil ist in dieser Hinsicht also nicht wirklich groß. Dafür steigt der Anteil der Prozessoren, die sich besser als erwartet takten lassen.

Package Power, Spannungen und Temperaturen

Außerdem hat MSI einige Zahlen zum Verhältnis aus Spannung und Package Power veröffentlicht. Diese beziehen sich wieder auf die drei erwähnten Modellen und dürften im Rahmen der Erhebung der verschiedenen OC-Potenzial-Level entstanden sein. Das Diagramm beschreibt einen Betriebsbereich für die Prozessoren, ohne Overclocking.

Zuletzt verweist MSI noch auf die VRM-Temperaturen. Für einen Standard-Takt spricht MSI von MOS- und PCB-Temperaturen im Bereich von 70 bis 76 °C. Übertaktet werden einzelnen Komponenten (nicht die Prozessoren) deutlich wärmer und erreichen Werte von bis zu 94 °C.

In unserem Test der Comet-Lake-S-Prozessoren werden wir uns dem Thema Overclocking sicherlich auch widmen. Zum Overclocking-Potenzial wird es sicherlich kurz nach dem Start die ersten Erkenntnisse geben. Die Overclocker haben ihre Prozessoren bereits getestet und die Ergebnisse vorliegen. Diese werden sie dann mit Ende des Review-Embargos auch veröffentlichen.