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AMD Ryzen Threadripper mit 24 und 32 Kernen auf sTRX40 kommt am 25. November

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amd ryzen threadripper 2Heute fällt der Startschuss der Ryzen-Threadripper-Prozessoren der dritten Generation. AMD will den Trend der vorherigen beiden Generationen fortsetzen und sieht im High-End-Desktop einen Markt von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren verwenden dabei natürlich CPU-Kerne auf Basis der Zen-2-Architektur und werden in 7 nm gefertigt. Zum Start wird AMD zwei Modelle auf den Markt bringen. Über weitere Modelle spricht AMD aktuell noch nicht.

Mit den neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren findet außerdem ein Neustart der Plattform statt, denn anders als die Ryzen-Prozessoren der dritten Generation gibt es Änderungen am Sockel. Die Anzahl der Kontakte und die physikalischen Eigenschaften bleiben gleich, allerdings wird die Pinbelegung derart geändert, dass keine Kompatibilität zu den Vorgängern hergestellt werden kann.

Die neuen Modelle Ryzen Threadripper 3960X und Ryzen Threadripper 3970X bieten ebenso viele Kerne wie ihre Vorgänger Ryzen Threadripper 2970WX und Ryzen Threadripper 2990WX. Durch die Verwendung der Zen-2-Architektur sollen die neuen Modelle aber dennoch eine deutlich höhere Leistung bieten.

Übersicht der Ryzen-Threadripper-Prozessoren
Modell Kerne / Threads TaktratenL3-Cache TDPRAM Preis
Ryzen Threadripper 3990X* 64 / 128 - 280 WDDR4-3200 -
Ryzen Threadripper 3980X* 48 / 96 - 280 WDDR4-3200 -
Ryzen Threadripper 3970X 32 / 64 3,7 / 4,5 GHz128 MB 280 WDDR4-3200 1.999 USD
Ryzen Threadripper 3960X 24 / 48 3,8 / 4,5 GHz128 MB 280 WDDR4-3200 1.399 USD
Ryzen Threadripper 2990WX 32 / 64 3,0 / 4,2 GHz64 MB 250 WDDR4-2933 1.040 Euro
Ryzen Threadripper 2970WX 24 / 48 3,0 / 4,2 GHz64 MB 250 WDDR4-2933 1.800 Euro

Der Ryzen Threadripper 3960X bietet 24 Kerne und einen Basis-Takt von 3,8 GHz. Der Boost-Takt wird mit 4,5 GHz angegeben. Der Vorgänger Ryzen Threadripper 2970WX bot einen Basis-Takt von 3,0 GHz und erreichte per Turbo bis zu 4,2 GHz. Der Ryzen Threadripper 3970X soll seine 32 Kerne auf mindestens 3,7 GHz bringen können. Auch hier liegt der Boost-Takt bei 4,5 GHz. Der Ryzen Threadripper 2990WX bot wie der Ryzen Threadripper 2970WX 3,0 bzw. 4,2 GHz.

Die Thermal Design Power steigt von 250 auf 280 W an. Zur Kühlung empfiehlt AMD einen Kühler, der mindestens 250 W abführen kann. Wie sich der höhere Verbrauch in der Praxis niederschlägt, werden wir uns in den Tests anschauen müssen. Beim Arbeitsspeicher unterstützen die neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren nun DDR4-3200 – genau wie die Ryzen-Modelle für den Sockel AM4.

Pro CCD bieten die Ryzen-Prozessoren mit Zen-2-Architektur 32 MB L3-Cache. Die beiden neuen Modelle verwenden vier CCDs und kommen demnach auf 128 MB an L3-Cache. Bei den vorherigen Modellen waren es noch 16 MB pro Zeppelin-Die und demnach 64 MB. Der L2-Cache beläuft sich weiterhin auf 512 kB pro Kern.

Mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren der dritten Generation nimmt AMD einen Wechsel der Plattform vor. Zum einen wird dies mit der Kompatibilität zu PCI-Express 4.0 begründet, vor allem aber mit einer neuen Anbindung des Chipsatzes. Dadurch wird eine neue Pinbelegung im Sockel notwendig.

Anstatt der bisherigen Anbindung des X399-Chipsatzes über vier PCI-Express-3.0-Lanes kommen nun acht PCI-Express-4.0-Lanes zum Einsatz. AMD vervierfacht demnach die Bandbreite zwischen Prozessor und Chipsatz. Dies wiederum wird mit der besseren Anbindung der I/O-Schnittstellen am Chipsatz begründet. Hier hat der Mainboardhersteller an zwei Ports die Wahl zwischen 1x PCI-Express 4.0 x4, 2x PCI-Express 4.0 x2, 1x PCI-Express 4.0 x4 und 4x SATA 6 GBit/s. An einem zweiten Port besteht ebenfalls diese Auswahl. Hinzu kommen acht frei verfügbare PCI-Express-4.0-Lanes. Der TRX40-Chipsatz bietet 6x SATA 6 GBit/s, 4x USB 2.0 und 8x USB 3.2 Gen 2.

Über den Prozessor angeboten bzw. angebunden werden 48 PCI-Express-4.0-Lanes, die beispielsweise in drei x16-Steckplätze umgesetzt werden können. An zwei Ports kann zwischen PCI-Express 4.0 mit vier Lanes, x4 NVMe und 4x SATA gewählt werden. Hinzu kommen 4x USB 3.2 Gen 2. Insgesamt stehen 72 PCI-Express-4.0-Lanes zur Verfügung, von denen acht für die Anbindung zwischen Prozessor und Chipsatz abgezogen werden müssen.

Der Speichercontroller bietet vier Kanäle und unterstützt den aktuellen JEDEC-Standard mit 3200 MT/s. Laut AMD wird wie bei den Ryzen-Prozessoren auf Sockel AM4 aber auch schnellerer Speicher angesprochen.

AMD liefert zudem einige Benchmarks für den Ryzen Threadripper 3960X und 3970X. Hier wird die Leistung mit einem Core i9-9980XE mit 18 Kernen verglichen. In Kürze erwartet uns der Core i9-10980XE, der ebenfalls 18 Kerne bietet, durch Cascade Lake und die verbesserte Fertigung jedoch ein paar hundert Megaherz schneller sein dürfte. Dennoch ist das Leistungsplus für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren beachtlich – vor allem in Anwendungen in denen alle oder möglichst viele Kerne verwendet werden. Wie sich das Bild in Spielen darstellt, werden wir uns genauer anschauen.

Laut AMD verwenden sowohl der Ryzen Threadripper 3960X als auch der Ryzen Threadripper 3970X vier CCDs. Für den Ryzen Threadripper 3960X sprechen wir also von 4 x 6 = 24 Kernen und für den Ryzen Threadripper 3970X von 4 x 8 = 32 Kernen. Damit verwendet AMD die gleichen Konfigurationen wie für die EPYC-Prozessoren mit 24 und 32 Kernen – eine andere Wahl hat man hier auch nicht.

Der Ryzen Threadripper 3960X und Ryzen Threadripper 3970X werden ab dem 25. November verfügbar sein. Ab dann ist dies auch für die Mainboards mit TRX40-Chipsatz der Fall. Ab heute werden wir dazu die Ankündigungen der Hersteller sehen. Zu den beiden neuen Ryzen-Threadripper-Prozessoren wird es dann ebenfalls einen ausführlichen Test geben.

Die heutigen drei Ankündigungen von AMD im Überblick: