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Dual-EPYC-Server bricht Rekorde mittels Trockeneis

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amd-epyc-2Mit zwei AMD EPYC 7601 mit jeweils 32 Kernen bei einem Takt von 4,0 GHz konnten bereits 10.000 Punkte im Cinebench R15 geknackt werden. Roman Hartung hat nun einen neuen Anlauf gestartet und statt auf eine Wasserkühlung auf Trockeneis gesetzt. Mit Trockeneis sind Temperaturen von - 78 °C am Kühler möglich, die Prozessoren werden natürlich etwas wärmer. Unter Last landet ein Prozessor bei etwa 55 bis -60 °C und erlaubt somit bei geringeren Leckströmen einen nochmals höheren Takt.

Allerdings gab es im Verlaufe des Projektes ein paar Probleme. Aus noch unbekannten Gründen funktionieren auf einmal acht Speicherbänke eines Sockels nicht mehr und auch ein Tausch des Prozessors konnte dieses Problem nicht beheben. Dementsprechend gespannt darf man sein, ob mit einer derartigen Bestückung des Arbeitsspeichers überhaupt noch Rekorde zu erreichen sind.

Versucht wurde es dennoch und bei einer Spannung von 1,4 V wurden die beiden EPYC 7601 mit jeweils 4,4 GHz auf allen 32 Kernen betrieben. Die beiden Prozessoren genehmigen sich jeweils unter Last in der Spitze dann auch mal gerne 700 W. Dies stellt für die schon massive Strom- und Spannungsversorgung des verwendeten Serverboards eine Herausforderung dar. Um die Versorgung bzw. deren Effizienz zu verbessern, wurde die Schaltfrequenz der Spannungswandler von 250 bis 350 kHz auf 800 kHz erhöht.

Der offizielle Rekord für den Cinebench R15 Multi-Threaded-Test liegt bei 10.038 Punkten und wurde mit vier Intel Platinum 8160 mit jeweils 24 Kernen und einem Takt von 2,1 GHz erreicht. Wir sprechen hier also von 96 Kernen und 192 Threads. Die beiden EPYC 7601 mit 64 Kernen und 128 Threads bei einem Takt von 4 GHz kommen auf 10.535 Punkte. Nun mit Trockeneis und einem Takt von 4,4 GHz wurden 10.941 Punkte erreicht. Vier Intel Platinum 8180 mit jeweils 28 Kernen sind bei inoffiziellen Rekorden auch schon bei 11.500 Punkten gelandet, allerdings wurden diese Ergebnisse nicht dokumentiert.

Cinebench R15

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Die fehlenden vier Speicherkanäle bzw. acht Speicherbänke sind hier wohl ausschlaggebend und dürften einiges an Leistung gekostet haben. Nun steht auf dem Plan das Mainboard reparieren zu lassen bzw. ein neues zu beschaffen, um dann endgültigen die möglichst idealen Voraussetzungen zu haben, um einen neuen Rekord aufzustellen, der auch die inoffiziellen Ergebnisse mit Intel-Prozessor schlägt.

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