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Ryzen Threadripper 2nd Gen: Einfluss der Speicheranbindung kleiner als gedacht

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threadripper teaserIn Kürze soll es soweit sein und AMD wird die Ryzen-Threadripper-Prozessoren der zweiten Generation vorstellen. Bisher waren diese mit maximal 16 Kernen ausgestattet. Nun wird es auch Modelle mit 24 und 32 Kernen geben.

Vor etwa zwei Wochen schaute sich Roman Hartung alias der8auer die Leistung eines AMD EPYC 7601 mit 32 Kernen also Vorschau auf die zweite Generation der Ryzen-Threadripper-Prozessoren etwas genauer an. Da die EPYC-Prozessoren aber nicht die Taktraten eines Ryzen-Threadripper-Prozessors erreichen werden, hat Roman den Prozessor übertaktet. Dazu verwendet er ein Supermicro H11SSL-i und taktete den Prozessor auf 3,8 GHz. Die Ergebnisse der Cinebench-Durchläufe konnten sich sehen lassen, doch leider war kein höherer Takt möglich, der in etwa hätte zeigen können, was ein Ryzen Threadripper 2990X zu leisten im Stande ist.

Also hat sich der8auer noch einmal an den Rechner gesetzt und weiter versucht, die durch das Mainboard und hier vor allem die Spannungsversorgung auferlegten Limits zu durchbrechen. Letztendlich ist ihm dies auch gelungen. So könnte er mit einer Software namens eVc bzw. die I2C-Schnittstelle, die von vielen Komponenten des Mainboards zur Steuerung genutzt wird, den Controller der Spannungswandler auslesen und steuern. Nun konnte Roman die Spannung auf 1,45 V setzen und dabei sehen, dass die Spannungswandler zum einen mehr als 500 W an den Prozessor liefern müssen und daher recht schnell wärmer als 90 °C werden. Um dem entgegen zu wirken, hat Roman die VRMs mit 3M Novec, einer Zweiphasen-Wechselflüssigkeit übergossen, was die Komponenten etwas kühlte. Letztendlich konnte er damit einen Takt von 4.050 MHz erreichen und weitere Tests durchführen.

Durch den höheren Takt erreichte der EPYC 7601 bei 4.050 MHz einen Cinebench-Ergebnis von fast 6.100 Punkten. Dies ist schon ganz ordentlich und setzt die Messlatte für einen Multi-Core-Prozessor im Desktop/Workstation-Segment noch einmal höher.

Cinebench R15

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Einfluss des Speicherinterfaces je nach Anwendung gar nicht so hoch

32 Kerne bei 3,8 oder 4,0 GHz sind der eine Punkt aus denen die Ryzen-Threadripper-Prozessoren mit 24 und 32 Kernen ihre Leistung schöpfen werden. Ein weiterer ist das Speicherinterface. Doch anders als bei den EPYC-Prozessoren werden die Ryzen-Threadripper-Modelle weiterhin mit einem Quad- statt einem Octa-Channel-Speicherinterface daherkommen. Die erwähnten ersten Tests zeigten bei 3,4 GHz einen Leistungsunterschied von 3.867 Punkten für vier und 5.234 Punkte für acht Speicherkanäle auf.

Diesem Punkt ist Roman noch einmal nachgegangen und kommt zu einer leicht anderen Einschätzung. Je nachdem wie die acht DIMM-Steckplätze bei den EPYC-Prozessoren bestückt werden, ist die Leistung natürlich unterschiedlich. Alleine schon durch die doppelte Anzahl an Speicherkanälen ist das Octa-Channel-Interface mit 125 GB/s fast doppelt so schnell wie das Quad-Channel-Interface mit 65 GB/s. Auch bei den Latenzen gibt es leichte Unterschiede, je nachdem welcher DIMM gerade angesprochen wird und welcher NUMA-Node gerade darauf zugreifen möchte. Wie hatten uns dem Thema Game- und Creator-Mode mit Ryzen Threadripper erst kürzlich gewidmet. Je nach Anwendung spielen die Latenzen und die Speicherbandbreite mal eine mehr und mal eine weniger wichtige Rolle. Für die Ryzen-Threadripper-Prozessoren wird es aber bei einem Quad-Channel-Interface bleiben.

Wie die einzelnen Speicherkanäle aber angebunden sind, spielt offenbar eine weniger wichtige Rolle. In der Theorie haben wir dies bereits genauer erläutert und sind eigentlich davon ausgegangen, dass es hier je nach Konfiguration zu Problemen kommen kann.

Links zu sehen ist eine ähnliche Konfiguration wie aktuell schon vorhanden. Nur zwei der vier Zeppelin-Dies verfügen über jeweils zwei Speichercontroller sowie jeweils 32 PCI-Express-Lanes. die zwei weiteren Zeppelin-Dies liefern sozusagen nur die Kerne, besitzen aber keine Anbindung nach Außen hin. In dieser Konfiguration würde sich für die Modelle mit 24 und 32 Kernen nichts weiter ändern.

Schon anders sieht dies für die zweite mögliche Konfiguration aus. Hier liefert jeder Zeppelin-Die jeweils einen DDR4-Speichercontroller und 16 PCI-Express-Lanes. Ein solcher Ryzen-Threadripper-Prozessor bestünde aus vier NUMA-Nodes, die jeweils über einen Channel den Arbeitsspeicher anbinden. Im NUMA-Modus würde dies bedeuten, dass die Latenzen wieder gering sind, die Bandbreite aber noch einmal halbiert wird. Ein eventueller Game Mode mit nur einem aktiven Die würde im Umkehrschluss bedeuten, dass drei der vier Speicherkanäle über recht hohe Latenzen verfügen, die Speicherbandbreite dafür aber wieder stimmt.

Roman kommt nun aber zu dem Schluss, dass die Leistung, zumindest für den Cinebench, keine große Unterschiede aufzuweisen hat – egal wie die Anbindung stattfindet. Allerdings beschreibt der Cinebench sicherlich nicht alle Szenarien, in denen ein solcher Prozessor eingesetzt wird. Es gibt ebenso viele Anwendungen bei denen der Speicher eine wichtige eine Rolle spielt, wie es solche ohne derart große Relevanz gibt.

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Kommentare (27)

#18
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Wie immer halt. Abwarten und Teetrinken dann klärt sich alles auf. Bin schon auf Threadripper 2 gespannt. :)
#19
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Admiral
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Zitat OC_Burner;26443059
Frage mich das ob das nur Intel-Systeme betrifft oder ob auch auch AMDs neuer Threadripper von einem gemeinen Performancebug heimgesucht werden wird. Bei 64 logischen Prozessoren unter Windows (32 Kerne + HTT) ist die Gaming-Performance bei CPU lastigen Szenen sprichwörtlich im Keller.


Wäre mir neu. Habe lange selber mit 2x 22 Core + HT gespeilt (E5-2699V4) sind dann 44 Cores + HT also 88 Threads. Ging bestens. BF1 usw. kein Problem.
#20
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Bootsmann
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Romsky Angabe kann ich bestätigen. Habe die CPUs von ihm vererbt bekommen. Solange der Takt ausreichend ist, habe ich keine Probleme. Auch vor einem Jahr nicht mit 2 Titan X Hybrid...
#21
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BannedForEveR
Beiträge: 8849
Zitat HoIzmanm;26443653
Wie immer halt. Abwarten und Teetrinken dann klärt sich alles auf. Bin schon auf Threadripper 2 gespannt. :)


Muss das sein, immer wieder dieser falsche account. :shake:
#22
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 9628
Zitat blazethelight;26443980
Romsky Angabe kann ich bestätigen. Habe die CPUs von ihm vererbt bekommen. Solange der Takt ausreichend ist, habe ich keine Probleme. Auch vor einem Jahr nicht mit 2 Titan X Hybrid...


Mit den Retail 2699V4 sollte es daher noch weniger Probleme geben da diese noch viel höher als deine Boosten.
#23
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Zitat Romsky;26443949
Wäre mir neu. Habe lange selber mit 2x 22 Core + HT gespeilt (E5-2699V4) sind dann 44 Cores + HT also 88 Threads. Ging bestens. BF1 usw. kein Problem.


Betrifft ja auch nur die 32c/64t Config + Nvidia Karte. Bei mehr oder weniger Kernen ist der Bug nicht existent. Man hätte im Bios jeden Prozessor mit 16 Kernen laufen lassen müssen oder alternativ einen mit 22 und den anderen 10 Kernen.;)
#24
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@Romsky Falls du die später los werden möchtest, kannst du wie immer gerne an mich denken [emoji16]
#25
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www.twitter.com/aschilling
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Beiträge: 30890
AMD selbst listet Ryzen Threadripper 2990WX und zeigt Benchmark - Hardwareluxx
#26
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Beiträge: 1674
Zitat Alashondra;26442424
Die hat er doch damit gar nicht getestet ... hast du das überhaupt verstanden? Das wird als Randnotiz erwähnt und HWL macht daraus ne Schlagzeile ...
Da wir schon bei Texte lesen und verstehen waren: Ich glaub croni-x ging es nicht um einen gewissen Roman, sondern um einen gewissen Andreas. Diese Randnotiz ist in der News grob gerechnet 610x440 klein...
#27
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 16432
Demnach kommt also AMD selbst auf 5099 Punkte mit 4x 8 GB DDR4-3200, während der der8auer in seiner Simulation mit 4 DIMMs nur 3867 Punkte bei 3,4GHz erreicht hatte:
Scheinbar mit 2666er RAM:
5099 sind 31,8% mehr als 3867, 3200 aber nur 20% mehr als 2666, wenn man annimmt das der bessere RAM Durchsatz sich linear auf das Ergebnis auswirkt fehlen damit noch 10% die über den Takt gekommen sein müssen, was dann auf etwa 3,8GHz All Core schließen ließe. Es wäre dann interessant zu wissen ob dieser Takt sowie der RAM Takt von 3200 schon OC oder offiziell ab Werk vorgesehen sind.

Für den EPYC 7601 @3,8GHz stehen ja 5871 Punkte in der News, 15% mehr als der Threadripper 2990WX mit Quad Channel und schnelleren RAMs erreicht haben soll. Übrigens zeigen die Werte des EPYC 7601 bei den verschiedenen Taktraten, dass er zwar bei 3,8GHz sehr gut skaliert, dann aber bei 4,05GHz das Ergebnis doch deutlich abfällt, bei linearer Skalierung wäre dies mit 100MHz weniger zu erreichen gewesen, was also darauf hindeutet, dass dann bei der Taktfrequenz bei Cinebench die Speicherbandbreite selbst bei 8 Kanälen schon zu limitieren beginnt, die 5099 Punkte für den 2990WX wären damit schon ein sehr guter Wert. Dumm nur, dass man keine ECC RAMs mit 3200 bekommt und die wenigsten Workstationanwender dürften statt auf ECC-RAM auf womöglich übertaktete normale RAMs ohne ECC setzen wollen, zumal wenn die Plattform ja ECC RAM unterstützt.
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