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Apple erwägt eigene Prozessoren für das MacBook zu entwickeln

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apple-logo Apple entwickelt bei seinen iPhone- und iPad-Geräten schon seit einigen Jahren die verbauten SoCs selbst. Seit der neusten Generation A11 Bionic stammt sogar die Grafikeinheit aus der eigenen Entwicklung. In der Vergangenheit hatte Apple hier noch auf die Lösung von Imagination Technologies zurückgegriffen, doch dies ist nun ebenfalls Vergangenheit.

Die Entwicklung eigener Prozessoren scheint auch keinesfalls der falsche Weg zu sein. Wie sich in Benchmarks und Leistungsvergleichen immer wieder zeigt, kann Apple sich mit seinen mobilen Prozessoren an die Spitze setzen. Die Leistung des A11 Bionic liegt laut neusten Messungen sogar auf Desktop-Niveau. Dies ist wohl vor allem auf das perfekte Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware zurückzuführen.

Schon Anfang des Jahres kam deshalb das Gerücht auf, dass Apple auch für das MacBook eigene Prozessoren entwickeln könnte. Hier greift das Unternehmen nach wie vor auf Chips von Intel zurück. Ein aktueller Bericht bringt die Gerüchte noch einmal auf den Tisch. Demnach würde Apple derzeit verstärkt nach einer Möglichkeit zur Entwicklung eigener Prozessoren suchen. Wie auch beim iPhone und iPad könnten dann die Prozessoren aus dem Hause Apple stammen und würden von Auftragsfertigern produziert.

Neben eigenen CPUs soll Apple zudem über die Entwicklung eigener Modem-Chips nachdenken. Hier seien die Planungen allerdings noch lange nicht so konkret wie im Fall des MacBook.

Apple sieht den Vorteil vor allem darin, dass das Unternehmen mehr Unabhängigkeit gegenüber anderen Unternehmen erreichen könnte. Derzeit ist Apple an die Prozessor-Entwicklung von Intel gebunden und kann somit nur neue Hardware verbauen, wenn Intel diese auch anbietet. Sollte die Entwicklung allerdings im eigenen Haus stattfinden, könnte das Unternehmen auf die Geschwindigkeit von neuen Prozessorengeneration direkten Einfluss nehmen. Es wäre sicherlich keine Überraschung, wenn die MacBook-Modelle künftig mit eigenen Prozessoren ausgestattet werden.

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Kommentare (39)

#30
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Oberbootsmann
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Das Konzept, dass Apple eigene CPUs für ihre Rechnersparte auf den Markt werfen möchte klingt nach dass sie ihr eigenes Süppchen kochen wollen, was auch bedeuten würde, dass sie die zwangsweise Kunden an sich selbst binden, was ich eher bedenklich finde.

Nachdem sowieso nur noch alles komplett zusammengelötet wurde, inkl. RAM und SSD sogar mittlerweile auch, empfinde ich das als Rückschritt.
#31
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Zitat jdl;25849354
Ich weiß auch nicht was daran so außergewöhnlich sein soll. Ich habe schon vor 20 Jahren Programme geschrieben, die auf diversen *I*X liefen - ohne jede Codeänderung. Das Problem bei DOS und Windows war immer, dass faktisch jeder voraussetzt, dass da ein x86 bzw. x86-64 drin steckt.

Dank Raspberry Pi & Co. kann man auch als Linux Entwickler leicht testen, ob das eigene Programm auf etwas anderes als x86-64 läuft. Man sollte es auch tun.


Eigentlich ist da gar nix ungewöhnlich dran... Dennoch zweifel ich im aktuellen Zustand das Vorhandensein von Binarys für ARM an vor allem bei den Versionen Software, die heute im Umlauf sind. Warum sollte sich da irgendwer hingesetzt haben und entsprechende Übersetzungen erstellen (lassen) ohne entsprechendes Hardwarebackend??

Auch denke ich, dass du da meine Aussage einfach missinterpretierst... Windows/Dos hat doch damit gar nix am Hut!? "diverse *I*X" stand von meiner Seite auch nicht in Frage?
Es ging doch um das fertige Kompilat, was du, ich oder wer auch immer zuhause hast. -> und das ist ziemlich sicher x86 und ausschließlich x86, WENN die Software (vor allem Bezahlmich) ausschließlich für ein System mit eben jener Prozessorarchitektur veröffentlicht wurde. Wie eben ein Apple System der Jahre nach dem PowerPC... :wink:
#32
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Beiträge: 1051
Zitat HWL News Bot;25848533
Schon Anfang des Jahres kam deshalb das Gerücht auf, dass Apple auch für das MacBook eigene Prozessoren entwickeln könnte.


Das Gerücht kam schon auf, als Apple vor vier Jahren den A7 rausgebracht hat und ist wirklich die Mühe der Meldung nicht wert.
#33
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Freiburg, Baden-Württemberg
Leutnant zur See
Beiträge: 1058
Was mich interessieren würde was so ein ARM Prozessor, im vergleich zu Intel/AMD, an Leistung hat wenn er nicht, wie im Smartphone, passiv gekühlt und durch die kleine TDP ausgebremst wird.
Der Snapdragon 820, als dieser auf den Markt kam, hatte ein Problem das dieser kaum passiv gekühlt werden konnte und nach kurzer Zeit seine Leistung drosselte. Wenn dieser Prozessor nun eine Aktive Kühlung mit größerem Kühlkörper und eine größeren Akku bekommen würde, dass er seine 2,5GHz auch unter Last halten könnte, dass dieser damals auch an die reine Rechenleistung eines Intel U-Prozessors gekommen wäre.
#34
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Registriert seit: 02.07.2002

Flottillenadmiral
Beiträge: 5521
Da ja viele Grafikdesigner auf Apple setzen, könnte das in Zukunft ein Problem werden, wenn entsprechende Softwarehersteller für ARM nichts programmieren. Aber ich denke das Apple das schon berücksichtigt selbstverständlich auch den Software Markt bedienen wird. Sonst ist man heute nicht Unabhängig.
#35
Registriert seit: 09.04.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1624
Zitat fdsonne;25850195
Eigentlich ist da gar nix ungewöhnlich dran... Dennoch zweifel ich im aktuellen Zustand das Vorhandensein von Binarys für ARM an vor allem bei den Versionen Software, die heute im Umlauf sind. Warum sollte sich da irgendwer hingesetzt haben und entsprechende Übersetzungen erstellen (lassen) ohne entsprechendes Hardwarebackend??

Es ist selbstverständlich, dass es bisher keinerlei ARM Binaries für macOS gibt. Der Punkt ist aber folgender. Man kann die Software ohne großen Aufwand auf ARM portieren, d.h. der wirklich teure Teil der Portierung entfällt.
#36
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Registriert seit: 13.08.2017

Hauptgefreiter
Beiträge: 196
Ja und? Russland und China mache auch eigene Chips. Warum nicht Apple? Geld haben Sie genug. mfg
#37
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Registriert seit: 08.08.2006
SN
Moderator
Beiträge: 33989
Zitat jdl;25852785
Es ist selbstverständlich, dass es bisher keinerlei ARM Binaries für macOS gibt. Der Punkt ist aber folgender. Man kann die Software ohne großen Aufwand auf ARM portieren, d.h. der wirklich teure Teil der Portierung entfällt.


Also doch, wir reden andeinander vorbei ;)

Die Möglichkeit ist doch nur auf dem Papier was wert... Mein Standpunkt war der, das nur auf Basis der Möglichkeit lange keine Umsetzung erfolgt... Es wird höchstwarscheinlich reihenweise Software geben, wo entweder die Entwickler gar nix mehr machen (Software zu alt, Entwickler nicht mehr existent oder ähnliches) oder eben für eine Portierung entsprechend zur Kasse bitten. Am Ende ist der Kunde der gelackmeierte. Ich erstelle selbst Software und auch ich tue mich schwer für arsch alte Entwicklungen entsprechend nochmal aktiv zu werden. Vor allem bei Auftragsfertigungen ohne Supportvertrag oder ähnlichem. Aus Nächstenliebe mache ich das nicht. Und warscheinlich auch kein anderes Unternehmen auf der Welt ;)
Solange man sich davon nichts verspricht, also es was bringt, wird da doch keiner aktiv... Das Problem wird sich über die Monate/Jahre selbst egalisieren. Aber dennoch ist der Kunde hier der Dumme...

Aus meiner Sicht ist dieser Umstand einer der Punkte, warum Windows im PC Umfeld bis heute die Nummer 1 ist. Ich geh ins Regal und kram Software von vor 20 Jahren raus -> und die läuft bis auf Ausnahmen. Ich werde in keine Ahnung, sagen wir 5-10 Jahren ins Geschäft gehen und mir nen PC kaufen -> und die Software (dann 25-30 Jahre alt) wird immernoch laufen. Nach der Meldung schwenkt Apple in nichtmal ganz 10 Jahren schon zum zweiten mal die CPU-Architektur und vernichtet damit derartige Kompatibilität.

Du bist ja bspw. kein Gamer ;) Die Gamerschaft findet sowas bspw. recht bescheiden... Und die alten Blockbuster Titel, sehen sie auch noch so scheiße aus verglichen mit aktuellen Titeln, wird idR keiner mehr anpassen!

Zitat Knoddle;25850603
Was mich interessieren würde was so ein ARM Prozessor, im vergleich zu Intel/AMD, an Leistung hat wenn er nicht, wie im Smartphone, passiv gekühlt und durch die kleine TDP ausgebremst wird.


Es gibt im Grunde nicht "den" ARM Prozessor. Das ist wie bei Intel und AMD. ARM ist die Architektur. Wie bei Intel/AMD eben x86 die Basisarchitektur ist. Daraus leiten sich dann verschiedene Designs respektive Ausbaustufen ab.
"So ein ARM Prozessor" kann also alles und nichts sein... Es gibt von Qualcomm Centriq 2400 CPUs. 48 Cores und nicht mal schlecht/langsam ;) Wenn du mal drauf rum spielen willst. Es gibt sogar ne Windows Server Umsetzung für das Dingens in der Cloud bei Microsoft :wink:
Aber egal wie man es dreht, vergleichen kann man viel. Ob der Vergleich dann sinnig ist? In so seinen Disziplinen wird so ein 48 Core ARM Design jeden Desktop Intel/AMD Prozessor in den Schatten stellen. Aber genau so gibts von Intel/AMD CPUs, welche das auf ihrer Paradedisziplin jeweils schaffen.

Ob man da 1:1 ein Smartphone Design nimmt oder gar noch ne Menge mehr dran baut bei Apple, ist wohl noch recht offen.
#38
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Registriert seit: 04.03.2011
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Oberstabsgefreiter
Beiträge: 498
Zitat DragonTear;25848778
Ist nicht gut wenn die CPUs teuer sind!
Allerdings könnte AMD in den nächstens Monaten/1-2 Jahren endlich die Preise wieder etwas nach unten korigieren.


Naja. Die letzten MacBooks haben auch einen ein Jahr alte CPU Generation verpasst bekommen.
So teuer wird das (im Einkauf für Apple) sicherlich nicht gewesen sein.
#39
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Registriert seit: 28.11.2004

Admiral
Beiträge: 13829
Die Apple Nutzer kaufen doch eh alles. Also gerne weg von der x86 Lizenz und was neues bringen
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