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Mit Ice Lake werden acht Kerne bei Intel zur Normalität (2. Update)

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intel-10nm Bei Intel läuft es hinter den Kulissen alles andere als rund. Der Abgesang vom über lange Jahre funktionierenden Tick-Tock-Prinzip ist über die letzten CPU- und Architekturgenerationen deutlicher in Erscheinung getreten, als dies zu vermuten gewesen wäre. Derzeit kämpft sich Intel mit einem 14-nm-Prozess durch, der bereits in zwei bis drei größeren Iterationen immer weiter verbessert wurde, die Pläne rund um die Fertigung in 10 nm aber musste man teilweise im mehrere Jahre verschieben.

Zunächst einmal wird Intel ab dem 5. Oktober mit den Coffee-Lake-Prozessoren starten, die allesamt noch auf 14 nm++ basieren und eine neue Chipsatzgeneration voraussetzen. Den Anfang wird dabei der Z370-Chipsatz machen, mit dem zu Start bereits zahlreiche Mainboardmodelle ausgestattet sein werden. Die High-End-Variante Z390 soll aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 erscheinen – bisher mit unklarer Begründung.

Im Forum von Notebookreview.com liefert nun aber offenbar der Support von Eurocom die Begründung für das Erscheinen des Z390-Chipsatzes zur Jahreshälfte. Nach eigenen Angaben wird man den Z370-Chiposatz überspringen und erst wieder mit dem Z390 seine Desktop-Replacement-Notebooks der Tornado-Serie erneuern. Die dazugehörigen Prozessoren mit bis zu acht Kernen und 16 Threads sollen ebenfalls im zweiten Halbjahr erscheinen.

"We are planning to update Tornado F5 to Z390 chipset supporting 8C/16T CPUs coming in H2/18. We will launch F7 at the same time too. We will skip z370 chipset."

Demnach dürfte dies die erste inoffizielle Bestätigung für Ice Lake, so der Name der Desktopmodelle in 10-nm-Fertigung, sein. Dass Intel die Anzahl der Kerne im Mainstreamsegment auf acht erhöht, ist sicherlich nicht weiter verwunderlich, aber positiv zu bewerten.

Die 10-nm-Fertigung von Intel wird für die Prozessoren ab der zweiten Jahreshälfte 2018 in der zweiten Generation ausgeführt werden, welche die bisherigen und aktuellen Probleme in dieser Fertigungsgröße weitestgehend nicht mehr besitzen soll. Dann wird Intel auch die Prozessoren der übrigen Marktsegmente umstellen können. Schnell aufeinander folgende kleinere Sprünge wie mit Kaby Lake, dem Refresh und Coffee Lake wird es dann hoffentlich nicht mehr geben.

Update:

Bei Intel scheint man in jüngster Vergangenheit etwas offensiver über die eigenen Produktstrategie sprechen zu wollen. Per Twitter ließ man bereits im Juni verlauten, dass Cannon Lake sich im Tape-In befindet und damit die zweite Generation der 10-nm-Fertigung anlaufen kann.

Für Partner von Intel bietet das Unternehmen bereits zahlreiche Design-Vorgaben an, die allerdings nicht öffentlich sind. Bereits genannt werden:

  • Ice Lake H: Client Notebook Platforms codenamed Ice Lake - Ice J processors with Ice Lake PCH-H
  • Ice Lake S: Client Desktop Platforms codename Ice Lake - ICL S processors with Ice Lake PCH-H
  • Ice Lake U/Y: Next Generation Intel Core Processors Family
  • Whitley: Server and Workstation Platforms codenamed Whitley, including Ice Lake Server Processors, with Lewi

Damit wird einmal mehr bestätigt, dass Intel mit Ice Lake alle Produktkategorien wieder enger zusammenführen wird. Ice Lake wird die Basis für Desktop, Notebook (inklusive der sparsamen U/Y-Modelle), High-End-Desktop und Server sein.

2. Update:

Bei Computerbase wird auf eine News von Benchlife verwiesen, die wiederum auf einen Eintrag namens "CFL 8,2 core" in einem Support-Dokument gestoßen sind. CFL steht dabei für Coffee Lake und die weitere Beschreibung könnte darauf hindeuten, dass ein solcher Prozessor auch mit acht Kernen erscheinen könnte, bevor wird dies dann im kommenden Jahr als Ice Lake in 10 nm sehen.

Computerbase verweist dabei auch auf eine mögliche Erklärung für die Inkompatibilität zwischen Kaby Lake und Coffee Lake bzw. dem Z270- und Z370-Chipsatz, von der wir gestern berichtet haben. Zwar kommt in beiden Fällen der Sockel LGA1151 zum Einsatz, aufgrund der Anzahl der Kerne und der zusätzlich integrierten Grafikeinheit könnte sich die Pinbelegung leicht verändert haben. Dies wäre eine möglich Begründung. Eine Antwort auf die Frage werden wir aber vermutlich erst zum Start von Coffee Lake am 5. Oktober bekommen.

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