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Intel Xeon Cascade Lake mit Unterstützung von Persistent Memory ab Sommer 2018

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intel-xeon-platinum Eigentlich sollte es um die Entwicklung eines neue nichtflüchtigen Speichers gehen, doch nebenbei hat Intel den Namen und geplanten Erscheinungszeitraum für den Skylake-SP-Nachfolger verraten, der in diesem Sommer auf den Markt kommen soll. Für 2018 plant Intel einen Refresh der Xeon Scalable Family mit Namen Cascade Lake. Der Erwähnung eines Refresh könnte darauf hindeuten, dass Intel auch dabei auf eine verbesserte 14-nm-Fertigung setzen wird.

Der genaue Wortlauf in einem Blogbeitrag lautet: "Intel expects to ship its persistent memory solution in 2018 with a processor refresh of the Intel Xeon Scalable family platform, code-named Cascade Lake."

Doch nun zum eigentlichen Thema des Blogbeitrages. Bereits mehrfach haben wir hier über die Entwicklung eines neuen nichtflüchtigen Speichers (zum Beispiel NVDIMM) gesprochen, der derzeit meist noch mit traditionellem DRAM kombiniert wird, um die Vorteile beider Speichertechnologien zu kombinieren und den Nachteilen entgegenzuwirken.

Mit 3D XPoint hat Intel zusammen mit Micron eine neue Speichertechnologie entwickelt, die in Server-SSDs und Caching-SSDs für den Desktop bereits zum Einsatz kommt. Der Speicher kann aber auch in anderen Anwendungsfeldern eingesetzt werden, unter anderem auch auf Modulen für Arbeitsspeicher. Hier möchte Intel die derzeitigen Limitierungen von Kapazität und Leistung durch den neuen Speicher aufheben.

Auf der SAP Sapphire Konferenz zeigte Intel gemeinsam mit dem Softwaregiganten aus Deutschland eine praktische Anwendung. Dabei werden die Daten nicht mehr auf externen Speichermedien vorgehalten, sondern können durch die Prozessoren direkt im Arbeitsspeicher gehalten werden. Vor allem die zur Verfügung stehende Kapazität ist durch den Intel Persistent Memory deutlich angewachsen.

Ab 2018 will Intel diese Art von Arbeitsspeicher in Form von DIMM-Modulen ausliefern. Zum gleichen Zeitpunkt sollen die dazugehörigen und bereits zu Beginn erwähnten Xeon Scaleable Family Plattform erscheinen.

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 21.01.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2904
Intel möchte also die Limitierungen bezüglich der Arbeitsspeicherkapazität aufheben?
Weshalb fangen sie dann nicht mal mit ihrem seit Jahren dreist beschnittenen Memory Controller an?
#2
Registriert seit: 28.03.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 878
Was ist denn da dreist beschnitten? Ca. 1.5TB RAM sollte doch mit den aktuellen Xeons für 2 Socket Systeme noch machbar sein. Wenn es mehr sein soll ist der RAM eh so teuer, dass der Aufpreis für die 4 Socket Systeme nicht mehr ganz so ins Gewicht fällt.
Die klassischen 2 Socket Server werden doch zum größten Teil mit maximal 512GB bestückt.
#3
Registriert seit: 12.01.2012
Bayern
Oberbootsmann
Beiträge: 950
Zitat [email protected];25554400
Was ist denn da dreist beschnitten?


denke mal er meint die Customer Chipsätze(Dualchannel, non ecc), beim Server/Workstation sehe ich es ähnlich wie du.
#4
Registriert seit: 28.03.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 878
Naja darum geht es aber im Artikel nicht.
An den Consumer Chipsätzen wird sich vermutlich nichts ändern.
#5
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Registriert seit: 21.01.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2904
Ja, es geht hier um ein neues Feature für die Serverchipsätze, aber das die Customerchipsätze eben solche Limitationen haben, macht in vielen Fällen den Kauf der teuren Serverhardware erst nötig. Somit ist es eben doch die Intention Intels.
#6
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Registriert seit: 06.05.2005

Kapitän zur See
Beiträge: 3170
Kannst doch auch beim Sockel 2011 mit Desktop-CPUs RDIMMs verwenden. Wo ist das Problem?
#7
Registriert seit: 09.04.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1607
Zitat Elmario;25557790
Ja, es geht hier um ein neues Feature für die Serverchipsätze, aber das die Customerchipsätze eben solche Limitationen haben, macht in vielen Fällen den Kauf der teuren Serverhardware erst nötig. Somit ist es eben doch die Intention Intels.

Das hat rein gar nichts mit den "Chipsätzen" zu tun, sondern mit den CPUs selbst. Die Desktop Dies (der Dualcore für Celeron, Pentium und i3, sowie der Quadcore für i5, i7 und Xeon E3) haben einen einfacheren Memory Controller als die drie Dies für die Xeon E5/E7: LCC, MCC, HCC. Den LCC gibt es auch als i7 für S2011-3 zu kaufen. Die Xeon E7 unterstützen zusätzliche nachgeschaltete Memory Controller, so dass sich die RDIMM/LRDIMM Zahl pro Channel nochmals verdoppelt.

P.S. Bei AMD können die Desktop Prozessoren ebenfalls keine RDIMM/LRDIMM ansteuern.
#8
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Registriert seit: 21.01.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2904
Dies ist mir ebenso bekannt, wie auch durch Intel verursacht. Intel hat beabsichtigt die Märkte weiter aufgespalten. Seit Einführung des Sockel 1366 damals hat man der Masse den Stand der Technik vorenthalten, um ihn dafür zu Mondpreisen an die Wenigen zu verkaufen, die man auf Grund des dringenden Mehrbedarfs schön melken konnte. Und es ist für die eigentliche Thematik gleich, in welcher von Intels-Komponenten die künstliche Begrenzung steckt, da es hier um den Hohn geht, dass Intel auf der einen Seite großspurig und scheinheilig ein Faß aufmacht, und von der anderen Seite seit Jahren des Profits wegen die Tur zuhält. Wir nuten seit vielen Jahren 64bit-fähige CPUs, und es gibt keinen Grund den möglichen Maximalausbau nur ca. jede 5. Generation mal eben zu verdoppeln (wo es entsprechende Technik schon seit Langem gibt).
Also fur mich ist das einfach nur glitschig. Aber so sind sie halt, die ehrbaren Geschäftsmänner..

Kapitalismus bremst Fortschritt.
#9
Registriert seit: 09.04.2011

Kapitänleutnant
Beiträge: 1607
Zitat Elmario;25570953
Seit Einführung des Sockel 1366 damals

Die Abspaltung der Xeon MPs kam schon deutlich früher, und eigene Sockel für Xeons werden verwendet seit es diese gibt, d.h. seit Slot 2. Der letzte gemeinsame Sockel ist Sockel 7, und der wurde auch noch von AMD genutzt. Man sollte auch nicht vergessen, dass Intel mit dem Itanium die x86 CPUs komplett ablösen wollte. D.h. PAC418 war einmal die Zukunft.

Die meisten Normalkunden jammern schon wegen des höheren Preises von unbuffered ECC DIMMs herum, und wer seinen Computer nicht übertakten will, kann sich problemlos ein Xeon E3 System kaufen. Nur macht das kaum jemand, weil man jeden Cent sparen will. Da darf man sich nicht darüber beschweren, dass Intel die Xeons besser wartet und unterstützt die Mehrkosten sind gerade bei den Xeon E3 wirklich überschaubar.
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