> > > > Intel Optane Memory soll Desktops beschleunigen (Update)

Intel Optane Memory soll Desktops beschleunigen (Update)

Veröffentlicht am: von

intel-optane

In der vergangenen Woche kündigte Intel das baldige Erscheinen von Speicher auf Basis von 3D XPoint für den Server an. Während es in diesem Segment darum geht, große Datenmengen möglichst schnell zur Verfügung zu stellen, will Intel im Desktop-Bereich zunächst einmal eine Art SSD-Cache mittels 3D XPoint anbieten.

Bereits seit einigen Monaten halten sich die Gerüchte, dass Intel mittels 3D-XPoint-Speicher eine neue SSD-Caching-Technologie einführen möchte. Eben diese Produktgruppe führt man nun offiziell ein. Eine solche SSD wäre dann nicht der alleinige Massenspeicher in einem Rechner, sondern nur eine Art Zwischenspeicher, in dem die wichtigsten Dateien vorgehalten werden.

Dabei erkennt ein Algorithmus, welche Dateien auf der schnellsten SSD angelegt werden sollten. Die Technik dahinter ist dem Fusion Drive von Apple ähnlich. In den Presseinformationen gibt Intel einen ersten Ausblick auf die vermeintliche Leistung. Ein Optane Memory kann mit einer weiteren SSD oder einer SATA-HDD kombiniert werden. Unklar ist, wie viel schneller der Optane Memory gegenüber einer klassischen SSD als Cache ist. Hierzu werden wir sicherlich auf die ersten unabhängigen Tests warten müssen.

Die ersten technischen Daten spreche von einer Leistungsaufnahme zwischen 0,9 bis 1,2 W im Idle-Betrieb und 3,5 W unter Last. Während der Lebenszeit sollen bis zu 100 GB an Daten pro Tag geschrieben werden können. Die MTBF wird mit 1,2 Millionen Stunden angegeben. Für das sequentielle Schreiben und Lesen von Daten gibt Intel Werte von 280 bzw. 1.200 MB/s an – was deutlich weniger ist, als viele erwartet haben dürften. Die IOPS für ein zufälliges Schreiben und Lesen von 4 kB an Daten sind mit 70.000 bzw. 300.000 angegeben.

Die Optane-SSDs kommen im M.2-Format (2280) daher. Die Voraussetzungen sind ein Intel-Core-i7-Prozessor der siebten Generation sowie ein angepassten BIOS des Mainboards. Hinsichtlich der Verfügbarkeit spricht Intel vom April, genauer gesagt dem 24. April. Derzeit sind nur die US-Preise bekannt. Mit einer Kapazität von 16 GB soll eine solche SSD 44 US-Dollar kosten. Mit 32 GB sollen es 80 US-Dollar sein.

Update:

Inzwischen hat Intel die technischen Daten zum Optane Memory noch einmal präzisiert. So unterscheiden sich die Übertragungsraten für die unterschiedlichen Kapazitäten. Diese Daten haben wir einmal in einer Tabelle aufgeführt.

Gegenüberstellung der technischen Daten
Optane Memory Intel Optane Memory 16 GB M.2 80 mm Intel Optane Memory 32 GB M.2 80 mm
Schreibgeschwindigkeit 145 MB/s 290 MB/s
Lesegeschwindigkeit 900 MB/s 1.350 MB/s
IOPS Schreiben 35.000 65.000
IOPS Lesen 190.000 240.000
Latenz ( Schreiben) 18 µs 30 µs
Latenz (Lesen) 7 µs 9 µs
Lifetime Writes 182,5 TB 182,5 TB
MTBF 1,6 Millionen Stunden 1,6 Millionen Stunden
UBER < 1 Sektor pro 10^15 Bits < 1 Sektor pro 10^15 Bits
Leistungsaufnahme (Last) 3,5 W 3,5 W
Leistungsaufnahme (Idle) 1 W 1 W

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (16)

#7
customavatars/avatar221695_1.gif
Registriert seit: 02.06.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 182
77 $ (exkl. Steuern, Einfuhr, Händleraufschlag) für 32GB? Für das Geld ist eine 256GB SDD erhältlich. Lieber eine SSD samt HDD anstatt diese Cachelösung. Intel, da muss noch saftig am Preis runtergeschraubt werden.
#8
Registriert seit: 20.12.2003
Karlsruhe
Fregattenkapitän
Beiträge: 2688
Als l2arc oder slog für ZFS sicher interessant
#9
Ich habe mir letzte Woche die Server version mit 375GB angesehen. Intel bietet auf einigen Platformen die Möglichkeit, die Optane SSDs als Arbeitsspeicher zu behandeln. Die hatten sich sogar einen Benchmark rausgefischt, wo das System mit optane flotter war als ein System, dass nur mit DRAM bestückt war.
Laut Intel sollen die Kosten pro GB in etwa halb so hoch wie bei DRAM sein. Ein großer Vorteil soll die relativ geringe Leistungsaufnahme sein und eben die Möglichkeit Systeme mit großem Hauptspeicher auszustatten.
Systeme mit nicht flüchtigem Hauptspeicher werden vermutlich auch ihre Interessenten finden.
Dieser Desktop abklatsch sieht dagegen schon ein bisschen blass aus, aber nicht in jedem Rechner findet man die neuen Samsung NVME SSDs.
Wobei der Preis ist doch schon ok, ich würde die für meine Linux Workstations oder HPC Rechenknoten gern mal als swap oder Systemlaufwerk tetsen. Überleg mal was für SSDs das sind, die man für den gleichen Preis kaufen kann, mit viel IO sind die schnell am Ende.
#10
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13372
Zitat Langoras;25430085
Wo liegt mein Denkfehler?
Die IOPS beziehen sich auf hohe QD, also viele parallele Zugriffe und so viele kommen gerade bei Heimanwendern nicht vor, vor allem wenn die SSD auch noch schnell ist und die Anfragen daher schnell beantwortet bevor neue kommen. Der Vorteil von 3D XPoint soll aber gerade bei kurzen Zugriffen bei kleinen QDs sehr groß sein. Wie sehr sich das bei welcher Nutzung zeigt, muss man abwarten, aber im Prinzip ist es das was man bei der Heimanwendernutzung viel eher als die maximalen IOPS braucht.

Zitat Chasaai;25430408
muss nicht sein, diese ssds können auch in from eines ram riegels kommen
Werden sie auch noch, aber die werden dann wohl nicht von den Consumer Boards unterstützt, sondern nur von den großen Xeons auf der Purley Plattform. Dann fällt auch die Latenz der Anbindung über PCIe und vom Controller weg. Allerdings fürchte ich, dass die miese Schreibrate ein Indiz dafür ist, dass der Controller viel ECC macht bzw. intern den Speicher wie ein RAID 5 nutzt, es also Probleme mit gekippten Bits gibt und daher die DIMMs eben den großen Server CPUs vorbehalten bleiben, deren RAM Controller ebenfalls eine kräftige ECC hat um solche Fehler ausgleichen zu können. Wenn die Schreibperformance nämlich so weit unter der Leseperformance liegt, wäre es als RAM nur sehr bedingt geeignet.

Das andere Problem ist der Preis, der fällt erst wenn die Volumen steigen und daher bringt Intel ja nun auch diese kleinen Consumer SSDs die bei der Kapazität noch bezahlbar sind, aber zumindest unter Windows für kaum mehr als wie als Cache SSD zu gebrauchen sind. Der Nutzen von Caching hängt immer sehr von der Nutzung des Platten ab, mal sehen was es bringt. Mich würde die SSD eher als Bootlaufwerk eines (Heim-) Server unter Linux als Alternative zur 600p interessieren, denn da braucht man auch nicht viel Platz und die 16GB dürfte preislich mit der 600p 128GB konkurrieren können, der Swap wäre aber hoffentlich dann deutlich flotter.
#11
Registriert seit: 02.09.2009

Flottillenadmiral
Beiträge: 4964
Irgendwie werden hier wieder mal alte Brötchen als neu verkauft.
Die Technologie als solches haben wir seit 10 Jahren.
Robson Modul
Turbo Memory
Hyper-Flash
ReadyBoost

So richtig durchgesetzt hat sich da nichts.
#12
Registriert seit: 10.03.2005

Leutnant zur See
Beiträge: 1040
wir reden ja auch vom ersten ableger für den desktop, da ist noch so einiges in der pipeline.
aber klar ist auch dass der gefühlte leistungsspung den ssds im vgl. zu hdds gebracht haben nicht zu toppen ist. da man nun nur noch paar sekunden bootzeit hat die sich auf die ssd beziehen und selbst 30% von 30 Sekunden sind kaum fühlbar.
deswegen war man ja von den nvme ssds auch so enttäuscht, obwohl die bei z.b. entpacken mit winrar extrem viel schneller sind, ganz zu schweigen vom datei transfer.
es wird also immer weniger um die allgemeine Beschleunigung des pcs gehen als um spezielle Szenarien. aber die Leute die das betrifft werden sich freuen können.
#13
Registriert seit: 22.07.2007
zu Hause
Obergefreiter
Beiträge: 100
Optane ist halt keine Consumer-technologie warum man das als "L5" rausbringt verstehe wer will
Der Vorteil von Optane ist die Zugriffszeit + anzahl der Zugriffe
Ausserhalb von Serveranwendungen ist sie wohl eher suboptimal und eine 960 def die bessere Wahl
#14
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13372
Intel bringt diese SSDs um die Volumen von 3D XPoint zu steigern, was letztlich die Fertigungskosten senkt, von daher ist das also positiv. Die Zwickmühle in der Intel steckt ist nur eben der Preis, selbst wenn die nur so 2,50$/GB kostet statt der 4$ der DC P4800X Enterprise Optane, so wären SSDs mit größere Kapazitäten die man auch als Systemlaufwerk für Windows nutzen könnte, immer noch zu teuer, selbst für die meisten Enthusiasten. Also hat man eben kleine Kapazitäten gewählt um die SSDs bezahlbar zu halten und dafür gibt es außer Caching kaum sinnvolle Anwendungen, zumindest unter Windows.
#15
customavatars/avatar129629_1.gif
Registriert seit: 15.02.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3195
Zitat digger66a;25432135
Optane ist halt keine Consumer-technologie warum man das als "L5" rausbringt verstehe wer will
Der Vorteil von Optane ist die Zugriffszeit + anzahl der Zugriffe
Ausserhalb von Serveranwendungen ist sie wohl eher suboptimal und eine 960 def die bessere Wahl


wo du jetzt aber einen Vorteil bei der Zugriffszeit u. der Anzahl der Zugriffen siehst weiß ich nicht, eine Samsung 961 128GB für 80€ ist da besser als die 32GB Optane für den gleichen Preis,

also entweder das kommt dann in Betrieb (erste Tests) was zum tragen was die Technischen Daten nicht aussagen oder die Dinger sind Totgeburten.
wenn die 145/290MB/s schreiben nicht ein Übersetzungsfehler oder ähnlich ist sehe ich das auch nicht bei welchen Anwendungen das eine Vorteil bringen soll.
#16
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13372
Besser dürfte bei den Optane die 4k QD Performance sein, zumindest lesend, denn schreibend ist die kleine 16GB ja schon seq. nicht sehr flott unterwegs.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung SSD 750 EVO im Test - die neue Einsteiger-Klasse?

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-750-EVO/TEASER

Samsung gehört zu den Standardempfehlungen, wenn es um SSDs geht, sowohl im Highend-Bereich mit der Samsung SSD 950 PRO als auch im Mainstream-Bereich mit der 850 EVO. Letztere hat vor kurzem ein Upgrade erfahren, dabei wurde der 3D-Speicher durch eine neue Version mit nunmehr 48 statt 32... [mehr]

Crucial MX300 SSD mit 750 GB und 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CRUCIAL-MX300-750GB/TEASER

Crucial meldet sich zurück und packt mit der MX300 aktuelle Speichertechnologie in ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Den Anfang macht dabei ein einziges Modell mit einer ungewöhnlichen Speicherkapazität von 750 GB, das gegen die Samsung SSD 850 EVO und andere Mainstream-Laufwerke bestehen soll. Die... [mehr]

Seagate Ironwolf 8 TB, WD Red 8 TB und Toshiba Enterprise Cloud 6 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/HDD_ROUNDUP_08-2016_TEASER

Auch wenn in den allermeisten Rechnern heutzutage statt einer Festplatte eine SSD als Systemlaufwerk zum Einsatz kommt, so sind die klassischen Magnetspeicher für das Speichern größerer Datenmengen weiterhin gefragt, zumal die beliebten NAS-Systeme als Cloud für Zuhause ein neues Absatzgebiet... [mehr]

Preiswerte M.2-SSD Intel 600p mit NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/INTEL-600P/TEASER

Mit der Intel X25-M war Intel einst eine feste Größe im Markt für Consumer-SSD, bis sich der Chipriese in den letzten Jahren fast ausschließlich auf den Enterprise-Markt konzentriert hat. Mit der SSD 750 hat Intel inzwischen zwar auch wieder ein Laufwerk für Heimanwender im Angebot, doch ist... [mehr]

NVMe-SSD Samsung 960 PRO mit 512 GB und 2 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960-PRO/TEASER

Die Samsung SSD 950 PRO hat bis heute unsere Benchmark-Tabelle als schnellste SSD angeführt. Konkurrenz bekommt sie jetzt aus eigenem Haus in Form des Nachfolgers 960 PRO. Dabei handelt es sich um mehr als ein kosmetisches Update, denn Samsungs neuste M.2-SSD mit NVMe-Interface ist insbesondere... [mehr]

Toshiba OCZ RD400 SSD mit NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TOSHIBA-OCZ-RD400/TEASER

Auch Toshiba steigt jetzt mit der OCZ RD400 SSD in die Königsklasse der schnellen Halbleiter-Laufwerke mit NVMe-Interface ein. Mit einem PCI-Express-Interface der dritten Generation und vier Lanes verspricht Toshiba eine Performance von bis zu 2.600 MB/s beim Lesen und 1.600 MB/s beim Schreiben,... [mehr]