Werbung
Zu Beginn des Monats hat Apple mit dem MacBook Neo nicht nur sein günstigstes MacBook vorgestellt, sondern offenbar auch das reparaturfreundlichste seit vielen Jahren. Ein erster Teardown des australischen YouTube-Kanals "TECH RE-NU" zeigt, dass sich das neue Einsteigermodell in nur wenigen Minuten zerlegen lässt – mit Standard-Torx-Schrauben, modularen Komponenten und nahezu komplett ohne Kleber.
Im Teardown-Video wird das Aluminiumgehäuse über die Unterseite geöffnet: Acht Schrauben müssen gelöst werden, dann lässt sich die Bodenplatte abnehmen – ein Vorgehen, das an das MacBook Air und Pro erinnert, im Inneren jedoch deutlich einfacher weitergeht. TECH RE-NU zeigt ein sehr aufgeräumtes Innenleben mit einem kleinen Logicboard rund um den A18-Pro-Chip und einer klar strukturierten Komponentenaufteilung.
Besonders auffällig: kein Klebeband und keine Stretch-Tabs, wie man sie von älteren MacBooks kennt. Dafür ist der Akku mit ganzen 18 Schrauben gesichert, lässt sich danach allerdings einfach herausheben – ohne das sonst übliche Arbeiten mit Zuglaschen oder Lösungsmitteln. Auch die Lautsprecher, die 3,5-mm-Klinkenbuchse, die WLAN-/Bluetooth-Antennen und sogar das Mainboard lassen sich nach dem Lösen weniger Schrauben und Steckverbinder einfach austauschen.
Datenschutzhinweis für Youtube
An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Youtube-Video zeigen. Ihre Daten zu schützen, liegt uns aber am Herzen: Youtube setzt durch das Einbinden und Abspielen Cookies auf ihrem Rechner, mit welchen Sie eventuell getracked werden können. Wenn Sie dies zulassen möchten, klicken Sie einfach auf den Play-Button. Das Video wird anschließend geladen und danach abgespielt.
Ihr Hardwareluxx-Team
Youtube Videos ab jetzt direkt anzeigen
Ein Highlight aus Reparatursicht: Die beiden USB‑C-Ports sind modular ausgeführt und nicht auf dem Logicboard verlötet. Das macht im Fall eines defekten Ports eine sehr einfache und vor allem kostengünstige Reparatur möglich, da nicht mehrere Teile auf einmal oder gar das gesamte Board getauscht werden müssen. Der einzige nennenswerte Einsatz von Kleber findet sich an einem Flachbandkabel des Trackpads, wobei TECH RE-NU dies dennoch als unkritisch einstuft.
Niedrige Reparatur-Kosten
Passend zur einfachen Reparierbarkeit des MacBook Neo hat Apple auch selbst die Reparaturpreise gegenüber seinen anderen Geräten der MacBook-Familie erheblich gesenkt. So kostet ein Akkutausch außerhalb der Garantie 169 Euro, während für aktuelle MacBook-Air-Modelle mindestens 199 Euro veranschlagt und für MacBook-Pro-Geräte sogar 269 Euro fällig werden.
Für AppleCare+-Kunden ist die Selbstbeteiligung bei Unfallschäden niedriger: Die Reparatur bei Display oder Gehäuse schlägt dann mit pauschal 59 Euro zu Buche, die Reparatur anderer, unabsichtlicher Beschädigungen kostet 179 Euro, während der Akkutausch kostenfrei bleibt. Für Apple Care bezahlt man für die dreijährige Laufzeit beim Apple MacBook Neo 149 Euro, wer jährlich abschließt, 54,99 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Beim Apple MacBook Air werden mindestens 78,99 respektive 219 Euro dafür aufgerufen.
Apple kombiniert nun erstmals einen vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis mit einem einfachen, modularen Innenaufbau und spürbar günstigeren offiziellen Reparaturtarifen – damit bestreitet man gänzlich neue Wege.






