Seite 1: Buyer's Guides 2020: Unsere Bauvorschläge in der Übersicht

In Kooperation mit PCZ

buyersguides19 highend-teaserBereits zum fünften Mal in Jahresfolge standen in der letzten Woche unsere Buyer's Guides an, im Rahmen derer wir in Zusammenarbeit mit PCZ drei Spielerechner unterschiedlicher Preisklassen zusammengestellt und durch einen ausgewählten Benchmark-Parcours geschickt hatten. Doch wir haben nicht nur die Preisstufen auf einen Gesamtwert von jeweils etwa 800, 1.700 und 2.300 Euro angepasst, sondern auch das Artikelkonzept überarbeitet.

In diesem Jahr haben wir uns die Expertise von PCZ mit ins Boot geholt. Der System-Distributor hat für uns den Zusammenbau sowie die Installation des Betriebssystems und die Abstimmung der finalen Komponenten übernommen. Damit könnten wir die Bauvorschläge direkt unseren Lesern anbieten, womit auch sie Zeit und Nerven sparen können. 

Wer jedoch selbst zum Schraubendreher greifen und die Komponenten selbst zusammenstecken möchte, für den haben wir auch unsere Alternativen mit aufgelistet, die in Sachen Kühlung, Performance und Optik vielleicht noch einmal etwas besser abschneiden. Alle drei Systeme richten sich überwiegend an Spieler, die die neusten und kommenden Grafikkracher spielen und dabei keinerlei Abstriche bei der Bildqualität hinnehmen wollen. Während es in den unteren Preisregionen in der Regel nur für Full HD und damit eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten reicht, kann die Auflösung in den teureren Bauvorschlägen auf QHD oder gar UHD geschraubt werden. 

Den perfekten Gaming-Rechner für jedermann gibt es jedoch nicht: Jeder Nutzer hat seine eigenen Vorstellungen, Vorlieben und Erwartungen. Der eine möchte möglichst wenig Geld ausgeben, spart dafür lieber bei Gehäuse und Arbeitsspeicher als an der CPU, während der andere Fan eines bestimmten Herstellers ist und überwiegend dessen Produkte kauft. Wieder ein anderer benötigt mehr Speicher oder will das eine oder andere Extra habe, wie beispielsweise eine hochwertige Soundkarte. Zudem wird unsere Auswahl dadurch beschränkt, dass nicht immer das gewünschte Produkt sofort verfügbar ist oder sich bis zur Veröffentlichung der Artikelserie starke Preisänderungen eingestellt haben – der Markt ist einfach viel zu kurzlebig.

Unsere Buyer's Guides sind daher als eine gute Grundlage für einen aktuellen Spielerechner zu verstehen und stellen nur einen Bauvorschlag dar. Individuelle Beratung gibt es bei uns im Forum - dort helfen unsere Leser und Community-Mitglieder gerne aus und stehen mit Rat und Tat zur Seite, um am Ende seinen ganz persönlichen Spiele-PC zu erhalten. Wir wünschen viel Spaß beim Diskutieren!

Der 800-Euro-Rechner

Bei unserem ersten Buyer's-Guide-Rechner hatten wir uns eine preisliche Obergrenze für Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Netzteil und Gehäuse sowie für die Laufwerke von rund 800 Euro gesetzt. 

Als Basis diente dabei wie im letzten Jahr eine AMD-Plattform. Da es der AMD Ryzen 5 3500X wider aller Erwartungen nicht nach Deutschland schaffen wird, mussten wir auf den Ryzen 5 3400G ausweichen, setzten ihm jedoch eine schnelle AMD Radeon RX 580 zur Seite. Auf das B450-Mainboard wurden insgesamt 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher mit 2.933 MHz gesteckt, für die Stromversorgung zeichnete sich ein Corsair-Netzteil mit einer Ausgangsleistung von 550 W verantwortlich. All das verbaut PCZ in einem hauseigenen Midi-Tower der Marke Eigenbau. 

Bei PCZ kostet der erste Buyer's-Guide-Rechner 799 Euro – inklusive Montage, Installation und Lizenz von Windows 10 Home sowie etwaige spätere Service- und Garantie-Leistungen. 

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: Einsteiger-PC
Hardware
Prozessor: AMD Ryzen 5 3400G
Mainboard: ATX-Mainboard mit B450-Chipsatz
Arbeitsspeicher: 2x 8 GB DDR4-2933
Grafikkarte: AMD Radeon RX 580
Massenspeicher: 1x 250 GB SATA-III-SSD
Soundkarte: On Board
Netzteil: 550 W
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: PCS SR-620C
CPU-Kühler: boxed
Besonderheiten: LED-Beleuchtung, Windows 10
Preis
Gesamtpreis: 799 Euro

Der 1.700-Euro-Rechner

Auch bei unserem zweiten Buyer's-Guide-Rechner dient ein AMD-Prozessor als Grundlage. Der AMD Ryzen 7 3700X bietet jedoch deutlich mehr Kerne, eine höhere Takt-Geschwindigkeit und basiert bereits auf der neuen Zen-2-Architektur, die bereits im 7-nm-Verfahren vom Band läuft. Dazu gibt es 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher, dessen Takt auf 3.200 MHz beschleunigt wird, und eine NVIDIA GeForce RTX 2070 Super. Das Mainboard setzt natürlich auf den X570-Chipsatz und bietet damit weitere Highlights wie beispielsweise PCI Express 4.0. Während im Einsteiger-System noch eine SATA-Festplatte im 2,5-Zoll-Formfaktor steckt, setzen wir im Mittelklasse-Rechner auf eine Kombination aus SSD und HDD, wobei Erstere nun per PCIe angebunden wird und damit den Datendurchsatz deutlich erhöht. 

Die gesamte Hardware wird nun in einem be quiet! Dark Base 601 verbaut, das viel Platz für eine ausgewachsene Kühlung bietet, obendrein sehr hochwertig verarbeitet ist und dank eines Echtglas-Seitenteils auch einen Blick auf das Innere gewährt und die integrierten RGB-Strips besser zur Geltung bringt. Mit Strom versorgt wird das System weiterhin von einem 550 W starken Netzteil, wobei dieses nun über ein modulares Kabelmanagement verfügt. 

Preislich bezahlt man dafür rund 1.700 Euro als Rundum-Sorglos-Paket bei PCZ. 

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: Mittelklasse-PC
Hardware
Prozessor: AMD Ryzen 7 3700X
Mainboard: ATX-Mainboard mit X570-Chipsatz
Arbeitsspeicher: 2x 8 GB DDR4-3200
Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 2070 Super
Massenspeicher: 1x 250 GB NVMe-SSD
1x 2 TB SATA-III-HDD
Soundkarte: On Board
Netzteil: 550 W
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: be quiet! Dark Base 601
CPU-Kühler: boxed
Besonderheiten: LED-Beleuchtung, Windows 10
Preis
Gesamtpreis: 1.699 Euro

Der 2.300-Euro-Rechner

Im dritten und letzten Buyer's-Guide-Rechner erfolgt schließlich der Wechsel von AMD zu Intel. Der Intel Core i7-9700K bietet zwar nicht mehr Kerne, kann dafür mit einer höheren Single-Core- und Spieleleistung punkten, wobei AMD mit seiner neuen Ryzen-3000-Familie gehörig aufgeschlossen hat. Obendrein verdoppeln wir den Arbeitsspeicher auf 32 GB und gehen auch bei der Grafikkarte die eine oder andere Modellvariante höher. Wir setzen nun auf eine NVIDIA GeForce RTX 2080 Super, die mit zu den derzeit schnellsten Spieler-Grafikkarten zählt und je nach Titel auch UHD und damit 3.840 x 2.160 Bildpunkte ruckelfrei darstellen kann.

Upgrades gibt es außerdem bei SSD und Gehäuse sowie natürlich bei der Kühlung, denn trotz der potenten und durchaus hitzigen Hardware erweist sich das System unter Last als erfreulich laufruhig und setzt sich so auch vor das kleinste System: Dem übergroßen Cooler Master MasterCase SL600M sei Dank. Für eine stabile Stromversorgung mussten wir auf ein leistungsstärkeres 650-W-Modell ausweichen. 

Das alles hat jedoch seinen Preis: Rund 2.300 Euro müssen für das Komplettsystem bei PCZ bezahlt werden. Wer noch schnellere Hardware haben möchte und noch mehr Geld ausgeben kann, dem empfehlen wir einen Blick auf unseren Luxxkompensator zu werfen, welcher in Zusammenarbeit mit der Community entstand.

Die technischen Daten haben wir tabellarisch zusammengefasst:

Buyer's Guide: High-End-PC
Hardware
Prozessor: Intel Core i7-9700K
Mainboard: ATX-Modell mit Z390-Chipsatz
Arbeitsspeicher: 4x 8 GB DDR4-3200
Grafikkarte: NVIDIA GeForce RTX 2080 Super
Massenspeicher: 1x 500 GB NVMe-SSD
1x 2 TB SATA-III-HDD
Soundkarte: on board
Netzteil: 650 W
Kühlung und Gehäuse
Gehäuse: Cooler Master MasterCase SL600M
CPU-Kühler: Noctua NH-U14S
Besonderheiten: LED-Beleuchtung, Windows 10
Preis
Gesamtpreis: 2.299 Euro

Auf der nächsten Seite listen wir ein paar ausgewählte Benchmarks aller drei Systeme auf. Für eine ausführliche Beurteilung der Systeme, empfehlen wir einen Blick in den jeweiligen Artikel zu werfen:

In Kooperation mit PCZ