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In diesem Jahr will AMD gegenüber dem KI-Branchenprimus NVIDIA in den Angriffsmodus übergehen. Nachdem man in jüngster Vergangenheit allenfalls eine preisliche Alternative sein konnte oder eben überhaupt verfügbare Hardware anzubieten hatte, sollen die Epyc-Prozessoren, vor allem aber die KI-Beschleuniger der Instinct-Serie neue Maßstäbe setzen.
Zuletzt auf der CES stellte AMD weitere Details der Instinct-MI400-Serie vor, nachdem man bereits im Sommer 2025 den Fahrplan grob umrissen hatte.
Laut AMDs Ankündigung sollten die ersten Instinct-MI400-Beschleuniger in den neuen Helios-Racks ab der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Eine Analyse von SemiAnalysis mehrt daran aber nun Zweifel – zumindest an den von AMD ausgelieferten Stückzahlen.
Demnach wird es nur Engineering Samples und geringe Stückzahlen der Racklösungen mit Instinct MI455X geben. Mit geringen Stückzahlen ist es natürlich schwer, gegen NVIDIAs Übermacht anzukommen, denn auch wenn es interessierte Kunden gibt, wollen diese natürlich auch möglichst früh an die Hardware gelangen.
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Anush Elangovan, Vice President für AI Software bei AMD, widerspricht der Analyse. Allerdings spricht er nur von der Einhaltung des "Ziel der Auslieferungen in 2H2026".
Noch deutlicher wird er in einer weiteren Reaktion auf den Bericht:
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AMD reagiert also, bevor Kunden und Investoren nervös werden könnten. OpenAI ist einer der größten Kunden und sollte in der zweiten Jahreshälfte mit der ersten Hardware ausgestattet werden. Wer nun Recht behalten wird, werden wir in der zweiten Jahreshälfte sehen.
In der Instinct-MI400-Serie wird deutlich, welche technische Strategie AMD verfolgt, um die unterschiedlichen Marktsegmente abzudecken. Für den Bereich der AI-Hyperscaler setzt man auf eine Kombination aus Epyc-Prozessoren und Instinct-MI455X-Beschleunigern. Letztere verfügen über zwei Compute-Chiplets und zwölf HBM4-Stacks, die zusammen eine Speicherkapazität von 432 GB bei einer Bandbreite von 19,6 TB/s bieten. Gefertigt werden die Compute-Chiplets bei TSMC im 2-nm-Prozess – sie gehören damit zu den ersten Chips, die in dieser modernen Fertigung entstehen.
Gemeinsam mit den Epyc-Prozessoren kommen die Instinct-MI455X-Beschleuniger in den sogenannten Helios-KI-Racks zum Einsatz. Diese Racks sind etwas breiter als herkömmliche Standardlösungen, wobei man sich offenbar bereits auf einen festen Formfaktor verständigt hat.
Daneben plant AMD die Instinct-MI440X-Beschleuniger, die wie ihre größeren Pendants auf Rechenoperationen mit niedrigen Genauigkeiten – FP4, FP8 und BF16 – ausgelegt sind. Mit diesen Modellen adressiert AMD den klassischen Servermarkt. Für den HPC-Bereich sind hingegen die Instinct-MI430X-Beschleuniger vorgesehen, die bereits im Zusammenhang mit mehreren neuen Supercomputer-Projekten angekündigt wurden.
1. Update: Das Hin und Her geht weiter
AMD, in Form von Mitarbeiter Anush Elangovan, und SemiAnalysis haben im Nachgang weitere Argumente ausgetauscht. SemiAnalysis bleibt dabei, dass Kunden weiterhin davon ausgehen, dass die Massenproduktion der Helios-Racks erst 2027 beginnen. Die ersten offiziellen "Productions Tokens" sollen dann im zweiten Quartal 2027 folgen.
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Womöglich handelt es sich hier auch nur um Wortklauberei bzw. eine unterschiedliche Definition von erster Auslieferung, Markteinführung und breiterer Verfügbarkeit.