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Modding-Contest: Das sind die finalen Projekte

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coolermasterSeit dem Start unseres jüngsten Modding-Contests, den wir gemeinsam mit Cooler Master, MSI, AMD und Seagate sowie vielen weiteren Partnern ausriefen, ist einiges passiert. Es wurde geschraubt, gedremelt, lackiert und gebastelt, was das Zeug hält. Die ursprünglichen Gehäuse von Cooler Master, aber auch die 27-Zoll-Monitore von LG, die von den Moddern kreativ in ihr Projekt mit eingebunden werden mussten, sind teilweise nicht wieder zu erkennen. Eingesetzt wurden die unterschiedlichsten Materialien: Angefangen bei Aluminium über Plexiglas bis hin zu Holz und Styropor.

Das liegt sicherlich an der Anpassung des Regelwerks, denn wir hatten bereits vor dem Startschuss angekündigt, die Einbindung des Displays in der späteren Bewertung durch die Jury stärker zu gewichten. Erstmals schafften es nicht alle Teilnehmer ans Ziel. „Leokasi“ hatte sich bereits Anfang Dezember mit einem kurzen Einzeiler ohne Angabe von Gründen zurückgezogen und kam damit der drohenden Disqualifizierung zuvor, die intern aufgrund mangelnder Worklog-Führung bereits besprochen wurde. Eine Nachnominierung war aufgrund des zeitlichen Fortschritts nicht möglich. 

Indirekt disqualifiziert wurde nun auch „modworkx“, der zum Ende seine Arbeiten ebenfalls nicht ausreichend protokollierte und uns obendrein keine finalen Bilder zur Verfügung stellte. Weder per E-Mail, noch per Telefon war eine Kontaktaufnahme möglich. Derweil war er mit seinem Mod „On The Fly“ durchaus eindrucksvoll gestartet und zeigte vielversprechende Fortschritte. Sein Gehäuse hatte er zunächst komplett entkernt und mit winzigsten Zierelementen bestückt, die aus einer satinierten Plexiglas-Scheibe gelasert, entsprechend lackiert und aufgrund ihrer filigranen Abmessungen mithilfe einer Pinzette angebracht werden mussten. Für die Seagate-Festplatten baute er eine eigene Halterung, um diese besser zur Schau zu stellen.

Raceface – The Gold Rush

Dafür leisteten die verbleibenden drei Teilnehmer umso mehr und hielten die Messlatte bis zum Ende auf einem hohen Niveau, vor dem wir definitiv den Hut ziehen und größten Respekt zollen.

„Raceface“ verwandelte sein Gehäuse im wahrsten Sinne des Wortes in eine Goldmine. In mühevoller Handarbeit bastelte er sich aus kleinen, lackierten Holzstückchen ein aufwendiges Schienen-Netz zusammen, über das zwei kleine Loren laufen. Die Schienen führen sogar aus dem Gehäuse heraus, über 100 m Holzstäbchen wurden von „Raceface“ am Ende verbaut. Das Gestein im Inneren und Äußeren des Gehäuses fertigte er aus Styropor an, überzog es mit Gips und lackierte es entsprechend. Zahlreiche Dekorationen von kleinen Bäumen und Büschen angefangen bis hin zu echten Steinchen und einem handgefertigten Zugbrunnen ist alles mit dabei. 

Passend dazu überarbeitete er die Kühlsysteme des Mainboards und der Grafikkarte und verpasste selbst dem CPU-Kühler den Gesteins-Look. Obendrein sorgen zahlreiche RGB-LEDs für eine stimmungsvolle Beleuchtung. Der Standfuß des Monitors wurde ebenfalls mit einer Berg- und Wald-Landschaft verziert und mit einer Seilbahn mit dem PC-Gehäuse verbunden. Die Detailverliebtheit ist sehr beachtlich.

Yargen – The Black Raven

„Yargen“ hingegen hat sein Projekt unter den Namen „The Black Raven“ seinem Lieblingsspiel „Star Citizen“ gewidmet, für das er auch professionell in einem Clan spielt. Dabei orientierte er sich am Aegis-Dynamics-Sabre-Raven-Raumgleiter, einem der kleinsten Raumschiffe im Spiel und ein Ein-Mann-Jäger mit entsprechender Bewaffnung. Der Innenraum wurde gesprüht und von Hand gemalt, die Front hingegen foliert, weswegen der Modder sich einen eigenen Plotter angeschafft hatte. Das Design ist einer der Basisversionen nachempfunden und selbst die Hardware-Komponenten wurden farblich aufeinander abgestimmt. Ein Highlight ist außerdem die Schwarzlicht-Beleuchtung im Inneren. Hier hat "Yargen" einen weiteren Raumgleiter mit Schwarzlichtfarben bemalt, womit dessen Bemalung besonders zur Geltung kommt. Über den USB-Tastatur-Port und eine Fernbedienung kann das Schwarzlicht selbst im ausgeschalteten Zustand des PCs ein- und ausgeschaltet werden. 

Das Gehäuse dient als Landebahn und Hangar zugleich, die Raumgleiter wurden aufwendig per 3D-Druck gefertigt und auch der LG-Monitor wurde farblich dem Gesamtkonzept angepasst und bekam eine schicke Lichtschutzblende spendiert, um Streulicht zu verwenden. Die Idee dahinter: Star Citizen ist ein dunkles Spiel, dessen Atmosphäre bei Sonnenlicht aus der Umgebung schnell zerstört wird. 

Brometheus – There Will be Cake

Auch „brometheus“ hat sein Projekt einem seiner Lieblingsspiele gewidmet und das Gehäuse kurzer Hand in die bekannten Würfel von Valves Portal 1 und 2 verwandelt. Hierfür fertigte er einen massiven Rahmen aus Aluminium, in dem er die gesamte Hardware verbaute. An den Ecken kommen in stundenlanger Handarbeit aus Papier gefertigte, mit Spritzfüller lackierte und mit Sandpapier geschliffene Zierbauteile zum Einsatz, die den Würfel letztendlich in seine bekannte Form bringen. Direkt unter der Hardware gibt es den Kuchen samt brennender Kerze aus dem Abspann des Spiels. Über zwei Seitenscheiben aus Plexiglas kann man einen Blick in das Innere werfen. Eine stilvolle Beleuchtung rundet das Gesamtpaket weiter ab. 

Der Gewinner darf sein Gehäuse im Februar auf der DreamHack 2019 in Leipzig ausstellen und zusammen mit der Hardwareluxx-Redaktion die Zeit auf der Messe verbringen. In der kommenden Woche werden wir die Entscheidung der Jury, die sich auch in diesem Jahr aus Hardwareluxx-Mitarbeitern und Community-Mitgliedern zusammensetzt, veröffentlichen. 

Zu den Worklogs

Vorläufiger Ablauf:

  • Bewerbungsphase bis 14. Oktober 2018 20:00 Uhr
  • Start am 29. Oktober 2018
  • Ende der Bearbeitungszeit ist am 12. Januar 2019, 20:00 Uhr
  • Abstimmung der Jury (Hardwareluxx-Redaktion / Foren-User) bis 16. Januar 2019, 23:00 Uhr
  • Wenige Tage später erfolgt die offizielle Bekanntgabe des Gewinners
  • Ausstellung des Gewinner-Mods auf der DreamHack 2019

Wer weitere Inspiration sucht, kann sich die Bilder der Gewinner-Mods aus den letzten Jahren anschauen: