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Intel Optane DC Persistent Memory als DIMM-Module vorgestellt

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intel-optane-persistent-memoryDer eigentlich bereits für das vergangene Jahr geplante Start von DIMM-Modulen mit 3D-XPoint-Speicher, der bei Intel unter der Marke Optane läuft, wurde nun von Intel genauer ausgeführt und soll tatsächlich noch in diesem Jahr starten. Angekündigt hatte Intel dies bereits im vergangenen November, technische Daten bzw. eine Umschreibung in welchem Umfeld solche DIMMs eingesetzt werden sollen, beließ man aber noch offen. Als Start bezeichnet Intel die Samplingphase, die ab sofort startet, der echte Marktstart erfolgt erst 2019.

Intel bezeichnet seine DIMM-Speicher mit 3D XPoint als Optane DC Persistent Memory. Es handelt sich also um einen Arbeitsspeicher, der anders als DDR-RAM nicht flüchtig ist. Im eigentlichen Sinne spricht Intel auch nicht mehr von Arbeitsspeicher, nutzt aber die dort verwendete Schnittstelle. Pro Modul will Intel 512 GB unterbringen, pro Sockel sollen bis zu 3 TB möglich sein. Für Cascade Lake-SP, also die Server-Variante der kommenden Prozessoren, plant Intel wie auch für die Ice-Lake-Xeons auf Basis des Sockel LGA 4189 zwölf DIMM-Slots pro Sockel. Die Hälfte dieser zwölf DIMM-Slots kann mit Optane DC Persistent Memory bestückt werden.

Intel sieht Optane DC Persistent Memory als Zwischenlösung für Datacenter-Anwendungen, wo klassischer DDR-Arbeitsspeicher hinsichtlich der Kapazität zu teuer ist, aber selbst die schnellsten SSDs noch zu langsam. Ganze Datenbanken auf den Arbeitsspeicher auszulagern, soll per Optane DC Persistent Memory vereinfacht werden. Damit umgangen wird außerdem der Flaschenhals der Anbindung per PCI-Express.

Als Beispiel nennt Intel In-Memory-Datenbanken wie NoSQL, die eine Aerospike Hybrid Memory Architecture verwenden. Intels Optane DC Persistent Memory ermöglicht ein Ausführen innerhalb von wenigen Sekunden, während DRAM-Systeme bei mehreren Minuten liegen sollen. Dies liegt vor allem an der persistenten Speicherung im Optane DC Persistent Memory, während der DRAM mit den Daten erst wieder bestückt werden muss.

Intel will die nun gestartete Samplingphase dazu nutzen, zusammen mit seinen Partnern die Softwarebasis für den Einsatz von Optane DC Persistent Memory zu bilden.

Intels Optane DC Persistent Memory hat aber nicht nur Vorteile. Ein Nachteil ist der Stromverbrauch der Module. Dieser soll bei 15 bis 18 W pro DIMM liegen. Bei sechs bestückten Steckplätzen pro Sockel sprechen wir hier schon von über 100 W alleine für diesen Speicher. Entsprechend muss die Strom- und Spannungsversorgung der Mainboards ausgelegt sein. Gegen Ende des Jahres sollen die ersten Xeon-Prozessoren (Cascade Lake-SP) für die Purley-Plattform erscheinen, welche dann die Basis für den Einsatz von Optane DC Persistent Memory sind.

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