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Apple Card: Ohne iPhone kann die Abrechnung nicht bezahlt werden

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apple-cardSeit wenigen Tagen ist Apples neue Kreditkarte für ausgewählte Kunden in den USA erhältlich. Wie jetzt bekannt wurde, brauchen Inhaber der Apple Card für die Bezahlung ihrer Kreditkartenabrechnung zwingend Zugriff auf die Wallet-App – ist dieses geklaut worden oder anderweitig abhandengekommen, werden teure Zinsen fällig, sofern man sich nicht an den Support wendet. 

Die Nutzung der neuen Apple Card ist einfach: Wird per Apple Pay oder der physischen Titanium-Kreditkarte bezahlt, erscheinen die Umsätze in Echtzeit in der Wallet-App auf dem iPhone und werden automatisch kategorisiert. Da die Kreditkartennummer lediglich über das iOS-Gerät generiert werden kann und nicht auf der Karte aufgedruckt ist, wird so die Sicherheit enorm erhöht. Doch die digitale Verwaltung über das iPhone birgt auch Nachteile, die den Nutzer teuer zu stehen kommen können, wie Apple jetzt gegenüber dem Nachrichtenmagazin Buzzfeed News bekannt gab. 

Hat der Nutzer nämlich keinen Zugriff auf die Wallet-App, kann die Kreditkartenabrechnung nicht vollständig beglichen werden. Dann buchen Apple und dessen Partnerbank Goldman Sachs lediglich einen Mindestbetrag vom hinterlegten Bankkonto ab, wohingegen auf die restliche Summe teure Zinsen bezahlt werden müssen, die laut der Nutzungsbedingungen je nach Bonität irgendwo zwischen 12,99 und 23,99 % liegen. Solch hohe Kreditkarten-Zinsen sind den USA jedoch keine Seltenheit.

Am Ende jeder Abrechnungsperiode lässt sich über die Wallet-App die fällige Monatsrechnung abrufen und auf Wunsch als PDF herunterladen. Anschließend bestimmt der Nutzer, ob er den vollen Betrag oder nur einen Teil der Kreditkartenabrechnung bezahlen möchte und gibt so den Bezahlvorgang in Auftrag. Hat man keinen Zugang auf die Wallet-App, weil das iPhone geklaut oder anderweitig abhandengekommen ist, kann der Bezahlvorgang nicht abgeschlossen werden und Apple bucht lediglich den Mindestbetrag ab. Wer das möchte, muss sich entweder über ein Zweitgerät Zugang verschaffen, oder aber den Apple-Support konsultieren, der den Nutzer dann zu Goldman Sachs weiterleitet. 

Entgegen der sonstigen Einfachheit der Apple Card, ist das nicht gerade nutzerfreundlich. Eine Art zusätzliches Webinterface über die Apple-ID würde Abhilfe schaffen.

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