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30 Milliarden US-Dollar: Intel soll in Kaufgesprächen mit GlobalFoundries sein

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intel-2020Intel investiert derzeit kräftig in die eigene Fertigung und will unter anderem 20 Milliarden US-Dollar in bereits bestehende Fertigungsstätten stecken. Zusammen mit Subventionen und Fördermittel der Bundesstaaten (in den USA) und Länder sowie der Europäische Union könnten in den kommenden Jahren mehr als 100 Milliarden US-Dollar in die Fertigung fließen.

Nun wurde bekannt, dass wie es schön heißt "nach Angaben von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind", Intel in Gesprächen mit GlobalFoundries sein soll. Dabei soll es um einen Kauf des Unternehmens mit einem Umfang von 30 Milliarden US-Dollar gehen. Beide Unternehmen wollten sich zu diesem Thema nicht äußern.

GlobalFoundries wurde 2009 von Ausgliederung der Halbleiterfertigung von AMD gegründet. Aktuell alleiniger Anteilseigner ist die Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi. GlobalFoundries hat Fertigungen in Deutschland, Singapur, Malta und den USA. Noch immer bezieht AMD gewisse Chips bei GlobalFoundries. Die vertragliche Bindung wird 2024 enden. Bei den bestellten Chips handelt es sich um die IODs für die Ryzen- und EPYC-Prozessoren. Eine High-End-Fertigung mit den kleinsten Fertigungsgrößen findet bei GlobalFoundries nicht statt. Mitte 2018 hat das Unternehmen in einer strategischen Neuausrichtung angekündigt die Entwicklung einer Fertigung in 7 nm einzustellen. Stattdessen wolle man sich auf spezialisierte Fertigungsprozesse wie 14LPP und 12LP konzentrieren. Derzeit bietet GlobalFoundries 12LP+ als fortschrittlichste Fertigung an.

Aber auch wenn GlobalFoundries aktuell keine High-End-Fertigung hinsichtlich der Fertigungsstrukturen anbieten kann, stellt die Fertigung in 12 nm und größer noch immer einen signifikanten Anteil am Gesamtmarkt dar. TSMC macht noch immer 51 % seines Umsatzes mit der Fertigung in 16 nm und größer. Ähnlich dürfte dies bei Samsung aussehen und auch Intel selbst beginnt erst damit, seine Volumina für 10 nm hochzufahren.

GlobalFoundries hat wie gesagt eine Fertigung in den USA und unter anderem auch Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium. Für fast alle militärischen Projekte in dieser Form setzen die USA eine einheimische Chipproduktion voraus. Die bestehende Zusammenarbeit mit der US-Regierung macht das Unternehmen zu einem sicheren Kandidaten für staatliche Fördermittel. Rein wirtschaftlich könnte GlobalFoundries somit ebenfalls ein interessanter Übernahmekandidat sein.

Mit einem möglichen Kaufpreis von 30 Milliarden US-Dollar wäre dies die größte Übernahme für Intel. Altera hatte man für 16,6 Milliarden US-Dollar übernommen.

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